Motorradbekleidung spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit und den Komfort von Motorradfahrern. Im Gegensatz zum Auto verfügst Du auf dem Motorrad oder Roller über keine schützende Karosserie und gerätst bei einem Sturz in direkten Kontakt mit dem jeweiligen Fahrbahnbelag. Und gerade Schürfwunden gehören zu den am schlechtest heilenden Verletzungen. Aber don’t panic.
Zudem schützen Protektoren jene Körperteile, die bei einem Sturz besonders beansprucht sind, wie Schultern, Ellenbogen, Knie und Rücken. Zur Motorrad Kleidung zählen ebenfalls Motorradhandschuhe und Motorradstiefel. Beide Kleidungsstücke bieten nicht nur Schutz bei einem Sturz, sondern trotzen auch widrigen Witterungsverhältnissen.
Was für Berufs- und Freizeitklamotten gilt, trifft auch für die Motorrad Bekleidung zu - sie sollte bequem sein. Speziell beim Motorrad Outfit spielt die Funktionalität mit Faktoren wie Abriebfestigkeit, Atmungsaktivität und Schutzlevel eine wichtige Rolle. Letzteres hängt mit Deinem Anforderungsprofil zusammen. Klar, jemand der auf dem Renn- oder Motocross-Parcour seine Runden dreht, benötigt eine andere Ausrüstung, als eine Person, die das Bike vorzugsweise für gemütliche Touren und Stadtfahrten nutzt.
Denke auch daran, dass Du auf dem Bike die typisch sitzende, nach vorne gebeugte Haltung einnimmst. Nicht umsonst wird beim Motorrad Outfit oft der Begriff „zweite Haut“ verwendet.
Materialien in der Motorradbekleidung
Leder
Für viele Biker steht beim Motorrad Outfit das Naturmaterial Leder an erster Stelle. Der zeitlose Modeklassiker überzeugt auch mit seinen funktionellen Eigenschaften. Leder ist sehr widerstandsfähig, abriebfest und in gewissem Maße auch atmungsaktiv. Für viele „fühlt“ sich Leder einfach auch sehr gut an. Neben der Haptik ist es zudem der charakteristische Duft, von dem Fans der Leders schwärmen.
Textil
Motorrad Outfits aus Textil bilden die zweite große Materialgruppe. Der Grund besteht darin, dass beispielsweise herkömmliche Textilien mit Fäden aus Kevlar verwoben werden. Um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen, kommen mehrere Schichten zum Einsatz. Hierzu zählt die sogenannte „Klima-Membran“.
Je nach Hersteller hat das verwendete Material unterschiedliche Bezeichnungen (z. B. Gore-Tex), die Funktion bleibt sich gleich: Die Maschen der Membran sind so eng gestrickt, dass Wassertropfen nicht durchdringen können (wasserdicht), Wasserdampf (Schweiß) kann hingegen nach außen diffundieren.
Bei genauerer Betrachtung ergeben sich je nach Anforderungsprofil leichte Vorteile entweder für Leder oder Textil. Leder weist von Natur eine sehr hohe Abriebfestigkeit aus und liegt eng an. Zum einen bietet das Naturmaterial einen guten Schutz bei Stürzen, zum anderen sitzen die Protektoren durch das enge Anliegen sehr präzise und verrutschen nicht. Das textile Motorrad Outfit bringt im Vergleich zur Leder Motorradkleidung etwas weniger Gewicht auf die Waage. Das Textil Outfit ist in der Regel etwas großzügiger geschnitten und deshalb nicht so aerodynamisch wie die Lederkluft. In puncto Atmungsaktivität kann hingegen die textile Motorrad Kleidung mit Hightech Klima-Membran punkten. Leder muss speziell imprägniert werden, um wasserdicht zu sein.
Ein größeres Manko hast Du weder mit Motorrad Kleidung aus Leder noch mit Textilbekleidung zu befürchten. Beide Varianten sind auf die Anforderungen der Biker abgestimmt. Bist Du sehr flott unterwegs und legst Dich mit der Maschine auch gerne mal in die Kurven des Rennparcours, solltest Du auf eng anliegende Lederkombis mit Protektoren vertrauen.
