Atera Fahrradträger für 4 Fahrräder im Test

Fahrradträger für die Anhängerkupplung bieten eine komfortable Möglichkeit, E-Bikes und andere Fahrräder zu transportieren. Dabei müssen sie vor allem sicher und praktisch sein.

Atera Sport M3 im Test

Der Atera Sport M3 ist schnell ausgepackt und macht einen stabilen/robusten Eindruck. Die beiliegende Bedienungs-/ Befestigungsanleitung ist ausführlich und mit selbsterklärenden Bildern ausgestattet.

Um den Fahrradträger zu befestigen, wird lediglich eine Anhängerkupplung benötigt. Dieser Hebelmechanismus ist bei der ersten Betätigung etwas schwergängig, läuft allerdings nach ein paar Versuchen deutlich leichter. Anschließend kann der 13-polige Stecker des Trägers mit dem Auto verbunden werden.

Nach einigem Hin und Her haben wir die beste Anordnung gefunden. Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt, ist eine kontaktlose Beladung der Fahrräder kaum möglich. Die Greifarme lassen sich mühelos auf dem Bügel verschieben. Zum befestigen des Rahmens werden die Schlaufen um den Rahmen gelegt und mit einem kleinen Hebel festgezurrt.

Hier wäre ein festes Zurren wünschenswert, denn man hat das Gefühl, dass die Schlaufe durchrutscht. Auf Nachfrage wurde uns vom Hersteller mitgeteilt, dass das Rastband extra so konzipiert ist, dass es bei ausreichendem Druck überspringt (Drehmoment). Die Befestigungsschlaufen an den Reifen sind ausreichend lang. Durch die verschiebbaren Radmulden lässt es sich dennoch einigermaßen gut befestigen.

Der Anhänger bietet noch viele mögliche Zusatzausstattungen wie ein Adapterpaket für ein weiteres Fahrrad, eine Beladehilfe, eine Wandhalterung, zusätzliche Greifarme (zur Verbindung von Bike zu Bike) und Abstandshalter für alle drei Räder. Diese Abstandshalter dienen der sicheren Fixierung der Fahrräder mit einem Rahmendurchmesser von 25 - 80 mm.

Hier ist eine Diebstahlsicherung vorbereitet, welche ein zusätzliches Schloss, das separat bestellt werden muss, benötigt. Mit einen einfachen Klappmechanismus, der mit dem Fuß unterhalb des Kennzeichens betätigt wird, kann der Träger gekippt werden. Die erste Probefahrt begeistert mich sehr. Es ist nicht zu spüren, dass drei Räder mit an Bord sind.

Der Atera STRADA SPORT M3 ist ein gelungener Fahrradträger für Anhängerkupplungen, der seinen Zweck super erfüllt. Mit seinen 18,1 kg ist er auch für mich als Frau einigermaßen gut zu händeln. Die einfache und schnelle Montage macht das Reisen mit Bikes komfortabel und einfach. Auch das Fahrverhalten selbst ist nicht beeinträchtigt.

Der Preis findet sich zwar im oberen Segment, aber aufgrund der Handhabung und Qualität des Trägers ist dieser absolut gerechtfertigt. Besonders schön finde ich, dass es auch die Möglichkeit gibt, dass vier Räder transportiert werden können.

Atera Strada E-Bike ML Test

Der Fahrradträger Atera Strada E-Bike ML Test - Ein Kupplungsträger für Fahrräder mit etwas mehr Gewicht, zum Beispiel E-Bikes. Der E-Bke ML von Atera wird mit allen benötigten Bauteilen geliefert. Im Karton befindet sich der noch nicht ganz zusammengebaute Fahrradträger für die Anhängerkupplung.

Der Bügel wird an den dafür vorgesehenen Halterungen montiert, dazu wird auf jeder Seite eine Schraube mit einem Klemmgriff durch den Bügel und den Fahrradträger gesteckt. Die Konstruktion ist so aufgebaut, dass der Bügel nach dem Lösen der Klemmgriffe angeklappt werden kann und der Fahrradträger beim Verstauen weniger Platz einnimmt.

