Die Wahl der richtigen Motorradbekleidung ist entscheidend für Sicherheit und Komfort. In diesem Artikel werden verschiedene Motorrad-Wachsjacken für Herren getestet und bewertet, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Merlin Perton Motorrad Wachsjacke
Merlin hat in Zusammenarbeit mit Halley Stevensons eine einzigartige Stoffauswahl im Merlin Heritage-Sortiment geschaffen. Dieser neue Stoff, Cotec, zeichnet sich durch einen weichen, leicht öligen Griff und ein modernes, mattes Aussehen aus. Cotec bietet eine bessere Atmungsaktivität, langfristige Benutzerfreundlichkeit und eine höhere Sicherheitsleistung als traditionelles Seidenwachs, bei einem geringeren Gewicht von 226g im Vergleich zu 340g. Zusätzlich sind die Jacken mit den D30-Aufprallschutzprodukten von Merlin an Schultern und Ellbogen ausgestattet.
Modeka Wachsjacke Glasgow Air
Die Modeka Wachsjacke Glasgow Air bietet einen klassischen Chic und eine gute Passform mit Rücken-, Ellenbogen- und Schulterprotektoren. Der Kragen ist mit Cord ausgepolstert, und die Jacke verfügt über mehrere Taschen, darunter zwei wasserdichte Taschen auf der Vorderseite. Die Jacke bietet Belüftungsmöglichkeiten durch Reißverschlüsse an den Armen und am Rücken sowie aufklappbare Elemente im Brustbereich, die mit Magneten fixiert werden. Die Jacke hat eine gute Länge, um Wind abzuhalten und ein Hochrutschen zu verhindern. Der Frontreißverschluss, Klettverschlüsse und Druckknöpfe sind auch mit Handschuhen gut bedienbar.
Motorrad Sommerjacken im Test
Konzentration ist beim Motorradfahren ein Schlüsselfaktor. Mit der richtigen Motorrad Sommerjacke bleibt diese auch bei hohen Temperaturen erhalten, denn die Airflow Motorradjacken helfen dem Fahrer, durch ihren Kühl-Effekt konzentriert zu bleiben.
Macna Orcano 2.0 Meshjacke
Die Macna Orcano 2.0 Meshjacke ist eine leichte Motorradjacke für den Sommer. Front und Rücken bestehen zum größten Teil aus Mesh-Material, das eine gute Kühlung ermöglicht. Die Jacke lässt sich an den Oberarmen sowie am Ärmel- und Jackenbund einstellen und ist mit Macna Risc Level-1-Protektoren an Ellbogen und Schultern ausgestattet. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden.
Modeka Meshjacke Khao Air II
Die Modeka Meshjacke Khao Air II bietet eine Innenjacke mit Membran und ist wasserdicht. Unter dem 3D-Meshgewebe aus Polyamid verbirgt sich eine Innenjacke mit Humax-Membrane mit 10.000 m Wassersäule. Die Schutzklasse-2-Zertifizierung erhält die Sommerjacke durch Level-2-Protektoren an Ellbogen und Schultern, an den Ellbogen und Schultern kommt eine Materialverstärkung zum Tragen. Sie lässt sich über einen langen Verbindungsreißverschluss nahtlos mit der gleichnamigen Hose fügen.
Rev’it Swiftblade
Die Swiftblade von Rev’it ist sportlich geschnitten und mit der Klasse “AA” zertifiziert. Die Meshjacke lässt sich an Taille und Oberarmen anpassen und ist mit Echt- und Kunstleder verstärkt. Sie ist mit Seesmart-Level-1-Protektoren ausgestattet.
Scott X-Tream Air
Die Scott X-Tream Air verfügt über ein hochwertiges Obermaterial und ist leger geschnitten. Die Sommerjacke mit Schutzklasse AA besitzt an Schultern und Ellbogen Level-1-D3O-Protektoren. Optional sind Rücken- und Brustprotektoren erhältlich. Ein langer Verbindungsreißverschluss ist vorhanden.