Weitere Materialien und Technologien
- Aramid: Eine synthetische Faser, die für ihre hohe Festigkeit und Hitzebeständigkeit bekannt ist. In der Motorradbekleidung wird Aramid häufig verwendet, um Bereiche mit hohem Risiko für Abrieb bei Stürzen zu verstärken.
- Armalith®: Ein hochmodernes Textilmaterial, das speziell für die Verwendung in Motorradbekleidung entwickelt wurde. Es ist eine Kombination aus ultrahochmolekularem Polyethylen (UHMWPE) und traditionellen Textilfasern wie Baumwolle.
- Cordura®: Eine bekannte Marke für robuste, langlebige Stoffe, die häufig in der Herstellung von Motorradbekleidung, Outdoor-Ausrüstung und taktischer Ausrüstung verwendet werden.
- Coolmax®: Eine Marke für Hochleistungsgewebe, die vor allem für ihre Feuchtigkeitsableitung und atmungsaktiven Eigenschaften bekannt ist. In der Motorradbekleidung wird Coolmax® oft als Futter in Helmen, Handschuhen, Jacken und Hosen verwendet.
- Corium+® Platinum: Eine fortschrittliche Materialtechnologie, die speziell für Motorradbekleidung entwickelt wurde. Es handelt sich um eine innovative Kombination aus hochwertigen Materialien, die sowohl Schutz als auch Komfort für Motorradfahrer bieten soll.
- D3O®: Ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von fortschrittlichen, flexiblen Schutzmaterialien spezialisiert hat. In der Motorradbekleidung wird D3O® oft in Protektoren für Ellenbogen, Schultern, Rücken und Knie integriert.
- Dynatec: Ein weiteres hochleistungsfähiges Material, das häufig in der Herstellung von Motorradbekleidung verwendet wird. Es wurde von der Schweizer Firma Schoeller® Textiles entwickelt. Dynatec ist bekannt für seine außergewöhnliche Abriebfestigkeit, Reißfestigkeit und Strapazierfähigkeit.
- Dyneema®: Eine extrem starke und leichte Faser, die für ihre hohe Zugfestigkeit und Haltbarkeit bekannt ist. In der Motorradbekleidung wird Dyneema® oft verwendet, um Kleidung wie Jeans oder Jacken zu verstärken, ohne dass sie schwer oder steif wird.
- Gore-Tex®: Eine bekannte Marke für wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Membranen und Textilien, die in einer Vielzahl von Outdoor- und Sportbekleidung verwendet werden. In der Motorradbekleidung wird Gore-Tex® häufig verwendet, um wetterfeste und atmungsaktive Ausrüstung zu schaffen.
- Kevlar®: Eine hitzebeständige und starke synthetische Faser, die von DuPont in den 1960er Jahren entwickelt wurde. In der Motorradindustrie wird Kevlar® häufig in Schutzkleidung wie Jacken, Hosen und Handschuhen verwendet, um Fahrer vor Verletzungen durch Stürze und Rutschen zu schützen.
- Lycra®: Eine eingetragene Marke für eine elastische Faser, die auch als Elasthan bekannt ist. Motorradbekleidung profitiert ebenfalls von Lycra®, insbesondere in Bereichen, in denen Flexibilität und Bewegungsfreiheit wichtig sind.
Arten von Motorradbekleidung
Motorradkombis
Du hast Dich für ein Material entschieden? Dann stellt sich die Frage, in welcher Variante Du Dich wohlfühlst? Wählst Du Motorradjacke und Motorradhose einzeln aus, weil Du spezielle Vorstellungen hast, was Marke und Style betrifft? Oder bevorzugst Du eine Kombination? Hier sind Motorradhose und Motorradjacke genau aufeinander abgestimmt - in der Variante „Einteiler“ sogar an einem Stück gefertigt.