Um den Träger auf die Anhängerkupplung zu setzen, muss man mit dem Schlüssel das Schloss am Griff öffnen. Der Kupplungsträger wird nun von oben auf die Kugel der Anhängerkupplung gesetzt. Eine Markierung zeigt hier an, ob der Träger weit genug auf der Kugel sitzt. Guckt nur die rote Markierung heraus, ist der Träger fehlerhaft aufgesetzt.

Die grüne Anzeige ist sichtbar und der Hebel kann bodenwärts heruntergedrückt werden. Der Hebel muss dabei so weit gedrückt werden, bis der Schlüssel wieder im Schloss umdrehbar ist und das Schloss verriegelt wurde. Erst jetzt ist der Atera E-Bike Sport ML richtig montiert. Im Anschluss wird das Stromkabel (13-poliger Steckeranschluss) in die Steckdose gesteckt. Je nach PKW Modell wird hier evtl. ein Adapter benötigt. Wie bei einem Anhänger wird die Lichtleiste nun mit Strom versorgt.

Die Reifenschalen haben zwei Feststellklötze an denen die Reifen mittels Felgenhalteband befestigt werden. Damit der Halt der Reifen maximal groß sein kann, wird der Klotz der jeweiligen Reifenschale in den richtigen Abstand gebracht. Dazu wird die Flügelschraube im Klotz gelöst. Das Fahrrad kann nun in die Reifenschale gestellt werden und die Klötze werden bis an den Reifen herangeschoben. Wenn beide Klötze dicht am Reifen sitzen, werden die Flügelschrauben wieder festgedreht.

Die Felgen werden nun mit dem Felgenhalteband befestigt. Einfach das Band um die Felge legen und auf der gegenüberliegenden Seite durch die Halterung stecken. Nun das Band mit dem kleinen Hebel festziehen. Dies wird an beiden Reifen gemacht. Das Fahrrad hat jetzt bereits eine 2-Punkt-Fixierung, könnte jedoch noch umkippen.

Da es verschiedene Fahrradrahmen gibt, ist der Befestigungsarm individuell einstellbar. Er kann seitlich bewegt und um die eigene Achse gedreht werden. Den Arm so positionieren, dass die Auflagefläche am Fahrradrahmen liegt. Jetzt das Halteband durch die Halterung ziehen und mit dem Hebel festratschen. An dieser Halterung befindet sich ein Schloss. Hier passt ebenfalls der Schlüssel, der auch für die Sicherung des Befestigungshebels genutzt wird. Mit dem Schloss wird das Fahrrad vor unerlaubtem Abmontieren gesichert.

Möchte man beim beladenen Zustand den Kofferraum öffnen, kann dies bei vielen Autos problematisch werden. Dazu gibt es eine Abklappfunktion am Fahrradträger. Unter der Nummernschildhalterung befindet sich ein Fußhebel mit einer Antirutschbeschichtung. Der Fahrradträger lässt sich jetzt vom Auto wegklappen.

Auf dem Strada E-Bike Sport ML finden zwei Fahrräder Platz, diese dürfen zusammen 59,2 kg wiegen. Pro Fahrrad darf ein Gewicht von 29,6 kg zugeladen werden. Für E-Bikes ist damit ausreichend vorgesorgt. Die Abstandhalter am Bügel lassen sich ohne Fahrrad ganz so gut fixieren. Wird nur ein Fahrrad transportiert, so kann sich der zweite Abstandhalter bewegen. Dies lässt sich beheben, indem man zwischen dem Bügel und der Klemme vom Abstandhalter etwas Klebeband wickelt.

Die Rastbänder der Greifarme lassen sich gefühlt etwas schwach festziehen. Man bekommt den Eindruck, selbst wenn man das Rad etwas fester fixieren möchte, besteht hier keine Möglichkeit. Der E-Bike ML ist nur geringfügig anders als der Strada E-Bike M von Atera. Der Strada E-Bike ML ist 120 cm breit und der E-Bike Strada M ist 100 cm breit.

Der ML ist jedoch für alle sehr gut geeignet, die einen großen Radstand am Fahrrad haben, z.B. durch die Bauart des Rades. Dies kann z.B. Die Handhabung bei der Montage auf der Anhängerkupplung, der Klappmechanismus und die Fixierung der Räder sind stimmig. Es wird kein Werkzeug benötigt und der Fahrradträger ist in wenigen Minuten voll einsatzbereit. Von der Verarbeitung ist der Kupplungsträger auf den Punkt, lediglich die erwähnten „Schwachstellen“ sind zu beachten. Der Strada E-Bike ML erreicht von uns 4 von 5 möglichen Sternen. Wer die Wahl hat, sollte sich ebenfalls die Atera Strada E-Bike M Variante ansehen.

