Auto auf Motorradparkplatz: Welche Strafen drohen?

Für viele Menschen bedeutet eine Fahrt auf dem Motorrad Freiheit pur. Dabei genießen zahlreiche Zweirad-Fans nicht nur den Adrenalin-Kick, sondern auch die Flexibilität, die das kleinere Fahrzeug scheinbar gegenüber vierrädrigen Fahrzeugen bringt. Gerne wird das Motorrad für einen schnellen Zwischenstopp auch mal am Gehweg abgestellt - doch genau diese Angewohnheiten können teuer werden.

In manchen Städten Deutschlands sind speziell ausgewiesene Motorradparkplätze vorhanden. Der Vorteil: Diese Parkplätze sind im Vergleich zu PKW-Parkplätzen nicht nur platzsparend aufgestellt, sondern in der Regel auch umsonst. Anders als bei vielen PKW-Parkplätzen fallen normalerweise keine Parkgebühren an. Fachanwalt.de-Tipp: Für Autofahrer gilt an ausgewiesenen Motorradparkplätzen Parkverbot. Die Parkplätze sind speziell für die Zweiräder aufgestellt worden und PKWs dürfen dort nicht abgestellt werden.

Dieser Artikel erläutert, welche Strafen drohen, wenn ein Auto auf einem Motorradparkplatz parkt und welche Regeln beim Parken von Motorrädern zu beachten sind.

Wo dürfen Motorräder parken?

Motorräder dürfen grundsätzlich nur dort abgestellt werden, wo es Autofahrern auch erlaubt ist, zu parken. Das bedeutet, dass das Parken am Gehweg oder in einer Fußgängerzone auch Motorradfahrern untersagt ist. So platzsparend die Zweiräder im Vergleich zu Autos auch sein mögen - eine Ausnahme besteht hier nicht. Nur E-Scooter stellen eine Ausnahme dar und dürfen ähnlich wie Fahrräder abgestellt werden (es sei denn, es bestehen ausdrückliche Verbotshinweise). Ebenfalls untersagt ist das Parken auf Fahrradstellplätzen.

Auch Motorradfahrer müssen jedoch die entsprechenden Parkgebühren zahlen. Handelt es sich um einen Parkplatz, der nur mit Parkscheibe benutzt werden darf, müssen Motorradfahrer die Parkscheibe gut sichtbar am Fahrzeug befestigen. Das gleiche gilt für das Parkticket. Es empfiehlt sich immer, ein Foto von einer Parkscheibe oder einem Parkticket zu machen, falls sich der angeklebte Zettel doch mal vom Zweirad lösen sollte.

Auch in der Tiefgarage ist es Motorradfahrern grundsätzlich erlaubt, ihr Zweirad abzustellen. Allerdings sind Tiefgaragen und Parkhäuser in der Regel im Privateigentum eines Unternehmens. Im Einzelfall kann es daher vorkommen, dass Zweiräder nicht gestattet sind. In dem Fall ist dies normalerweise durch entsprechende Hinweisschilder gekennzeichnet.

Sonderfall: Zwei Motorräder auf einem PKW-Parkplatz

Es ist durchaus erlaubt, zwei Motorräder auf dem gleichen PKW-Parkplatz abzustellen. Zu viele Räder sollten aus Sicherheitsgründen jedoch nicht auf einem Parkplatz abgestellt werden. Teilen sich zwei Motorräder den gleichen Parkplatz, müssen dennoch beide Fahrer die entsprechenden Gebühren zahlen. Einzige Ausnahme: Es handelt sich um eine Parkuhr.

Welche Strafen drohen bei Falschparken?

Achtung: Bußgeld! Das gleiche gilt für Motorradfahrer beim Parken auf ausgewiesenen PKW-Parkplätzen oder am Gehweg. Ordnungswidrigkeiten werden mit Bußgeldern geahndet. In der Regel fällt zunächst ein Verwarngeld in Höhe von bis zu 55 € an.

Wie teuer ein Verstoß gegen diese Vorschriften wird, hängt immer von der Entscheidung der Behörde ab. Grundsätzlich drücken viele Behörden bei Rollern und besonders kleinen Fahrzeugen gerne mal ein Auge zu. Bei Motorrädern ist dies jedoch sehr selten der Fall.

