Batterie für Fahrrad: Typen und Unterschiede

Der Motor eines E-Bikes benötigt elektrische Energie. Hierfür ist ein Akku notwendig, der ebenfalls am Fahrrad befestigt ist. Die Auswahl an E-Bike Akkus ist groß. Dies gilt ebenfalls für die Hersteller.

E-Bike Akku: Positionen und Typen

Kein E-Bike ohne Akku! Ein herkömmliches Fahrrad wird mit reiner Muskelkraft betrieben, bei einem E-Bike unterstützt dich ein Elektromotor dabei. Der E-Bike-Akku liefert dem Motor die nötige Energie für diese Tretunterstützung und muss dementsprechend leistungsstark und zuverlässig sein. Hast du dich bisher an der Kapazität und Reichweite orientiert? Dann solltest du wissen, dass auch die Position des E-Bike-Akkus eine wichtige Rolle spielt. Diese beeinflusst nämlich das Fahrgefühl und den Schwerpunkt des Systems.

Die Position des Akkus wirkt sich auf das Aussehen, das Fahrverhalten und auf die praktische Verwendung des E-Bikes aus. Durch den Akku hat das Elektrofahrrad aber auch ein höheres Gewicht. Zusammen mit unter anderem dem E-Bike-Motor führt der Akku dazu, dass ein elektrisches Fahrrad durchschnittlich sechs Kilogramm schwerer als ein normales Rad ist. Dieses zusätzliche Gewicht hat natürlich auch Einfluss auf das Gleichgewicht des Elektrofahrrads und seinen Schwerpunkt. Dabei gilt: Je niedriger der Akku am E-Bike angebracht ist, desto stabiler ist die Straßenlage.

Bei Gazelle E-Bikes stehen die folgenden drei Akkupositionen zur Auswahl: Unter dem Gepäckträger, am Rahmen montiert oder im Rahmen integriert.

  • Gepäckträgerakkus: Sie sind vor allem bei Stadträdern beliebt, weil sie leicht zugänglich sind. Ihr Nachteil: Sie haben einen ungünstigeren Einfluss auf die Gewichtsverteilung als Rahmenakkus, was sich besonders bei unebenem Gelände bemerkbar machen kann. Dafür eignen sie sich hervorragend für E-Bikes mit tiefem Einstieg.
  • Rahmenakkus: Am häufigsten bei Trekking- und Sport-E-Bikes zu finden. Diese Akkus werden am Unterrohr oder am Sattelrohr montiert und bieten eine gute Gewichtsverteilung. Ihre mittige Position verbessert das Fahrverhalten, insbesondere bei E-Bikes für anspruchsvollere Strecken.
  • Intube-Akkus: Vollständig in den Rahmen integriert, sorgen sie nicht nur für eine aufgeräumte Optik, sondern bieten auch den Vorteil einer optimierten Gewichtsverteilung. Diese Akkus sind häufig in sportlichen Modellen wie E-Mountainbikes zu finden. Bei einigen Modellen kann der Aus- und Einbau jedoch etwas umständlicher sein.

Willst du einen festen oder abnehmbaren Akku? Wenn du beim Laden des Akkus Flexibilität wünschst, dann entscheide dich für einen herausnehmbaren Akku. Dieser wird mit einem Ladegerät geliefert, das an jede Steckdose angeschlossen werden kann. Du musst nur den Akku vom E-Bike trennen und kannst diesen direkt an der nächsten Steckdose aufladen. Transportierst du dein E-Bike oft auf einem Fahrradträger? In diesem Fall ist es ratsam, ein E-Bike mit abnehmbarem Akku zu kaufen. Ein Elektrofahrrad ist ohne Batterie viel leichter und kann einfacher auf den Halter gehoben werden.