Atera Strada E-Bike M Test

Mit dem Atera Strada E-Bike M testen und stellen wir in diesem Artikel einen Fahrradträger vor, der extra für den Transport von E-Bikes, also Fahrräder mit etwas mehr Gewicht, angefertigt wurde. Geliefert wurde der Fahrradträger in einem herkömmlichen Packkarton von einem normalen Paketdienst, bis an die Haustür. Der Karton war gut verpackt, geschlossen und verklebt.

Der Fahrradträger selbst wurde noch mit einem zusätzlichen Karton im Karton geschützt. Die Lichtleiste / Brücke war so während des Transports doppelt kartoniert. Neben dem Fahrradträger lagen noch eine Bedienungsanleitung und ein Heft mit „wichtigen Hinweisen zum Gebrauch“, mit bei. Der Fahrradträger kam komplett montiert zu uns geliefert. Lediglich einen Kabelbinder mussten wir durchtrennen, dieser hat den Träger für den Transport zusammengehalten.

Ansonsten kann der Atera Strada E-Bike M werkzeuglos und aus dem Karton heraus am Auto montiert werden. Damit man überhaupt seine Fahrräder auf den Träger bekommt, muss dieser zuerst auf der Anhängerkupplung montiert werden. Dazu nimmt man sich den Fahrradträger und zieht den Montagehebel ganz vor, so dass dieser ca. im 90 ° Winkel zum Träger steht. Hierfür muss der kleine graue Knopf am Griff reingedrückt werden. Nun etwa 20 ° zu sich ziehen und den Fahrradträger auf der Anhängerkupplung platzieren.

Jetzt den Griff wieder gerade stellen und darauf achten, dass der Kontrollstift soweit rausschaut, dass dieser unter der roten Markierung die grüne Markierung sichtbar macht. Den Montagegriff jetzt nach unten (vom Auto weg und richtig Straße) drücken. Der Träger fängt an fester auf der Kugel der Anhängerkupplung zu sitzen. Drücken Sie den Hebel soweit runter, bis der Atera Strada E-Bike M Fahrradträger fest sitzt und sich auf der Kugel der Anhängerkupplung nicht mehr bewegen lässt.

Den Fahrradträger bzw. den Knopf mit dem Schloss abschließen und so vor Diebstahl schützen. Nachdem der Strada E-Bike M seinen korrekten Platz gefunden hat, muss noch der Stromstecker angeschlossen werden. Je nach Autoanschluss muss hier eventuell ein Adapter verwendet werden. Neuere Auto-Modelle sollten jedoch alle eine passende Anschlussdose haben. Der Stecker passt nur einmal in die Buchse und wird zur Fixierung um 90 Grad gedreht. Nach dem Anschluss sollten alle Funktionen der Beleuchtungs-Brücke geprüft werden.

Damit die Fahrräder später stabil und fest auf dem Atera Strada E-Bike M Fahrradträger befestigt werden können, müssen die Reifenschalen etwas ausgerichtet werden. Dies ist notwendig, da jedes Fahrrad etwas anders ist. Auch hier benötigt man kein Werkzeug. Richten Sie die schwarzen Reifenstopper so aus, dass Sie den großen Bügel beim runterklappen zwischen den Stoppern legen können.

Die Stopper können Sie mit einer Kopfschraube lösen und auf der Schale verschieben, sofern Sie immer dieselben Fahrräder transportieren, müssen Sie diese Einstellung, einmal gefunden, nicht wieder anpassen. Es können Reifen bis zu einer Breite von 2,4 Zoll (ca. Das schwere Fahrrad sollte immer zuerst auf den Fahrradträger gestellt und befestigt werden. Hierbei ist wichtig, dass Sie den längeren Halterarm nach oben, himmelwärts zeigen lassen.

Stellen Sie nun das erste Fahrrad auf den Atera Fahrradträger und befestigen Sie es. Drehen Sie den zweiten Halterarm nun soweit zu sich, bis dieser Parallel zum ersten steht. Nachdem Sie die Stopper und Befestigungen in der Reifenschale ausgerichtet haben und das Fahrrad auf dem Atera Strada E-Bike M steht, ziehen Sie die Kunststofflaschen durch die Felge und führen Sie diese auf der Auto-Abgewandten Seite in die Lasche ein.