Einteiler
Die Motorrad Kleidung als Einteiler ist in der Regel aus Leder gefertigt und bietet in Verbindung mit integrierten Protektoren den höchsten Sicherheitsfaktor. Mit ein Grund, weshalb Du auf den Rennpisten Piloten mit dieser Montur antreffen wirst. So ein Einteiler muss wirklich perfekt sitzen, eine optimale Aerodynamik bieten und darf dennoch nicht zu eng sein.
Du liebst es, in erlaubtem Rahmen, Speed zu machen und bringst Dich gerne in Kurvenlage? Dann könnte die eng anliegende zweite Haut die erste Wahl sein. Abseits des Fahrvergnügens musst Du hinsichtlich des Komforts leichte Abstriche machen.
Zweiteiler
Deutlich mehr Komfort abseits des Parcours bietet Dir die zweiteilige Motorradkombi. Klar, hier kannst während einer Pause im Straßencafe die Jacke mal schnell über die Stuhllehne hängen und hast mehr Spielraum. Gerade in den Sommermonaten, wenn während einer Pause kein Fahrtwind kühlt, sitzt es sich im Baumwoll-T-Shirt weit angenehmer, als in einer Lederkombi.
Tipp: Eine Jacke aus der neuen DAINESE SPORT PRO Serie verbindet Sportlichkeit mit Alltagstauglichkeit.
Individuelle Kombinationen
Ganz individuell kannst Du das Motorrad Outfit gestalten, wenn Du Dich komplett vom Kombi-Look löst. So könntest Du nicht nur das Leder von Motorradjacke und Motorradhose in unterschiedlichen Farben wählen, sondern auch einen Materialmix in Erwägung ziehen. Dann wäre die Hose womöglich aus figurbetontem Leder, während Du aus Komfortgründen eine etwas weiter geschnittene Textiljacke trägst.
Motocross-Bekleidung
Diesem Thema widmen wir gerne einen eigenen Absatz, denn wie in jeder anderen Extremsportart gilt auch für dem MX-Bereich: Nur mit der entsprechenden Ausrüstung bist Du sicher und komfortabel unterwegs.
Motocross-Jacken
Robuste Motocross Jacken überzeugen mit hochfunktionalen Eigenschaften. Dafür sind die MX Jacken idealerweise mit 4-Weg-Stretch-Material ausgestattet, das sich perfekt dem Körper anpasst. Du bist für jedes Wetter gerüstet, wenn die MX Jacke zudem wasserabweisend und atmungsaktiv ist. Den größten Spaß hast Du logischer Weise im Gelände, wenn es nicht stürmt und regnet. Für wärmere Tage und Wettkämpfe könntest Du eine leichtere Competition Jacke wählen. Bei so einer Variante lassen sich die Ärmel abnehmen. Belüftungsöffnungen unterstützen die Luftzirkulation und bringen Abkühlung während des heißen Ritts über den Parcours.
Motocross-Jerseys
Falls die Sonne mit ganzer Power auf den Platz knallt, bist Du bei einer Trainingsfahrt obenrum auch mal lediglich mit einem Motocross Jersey unterwegs. MX Jerseys überzeugen mit ihrer Leichtigkeit, einer sehr guten Belüftung und einem angenehmen Tragekomfort. Du streifst das Motocross Jersey einfach über Deine Protektoren und los geht die Fahrt.
Motocross-Hosen
Beim MX-Sport geht es nicht nur beim Motorrad um Flexibilität. Um die Maschine punktgenau zu steuern, musst auch Du möglichst beweglich sein. Für die Motocross Hosen hat sich ein Materialmix aus leichtem 4-Stretch-Material in ergonomisch geformter Passform als äußerst vorteilhaft erwiesen. Zusätzlich lassen sich Problemzonen durch dickere Textileinsätze oder Lederpatches in höchster Verarbeitungsqualität gezielt schützen.
Motocross-Stiefel
Motocross Stiefel unterscheiden sich schon rein optisch von klassischen Motorradstiefel für die Straße. Ganz einfach dadurch, dass der MX Stiefel ganz anders konzipiert sein muss. Der MX Pilot reitet auf seiner Maschine, „krallt“ sich dabei mit der Stiefelsohle in die Fußrasten und nutzt den Stiefel in extremer Kurvenlage zum Ausbalancieren.