Vorteile eines abnehmbaren Akkus:

  • Du kannst den Akku zum Aufladen und bei extrem warmem oder kaltem Wetter ganze einfach abnehmen.
  • Der Akku kann einfach austauscht werden (auch unterwegs gegen einen Reserve-Akku).
  • Der Akku kann einfach an jeder Steckdose aufgeladen werden.

Verschiedene Batterietypen

Der Akku versorgt den Motor eines E-Bikes mit Strom. Der Akkutyp hat - ebenso wie die Reichweite - einen Einfluss auf die Anzahl Kilometer, die du mit einem E-Bike zurücklegen kannst. Es gibt fünf verschiedene Akkutypen, davon kommen bei aktuellen E-Bikes noch vier vor. Den Typ NiCd - die Abkürzung steht für „Nickel-Cadmium“ - findet man nur noch bei Elektrofahrrädern aus zweiter Hand. Wir stellen dir nun die restlichen vier E-Bike-Akkutypen vor:

  1. NiMh Akku für E-Bikes:
    Der NiMh-Akku für E-Bikes ist der Nachfolger des NiCd-Akkus und momentan der Standard in Europa. Dieser Akkutyp braucht eine regelmäßige Ladung, auch wenn das E-Bike (längere Zeit) stillsteht. Der Akku muss ständig an das Ladegerät angeschlossen bleiben. Das Ladegerät sorgt nämlich dafür, dass der Akkuzustand optimal bleibt. Bei diesem Akkutyp ist mit einer Ladezeit von 4 bis 6 Stunden zu rechnen.
  2. Li-Ion Akku für E-Bikes:
    Lithium-Ion ist eine Sammelbezeichnung für die vielen Akkus, die Lithium enthalten. Dieser Akkutyp hat eine geringe Selbstentladung und eine lange (bzw. längere) Lebensdauer. Dem steht jedoch ein höherer Preis dieses Akkutyps gegenüber.
  3. LiPo Akku für E-Bikes:
    Der LiPo-Akku ist eine der besseren Akku-Varianten aus dem Sortiment mit Li-Ion-Akkus. Der Akku ist noch kleiner als ein durchschnittlicher Li-Ion-Akku. Nutzt du dein E-Bike längere Zeit nicht, dann wird empfohlen, diesen Akku mit 40 % Ladung zu lagern (vorzugsweise in einer kühlen Umgebung).
  4. E-Bike LiFePo4 Akku:
    Die neueste Akku-Generation trägt den Namen LiFePo4 (oder ein davon abgeleitetes Kürzel: LP4, LFP, LFP4). Dieser Akku wurde in jeder Hinsicht verbessert und ist daher derzeit das Nonplusultra. Dem entspricht aber auch der Preis des Akkus. Rechnerisch ist die Anschaffung eines E-Bikes mit LifePo4-Akku eine Überlegung wert, da der Akku länger hält und die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass er ersetzt werden muss, bevor ein Ersatz des Elektrofahrrads selbst ansteht. Derzeit ist nur ein begrenztes Angebot an E-Bikes mit diesem Akkutyp ausgestattet. Das Angebot wird in Zukunft größer werden.

Akkutechnik - das solltest du über E-Bike Akkus wissen

Die Qualität der Akkus ist bei namhaften Herstellern von E-Bike-Antrieben wie zum Beispiel Bosch, Shimano oder Yamaha durchweg hoch. Für eine Entscheidung ist der geplante Einsatzzweck relevant, denn sobald höhere Anforderungen an die Reichweite gestellt werden, sollte die größtmögliche Kapazität gewählt werden. Mittlerweile sind Akkus mit 500 bis 750 Wattstunden der Standard, da sie in der Regel für die meisten E-Trekking- und E-Citybikes mehr als ausreichen. Mehr Kapazität ist immer dann notwendig, wenn man regelmäßig längere Touren plant oder viele Höhenmeter - beispielsweise mit einem E-Mountainbike - zurücklegen will. Mit einem größeren Akku steigt allerdings auch immer das Gewicht eines E-Bikes, weshalb „mehr“ hier nicht automatisch besser ist.

