Am jetzigen Standort Lübbesmeyerweg 89 betreibt der Coesfelder sein Unternehmen „Auto & Motorrad Schlingschröder“, kurz „AMS“, „wo Liebe zu Automobilen, Freude am Fahren und jahrzehntelange Erfahrung aufeinandertreffen“, erzählt er. Er betont: „Ich habe eine freie Kfz-Werkstatt mit Porsche-Spezialisierung und bin kein Vertragshändler.“
Die Anfänge einer Leidenschaft
Als „Klein-Hardy“ neun Jahre jung war, wohnten zwei Gebrüder auf der Walkenbrückenstraße, wo auch die Schlingschröders zu Hause waren. „Der eine hatte einen gelben Porsche RS 2.7, der andere einen dunklen“, erinnert er sich. „Wenn sie die Garage geöffnet und den Zündschlüssel umgedreht haben, schallte ein ohrenbetäubender Sound durch die Nachbarschaft.“ Wer’s eh schon mit den Ohren hatte, war bei dem Lärm arm dran.
Schwer beeindruckt war er von diesem Kult-Elfer, der erstmals den Schriftzug „Carrera“ erhielt, angelehnt an das legendäre Straßenrennen „Carrera Panamericana“ in Mexico. „Ich wusste sofort: Wenn du groß bist, fährst du Porsche.“ Auch wenn sein Papa einen schicken Mercedes-Benz 220 Cabrio kutschierte, träumte der Filius seinen Traum weiter. Für ihn war klar: „Porsche, sonst nichts!“ Da ließ er nicht mit sich reden.
Der Weg zum Porsche-Experten
Nach dem Schulabschluss absolvierte Hardy Schlingschröder von 1980 bis 1983 seine Ausbildung als Kfz-Mechaniker bei Ford Borgmann, war anschließend bei der Bundeswehr in Dülmen und wechselte dann zur Porsche AG, einem Weltkonzern, der als Inbegriff für höchste Qualität steht. In der exklusiven Sportwagen-Manufaktur in Zuffenhausen im Stuttgarter Norden wird auch heute noch jeder Motor mit einem hochmodernen Produktionssystem hergestellt. „Hier war ich von 1986 bis 1994 tätig“, berichtet er, „direkt an der Quelle.“ In der Geburtsstätte hat Schlingschröder in der Produktion, der Nacharbeit und in der Werkstatt geschraubt, montiert und gewerkelt.
„Alle 911-er wurden in Zuffenhausen gefertigt“, betont er. „Ich war bei den G-Modellen beteiligt, dem 993 und der kompletten 964-er Baureihe, einschließlich des Speed-sters, von dem bloß 2100 Stück hergestellt wurden.“ Es sei zunächst nicht einfach gewesen für ihn, den zugereisten Münsterländer, wie einige Kollegen scherzten. „Erst mal musste ich mich in der Produktion bewähren und Sonderschichten schieben, um mir den Respekt der Schwaben zu verdienen.“ Mit Fleiß, Talent, Inspiration und Sachverstand ging er seinen Weg und legte 1993 erfolgreich seine Meisterprüfung ab.
„Das war an der Wilhelm-Maybach-Schule in Bad Cannstatt“, schaut Schlingschröder zurück, „wenige hundert Meter entfernt von dem Ort, wo Gottlieb Daimler gemeinsam mit Wilhelm Maybach den Verbrennungsmotor erfunden hat.“ Mit dem Meisterbrief in der Tasche zog es ihn 1994 zurück in die Heimat.
Das Unternehmen Auto & Motorrad Schlingschröder
Unterstützt wird er von Ehefrau Annete, mit der er zwei Kinder hat: Pia (26) und Christian (22). Seine bessere Hälfte kümmert sich um die Buchführung, er ist für Wartung, Inspektion und Service zuständig. Mit Jan Friedrich (27) hat er einen Kollegen an seiner Seite. „Ein cleverer Bursche, der bei mir in die Lehre gegangen ist“, lobt der Chef den eifrigen Gesellen.
Die Kundschaft kommt vornehmlich aus der Region, wobei das Einzugsgebiet größer und größer wird. „Wir haben Porsche-Modelle aus Düsseldorf, Oberhausen, Kassel oder Westerstede.“ Westerstede? Wo ist das denn? „In Niedersachsen“, antwortet Hardy Schlingschröder, „die Leute sind durchs Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda bei mir gelandet.“ Die zweitürige Porsche-Fraktion, meistens Elfer, ist mehrheitlich vertreten.
Der Porsche 944 Turbo: Eine besondere Leidenschaft
„Ich habe selbst einen 944 Turbo“, deutet er auf seine vierrädrige Sahneschnitte. „1985, als der 944 Turbo vorgestellt wurde, war es der beste Porsche seiner Zeit.“ Kein Schaustück wie der 928, kein exzentrischer 911 Turbo, sondern ein zuverlässiges Auto mit hoher Effizienz - und das nicht nur wegen seiner Transaxle-Bauweise. „Die Gewichtsverteilung liegt bei 50:50“, erklärt Schlingschröder die Besonderheit, „vorn ist der Motor, hinten befinden sich das Getriebe an der Hinterachse und der Tank, der maximal 80 Liter fassen kann.“
Auch mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Premiere ist der 220-PS-Motor der ersten Serie ein alltagstauglicher „Oldie“, der seinen Besitzer noch nie im Stich gelassen hat. „Der Wagen stand mal 15 Monate in der Tiefgarage“, erzählt Schlingschröder. Probleme? Nein! „Die Batterie anklemmen, aufladen, den Schlüssel rein und losfahren.“ So einfach ist das.