Die Laufsohle: Egal, ob Motocross Stiefel, Crossstiefel oder Enduro Stiefel, ein kräftiges Profil der Sohle und ein robuster Absatz sind wichtig, um optimalen Halt auf den Fußrasten zu finden. Der Fuß: Gerade beim Offroad-Motorradstiefel sollte Ferse und Fußspitze verstärkt sein, um den Fuß vor einwirkenden Kräften zu schützen. Die Verschlüsse: Die Verschlussmöglichkeiten am MX Stiefel müssen immer eng an Fuß und Bein anliegen.
Motocross-Handschuhe
Was für die Straße gilt, trifft für das Gelände im Besonderen zu - keinen Meter auf dem Motorrad ohne Handschuhe. Motorrad Handschuhe für den Offroad Einsatz unterscheiden sich wesentlich von den Straßenmodellen. Um alle Kommandos blitzschnell ausführen zu können, ist ein möglichst guter Grip zwischen Händen und Lenker unbedingte Voraussetzung. Silikon- oder Gelpolster verhindern, dass Stöße und Vibrationen direkt auf die Handflächen einwirken.
Kinder Motocross-Bekleidung
Stets wächst eine neue Generation heran, die sich für den MX Sport begeistert. Bei Motocross Bekleidung für Kinder gilt eigentlich dasselbe wie für Erwachsene. Ob für Boys oder Girls - Jacken , Hosen, Stiefel, Handschuhe und Protektoren müssen passen und alle sicherheitsrelevanten Eigenschaften erfüllen. Auch bei Jugendlichen sind Marken wie FOX oder SHOT total angesagt.
Protektoren
Nein, eine Knautschzone haben Biker leider nicht, dennoch können Protektoren bei einem Sturz genau DEN Unterschied ausmachen. Einen Beweis liefern zum Beispiel die Piloten der Supermoto. Zum Glück verlaufen spektakuläre Stürze selbst bei hohen Geschwindigkeiten in der Regel ohne schwere Verletzungen ab. Die Erklärung liefert die hochfunktionelle Motorrad Kleidung, zu der auch die Protektoren gehören.
So „küsst“ bei einer extremen Seitenlage eben nicht das Knie, sondern der Knieprotektor den Parcours. Und bei einem Sturz bieten Ellenbogenprotektoren, Schulter- und Rückenprotektoren zusätzlichen Schutz. Protektoren für Damen sind in der Regel etwas schmaler und dezenter in der Ausführung. Ja, speziell für Kinder gibt es kleinere Größen. Protektorenjacken, Ellenbogenprotektoren, Knie-, Brust- und Rückenprotektoren. Kids sollten diese auch tragen, falls sie auf Motorrädern mitgenommen werden. Die Kinder müssen mit den Füßen die Fußrasten erreichen.
Motorradprotektoren müssen hohe Anforderungen erfüllen und den Normen DIN EN 1621-1 bzw. DIN EN 1621-2 entsprechen.
Funktionsweise und Normen
Gerade Rückenprotektoren arbeiten nach dem Prinzip, die Kraft des Aufpralls auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Auf diesem Weg wird erreicht, dass ein Aufprall punktuell deutlich geringeren Schaden anrichten kann. Dieses Prinzip ist aus dem Automobilbau bekannt: Durch nachgiebige Materialien wird ein Teil der Aufprallenergie aufgenommen und in Verformung umgewandelt. Da die Schoner jedoch in ihrer „Dicke“ beschränkt sind, stehen für Motorradfahrer oft nur einige Millimeter an Knautschzone zur Verfügung.
Wer sich Schutzkleidung kaufen möchte, sollte gerade bei einem Protektor genauer hinschauen. Hier gibt es trotz bestimmter gesetzlicher Vorgaben durchaus deutliche Unterschiede. Im Normalfall muss ein Protektor die Vorgaben die DIN EN 1621-1 (Gelenkprotektoren) oder EN 1621-2 (Rückenprotektoren) erfüllen.