Die anfallenden Verwarngelder für ein falsch geparktes Auto können sehr unterschiedlich ausfallen. Die Kosten für ein Knöllchen bei abgelaufener Parkuhr belaufen sich, je nach Dauer, auf 20 bis 40 Euro. Bekommt ein Autofahrer einen Strafzettel im absoluten Halteverbot, kostet dieser mindestens 25 Euro.

Tabelle: Verwarnungs- und Bußgelder für Parkverstöße

Unserer Tabelle können Sie entnehmen, wie hoch das Verwarnungs- bzw. Bußgeld für einzelne Parkverstöße in Deutschland ausfallen kann.

Tatbestand Strafe (€) Punkte Fahrverbot in Monat(e)
Parken auf dem Gehweg ab 55
Parken im Halteverbot ab 25
Parken ohne Parkschein oder Parkscheibe 20-40

Was tun bei einem Strafzettel?

Ob und wie streng die örtliche Behörde die Regelung durchzieht, hängt vom Einzelfall ab. In manchen Orten sind die Behörden sehr streng und kontrollieren regelmäßig. In anderen Orten finden Kontrollen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nur selten statt und Bußgelder werden nicht streng verhängt.

Fachanwalt.de-Tipp: Gegen einen Strafzettel kann Einspruch eingelegt werden. In dem Fall ist es wichtig, die Kosten vorerst nicht zu bezahlen und schriftlichen Einspruch bei der zuständigen Behörde einzureichen. Wird der Strafzettel bezahlt, kann er im Nachhinein nicht mehr angefochten werden. Nach einem Einspruch wird ein Bußgeldverfahren eröffnet. In dem Fall kommen jedoch Verwaltungsgebühren auf die Kosten des Strafzettels hinzu.

Haben Sie einen Strafzettel für falsches Parken erhalten, ist es möglich, schriftlich Einspruch einzulegen und seine Sichtweise des Vorgangs darzulegen. Es sollte dabei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden, dass bei einer negativen Entscheidung gegen den Einspruch weitere Kosten anfallen. Da es sich beim Falschparken um eine Ordnungswidrigkeit handelt, erfolgt die Verjährung des Strafzettels in Deutschland in der Regel nach drei Monaten.

Ein Strafzettel kann per Überweisung mit Hilfe der darauf angegebenen Bankverbindung beglichen werden. Die Zahlungsinformationen können Sie dem Strafzettel entnehmen, den Sie wegen Falschparkens erhalten haben. In aller Regel erfolgt die Zahlung per Überweisung.

Ist der Strafzettel verloren gegangen, ist es meist das Einfachste, auf den folgenden Bußgeldbescheid zu warten. Dieser wird per Post zugestellt, nachdem die Frist zum Bezahlen des Strafzettels verstrichen ist. In diesem Fall wird zunächst eine erneute Zahlungsaufforderung in Form eines Bußgeldbescheids per Post zugestellt. Hier bietet sich auch die Möglichkeit sich zu dem Vorgang zu äußern und darzulegen, warum man den Strafzettel nicht zahlen wird. Dieser Einspruch wird anschließend geprüft und es entfallen gegebenenfalls die Forderungen.

In vielen Fällen kann es auch sinnvoll sein, einen Strafzettel nicht zu bezahlen und Einspruch einzulegen. Immer wieder kommt es zu Streitfällen im Rahmen von Verkehrstickets und Punkten in Flensburg. Viele Verkehrsteilnehmer sind der Meinung, ein Ticket zu Unrecht erhalten zu haben. Sollte dies wirklich der Fall sein, empfiehlt es sich, zeitnah Rechtsberatung einzuholen. Auch erklärt er dem Mandanten, welche rechtlichen Schritte er einleiten kann, sofern er sich gegen eine behördliche Entscheidung wehren möchte. In manchen Fällen reicht ein Widerspruchsschreiben, um den Fehler zu beheben. In besonders strittigen Fällen wird der Gang vor Gericht möglicherweise notwendig.

Sollte es dennoch zu Problemen mit den Behörden kommen, empfiehlt es sich, schnell einen Fachanwalt für Verkehrsrecht einzuschalten.

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