Der 944 Turbo, den manch einer als Hausfrauen-Porsche abtut, ist ein echter Sportwagen. Kein jähzorniges Biest wie der 911 Turbo, dem sein ausgeprägtes Turboloch zu zweifelhaftem Ruhm verholfen hat.
Der 2,5-Liter-Vierzylinder mit dem hochwertigen KKK-Lader hat bereits einen Drei-Wege-Katalysator mit Lambdaregelung. „Dadurch war er auf der Höhe der Zeit.“ Auch erhielt der 944 Turbo ständig Komplimente aufgrund der sanften Leistungscharakteristik. „Du spürst den Lader beim Beschleunigen kaum“, weiß Schlingschröder, „auch bei niedrigen Drehzahlen schiebt der Motor mit kräftigem Drehmoment an. Ab 3000 Umdrehungen merkt man zwar, wie der Druck zunimmt, doch von einem Turboloch ist der Motor weit entfernt.“
Dann zitiert er einen Satz von Rallye-Altmeister Walter Röhrl, Repräsentant und Versuchsfahrer bei Porsche: „Bei vollem Leistungseinsatz ist’s mit der Sanftheit jedoch vorbei! Da gibt’s einen Tritt ins Kreuz, als wenn einem jemand hinten drauf fährt.“ Knapp über 80 000 DM kostete sein „schwarzer Blitz“ neuwertig und mit allem Drum und Dran an die 90 000 DM. „Heute werden so Autos mit 20 000 Euro aufwärts angeboten“, kennt Schlingschröder die Preisspirale, „das ist erschwinglich. Kein Vergleich mit dem Elfer, der Porsche-Ikone, der wesentlich teurer ist, auch im Unterhalt.“ Er hat Spaß an seinem 944 Turbo - eine Spritztour durch die Baumberge mit dem Kurvenräuber ist das pure Vergnügen. In der Werkstatt kennt man sich mit Porsche Fahrzeugen sehr gut aus.
Leistungen von Auto & Motorrad Schlingschröder
Das Angebot umfasst alle Marken! Wir sind ein markenoffener Betrieb & reparieren alle Fabrikate. Wir haben die Technik, um für alle Marken eine Diagnose durchzuführen & verfügen außerdem über das passende Werkzeug für jegliche Reparaturen. Durch unsere langjährige Erfahrung & der Konfrontation mit allen möglichen Problemen & Mängeln, die ein Auto haben kann, sind wir bestens vorbereitet auf ihre Probleme, die wir mit Freude lösen werden!
Auto:
- Wartung, Inspektion & Service werden nach Herstellervorgabe durchgeführt
- Motordiagnose & -reparatur: Um schnellstmöglich den Fehler Ihres Fahrzeuges zu finden, arbeiten wir mit den modernsten Diagnose-Geräten. Auftretende Fehler werden von uns fachmännisch diagnostiziert und behoben.
- Hauptuntersuchung & Abgasuntersuchung (TÜV/AU) bei uns in der Werkstatt: Mo, Mi, Fr
- Bremsen-, Auspuff-, Kupplung- und Getriebewartung
- Klimaanlagenservice / Wartung & Instandsetzung, sowie Umrüstung von R12 auf R134a
- Reifenwechsel und Rädereinlagerung: Bei uns bekommen sie zu jedem Wetter den passenden Reifen & wir beraten sie gerne bei der Entscheidung.
Motorrad:
Eine der letzten Motorrad-Werkstätten! Unsere Leidenschaft brennt nicht nur für Autos, sondern auch für Motorräder. Auch hier greift unsere langjährige Erfahrung.
Kunden-Feedback (Beispiel)
Vorteile:
- Kurzfristige Terminvergabe
- Rechnung entspricht Kostenvoranschlag
- Abholtermin eingehalten
Nachteile:
- Kein Kostenvoranschlag
- Keine Rückfragen bei Zusatzkosten
- Rechnung nicht erklärt
- Kein Ersatzwagen
Porsche 718 Sounddiskussion
Grundsätzlich ist der aktuelle 718 kein schlechtes Auto, aber in der Rolle des puristischen Sportwagens sehe ich ihn nicht. Ich habe bereits ein 718 S PDK gefahren, klar , die 350 PS drücken ganz ordentlich, trotzdem stellt sich das "habenwollengefühl " nicht ein. Vierzylinder ist ok, der künstliche Auspuff Sound, bei dem der Motor selbst überhaupt nicht mehr zu hören ist furchtbar, von der fast schon lächerlichen Soundkulisse mit Sportabgasanlage ganz zu schweigen.
Also zum Thema 4/6 Zylinder Sound muss ich sagen, das man hier ja in jedem Fall eigentlich fast nur den Auspuffsound hört, vom Motor selbst hört man da wenig. Im Leerlauf klingen beide wie Nähmaschienen. Ich verstehe die Diskussion nicht, der 981 klingt etwas heller, der 718 etwas bassiger, beide klingen aber für moderne wassergekühlte Motoren nicht schlecht.
Was mich eher beim 981 und 718 stört, ist dieses völlig übertriebene künstliche fake - Fehlzündungs -Sprotzeln, Blubbern ect. was hier teilweise als genialer Sound-Bestandteil wahrgenommen wird, mit schwarzer Auspuffwolke und je lauter das ganze, desto besser.
Verwandte Beiträge:
- Autofahren mit Rollerführerschein? Infos & Möglichkeiten
- Auto mit Rollerführerschein fahren? Gesetzliche Bestimmungen & Infos
- Motorradführerschein nach Autoführerschein: So geht's am schnellsten
- BMW Auto & Motorrad: Modelle, News & Angebote
- Shimano Alfine 11 Laufrad: Test, Erfahrungen & Kaufberatung
- Pegasus 28 Zoll Tiefeinsteiger im Test: Ultimativer Komfort, Top Funktionalität & Stil entdecken!
Kommentar schreiben