Die gesetzlichen Normen geben zumindest eine Orientierung, was ein Protektor heute können sollte. Dabei wird zum einen eine Trennung zwischen Gelenk- und Rückenprotektoren vorgenommen und zum anderen werden die Produkte in verschiedene Schutzklassen eingeteilt. Bei der Prüfung zur Klassifizierung werden verschiedene Tests durchgeführt, um die Haltbarkeit und die Schutzwirkung zu ermitteln. Einer der Tests besteht darin, einen 5 kg schweren Stempel aus 1 Meter Höhe auf den Protektor fallen zu lassen. Dessen maximale Schlagkraft liegt bei ungefähr 150-180 kN.
Da auch Krafteinwirkungen von 35 kN für Knochen oft noch äußerst fatal sind, sollten sicherheitsbewusste Biker hier auf Gelenkprotektoren setzen, die dem Schutzlevel 2 genügen. Mitunter geben die Hersteller sogar genaue Werte für die maximale Restkraft an, die mitunter noch deutlich unter den Anforderungen von Schutzlevel 2 rangieren. Ein genauerer Blick kann hier also sehr hilfreich sein.
Rückenprotektoren decken vor allem die Rückenpartie ab. Zusätzlich schützen sie wichtige Organe wie zum Beispiel die Nieren. Aus diesem Grund gilt für diese Art von Schonern die noch etwas strengere Norm EN 1621-2. Wie bei den Gelenkprotektoren gilt auch hier, sich die einzelnen Produkte genau anzuschauen. Mitunter geben die Hersteller ebenfalls die genauen Werte für die Restkraft an und bleiben damit unter den Grenzwerten.
Passform
Ein Protektor kann seine Schutzwirkung nur dann entfalten, wenn er auch richtig sitzt. Aus diesem Grund sollten Motorradfans ihre Schutzkleidung sowie die Protektoren immer in der richtigen Größe erwerben. Dies ist vor allem bei Knieprotektoren von besonderer Bedeutung, da hier ein falscher Sitz die Schutzwirkung deutlich mindern kann.
Hinweis: In unserem Shop lassen sich je nach Produkt umfangreiche Größentabellen finden.
Motorradstiefel
Oben in Bereich „Motocross Bekleidung“ haben wir Dir bereits gezeigt, worauf es bei Motorradstiefeln für den Offroad-Einsatz ankommt. In diesem Abschnitt geht es vorrangig um Motorradstiefel für Tourenbiker und „Racer“. Eines vorweg gesagt, laut Statistik werden bei Motorradunfällen die unteren Gliedmaßen am häufigsten verletzt.
Die Bandbreite der Motorradstiefel für sportliche Fahrer reicht vom Straßeneinsatz bis zum GP-Strecke. Ein Hochsicherheitsschuh kann aus bis 100 Einzelteilen bestehen. Dämpfungselemente bieten größtmöglichen Schutz der Füße, ohne dass die Beweglichkeit darunter leidet.
TIPP: Auf dem Bike sind solche HighEnd-Racing-Motorradstiefel eine Wonne.
Merkmale von Motorradstiefeln
- Sohle: Auf jeden Fall solltest du nach Stiefeln mit rutschfesten Sohlen greifen. Das wirkt sich nicht nur auf deine Sicherheit aus, sondern auch auf den Halt der Schuhe auf dem Untergrund. Die Stiefel sollten regelmäßig gepflegt werden.
- Material: Motorradstiefel sind in der Regel aus Leder gefertigt. Diese sind in der Regel dick genug - sie bieten idealen Schutz vor Abnutzung.
- Schutz: Die Stiefel haben eine unterschiedliche Anzahl von Schutzelementen und Befestigungsarten. Dazu gehören: Gurte, Clips, Schützer oder Bindungen.
Arten von Motorradstiefeln
- City-Motorradstiefel: Wenn du in der Stadt unterwegs bist, dich aber auch zu Fuß fortbewegen willst, sind City-Motorradstiefel die ideale Wahl.
