Avon ist eine Marke für Motorradreifen, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, Leistung, Haltbarkeit und Fahrkomfort zu vereinen. Avon ist eine unumgängliche Marke in der Welt der Motorradreifen, die zuverlässige und leistungsstarke Lösungen bietet, um den Erwartungen anspruchsvoller Motorradfahrer gerecht zu werden. Ob Sie nun ein Sportfan, ein Anhänger von Custombikes oder ein Abenteurer auf der Suche nach neuen Horizonten sind, Avon bietet Reifen, die alle Ihre Erwartungen erfüllen.
Die Geschichte von Avon Tyres
Avon Tyres wurde 1904 in Großbritannien gegründet und ist einer der symbolträchtigsten Reifenhersteller in der Motorradindustrie. Seit ihren Anfängen steht die Marke für Qualität und Innovation. Avon gewann dank seiner zuverlässigen und langlebigen Reifen, die sich allen Fahrbedingungen anpassen können, schnell das Vertrauen der Motorradfahrer.
Einer der wichtigsten Momente in Avons Geschichte war sein Engagement im Motorradrennsport, wo seine Reifen auf berühmten Rennstrecken eingesetzt wurden, zahlreiche Siege einfuhren und so seinen Ruf als Marktführer festigten. Auch heute noch zeichnet sich Avon durch fortschrittliche Technologien und Produkte aus, die für alle Arten von Motorrädern geeignet sind, von Sport- und Touringmodellen bis hin zu Custom- und Trail-Motorrädern.
Warum Sie sich für Reifen der Marke Avon entscheiden sollten
Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung entwickelt Avon Reifen für alle Fahrstile: Ob Sie nun Stadtfahrten, lange Touren, sportliche Leistungen oder Offroad-Abenteuer bevorzugen, die Marke bietet Profile, die Ihren Bedürfnissen gerecht werden.
Hohe Leistung und Haltbarkeit
Avon-Reifen sind für ihre zuverlässige Leistung und ihre Langlebigkeit bekannt. Sie werden mit hochwertigen Materialien und fortschrittlichen Technologien entwickelt, um auch unter anspruchsvollen Bedingungen wie nassen oder kurvigen Straßen einen außergewöhnlichen Grip zu bieten. Avon-Motorradreifen werden besonders für ihren außergewöhnlichen Grip auf trockenen und nassen Straßen, ihr präzises Handling und ihre Langlebigkeit geschätzt. Darüber hinaus heben Motorradfahrer den Fahrkomfort und das Sicherheitsgefühl hervor, das sie selbst unter anspruchsvollen Bedingungen bieten.
Innovation und Expertise
Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung enthalten Avon-Reifen moderne Innovationen, um ein komfortables und sicheres Fahren zu gewährleisten. Ihr Sortiment deckt eine Vielzahl von Bedürfnissen ab, von Sportwagen bis hin zu Nutzfahrzeugen.
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Avon bietet Reifen an, die Leistung mit günstigen Preisen verbinden. Das macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Fahrer, die Reifen in Premiumqualität suchen, ohne die Preise der teuersten Marken zu bezahlen.
Welcher Reifen von Avon eignet sich für mich?
Hier finden Sie eine Auswahl der besten Avon-Motorradreifen für Ihr Motorrad.
Sport Touring: Spirit ST
Der Spirit ST von Avon wurde für Motorradfahrer entwickelt, die einen perfekten Kompromiss zwischen sportlicher Leistung und Komfort auf langen Fahrten suchen. Dieser Reifen bietet ein hervorragendes Handling, eine bemerkenswerte Stabilität auf nasser Fahrbahn und eine beeindruckende Haltbarkeit. So bietet er ein angenehmes und reaktionsschnelles Fahrverhalten unter allen Bedingungen.
Die Stärken des Reifens:
- Hervorragender Grip: Sorgt für optimale Reaktionsfähigkeit bei sportlichem Fahren.
- Bemerkenswerte Stabilität auf nasser Fahrbahn: Garantiert auch bei Regen Sicherheit.
- Beeindruckende Haltbarkeit: Ideal für Motorradfahrer, die lange Strecken zurücklegen.
- Optimaler Komfort: Design für längere Fahrten ohne Kompromisse bei der Leistung.