Was bestimmt die Kapazität eines Akkus?

Die kapazitiven Eigenschaften eines Akkus werden durch die elektrische Spannung „Volt“ (V), die Ladungsmenge „Amperestunden“ (Ah) und der daraus resultierenden gespeicherten elektrischen Energie „Wattstunden“ (Wh) bestimmt. Die Kapazität eines Akkus (Wh) ergibt sich demnach aus der Formel: Wh = V * Ah.

Das heißt: Je mehr Wattstunden (Wh) ein Akku aufweist, desto leistungsstärker ist er. Um unterschiedliche Akkus effektiv zu vergleichen, sollte man daher nicht auf die Amperestunden (Ah), sondern auf die Wattstunden (Wh) achten. Beispiel Bosch Powerpack 500: 36V x 13,4 Ah ≈ 500 Wattstunden

Welcher E-Bike-Akku eignet sich für mich?

Neben der möglichen Kapazität unterscheiden sich die E-Bike-Akkus auch in der Handhabung. Die Position des E-Bike-Akkus beeinflusst maßgeblich den Schwerpunkt und somit das Fahrverhalten des E-Bikes. Bei der Wahl des richtigen E-Bikes spielt der verbaute Akku also eine wichtige Rolle. Hier eine Übersicht der verschiedenen E-Bike-Akku-Systeme:

  1. Gepäckträger-Akku:
    Die Gepäckträger-Variante mit 400 bis 500 Wattstunden Kapazität ist bei komfortablen City-E-Bikes beliebt, da der Akku sich aufgrund ihrer hohen Position besonders einfach entnehmen lässt und auch Rahmen mit großzügigem Tiefeinstieg möglich sind. Aufgrund der einfachen Konstruktion ist diese Option besonders bei preisgünstigen E-Bikes beliebt.
  2. Rahmen-Akku:
    Der Klassiker bei den Trekking-E-Bikes ist der aufgesetzte Powerpack-Akku mit einer Kapazität von bis zu 725 Wattstunden, welcher meist auf dem Unterrohr oder am Sattelrohr seinen Platz findet. Dieses System verbessert die Gewichtsverteilung enorm, da der Akku im Vergleich zur Gepäckträger-Variante deutlich mittiger im Rahmen platziert werden kann, wobei sich das Entnehmen des Akkus weiterhin sehr einfach gestaltet.
  3. Intube- oder Powertube-Akku:
    E-Bikes mit in den Rahmen integrierten Akkus bieten aufgrund des tieferen Schwerpunkts bestmögliche Fahreigenschaften und mit einer Kapazität von bis zu 750 Wattstunden (wie bei dem neuen Bosch Smart System) auch die größtmögliche Reichweite. Diese Variante ist besonders bei sportlichen E-Mountainbikes und E-Trekkingbikes beliebt - nicht zuletzt wegen ihrer aufgeräumten Optik. Allerdings haben die massiven Rahmen mit sogenannten Powertube- oder Intube-Akkus teilweise mehr Gewicht und auch das Ein- und Ausbauen kann unter Umständen etwas aufwändiger sein.
  4. Dual Battery:
    Für besonders anspruchsvolle Einsatzgebiete wie etwa E-Lastenräder oder Langstrecken-Touren bietet Bosch eBike Systems die Möglichkeit zwei Akkus als „DualBattery“ zusammenzuschalten. Auf diese Weise können die 400er- und 500er-Powerpacks als auch die 500er und 625er-Powertubes miteinander kombiniert werden.

Welche Lebensdauer hat ein E-Bike-Akku?

