Barbour Wachsjacke Motorrad Test: Eine umfassende Analyse

Wachsjacken erfreuen sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit, insbesondere bei Outdoor-Enthusiasten und Motorradfahrern. Barbour und Belstaff sind dabei zwei der bekanntesten Marken. Doch was macht eine gute Wachsjacke aus, und welche ist die richtige Wahl für den jeweiligen Einsatzzweck?

Die Vor- und Nachteile von Wachsjacken

Wachsjacken haben eine lange Tradition als robuste und wetterfeste Bekleidung. Sie bieten Schutz vor Wind und Regen und sind gleichzeitig relativ atmungsaktiv. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten.

  • Vorteile:
    • Robust und langlebig
    • Wetterfest (wind- und wasserabweisend)
    • Relativ atmungsaktiv
    • Kultiger Look
  • Nachteile:
    • Hohes Gewicht
    • Eingeschränktes Packmaß
    • Pflegeintensiv (regelmäßiges Nachwachsen erforderlich)
    • Kann bei hohen Temperaturen unangenehm warm sein

Wachsjacken im Vergleich

Es gibt zahlreiche Hersteller von Wachsjacken, wobei sich die Produkte in Materialstärke, Verarbeitung und Ausstattung unterscheiden. Neben Barbour und Belstaff sind auch Filson, Carhartt und Scippis bekannte Marken.

Barbour ist bekannt für seine hochwertigen Wachsjacken im klassischen Stil. Die Jacken sind robust und langlebig, aber auch relativ teuer. Belstaff bietet ebenfalls hochwertige Wachsjacken an, die jedoch oft modischer und körperbetonter geschnitten sind. Filson produziert robuste Arbeitsjacken aus gewachstem Canvas, die sich ebenfalls zum Motorradfahren eignen. Carhartt bietet eine günstigere Alternative mit seinen Duck Canvas Produkten, die ebenfalls gewachst werden können. Von Scippis und Kakadu Traders wird aufgrund modischer Aspekte und geringerer Qualität abgeraten.

Einige Stimmen im Forum empfehlen, die Finger von Produkten aus Australien zu lassen, mit Ausnahme von R.M. Williams, Redback Boots und Blundstone.

Das Wachs

Auch die Art des Wachses spielt eine Rolle. Einige Wachse sind weicher und klebriger als andere, was dazu führen kann, dass sich Schmutz leichter anlagert. Grönlandwachs hingegen wird ohne Lösungsmittel und Öl in die Faser gebracht und klebt nicht.

Wachsjacken für Motorradfahrer

Wachsjacken waren früher eine beliebte Wahl für Motorradfahrer, da sie wasserdicht und robust waren. Heutzutage gibt es jedoch modernere Alternativen aus Kunstfasern mit Membranen und Protektoren. Trotzdem haben Wachsjacken für viele Motorradfahrer immer noch ihren Reiz.

Für reines Mopedfahren bei schmuddeligem Wetter (solange es nicht endlos regnet) waren die Dinger (damals) perfekt. Hundertprozentig dicht natürlich auch nicht. Ordentliche Ganzjahresjacken, die man mit entsprechenden Pullis darunter auch im Winter fahren konnte. Im Hochsommer allerdings nicht so der Brüller.

Die neuen Sachen, von beiden Herstellern, im Moppedbereich, haben im Gegensatz zu früher Protektoren an Schulter, Knie und Ellenbogen, was sie für Outdoor eher ausschließt. Alte "used" Barbour oder Belstaff sind in der Bucht richtig teuer.

Pflege von Wachsjacken

Wachsjacken benötigen regelmäßige Pflege, um ihre wasserabweisenden Eigenschaften zu erhalten. Dazu gehört das regelmäßige Nachwachsen der Jacke. Es gibt spezielle Wachse für Wachsjacken, die entweder aufgesprüht oder mit einem Tuch aufgetragen werden können.

Der Schmutz wird mit einer relativ harten Bürste trocken ausgebürstet. Danach mit einem Schwamm und KALTEM Wasser nacharbeiten. Alles andere, besonders heißes Wasser, Wasch- oder Lösungsmittel sowie Seife, ist absolutes Gift für Wachsjacken. Nachimprägniert wird am einfachsten mit Sprühwachs. Wachs aus der Dose geht aber auch. Am besten die Dose ins heiße Wasserbad stellen und das verflüssigte Wachs mit einem weichen Tuch oder Schwamm einarbeiten. Danach mit einem Fön fürs Finish sorgen - fertig!

Testberichte und Erfahrungen

Einige Testberichte zeigen, dass moderne Wachsjacken durchaus mit modernen Materialien mithalten können. So überstanden die meisten getesteten Jacken einen fünfminütigen Hardcore-Guss in der Dusche mit weitgehend trockenem Innenraum.

Allerdings gibt es auch Kritik an einigen Herstellern. So scheint sich Belstaff nicht mehr wirklich für Motorradfahrer als Kunden zu interessieren. Barbour teilte mit, dass man sich nicht in der Lage sehe, innerhalb von anderthalb Wochen eine Jacke von England nach Stuttgart zu liefern.

Testurteil einiger Jacken

Hier ist eine Zusammenfassung der Testurteile einiger Wachsjacken:

Marke Modell Urteil
AJS Glasgow Sehr gut
Belstaff Classic Tourist Gut
Germas (kurzes Modell) Völlig am Thema vorbei
Germas (langes Modell) Basis ist okay, Schnitt passt nicht ganz
Oxford Ein weiteres Modell der auf den ersten Blick fast baugleichen „Pakistan-Connection“. Dass die Unterschiede im Detail liegen, beweist die Oxford aber deutlich.
Haveba (kurzes Modell) Schick und bequem, mit hochwertigen SasTec-Protektoren bestückt und ordentlich verarbeitet - für den ganzjährigen Motorradbetrieb aber zu kurz und mit kleinen Detailschwächen.
Haveba (langes Modell) Schnörkellos und praxisgerecht. Dazu hochwertige Protektoren, solide Verschlüsse und absolute Wasserdichtigkeit - so muss eine klassische Wachsjacke aussehen.

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