Der Grip des Avon Spirit ST auf trockener Fahrbahn ist sehr gut. Er bietet zwar nicht den selben Grip wie ein Hypersportreifen, jedoch kann man es auch mit dem Spirit ST ordentlich brennen lassen. Auch im Soziusbetrieb überzeugt er mit sehr viel Grip. Selbst bei hoher Temperatur fängt der Reifen nicht an zu schmieren. Er behält sein Gripniveau stets bei. Etwas aufpassen muss man jedoch im Grenzbereich. Dieser ist etwas schmal und wenn man spürt, dass der Reifen wegrutschen will, dann braucht es auch nicht mehr viel bis es tatsächlich dazu kommt.
Ebenfalls einen super Grip bietet der Avon Spirit ST auf nasser Strecke. Sein hoher Silika-Anteil in der Mischung ist kombiniert mit moderner Polymertechnologie und verantwortlich für herausragende Traktion auf nasser und trockener Fahrbahn. In anderen Testberichten bekam der Reifen dort sogar Bestnoten. Ans Limit sollte man den Reifen bei Regen aber trotzdem nicht bringen.
Auch bei den Bremseigenschaften gibt es nicht wirklich viel zu bemängeln. Das Bremsaufstellmoment ist sehr gering. Es lässt sich tief in die Kurven hineinbremsen. Das macht Spaß und trotzdem fühlt man sich jederzeit sicher.
Der Avon Spirit ST fährt sich sehr toll und komfortabel. Sei es auf langen Touren, aber auch auf spritzigen Ausfahrten auf kurvigen Strecken. Das Verschleißbild des Avon Spirit ST ist auch bei starker Belastung überraschend gut. Der Reifen löst sich nicht übermäßig auf.
Die Laufleistung des Avon Spirit ST ist überaus gut. Hier kommt es natürlich auch ganz auf die Fahrweise an. Selbst der Testfahrer von „Kurvenradius TV“ schaffte 4.300 Kilometer beim Anbrennen mit einer Super Duke, ohne dass der Reifen fertig war. Lässt man es etwas entspannter angehen, dann sind auch 7.000 Kilometer und mehr möglich.
Die Kurvenstabilität des Avon Spirit ST ist gut. Wie bereits erwähnt, ist der Grenzbereich aber etwas schmal, weshalb man in tiefer Schräglage etwas vorsichtiger sein muss. Man muss ein Gefühl bekommen, wann das Limit erreicht ist.
Der Avon Spirit ST ist aus unserer Sicht eher auf der stabileren Seite angesiedelt. Zwar lässt er sich gut durch die Kurven dirigieren, je enger der Radius aber wird, umso „unhandlicher“ wird der Spirit ST. Der Avon Spirit ST hat leichtes Aufstellmoment beim Beschleunigen in Schräglage.
Der Spirit ST von Avon bekommt leider nicht die Aufmerksamkeit, die ihm eigentlich zusteht. Kenner schätzen den Spirit ST in jeder Lebenslage und ziehen ihn auch den teureren Premiummarken vor. Fahrer aus unserer Community, aber auch Mitglieder in anderen Foren, haben sehr gute Erfahrungen mit dem Avon Spirit ST gemacht. Das bestätigen auch Testberichte anderer Magazine.
Der Avon Spirit ST ist zwar kein Gripmonster, bereitet aber trotzdem sehr viel Spaß. Der Spirit ST ist eine sehr gute Kombination aus Supersportreifen und Tourenreifen. Einer der Hauptvorteile ist die hohe Laufleistung trotz sportlicher Gangart. Da der Avon Spirit ST ein günstiger Budgetreifen ist, bekommt man hier extrem viel Reifen für wenig Geld.
Custom: Cobra Chrome
Für Custom-Motorräder zeichnet sich der Avon Cobra Chrome durch sein einzigartiges Design und seine außergewöhnliche Leistung aus. Dieser Reifen bietet nicht nur einen optimierten Grip für schwere Motorräder, sondern auch eine längere Lebensdauer. Sein breites Profil sorgt für eine hervorragende Stabilität, selbst bei engen Kurven oder schwierigen Bedingungen.
Die Stärken des Reifens:
- Optimierter Grip für schwere und Custom-Motorräder.
- Längere Lebensdauer, auch bei intensiver Nutzung.
- Einzigartiges Design mit von der Kobra inspirierten Motiven für einen unverwechselbaren Look.