Lithium-Ionen-Akkus haben nicht nur eine hohe Energiedichte, sondern auch eine hohe Lebensdauer von etwa 500 bis 1.000 Ladezyklen. Dabei ist zu beachten, dass der Akku in der Praxis häufig nur zum Teil geladen wird. Wenn der Akku beispielsweise zweimal von 50 auf 100 % geladen wird, ergeben erst beide Teilladungen einen kompletten Ladezyklus. Nach 500 bis 1000 Ladezyklen sind die Akkus aber keinesfalls defekt, sondern besitzen meist noch über die Hälfte ihrer ursprünglichen Kapazität. Auch in der Praxis können wir bestätigen, dass wir in unseren Werkstätten häufig Inspektionen und Wartungsarbeiten an E-Bikes durchführen, deren Akkus auch nach 3 bis 5 Jahren noch eine ausreichende Kapazität besitzen.

Wovon hängt die Reichweite des E-Bike-Systems ab?

Nicht nur die Akkukapazität ist ein wichtiger Faktor für die Entfernung, welche mit Motorunterstützung zurückgelegt werden kann. Wichtig ist aber auch der gewählte Unterstützungsmodus und die externen Faktoren, die sich entscheidend auf die mögliche Reichweite auswirken. Gegenwind oder viele Steigungen beziehungsweise Höhenmeter erhöhen den Energieverbrauch des Motors. Ein grobes Profil wie beim E-MTB oder ein zu niedrigerer Reifendruck sorgen für einen erhöhten Rollwiderstand. Den (für dein Fahrrad) minimalen und maximalen Reifendruck findest du auf der Reifenflanke. Das Anfahren in großen Gängen ist mit Motorunterstützung zwar möglich, kostet aber ebenfalls mehr Energie. Mit einer Trittfrequenz, auch Kadenz genannt, im Bereich ab etwa 60 Kurbelumdrehung pro Minute arbeiten die E-Bike-Motoren am effizientesten.

Für die anschauliche Berechnung einer ungefähren Reichweite von E-Bikes mit Bosch-Antrieb, kann man den Bosch E-Bike Reichweitenassistent nutzen.

Was zeichnet einen modernen E-Bike-Akku aus?

Dank der ausgereiften Batterie-Management-Systeme (BMS) kann man bei den Ladevorgängen mit dem Original-Ladegerät kaum etwas falsch machen. Das oft empfohlene „Einfahren“ des Akkus, indem man den Akku komplett leer fährt, ist nicht notwendig. Für die maximale Lebensdauer des E-Bike-Akkus sollte man aber ein paar Punkte in Bezug auf Lagerung und Temperatur beachten.

Was sollte man bei der Lagerung und Pflege des E-Bike-Akkus beachten?

Bei längerer Nichtbenutzung sollte der Akku auf 30 bis 60 Prozent aufgeladen bei einer Raumtemperatur von 10 bis 20 Grad gelagert werden. Da sich die Akkus mit der Zeit langsam entladen, sollte der Akku alle zwei Monate überprüft und gegebenenfalls nachgeladen werden. Die Lithium-Ionen-Zellen mögen es nicht, großer Hitze oder Kälte ausgesetzt zu sein. Im Hochsommer sowie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sollte der Akku mit in die Wohnung oder ins Büro genommen werden. Auch das Laden sollte im Idealfall bei der genannten Raumtemperatur erfolgen.

Wie lange hält ein E-Bike Akku?

Die Lebensdauer eines Akkus hängt stark von seiner Beanspruchung und Pflege ab. Erfahrungsgemäß ist die Lebensdauer aber durchweg hoch. Viele E-Bike Akkus halten 5 Jahre oder mehr durch. Der Hersteller Bosch eBike Systems geht beispielsweise nach 500 Vollladungen noch von einer Restkapazität von 60 bis 70 Prozent aus. Bei einem Test durch den ADAC konnte ein Bosch E-Bike Akku sogar über 1.500 Vollladezyklen (von auf 0 auf 100 Prozent) standhalten.

Die wichtigsten E-Bike Akku Hersteller

Die einzelnen Modelle unterscheiden sich gleich in mehreren Bereichen. Hierzu zählen unter anderem Kapazität (Wattstunde = Wh), Gewicht, Reichweite oder Ladezeit.