Vergleich der Sommerjacken
| Jacke | UVP | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Macna Orcano 2.0 | 149,95 € | Leicht, Mesh-Material |
| Modeka Khao Air II | 219,90 € | Innenjacke mit Membran, wasserdicht |
| Rev’it Swiftblade | - | Sportlich, Klasse “AA” zertifiziert |
| Scott X-Tream Air | 279,90 € | Hochwertiges Obermaterial, Level-1-D3O-Protektoren |
Allwetter-Textilkombis im Test
Für Motorradfahrer, die nicht nur bei schönem Wetter unterwegs sind, sind allwettertaugliche Motorradkombis notwendig. Diese Kombis bieten Schutz bei verschiedenen Temperaturen, Nässe und Sonnenschein. Sie bestehen in der Regel aus einer abriebfesten Außenschicht, einem herausnehmbaren Thermofutter, einer wasserdichten Membran und Belüftungsöffnungen.
Im Testfeld gab es insbesondere bei den letzten beiden Aspekten große Unterschiede, Gemeinsamkeiten zeigten sich derweil beim Mut zu helleren Farben und in der Tendenz, die herausnehmbaren Thermofutter so zu gestalten, dass sie auch separat als Alltags- oder zumindest Notfalljacke getragen werden können.
Die getesteten Kombis lagen preislich zwischen 400 und 1.600 €. Ziel des Tests war es, einen Eindruck davon zu vermitteln, was welcher Anzug bietet und wie viel man dafür zu zahlen bereit sein muss.
Motorrad Textiljacken im Test
Motorrad Textiljacken sind Allroundtalente und durch den guten Wetterschutz zumindest auf größeren Touren die bessere Wahl.
Grundsätzlich ist eine Textiljacke in drei Schichten aufgebaut: Der äußeren Schicht, zumeist aus widerstandsfähigem Cordura, folgt eine wind- und wasserundurchlässige Membran. Ein Z-Liner, in der Regel eine einzippbare Membranjacke, ist etwas kostengünstiger in der Produktion. Der Nachteil: Die Außenjacke saugt sich bei Regen voll, wird nass und schwer. Als Faustregel geht man hier von etwa 15 Grad aus, bei der eine Klimamembran am besten funktioniert.
Ab 25 Grad Außentemperatur lässt die Wirkung einer Membran nach. Dann müssen die Belüftungsöffnungen der Jacke ran, um im Fahrbetrieb das Temperaturgefälle wieder zu erhöhen und die Atmungsaktivität anzukurbeln.
Einzelne Jacken im Fokus
- Alpinestars Andes 3 Drystar: Funktionalität und Verarbeitung sind top, Details wie der Kragenabschluss wurden nachgebessert. Die Außentaschen sind funktional und großzügig, die Passform perfekt getroffen.
- Bores Emilio: Separate Membran und Innenfutter erweitern den Einsatzbereich, die überlappende Front und die guten Belüftungsmöglichkeiten punkten.
- Dainese Carve Master 2 Gore-Tex Jacket: Herausragend in Verarbeitung, Haptik und Passform, trumpft die Carve Master 2 noch mit einer hervorragenden Ausstattung und tollen Features wie etwa dem abnehmbare Thermokragen und einem 3-Lagen-Laminat aus Gore-Tex auf.
- Difi Ontario Aerotex: Eine sehr bequeme, voll funktionale und sehr gut ausgestattete Textiljacke. Hier stimmt alles, lediglich die Außentaschen fallen etwas klein aus und deren Klettverschlüsse sind recht schwergängig.
- Furygan Thruxton: Ein zeitloser Klassiker in neuem Design. Die Furygan Thruxton punktet mit gut getroffener Passform, stylischem Druckknopfdesign und einer gelungenen Innenjacke.
- Harley-Davidson FXRG Riding Jacket: Sommerliche Tourenjacke im kürzeren Blouson-Stil, interessanter Materialmix aus Cordura und Stretch. So sitzt die Jacke angenehm fest und flatterfrei. Auch optisch ist die FXDR ein Hingucker.
- Icon Stormhawk WP Jacket: Wie immer bei Icon ist auch die Stormhawk komplett mit guten D30-Protektoren ausgestattet. Sonst macht die Jacke nicht viel Aufhebens, und ohne die Protektoren hat man eine solide Regenjacke am Start. Der Stehkragen sitzt gut, überhaupt ist die fahrtüchtige Passform gut getroffen.