Trail: Trailrider
Wenn Sie ein Liebhaber von Trail-Motorrädern sind, wird der Avon Trailrider Ihre Bedürfnisse nach Grip und Vielseitigkeit erfüllen. Dieser Reifen ist ideal für alle, die sowohl auf asphaltierten Straßen als auch auf unebenem Gelände fahren. Seine robuste Struktur und das durchdachte Profil sorgen für ein stabiles und sicheres Fahrverhalten, egal ob Sie in der Stadt oder auf technisch anspruchsvolleren Wegen unterwegs sind.
Die Stärken des Reifens:
- Vielseitigkeit für den Einsatz auf der Straße und im Gelände.
- Robuste Konstruktion, die für schwieriges Gelände geeignet ist.
- Ausgezeichnete Stabilität.
Avon 3D Supersport: Test und Erfahrungen auf der GasGas SM 700
Der Avon 3D Supersport ist der sportlichste Hypersportreifen im Programm von Avon und für den sportlichen Einsatz auf der Straße ausgelegt. Trotzdem verspricht Avon auch, dass der 3D Supersport so sportlich ist, dass er auch beim Trackday im Einsteigerbereich genutzt werden kann. Der Avon 3D Supersport, ein Hypersportreifen, der sowohl für die Straße, als auch für die Rennstrecke entwickelt wurde, um Fahrern außergewöhnlichen Grip, Handling und Stabilität zu bieten. Er ist ideal für Biker, die überwiegend auf der Straße unterwegs sind, aber auch gerne gelegentlich an einem Track-Day teilnehmen.
Der Avon 3D Supersport bietet ein exzellentes Wärmeverhalten. Der Reifen kommt schnell auf Temperatur und hält diese auch lange und zuverlässig. Generell konnten wir kaum Unterschiede im Kalt- bzw. Warmlauf feststellen. Das Gripniveau des Reifen liegt auf einem hohem Niveau.
Am Hinterrad konnten wir den 3D Supersport auch beim harten Angasen mit der Supermoto nicht aus der Fassung bringen. Auf der GasGas SM 700 konnten wir allerdings bei extremer Schräglage im „hängenden“ Fahrstil leichte Tendenz zum Rutschen am Vorderrad feststellen. Beim extremen Drücken um Spitzkehren konnten wir hingegen niemals einen Gripverlust provozieren.
Auf nasser Straße versagt der 3D Supersport ebenfalls nicht. Generell haben wir es hier aber deutlich vorsichtiger angehen lassen. Im Endeffekt hat es uns hier ein wenig an Vertrauen gefehlt. Im Prinzip taugt der Avon 3D Supersport aber im Straßeneinsatz allemal, eine sichere Weiterfahrt ist in jedem Fall gewährleistet.
Das Bremsverhalten des Avon 3D Supersport ist sehr gut. Sowohl am Vorderrad, als auch an der Hinterachse ist viel Bremsgrip vorhanden. Auf der Vorderachse verzögert der 3D Supersport stabil und spurtreu. Das ABS konnten wir so gut wie nie auslösen, auch nicht bei extrem sportlicher Gangart.
Der Avon 3D Supersport ist generell ein komfortabler Reifen. Wer einen holzigen Geselle vermutet, der liegt völlig falsch. Der Avon 3D Supersport hat eine gute Eigendämpfung und macht auch auf schlechten Straßen eine gute Figur. Generell hat es uns an Fahrkomfort nicht gefehlt.
Der Verschleiß des Avon 3D Supersport ist als eher hoch einzuschätzen. Schon an kühleren Tagen und bei halbwegs sportlicher Fahrt ist eine Raupenbildung bzw. Abrubbeln des Reifen festzustellen. Generell bedarf es wirklich nicht viel und es sind deutliche Verschleißspuren zu erkennen. Die Unterschiedlichen Mischungszonen sind übrigens deutlich zu erkennen. So verfügt der 3D Supersport über einen harten Mischungsstreifen auf der Lauffläche. Gepaart mit einem durchgängigen Slickbereich verspricht diese Kombination aber trotzdem eine gute Haltbarkeit.
Der Avon 3D Supersport hat im sportlichen Einsatz auf der GasGas SM 700 eine Laufleistung von rund 4.000 Kilometern erreicht. Das Neuprofil des Avon 3D Supersport beträgt übrigens ca.
Der Avon 3D Supersport fährt sich wunderbar stabil. Dabei vermittelt er beim Drücken, als auch im langen und schnellen Radius ein sehr gutes Fahrverhalten. Nur in extrem tiefen Schräglagen empfanden wir den Avon 3D Supersport dann aber ein wenig nervös, was aber durchaus an der Fahrzeugbauart der Supermoto liegen kann.