An dieser Stelle möchten wir eine Übersicht über die wichtigsten E-Bike-Hersteller und deren Modelle geben. Sämtliche hier vorgestellten E-Bike-Energiespeicher besitzen eine Spannung von 36 Volt.

Bosch

Das Unternehmen Bosch gehört zu den wichtigsten E-Bike Akku-Herstellern und hat gleich mehrere Serien (Kapazität zwischen 300 und 1.000 Wh) im Angebot. Bis auf eine Modell-Reihe sind alle Varianten als Gepäckträger-Akku und Rahmen-Akku erhältlich. Es gibt laut Hersteller bei diesen modernen Lithium-Ionen-Akkus keinen Memory-Effekt. Zudem entladen Sie sich nicht selbst.

Hinweis: Bosch bietet drei verschiedene Charger an. Hierzu zählen Compact-, Standard- und Fast-Charger.

  • PowerTube-Akkus: Die Akkus der PowerTube Reihe lassen sich voll in den jeweiligen Fahrradrahmen integrieren. Hersteller Bosch betont dabei, dass dies für verschiedenste Rahmen möglich ist. Zudem sind die Akkus dieser Modellserie von außen nicht sichtbar. Die Kraftpakete bieten eine sehr große Laufleistung und punkten mit einer hohen Lebensdauer. Die PowerTube-Akkus gibt es in verschiedenen Ausführungen.
  • PowerPack-Akkus: Die PowerPack-Akkus von Bosch erhält man in verschiedenen Ausführungen. Sie arbeiten sehr zuverlässig und punkten mit Langlebigkeit. PowerPack-Modelle sind als Rahmen- und Gepäckträger-Akku gleichermaßen konzipiert. Der PowerPack 300 gilt als perfekter Akku für kurze Fahrten, wie man sie zum Beispiel in der Stadt unternimmt. Die 400er Variante bietet ausreichend Energie für Radtouren und längere Strecken.
  • Bosch DualBattery: Die Bosch DualBattery ist als Adapter für gleich zwei Akkus konzipiert. Dadurch erhöht sich natürlich die Reichweite deutlich. Allerdings ist auch die Ladezeit um einiges länger. Die Nutzung lohnt sich vor allem für Touren- und Langstreckenfahrer. Die Firma Bosch gibt an, dass die DualBattery bis zu 1.250 Wh leistet. Die Schaltung zwischen beiden Akkus arbeitet intelligent, so dass die Energiespeicher gleichmäßig entladen werden.

Yamaha

Die E-Bike Akkus des japanischen Unternehmens sind als Rahmen- und als Gepäckträger-Akku erhältlich. Besonders hervorzuheben ist die sehr kompakte Bauweise. Dadurch lassen sich die Akkus von Yamaha optimal in den Rahmen integrieren. Sämtliche Akkus müssen zwischen dreieinhalb und vier Stunden aufgeladen werden.

  • Yamaha Multi-Akku: Eine Besonderheit bietet der Yamaha Multi-Akku. Der leistungsstarke Akku arbeitet mit 600 Wh. Die Akkus passen zu den Yamaha-Motoren der Serien PW, PW-X und PW-SE. Den Yamaha Multi-Location Akku gab es bislang in der 600 Wh- Variante. Neuerdings gibt es auch die Multi-Location Akkus mit 400 Wh und 500 Wh.

Panasonic

Der japanische Fahrradkomponenten Hersteller hat mehrere E-Bike-Akkus im Angebot. Erhältlich sind die meisten Modelle als Rahmen- oder Gepäckträger-Akku. Die Ladezeit beträgt zwischen fünf und sieben Stunden.

Derzeit hat Panasonic zwei verschiedene E-Bike-Akku-Reihen im Angebot.