Hier kommt nun ein Ratschen-Mechanismus zum Einsatz. Drücke Sie die Lasche soweit rein bis es nicht mehr geht, für das Letze mal nutzen Sie die Ratsche und positionieren Sie diese danach nach oben. Das machen Sie an allen drei Haltepunkten. Vorderrad, Hinterrad und Rahmenstange. Das Fahrrad ist nun nach Korrekter Anwendung auf dem Träger fest montiert. Wichtig: Kontrollieren Sie vor Fahrtbeginn immer ob die Schlösser verschlossen sind und Sie den Schlüssel bei sich haben.

Damit man auch mit aufgeladenen Fahrrädern noch an den Kofferraum kommt, kann man den Fahrradträger auf der Anhängerkupplung montiert, abklappen. Dazu muss man den „Pull“-Knopf drücken und mit dem Fuß die Entriegelung lösen. Greifen Sie zum Abklappen des Fahrradträgers mit beiden Händen an das hinter Fahrrad und halten Sie es gut fest.

Der Fahrradträger selbst wie ca. 14,9 kg, dies wird wichtig werden, wenn man die Zuladung durch die Fahrräder ausrechnen möchte. Je nach Stützlast der Anhängerkupplung dürfen hier E-Bikes zugeladen werden. Jede Schiene darf dabei maximal 30 kg aufnehmen (Grundträger).

In der Tabelle ist eine Übersicht der Zuladung in Abhängigkeit zur Stützlast. Wer wirklich zwei 30 kg Fahrräder transportieren möchte, muss eine Stützlast von mindestens 75 kg haben.

StützlastZuladung
50 kg2 Stück max.
60 kg2 Stück max.
75 kg2 Stück max.

Mit dem Fahrradträger darf der PKW nur noch eine maximale Geschwindigkeit von 130 km/h fahren. Der Strada E-Bike M ist sehr kompakt und klein, durch die werkzeuglose Montage ist er schnell zusammengebaut und wieder abgebaut. Im zusammengeklappten Zustand passt er (ohne Fahrräder) in einen normalen Kofferraum und kann problemlos transportiert werden.

Der Fahrradträger ist einfach auf der Anhängerkupplung zu montieren und recht leicht. Die Verstellbaren Fixpunkte in der Reifenschale sorgen für eine optimale Position vom Fahrrad, mit 30 kg Zuladung pro Schale können E-Bikes gut transportiert werden. Die Verarbeitung vom Strada E-Bike M macht einen guten, soliden und insgesamt hochwertigen Eindruck. Immer wenn Teile vom Fahrradträger das Fahrrad berühren, wird mit einem Gummi gearbeitet.

So sind der Lack und das Fahrrad vor Beschädigungen geschützt. Der Träger ist für max. 2 E Bikes zugelassen, er kann aber um ein 3. Fahrrad (kein E-Bike) ergänzt werden. Hier besteht die Möglichkeit eine Erweiterungsschiene nachzurüsten. Beachtet werden muss dabei natürlich die maximale Zuladung und Stützlast.

Atera Genio Pro Advanced Fahrradträger im Test

Atera Genio Pro Advanced Fahrradträger - Infos & Preis: Schienen, die mit einer eleganten Drehung auseinandergleiten wie die Flügel eines Raumgleiters, so etwas haben wir bei einem Fahrradträger-Test auch noch nicht gesehen - ziemlich abgespaced. Damit schindet der Genio Pro Advanced schon beim Aufbau Eindruck. Ob uns der teuerste Fahrradträger in unserem Vergleich auch sonst mit seiner Funktion überzeugen kann? Wir sind gespannt.

Zu tun gibt es vor der ersten Fahrt mit dem Atera wenig. Der wuchtige Fahrradträger - 21,3 Kilo Gesamtgewicht - rutscht komplett vormontiert aus der Verpackung. Lediglich VW-Bus-Fahrer, V-Klasse Besitzer und Co stehen vor einer kleinen Umrüstaktion: Über zwei mitgelieferte Adapter lässt sich der Abklappwinkel des Genio nämlich von 55 Grad bis auf 85 Grad erweitern. Dann schwenken auch die großen Heckklappen sicher am Fahrradträger vorbei und der Zugang zum Kofferraum bleibt frei. Ein nettes Feature, das so in unserem Vergleich einzigartig ist.