Der Avon 3D Supersport ist ziemlich agil und lenkt zackig ein. Dabei bleibt er stets präzise und folgt der angepeilten Linie. Generell ist das Einlenkverhalten am Vorderrad sehr vorbildlich. Der Avon 3D Supersport hat kein Aufstellverhalten auf der GasGas SM 700 gezeigt. Beim Bremsen in Schräglage verhält sich der Reifen vollkommen neutral. Beim Hineinbremsen in die Kurve fällt der Reifen nach dem Loslassen der Bremse nicht in den Radius.
Der Avon 3D Supersport möchte auf der Supermoto mit dem richtigen Luftdruck gefahren werden. Luftdruckangaben ohne Gewähr, im Zweifel nach den Herstellervorgaben gehen.
Der Avon 3D Supersport ist ein günstiger Reifen, der uns auf Anhieb überzeugen können. Selbst im direkten Vergleich mit dem Supermoto-König Attack SM 2 hat der Avon 3D Supersport auf Anhieb überzeugt. Zwar reicht der Reifen von seiner Güte nicht ganz an den Attack SM 2 heran, erliegt aber aus unserer Sicht auf dem selben Level wie ein Michelin Power, Diablo Rosso oder ähnlichen Reifen in diesem Segment. Auch die Optik des Avon 3D Supersport hat uns gefallen. Der durchgängige Slick-Bereich sieht sportlich aus, zudem wirkt selbst der 160er Hinterreifen deutlich breiter.
Der Avon 3D Supersport überzeugt mit gutem Fahrverhalten, hohem Gripniveau und neutralem Handling. Dabei vermittelt er viel Vertrauen und ein gutes Feedback. Der Avon 3D Supersport ist ein agiler Reifen, allerdings keinesfalls nervös.
Tourenreifen im Test: Avon Storm 3D X-M und seine Konkurrenz
Ein Test von Tourenreifen der Größe 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17 zeigt, dass die Entwickler einen möglichst ausgewogenen Mix der Extreme aus dem Hut zaubern müssen. Unsere sieben Premiummarken haben mittlerweile einen sehr hohen Qualitätsstandard erreicht. Natürlich hat jeder Hersteller seine Präferenzen anders gesetzt - was Ihnen dann wiederum die Auswahl erleichtert.
Auf einem undankbaren letzten Platz ist der Avon Storm 3D X-M gelandet. Damit setzt auch der mehr sportlich konzeptionierte England-Reifen leider die Tradition fort, die bereits von seinem Schwestermodell Storm 2 Ultra bekannt ist: verhaltene Handlichkeit, geringe Eigendämpfung, Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage. Auch auf nasser Strecke kann der Avon keine echten Highlights setzen. Vor allem seine im Vergleich zu den Mitbewerbern auffällig schwachen Haftreserven setzen dem Storm 3D kräftig zu. Weshalb er bei Regen mit einem besonders gefühlvollen Händchen ums Eck gesteuert werden will.
Bei Regen braucht er 14 Prozent mehr Wegstrecke, um aus 100 km/h zum Stillstand zu kommen. Seine eigentlichen Vorzüge kommen in diesem Test nicht zum Vorschein. Aber aus Erfahrung wissen wir, dass Avon-Reifen in puncto Laufleistung immer wieder Bestwerte erreichen. Beim Storm 3D steht das Typenkürzel X-M laut Hersteller für einen nochmals reduzierten Verschleiß. Aus wirtschaftlichen Erwägungen könnte der Avon also für kilometerfressende Vielfahrer interessant sein. Allerdings muss er dazu einige Defizite im Alltag kompensieren.
Testergebnisse im Detail
Avon Storm 3D X-M:
- Landstraße/Autobahn: (124 Punkte, Platz 7) Auf trockener Straße fehlt es dem Storm 3D an Eigendämpfung. Das macht sich vor allem durch härtere, deutlich spürbare Stöße beim Überfahren von Bodenwellen bemerkbar. Auch in Sachen Handlichkeit kann der Engländer nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Weiteres Manko: Beim Bremsen in Schräglage ist ein Aufstellmoment deutlich zu spüren. Dagegen geht die Haftung, auch beim kräftigen Beschleunigen aus Kurven, auf trockenem Asphalt vollkommen in Ordnung. Seine Geradeauslaufstabilität ist sogar besonders vorbildlich. Auch bei Vollbremsungen aus 100 km/h verhält sich der Avon sehr stabil und erreicht gute Verzögerungswerte.