  • SIB (Smart Integrated Battery): Die Abkürzung SIB steht für Smart Integrated Battery. Der Rahmen-Akku in der Version 2.0 ist für E-Bikes geeignet, die über einen Panasonic Multi-Speed 2-Gang Motor verfügen. Er ist leistungsstärker als die SIB 1.0 Variante. Dies sieht man zum Beispiel an der Kapazität. SIB 1.0 bietet 432 Wh, während SIB 2,0 über 621 Wh verfügt.
  • Panasonic Next Generation: Die Panasonic Next Generation Reihe zeichnet sich durch gute Reichweiten aus, die je nach Kapazitätsvariante bis zu 155 km betragen.

Brose

Als viertgrößter Automobilzulieferer weltweit bietet das Berliner Unternehmen zusätzlich auch Akkus für E-Bikes an. Der Hersteller hat sehr leistungsstarke Akkus im Angebot, was u.a. Der Hersteller hat derzeit unter anderem die Brose Battery 630 im Angebot.

Shimano

Das japanische Unternehmen stellt verschiedene Fahrradkomponenten wie Schaltungen oder Antriebe her. Hierzu zählen auch einige E-Bike-Akkus in der Rahmen-Version. Die Akkus wiegen rund 3,5 kg.

Fazua

Aktuell gibt es nur einen E-Bike Akku von Fazua. Das Modell punktet mit einem geringen Gewicht von nur 1,4 kg. Allerdings ist die Reichweite mit nur 50 km relativ begrenzt. Die Ladezeit beträgt rund dreieinhalb Stunden. Bei dem Fazua E-Bike Akku handelt es sich um einen Rahmen-Akku, der mit dem Fazua Evation Motor kompatibel ist.

Checkliste: Akku-Reichweite steigern

Da die Reichweite eines E-Bike-Akkus von vielen Faktoren beeinflusst wird, müssen diese immer im Zusammenspiel betrachtet werden. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick:

  • Akku-Kapazität: Die Kapazität des E-Bike-Akkus, gemessen in Wattstunden (Wh), ist ein entscheidender Faktor. Ein Akku mit größerer Kapazität kann mehr Energie speichern und bietet in der Regel eine längere Reichweite. Ein kleinerer Akku hat eine begrenztere Reichweite.
  • Unterstützungsmodus: E-Bikes bieten oft verschiedene Unterstützungsmodi, die den Energieverbrauch beeinflussen. Höhere Unterstützungsstufen (z.B. Turbo) verbrauchen mehr Energie und verkürzen die Reichweite im Vergleich zu niedrigeren Stufen (z.B. Eco).
  • Fahrergewicht: Das Gewicht des Fahrers und eventueller Passagiere beeinflusst die Reichweite. Schwerere Lasten erfordern mehr Energie, um das E-Bike zu bewegen.
  • Fahrgeschwindigkeit: Höhere Geschwindigkeiten erfordern mehr Energie, da der Luftwiderstand zunimmt. Das Fahren mit hoher Geschwindigkeit verkürzt die Reichweite im Vergleich zum gemäßigten Fahren.
  • Gelände: Das Gelände, auf dem Sie fahren, hat einen erheblichen Einfluss auf die Reichweite. Das Bewältigen von Hügeln erfordert mehr Energie als das Fahren auf flachem Gelände. Bergauffahren verkürzt die Reichweite erheblich.
  • Wind: Gegenwind oder starker Wind kann den Energieverbrauch erhöhen und die Reichweite reduzieren.
  • Reifen und Luftdruck: Breite Reifen und niedriger Luftdruck können den Rollwiderstand erhöhen und mehr Energie verbrauchen. Der richtige Reifendruck beim Fahrrad ist wichtig, um die Reichweite zu optimieren.
  • Temperatur: Die Umgebungstemperatur kann die Leistung des Akkus beeinflussen. Kälte kann die Akku-Leistung verringern, während Wärme sie verbessern kann.
  • Gewählter Gang: Die Wahl des richtigen Gangs beeinflusst die Anstrengung des Motors und den Energieverbrauch. Das Schalten in niedrigere Gänge kann die Reichweite erhöhen.
  • Anhaltende Steigungen oder Abfahrten: Kontinuierliche Steigungen erfordern mehr Energie, während Abfahrten Energie regenerieren können und die Reichweite erhöhen.
  • Nutzung von Zusatzfunktionen: Die Verwendung von Zusatzfunktionen wie Lichtern, Displays oder integrierten USB-Ladegeräten kann den Energieverbrauch erhöhen und die Reichweite verkürzen.
  • Akkualterung: Im Laufe der Zeit kann die Kapazität eines Akkus abnehmen, was zu einer verkürzten Reichweite führen kann.