- Sportliche Motorradstiefel: Falls du auf schnelle, aber kürzere Fahrten stehst, solltest du zu einem Paar sportlicher Motorradstiefel greifen. Sie sind durch mehrere Schutzelemente - am Knöchel und an der Ferse - geschützt, aber sie sind auch wasserdicht und in der Regel atmungsaktiv.
- Enduro-Motorradstiefel: Enduro-Motorradstiefel sind hoch, stark, stabiler, haben eine hohe Sohle und sind in der Regel mit hochwertigen Schützern ausgestattet. Sie reichen bis zu den Knien und sind für adrenalingeladene und aggressivere Fahrten außerhalb der klassischen Straßen geeignet.
- Moto-Reisestiefel: Für längere Reisen solltest du nach bequemen Moto-Reisestiefeln greifen. Diese verfügen in der Regel über verstärkte Einsätze an kritischen Stellen wie Knöcheln, Zehen und Fersen.
Motorradhandschuhe
Auch für die Straße gilt beim Motorrad, nie ohne Handschuhe. Denn auch hier wirst Du reflexartig versuchen, einen Sturz mit den Händen abzufangen. Robuste Motorradhandschuhe helfen Dir, schlecht heilende Schürfwunden zu vermeiden. Des Weiteren geht es natürlich darum, die Hände vor den Witterungsverhältnissen zu schützen. Denn selbst im Sommer würden die Hände durch den Fahrtwind irgendwann auskühlen.
Arten von Motorradhandschuhen
- Allround-Handschuhe: Der Klassiker unter den Motorrad Handschuhen mit der größten Auswahl im Sortiment. Gerne als Allround-Handschuh bezeichnet, deckt diese Variante ein breites Spektrum an Möglichkeiten ab. Nicht zu warm gefüttert, aber doch so komfortabel, dass auch längere Fahrten bei schlechtem Wetter kein Problem darstellen.
- Sommerhandschuhe: Klar, hier soll es möglichst leicht und luftig, aber immer noch möglichst sicher zugehen. Nutzt Du das Bike im Sommer und Alltag überwiegend für Stadt- und Pendlerfahrten kann eine leichte Variante eine komfortable Alternative sein. Von fingerlosen „Chopper-Handschuhen“ raten wir allerdings ab.
- Winterhandschuhe: Zählst Du Dich zu den beinharten Bikern, die bis spät in den Herbst oder sogar den Winter durchfahren? Dann dürfen Motorrad Winterhandschuhe gerne der Eskimo-Klasse entsprechen: Dick gefüttert mit langem Schaft, der über die Motorradjacke ragt, bleiben widrige Witterungsverhältnisse und tiefe Temperaturen außen vor.
- Racing-Handschuhe: Die Premium-Liga, was die Abriebfestigkeit betrifft. Klar, je höher die Geschwindigkeit, desto schneller ist das Material bei einem Sturz durchgescheuert. Racing-Handschuhe bestehen deshalb zumeist aus besonders reißfestem Ziegen- oder Känguruleder. Zum Schutz empfindlicher Handknöchel sind spezielle Einsätze aus Hightech-Material eingearbeitet.
- Kurze Handschuhe: Die kurzen Handschuhe schützen alle Finger und Handflächen, enden aber am Handgelenk.
- Lange Handschuhe: Wenn du eher im Rennstil fährst oder eine längere Tour vorhast, solltest du lange Handschuhe wählen. Sie schützen deine Finger, Handflächen und Handgelenke.
Materialien von Motorradhandschuhen
Auch wenn Handschuhe bis vor kurzem nur aus Leder hergestellt wurden, wurden mit der Einführung neuer Materialien textile Werkstoffe bei der Herstellung bevorzugt. Handschuhe aus Textil sind wasserdicht und günstiger. Heute ist es von Vorteil, wenn die Handschuhe Elemente für Touchscreens haben.
TIPP VON MUZIKER: Wenn du dein Smartphone zum Navigieren oder Musikhören während der Fahrt verwendest, solltest du dich auf die Handyhalterungen für Motorräder konzentrieren.