- Nasstest: (64 Punkte, Platz 7) Der Avon verliert bereits beim leichten Gasgeben auf nasser Fahrbahn hinten frühzeitig an Haftung. In der Referenzkurve unserer Teststrecke fällt der Storm zudem mit der geringsten Seitenhaftung in Schräglage auf. Noch dazu geraten Kurvenfahrten zur Gratwanderung: Durch den schmalen Grenzbereich steigt das Sturzrisiko enorm. Auch bei der Bremsmessung können die Haftreserven nicht überzeugen: Mit über 50 Metern benötigt die Avon-bereifte Honda den längsten Bremsweg.
- Fazit: Bei idealen Straßenverhältnissen kann der Avon Storm 3D noch einigermaßen mithalten, obwohl ihm auch da echte Highlights fehlen.
Bridgestone T 30:
- Landstraße/Autobahn: (130 Punkte, Platz 4) Auch wenn der Bridgestone nicht an die Handlichkeit der Konkurrenten von Conti oder Michelin herankommt, überzeugt er besonders durch seine hohe Neutralität über den gesamten Schräglagenbereich. Beim Bremsen in Schräglage ist zwar ein leichtes Aufstellmoment spürbar, welches aber im Vergleich zu den anderen Reifen im Test nicht besonders dominant in Erscheinung tritt. Die Rückmeldung für die Haftreserven stellt sich zügig ein, und ein echter Pluspunkt bleibt die sehr gute Geradeauslaufstabilität - was den T 30 vor allem für Langstrecken-Tourenfahrer im Soziusbetrieb und mit voller Beladung auf Autobahnen besonders interessant macht.
- Nasstest: (84 Punkte, Platz 4) Auf der einen Seite überzeugt der Japaner durch seine gelungene Abstimmung der Grenzbereiche an Vorder- und Hinterpartie. Im Vergleich zu den Spitzenreifen in diesem Testfeld sind die Haftreserven bei Nässe in Schräglage aber schnell aufgebraucht, zudem kommen die Rutscher am Heck einen Tick zu spontan. Auch beim Beschleunigen dreht der Hinterreifen frühzeitig durch. Ganz anders beim Bremsen: Mit 45 Metern Bremsweg aus 100 km/h steht der T 30 am schnellsten!
- Fazit: Der T 30 überzeugt vor allem als ausgewogener und sehr neutral abgestimmter Tourenreifen.
Continental Road Attack 2 Evo:
- Selbst bei extremen Schräglagen überzeugt der Conti durch seine sehr handliche und neutrale Art. Mit der besten Lenkpräzision im Test kann er am leichtesten auf die gewünschte Linie gebracht und auf ihr gehalten werden. Außerdem stellt sich dank der guten Rückmeldung schnell ein hohes Vertrauen für die satte Haftung in Kurven jedweder Art ein. Das Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage bleibt sehr gering. Allerdings hat die überragende Handlichkeit auch ihre Kehrseite: Beim Geradeauslauf müssen Evo-Fahrer Abstriche in Kauf nehmen. Bei über 170 km/h wird die unverkleidete CB 1000 R nervöser als mit anderen Reifen, bleibt aber kalkulierbar.
- Nasstest: (84 Punkte, Platz 4) Im letzten Jahr beendete der Vorgänger diesen Test mit einem beachtlichen Abstand auf dem letzten Platz. Dank einer neuen Gummimischung hat der Evo nun Anschluss gefunden, obwohl zur Spitzengruppe noch Luft bleibt. Der Conti kann auch bei Nässe durch seine Handlichkeit und Lenkpräzision punkten. Durch den breiteren Grenzbereich steigt das Vertrauen im Regen.
- Fazit: Der Entwicklungsschritt hat dem Tourenreifen gutgetan.