Ansonsten punktet der Genaio mit seiner wertigen Anmutung. Sämtliche Kanten an den Kunststoffen sind geglättet, die langen Ratschenbänder lassen sich ordentlich verstauen und auch die Kabel sind sauber am Träger geführt. Nur die schwenkbaren Radschienen klappern leicht in ihrer Halterung sowohl im auf- als auch im zugeklappten Zustand. Bei einem Preis von annähernd 1000 Euro hätten wir uns hier mehr erwartet. Auch Felgenschoner für die Rastbänder muss man sich noch separat dazubestellen.

Wer zwei schwere E-Bikes auf dem Atera transportieren möchte, sollte auch die zulässige Stützlast seiner Anhängekupplung im Blick haben. In Verbindung mit dem hohen Eigengewicht des Trägers landet man hier schnell bei fast 70 Kilo.

Ähnlich wie bei Eufab ProBC2, MFT Compact 2e+1 und Thule EasyFold 3 sind auch beim Atera Fahrradträger Griffe an den Enden der Schienen eingelassen. Im zusammengeklappten Zustand ergibt sich aber durch das spezielle Faltsystem eine Besonderheit: Die Rückleuchten zeigen beim Transport geschützt nach hinten, Richtung Bügel. Zudem weist die schmutzige Unterseite des Trägers nach innen, das hält beim Transport die Hose und den Kofferraum sauber.

Allerdings liegen die beiden Schienen hier durch das eigenständige Klappsystem nicht bündig aneinander und können nicht zusammen einhändig gegriffen werden. Den Träger mit beiden Händen zu fassen und zu transportieren hat sich in unserem Test als nicht praxistauglich erwiesen, da wir den schweren Träger so entweder vor dem Körper halten mussten oder aber seitlich, wodurch wir mit den Beinen beim Transport am Material streiften. In Verbindung mit dem hohen Gewicht zeigt sich der Atera beim Transport als etwas unhandlicher als die Konkurrenz.

Nachdem man den Genio auf die Kupplung gehievt hat, muss man zuerst die Schienen auseinanderklappen, um an den Spannhebel zu kommen - der ist hier mittig zwischen den Schienen platziert. Der Träger bleibt allerdings jetzt schon sicher in Position. Vorteil: Dadurch lässt sich der Atera gut mittig ausrichten. Eine Anzeige für eine sichere Klemmung gibt es beim Atera Fahrradträger leider nicht.

Beim Befestigen der Bikes sind wir gleich auf mehrere Probleme gestoßen. Beim Versuch, unsere Test-Bikes auf dem Träger zu montieren und den Greifer an die passende Position zu setzen, kippte immer wieder der Vorderreifen auf den abfallenden Schienen, was die Montage erschwerte. Die Ratschenbänder bieten nur wenig Spielraum, wenn man das zweite Bike für eine passende Greifer-Position seitlich versetzen muss. Zudem sind die Ratschen der inneren Schiene nach hinten gerichtet, was das Handling erschwert. Insgesamt bietet der Atera Fahrradträger bei langen Radtsänden nur wenig Spielraum.

Auch die Greifarme konnten uns nicht überzeugen. Zwar lassen sie sich mit längeren Gurten ausrüsten und packen dann auch fette Rohre zuverlässig, die Ratschen laufen aber sehr hakelig. Besonders umständlich ist das Versetzen der Greifer. Zum einen bietet der stark gerundete Bügel recht wenige Positionen, zum anderen müssen die Greifer umständlich geöffnet und dann samt darunterliegender Gummierung versetzt werden. Im Test war dieses System das mit Abstand komplizierteste.

Für Rennräder, Gravelbikes und Mountainbikes mit schmalen Reifen und kurzen Radständen mag der Atera Fahrradträger funktionieren. Möchte man allerdings zwei moderne Bikes mit langen Radständen oder wuchtige E-Bikes mit oft komplizierten Rahmenformen transportieren, kann es bei der Montage am Genio zu Problemen kommen. Auch der schmale Schienenabstand kann dazu führen, dass sich Rahmen und Gabel der beiden Bikes am Träger in die Quere kommen.