- Modeka Viper LT: Gut verarbeitete, im Tragegefühl aber etwas dünne und einfache Einsteigerjacke.
- Rukka Armarone: Souveräne Platzierung auf den oberen Plätzen für die Armarone. Der unaufgeregte Tourklassiker liefert ab, alles ist funktional und wertig. Die Protektorenausstattung ist erfreulicherweise komplett, mit der Gore-Tex Pro ist das momentane Maß der Dinge an Funktionsmembran verbaut.
- Scott Voyager Dryo: So ist die klare, bequeme und funktionale Voyager auch eine Empfehlung.
Wachsjacken mit Stil
Wachsjacken erfreuen sich aufgrund ihres Retro-Looks und ihrer Funktionalität großer Beliebtheit. Ursprünglich als Wetterschutzbekleidung für Seefahrer entwickelt, wurden sie später von Motorradfahrern entdeckt.
Barbour und Belstaff waren ab den 1930er-Jahren DIE Marken für Motorradfahrer. Deutlich günstiger als Leder, dafür wasserdicht und in einem begrenzten Umfang sogar „atmungsaktiv“ - Wachsjacken und auch komplette -anzüge waren bis in die 70er-Jahre ein fester Bestandteil der Motorradfahrer-Ausrüstung.
Der Retro-Trend der letzten zehn Jahre hat dafür gesorgt, dass die gemeine Wachsjacke langsam aber sicher in ihr angestammtes Motorrad-Revier zurückkehrt. An alte, glorreiche Stückzahlzeiten wird das gewachste Tuch zwar nicht mehr anknüpfen können, dafür sind moderne Kunstfaserprodukte objektiv betrachtet einfach zu überlegen, doch die Wachsjacken-Nische wird stetig größer. Wobei der Begriff Wachsjacke großzügig ausgelegt werden sollte, denn einige Anbieter kombinieren bereits die alte Form mit neuen Materialien.
Pflege von Wachsjacken
Um die Lebensdauer einer Wachsjacke zu verlängern, sollten folgende Pflegeregeln beachtet werden:
- Schmutz trocken mit einer harten Bürste ausbürsten.
- Mit einem Schwamm und kaltem Wasser nacharbeiten.
- Kein heißes Wasser, Wasch- oder Lösungsmittel sowie Seife verwenden.
- Nachimprägnierung mit Sprühwachs oder Wachs aus der Dose.
- Wachs aus der Dose im heißen Wasserbad verflüssigen und mit einem weichen Tuch oder Schwamm einarbeiten.
- Mit einem Fön fürs Finish sorgen.
Einzelne Wachsjacken im Test
- AJS Glasgow: Ordentlich ausgestattete und gut sitzende Jacke, die klassische Form mit modernen Materialien kombiniert. Die Verarbeitung ist ordentlicher Standard, der Preis angemessen. Weniger „griffig“ als Wachscotton, dafür aber viel pflegeleichter.
- Belstaff Classic Tourist: Das harte und glänzende Obermaterial liebt oder hasst man - die MOTORRAD-Redakteure waren durchweg irritiert.
- Dainese: Das Thema „klassische Textiljacke“ interpretieren die Italiener auf ihre ganz eigene Art, aber für Dainese-Verhältnisse ist das Kunstfaserteil tatsächlich etwas retro.
Rukka Rimo-R Kombi im Test
Die Rukka Rimo-R Kombi wird als Sommerkombi für Enduro- und Reiseendurofahrer beworben. Sie besteht aus Gore-Tex® 2 Lagen Laminat mit leichtem und robustem Polyester Oberstoff. AirVents vorn, seitlich, an den Schultern, unter den Armen und im Rücken sollen bei heißen Temperaturen für ausreichende Belüftung sorgen. Zusätzlich sind hitze- und abriebfeste Ledereinsätze an Gesäß auf der Bein-Innenseite als Hitzeschutz angebracht.
Die Rimo-R ist meiner Meinung nach, keine Sommerkombi. Sie mag vielleicht das dicke Futter echter Winterkleidung missen, dafür funktioniert sie brilliant mit dem sogenannten "Zwiebelsystem".
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