Dunlop Roadsmart 2:
- Landstraße/Autobahn: (128 Punkte, Platz 5) Der Roadsmart 2 ist in erster Linie sehr sportlich ausgelegt, weshalb er vor allem durch seine hohe Stabilität in Kurven überzeugen kann. Allerdings muss dazu die Betriebstemperatur stimmen. Denn im kalten Zustand fällt seine etwas zu trockene Rückmeldung auf, dann will er auch mit Nachdruck in Schräglage gebracht werden. Einmal warm gefahren, passt es dann: Mit deutlich besserer Rückmeldung und reichlich Haftreserven lässt sich der Roadsmart 2 geschmeidig durch Kurven steuern, wobei das Einlenkverhalten etwas handlicher ausfallen dürfte. Beim Bremsen in Schräglage ist ein deutlicher Aufstellimpuls zu spüren. Highspeed-Fans werden die sehr gute Geradeauslaufstabilität zu schätzen wissen.
- Nasstest: (86 Punkte, Platz 3) Beim Beschleunigen und in Kurven gefällt der Dunlop durch seine tollen Haftreserven. Auch auf der Bremse erreicht er Top-Werte. Dass er stets ein gutes Feedback im Grenzbereich vermittelt, zeigt sich durch das hohe Tempo in der Referenzkurve. Allerdings knabbert die verhaltene Handlichkeit bei nassen (und damit kalten) Bedingungen an der Lenkpräzision, weshalb Korrekturen bei der Linienwahl im Regen kaum möglich sind.
- Fazit: Beim Roadsmart 2 schlägt das Pendel in Richtung Sportlichkeit - was unterm Strich heißt: viel Stabilität, weniger Handlichkeit.
Metzeler Z8 Interact:
- Diese Einlagen-Karkassen-Konstruktion ist für leichtere Motorräder wie unsere Test-Honda CB 1000 R gedacht. Dank guter Rückmeldung baut sich bereits beim Anfahren der Reifen ein gutes Gefühl für die Haftreserven auf. Generell glänzt der Metzeler durch seine hohe Kurvenstabilität, und auch bei Geschwindigkeiten über 170 km/h ist die Geradeauslaufstabilität vorbildlich. Der Z8 gibt sich zwar minimal handlicher als der Roadsmart 2, muss sich in der Wertungsskala dafür aber hinter allen anderen einsortieren.
- Nasstest: (84 Punkte, Platz 4) In der neuen Spezifikation kann der Z8 auf nasser Piste nicht das Ergebnis der Vorjahre halten. Unterm Strich zeigt sich, dass die Haftreserven sowohl beim Beschleunigen wie auch in Kurven nachgelassen haben. Im Vergleich zum Vorjahr erreicht der direkte Konkurrent von Dunlop nun die besseren Werte. Auch auf der Bremse verliert der Z8 gegenüber dem Roadsmart 2 nun rund zwei Meter. Unterm Strich bleibt die Nassperformance aber auf einem hohen Niveau.
- Fazit: Anders als in der M/O-Ausführung der Vorjahre kann der Z8 in der aktuellen Spezifikation keine besonderen Akzente setzen.
Michelin Pilot Road 4:
- Steigen nach kurzer Zeit die Gummitemperaturen, steigert sich der Fahrspaß mit dem Michelin nochmals gehörig: Sicher und neutral lässt sich die vierte Evolutionsstufe der Pilot Road-Reihe in hoher Schräglage durch Kurven steuern, die beim Road 3 noch wahrnehmbare leichte Kippeligkeit ist nun nicht mehr zu spüren. In puncto Handlichkeit ist er nur noch einen Hauch vom Conti entfernt. Typisch für viele Michelins ist ein leicht knautschiges Gefühl in Schräglage und beim Bremsen bei hohen (Reifen-)Temperaturen - da macht auch der Road 4 keine Ausnahme.
- Nasstest: (94 Punkte, Platz 1) Selbst die extrem rutschige Nassteststrecke meistert der Road 4 mit Bravour: beste Rundenzeit, höchstes Kurventempo, Topspeed auf der Geraden. Der Michelin punktet nicht nur, weil seine Haftreserven stimmen, sondern weil er durch seinen Grenzbereich stets sicher eingeschätzt werden kann. Ein Überflieger im Regen? Nicht ganz: Bridgestone und Dunlop bremsen besser.
- Fazit: Bei Schlechtwetter hatten Michelin-Fahrer schon immer gute Karten. Der neue Road 4 zeigt erwartungsgemäß keine Schwächen.
Der Angel GT überzeugt selbst bei flottem Tempo über seine auffällig hohe Kurvenstabilität. Auch wenn er im kalten Zustand noch nicht die Rückmeldung für seine Haftreserven wie zum Beispiel der Road...
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