Barbour Herren Motorradjacke Test: Stil, Sicherheit und Tradition

Fahrer stilvoller Motorräder brauchen ein Outfit, das ihren Bikes in Sachen Qualität, Styling und Alltagstauglichkeit in nichts nachsteht. Für genau diese Bikerinnen und Biker gibt es nun die neue TRIUMPH Bekleidungs-Kollektion, die in Kooperation mit der britischen Traditionsmarke Barbour International entstanden ist. Ob beim Ausflug in die Stadt oder der Motorradtour über Land: Mit der neuen, aufwändig gefertigten Barbour Jacke aus der gemeinsamen Kollektion der beiden Traditionsmarken TRIUMPH und Barbour International ist jeder Motorradfahrer bestens geschützt und stilvoll angezogen.

Die Kult-Marke von der Insel fertigt seit dem Jahr 1894 hochwertige Allwetterbekleidung. Die heutigen Produkte der gemeinsamen Kollektion von TRIUMPH und Barbour International knüpfen nahtlos an diese Historie an. So verbindet die neue Barbour Jacke aus Waxed Cotton den stilvoll klassischen Schnitt der Modelle aus den 1950er Jahren inklusive der charakteristisch gesteppten Schulterpartien mit einer top-modernen Materialauswahl. Sie verfügt über Cordura-Verstärkungen, ein atmungsaktives Air-Mesh-Futter sowie eine hochwertige Tri-Tex-Klimamembran. Für die Sicherheit sorgen herausnehmbare CE-Protektoren an Rücken, Schultern und Ellenbogen. Nicht zuletzt sorgt bei der in Herren- und Damen-Schnittversionen verfügbaren Jacke ein kurzer Reißverschluss für die optimale Verbindung zu passenden Motorradhosen oder Biker-Jeans.

Zeitlos britisch: Die Quilted Barbour Jacket

Wer stilvoll und zeitlos schick unterwegs sein möchte, sollte einen Blick auf die neue „Quilted Barbour Jacket“ vom Motorradhersteller Triumph werfen. Das Outfit, in Kooperation mit der britischen Traditionsmarke Barbour International entstanden, zeigt in Sachen Qualität, Styling und Alltagstauglichkeit alles Wichtige für den Ausflug in die Stadt oder die Überlandtour.

So verbindet die neue Barbour Jacke aus Waxed Cotton den stilvoll klassischen Schnitt der Modelle aus den 1950er Jahren inklusive der charakteristisch gesteppten Schulterpartien mit einer top-modernen Materialauswahl. Sie verfügt über Cordura-Verstärkungen, ein atmungsaktives Air-Mesh-Futter sowie eine hochwertige Tri-Tex-Klimamembran. Für die Sicherheit sorgen herausnehmbare CE-Protektoren an Rücken, Schultern und Ellenbogen. Nicht zuletzt sorgt bei der in Herren- und Damen-Schnittversionen verfügbaren Jacke ein kurzer Reißverschluss für die optimale Verbindung zu passenden Hosen oder Jeans. Die Quilted Barbour Jacket gibt für Herren in den Größen XS bis XXXL zu 439 Euro, im Damenschnitt und Größe XXS bis 3XL kommt sie auf 419 Euro.

Die Geschichte und Bedeutung von Wachsjacken

Manche tragen die Barbour Jacken als Anhänger eines britischen Country Stils, andere aus Gründen des Dazugehörens und wieder andere aus rein praktischen Gründen. Egal was du trägst, bei schlechtem Wetter passt immer eine klassische Barbour Wachsjacke dazu. Britische Seefahrer waren die Ersten, die vor rund 200 Jahren unter Umhängen aus geöltem und damit wasserdichtem Segeltuch Schutz suchten.

Mitte des 19. Jahrhunderts wich das schwere, harte und bei Kälte noch viel härter werdende Segeltuch der leichteren Baumwolle, und neben Matrosen und Fischern lernten nun auch die an Land Gebliebenen, Waxcotton zu schätzen. Schottische Schafhirten und australische Buschläufer gehörten unter anderem zur Kundschaft. Jugendliche Schafhüte-Erfahrung hatte auch der Schotte John Barbour, der sich ab 1870 als Handelsreisender für Stoffe verdingte und 1894 im nordostenglischen Hafen South Shields ein Geschäft für Oilskin Clothes gründete. Exakt 30 Jahre später stieg Harry Grosberg aus Stoke-on-Trent in den englischen Midlands ins Geschäft mit der wasserdichten Bekleidung ein und gründete die Firma Belstaff.

Barbour und Belstaff - das waren ab den 1930er-Jahren auch DIE Marken für Motorradfahrer, die die clevere Outdoorbekleidung längst für sich entdeckt hatten. Deutlich günstiger als Leder, dafür wasserdicht und in einem begrenzten Umfang sogar „atmungsaktiv“ - Wachsjacken und auch komplette -anzüge waren bis in die 70er-Jahre ein fester Bestandteil der Motorradfahrer-Ausrüstung. In Deutschland sorgte besonders Detlev Louis (der höchstpersönlich auf den historischen Bildern in dieser Geschichte zu sehen ist) ab den 60er-Jahren mit dem Import von Barbour dafür, dass hiesige Motorradfahrer vor Wind und Wetter geschützt wurden.