Atera Genio Pro Advanced - Daten und Fakten

  • Preis: 969 Euro
  • Gewicht: 21,3 kg
  • Staumaß: 70 x 38 x 65 cm
  • Schienen Länge / Breite / Abstand: 124 / 7,2 / 21 cm
  • max. Radstand: 128 cm
  • max. Rohrdurchmesser: 80 mm (über längere Ratschenbänder erweiterbar)
  • Träger / Bikes abschließbar: ja / ja
  • Ausstattung: gesicherter Klappmechanismus mit Fußbedienung; Träger und Haltearme abschließbar; Haltearme gepolstert; Stecker-Halterung; Tragegriff an beiden Schienen

Testergebnisse weiterer Fahrradträger

In einem Test wurden 15 Modelle aus zwei Preiskategorien geprüft: sieben günstige Träger unter 300 Euro und acht Produkte ab 300 Euro. Das Fazit: Für einen sicheren und bequemen Fahrradtransport muss man nicht tief in die Tasche greifen.

Im Kapitel "Aufbau und Gebrauch" prüften wir die Verständlichkeit der Anleitungen sowie Verarbeitung und Konzept der einzelnen Träger. Im Fokus standen jedoch vor allem die Montage, die Beladung der Träger sowie die Befestigung der Räder. Auch die Qualität der Diebstahlsicherung und der Heckklappenzugang bei beladenem Träger flossen in die Bewertung ein.

Die Fahrversuche bestanden aus Slalomparcours und doppeltem Spurwechsel bei 60 km/h - beides sollte abruptes Ausweichen simulieren. Hinzu kamen Vollbremsungen aus 100 km/h sowie Tests auf der Rüttelstrecke, um Fahrten auf unwegsamen Strecken wie Feldwegen nachzustellen. Dabei waren auf den Trägern Fahrräder von Centurion und Excelsior in verschiedenen Kombinationen mit einem Gesamtgewicht je nach Zuladungsmaximum zwischen 43,1 und 54,7 kg befestigt.

Die Fahrversuche müssen aus Gründen der Sicherheit mit mindestens 45 Punkten bestanden werden. Andernfalls erhält der Fahrradträger ein "nicht empfehlenswert".

Fahrradträger unter 300 Euro im Test (2023):

  • Norauto E-Fit 100-2: Testsieger mit einfacher Montage und langen Schlaufen mit Felgenschutz.
  • XLC Beluga: Gute Schlaufen aus Kunststoff, aber Schienen relativ kurz und Fixierung auf der AHK etwas beschwerlich.
  • Bullwing SR 11: Flexible Befestigung dank verstellbarer Schienen und Schlaufen, aber Bewegung beim Aufstellen und Schlaufen aus Webstoff lösen sich.
  • Green Valley Discovery 2: Gummierte Greifarme, aber Schlaufen lösen sich und Greifarme könnten stabiler sein.
  • Eufab Crow Plus: Stabil bei der Vollbremsung, aber aufwändiges Einstellen des Spannhebels und geringer Schienenabstand.
  • Menabo Merak: Super Sitz auf der AHK, aber Schienen zu nah beieinander und Schlaufen aus Plastik nicht am Träger befestigt.
  • Apex 58000: In Einzelteilen geliefert, Schienen zu nah beieinander.

Fahrradträger ab 300 Euro im Test (2023):

  • Norauto E-Fit 200-2: Sehr empfehlenswert mit guter Verarbeitung und sicheren Konzept.
  • Atera Genio Pro Advanced: Sehr empfehlenswert mit Platzangebot für die Räder und breiten Schienen.
  • Oris Tracc: Empfehlenswert mit gutem Halt an der Kupplung und Ratschenfunktion.
  • Uebler F24: Empfehlenswert mit geringem Packmaß, einfacher Montage und geringem Gesamtgewicht.
  • MFT Compact 2E+1: Empfehlenswert mit geringem Packmaß und stabiles Abklappen.
  • Eufab Premium II: Empfehlenswert mit problemloser Montage des Trägers auf der Kupplung und Reifenhalter.
  • Menabo Alcor 2: Nicht empfehlenswert mit Mängeln bei der Stabilität und Sicherheit.

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