Funktionswäsche
Bisher haben wir den Fokus auf die Oberbekleidung gelegt, aber auch das „Drunter“ sollte passen, damit das Biken so richtig Spaß macht. Funktionsunterwäsche sorgt dafür, dass Dir das „Klima“ auch unter der Motorradkombi angenehm erscheint. In den Sommermonaten oder bei heißen sportlichen Events empfiehlt sich beispielweise ein Windstopper Longsleeve oder Base Layer Unterziehshirt. Fein gestrickte Merino Wolle in Verbindung mit einer Polyacrylmischung bieten hervorragende feuchtigkeitstransportierende Eigenschaften und trocknen schnell ab.
Zur Funktionswäsche gehört aber noch viel mehr, damit Du auf dem Motorrad in den Genuss des ganzen Komforts kommst - und natürlich lange fit bleibst. Dazu zählen unter anderem Heizsocken, Nierengurte, Thermo-Kälteschutz für Hals, Brust- und Rückenbereich, Kragenerhöhung, Halsschlauch, Sturmhauben und Beanies.
Weitere Sicherheitsaspekte
- Reflektierende Elemente: Eine der wichtigsten Ausstattungen, die eine Jacke haben sollte, sind reflektierende Elemente. Diese Materialien sind darauf ausgelegt, Licht in Richtung seiner Lichtquelle zu reflektieren, was besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder Dunkelheit die Sichtbarkeit erhöht. Diese werden an strategischen Stellen der Bekleidung angebracht, um die Sichtbarkeit des Motorradfahrers bei Nacht oder in schlechten Lichtverhältnissen zu verbessern.
- Thermische Isolierung: Diese Kleidungsstücke sollen den Fahrer bei kaltem Wetter warm halten, ohne dabei unnötiges Gewicht oder Volumen hinzuzufügen. Diese Isolationsmaterialien werden in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, um Wärme zu speichern und den Tragekomfort bei kalten Temperaturen zu verbessern. Diese Fasern schaffen eine effektive Barriere gegenüber kalter Luft und helfen, die vom Körper abgestrahlte Wärme zu speichern.
Marken
Das komplette Motorrad Outfit erweist sich somit als eine runde Sache, mit der Du auch Deinen persönlichen Style zum Ausdruck bringen kannst. OK, bei Motorrad Kleidung steht die Sicherheit an erster Stelle. Aber mal ehrlich, so richtig heiße Klamotten auf einem ebenso heißen Motorrad - das gehört irgendwie zusammen. Da ist es nur logisch, dass die Markenhersteller jede Saison mit neuen Mode-Kollektionen begeistern.
- HELD: Wie ein HELD auf dem Moto-Bike kannst Du Dir mit dem gleichnamigen Mode-Label vorkommen. HELD Biker Fashion steht bereits seit über 75 Jahren für innovative Motorradbekleidung, höchsten Tragekomfort und kompromisslose Sicherheit. Zum wiederholten Mal konnte HELD in den Kategorien Motorradhandschuhe, Biker Jeans und Textilkleidung den ersten Platz bei der Best Brand Motorrad Wahl belegen.
- DAINESE: Mit DAINESE präsentiert sich ein weiterer Gigant aus der Biker-Modeszene. Seit 1972 ist das renommierte Modelabel Synonym für außergewöhnliche Lederkombinationen - die in verschiedenen Farben und je nach Modell mit Slider, Metallplatten, aerodynamischem Höcker sowie integriertem Airbag ausgerüstet sind. Die Impulse für handgefertigte DAINESE Meisterstücke stammen von den Champions des Motorradsports, kreativ umgesetzt werden sie im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Molvena/Italien.
- BERING: Eine Torte mit 30 Kerzen kann sich das Mode-Label BERING auf die Geburtstagstafel stellen. Die langjährige Erfolgsgeschichte beginnt aber schon vor...
Wichtig: Auch wenn Protektoren eine gewisse Schutzwirkung entfalten, ist vorausschauendes Fahren nach wie vor oberstes Gebot.
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