Die letzte Barbour-Jacke ließ sich 1999 im Louis-Katalog finden, ein Jahr später gab es aus Hamburg auch kein Hausmarken-Modell mehr - die Zeit der Wachsjacke für Motorradfahrer war lange abgelaufen. Modischere, funktionellere und günstiger herzustellende Kunstfaserprodukte hatten ihren Platz eingenommen. Doch der Retro-Trend der letzten zehn Jahre hat dafür gesorgt, dass die gemeine Wachsjacke langsam aber sicher in ihr angestammtes Motorrad-Revier zurückkehrt. An alte, glorreiche Stückzahlzeiten wird das gewachste Tuch zwar nicht mehr anknüpfen können, dafür sind moderne Kunstfaserprodukte objektiv betrachtet einfach zu überlegen, doch die Wachsjacken-Nische wird stetig größer. Grund genug für MOTORRAD, bei der Testmusterbeschaffung von Wachsjacken & Co. zu sprechen, was das Testfeld nur interessanter machen konnte.

Test und Vergleich von Wachsjacken

Für eine gewisse Ernüchterung sorgten aber ausgerechnet die vermeintlichen Klassiker. Barbour und Belstaff scheinen sich nicht mehr wirklich für Motorradfahrer als Kunden zu interessieren. Das wurde aber leider nur bedingt belohnt, denn der Belstaff-Jacke sieht man (besonders beim Preis) sehr deutlich an, dass es mittlerweile mehr um Mode als ums Motorrad geht. Für ein Testurteil „gut“ langte es für Belstaff aber immer noch.

Motorradtaugliche Wachsjacken kommen heutzutage größtenteils aus Pakistan. Der Oberstoff der „Pakistanis“ stammt ausnahmslos vom traditionsreichen englischen Hersteller Millerain. Namhafte Zulieferer wie YKK für die Reißverschlüsse beweisen, dass das Thema von den meisten Anbietern sehr ernst genommen wird. Mit einer Ausnahme überstanden alle Kandidaten den fünfminütigen Hardcore-Guss in der Dusche mit weitgehend trockenem Innenraum. Damit das so bleibt, sollten Wachsjacken-Besitzer ein paar grundlegende Pflegeregeln beachten: Der Schmutz wird mit einer relativ harten Bürste trocken ausgebürstet.

Danach mit einem Schwamm und KALTEM Wasser nacharbeiten. Alles andere, besonders heißes Wasser, Wasch- oder Lösungsmittel sowie Seife, ist absolutes Gift für Wachsjacken. Nachimprägniert wird am einfachsten mit Sprühwachs. Wachs aus der Dose geht aber auch. Am besten die Dose ins heiße Wasserbad stellen und das verflüssigte Wachs mit einem weichen Tuch oder Schwamm einarbeiten. Danach mit einem Fön fürs Finish sorgen - fertig!

Einzelne Testberichte

Hier sind einige Ergebnisse aus Einzeltests verschiedener Wachsjacken:

  • AJS Glasgow: Ordentlich ausgestattete und gut sitzende Jacke, die klassische Form mit modernen Materialien kombiniert. Die Verarbeitung ist ordentlicher Standard, der Preis angemessen. MOTORRAD-Urteil: sehr gut.
  • Belstaff Classic Tourist: Sehr robuste Machart; Reißverschlüsse und Druckknöpfe sehr stabil und praxisgerecht; guter Ärmelabschluss; angenehmes Futter; große Taschen; komplett wasserdicht.Minus: Sehr schwer, Obermaterial wenig anschmiegsam und im Griff hart und plastikmäßig; Passform nur durchschnittlich; Protektoren nicht optimal platziert und fixiert; Kragen sehr sperrig; Verarbeitung im Finish teilweise etwas lässig und dem hohen Preis nicht angemessen, keinerlei Rückenschutz im Serienzustand.
  • Dainese: Das Thema „klassische Textiljacke“ interpretieren die Italiener auf ihre ganz eigene Art, aber für Dainese-Verhältnisse ist das Kunstfaserteil tatsächlich etwas retro.
  • Germas (kurz): Völlig am Thema vorbei - vielleicht taugt dieses Modell als nettes Designer-Jäckchen im Fußgängerbetrieb. Doch auf dem Motorrad ist es fehl am Platze.
  • Germas (lang): Im Unterschied zum kurzen Schwestermodell eine echte Motorradjacke. Solides Material, ordentliche Ausstattung und Verarbeitung - die Basis ist okay, nur leider passt der Schnitt nicht ganz.
  • Oxford: Ein weiteres Modell der auf den ersten Blick fast baugleichen „Pakistan-Connection“. Dass die Unterschiede im Detail liegen, beweist die Oxford aber deutlich.
  • Haveba (kurz): Schick und bequem, mit hochwertigen SasTec-Protektoren bestückt und ordentlich verarbeitet - für den ganzjährigen Motorradbetrieb aber zu kurz und mit kleinen Detailschwächen.
  • Haveba (lang): Schnörkellos und praxisgerecht. Dazu hochwertige Protektoren, solide Verschlüsse und absolute Wasserdichtigkeit - so muss eine klassische Wachsjacke aussehen.
  • Held: Angenehm leicht, guter Tragekomfort; griffiges Obermaterial, angenehmes Futter; guter Ärmel.
Jacke Preis Material Urteil
AJS Glasgow 229,95 Euro Polyamid mit Rindleder Sehr gut
Belstaff Classic Tourist 589 Euro Gewachste Baumwolle Gut
Oxford 239,90 Euro Gewachste Baumwolle -
Haveba (lang) 259 Euro Gewachste Baumwolle -

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