E-Bike Akku-Pflege: So verlängerst du seine Lebensdauer

Mit der richtigen Pflege hält dein Akku länger - und du musst nicht so schnell in einen neuen investieren. Hier einige Pflegetipps:

  • Lagerung: Bewahre deinen Akku bei Zimmertemperatur auf und lade ihn regelmäßig, wenn du ihn längere Zeit nicht benutzt. Ideal ist ein Ladezustand von 30 bis 60 Prozent.
  • Ladezyklen: Moderne Lithium-Ionen-Akkus vertragen viele Ladezyklen. Lade und entlade den Akku möglichst nicht immer vollständig. Häufige Teilladungen schonen den Akku.
  • Temperatur: Vermeide extreme Temperaturen - Kälte kann die Leistung des Akkus beeinträchtigen, Hitze schadet ihm auf Dauer. Lade den Akku bei Zimmertemperatur und bringe ihn im Winter ins Warme, wenn du ihn nicht benutzt.

Ein gut gepflegter Akku hält etwa 500 bis 1.000 Ladezyklen - das entspricht mehreren Jahren Nutzung. Wenn du regelmäßig lange Strecken fährst, kann ein Ersatzakku eine lohnende Investition sein.

Was ist von günstigen Nachbau-Akkus zu halten?

Wir empfehlen Nachbau-Akkus nicht. Moderne Lithium-Akkus sind hochkomplex aufgebaut. Zu deiner eigenen Sicherheit solltest du ausschließlich zu Originalteilen greifen, da nur hier das Batteriemanagement einen sicheren Betrieb und Ladevorgang gewährleistet. Solltest du dich dennoch für einen Nachbau-Akku entscheiden, achte unbedingt auf die echte CE-Kennzeichnung.

Achtung vor gefälschter CE-Kennzeichnung: Seit Dezember 2007 gibt es vonseiten der EU offiziell die Bezeichnung “China Export" mit folgendem Zeichen (beachte die Länge des mittleren Strichs beim E bzw. den zu geringen Buchstabenabstand).

Kosten von E-Bike-Akkus

Ab 2000 Euro gibt es E-Bikes mit solider Akku-Qualität. Jedoch wird dann oft am Rahmen und der Ausstattung gespart. E-Bikes mit Aluminiumrahmen und guten Federungskomponenten sind in der Preisklasse von 2000 bis 3500 Euro zu haben.

Die Preisspanne für E-Bike-Akkus (ohne Fahrrad) kann je nach Akku-Kapazität von rund 300 Euro bis über 1000 Euro reichen.

Tabelle: Übersicht über E-Bike Akku-Typen

Akku-Typ Vorteile Nachteile Verbreitung
NiMh Günstiger Preis Regelmäßige Ladung notwendig, geringere Energiedichte Ältere E-Bikes
Li-Ion Geringe Selbstentladung, lange Lebensdauer Höherer Preis Weit verbreitet
LiPo Kompakte Größe Spezielle Lagerungsbedingungen Weniger verbreitet
LiFePo4 Verbesserte Eigenschaften, lange Lebensdauer Höchster Preis Zunehmend verbreitet

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