Wie bei jeder anderen Sportart auch ist beim Radfahren die richtige Funktionskleidung elementar - sie verbessert dein Fahrgefühl und deinen Komfort auf dem Rad, sodass der Sport automatisch mehr Spaß macht.
Spezielle Fahrradbekleidung ist fast immer funktional. Das heißt, sie saugt den Schweiß nicht auf (wie zum Beispiel Baumwolle), sondern leitet ihn und Schwitzdämpfe nach außen.
Gute Qualität, gerade was deine Radhosen betrifft, erkennst du an dünnen Nähten.
Gut gegen Wind. Gut gegen Nässe. Gut für deine Gesundheit.
Der Zwiebellook
Der Zwiebellook hat sich bewährt. Auch auf dem Fahrrad.
- Die erste Schicht besteht aus enganliegender Funktionsunterwäsche (ohne Unterhose).
- Die zweite Lage ist die Isolierschicht, zum Beispiel ein Trikot oder ein Fahrradshirt.
- Die dritte Schicht des Zwiebellooks ist ein reiner Wetterschutz.
Eine Windjacke zum Beispiel verhindert, dass sich deine Muskeln durch den Wind verhärten. Bei heißen Temperaturen kannst du natürlich auch eine Schicht weglassen.
Radhosen
Radhosen sind auf das lange, sportliche Radfahren ausgelegt. Sie liegen eng am Körper und haben einen eingenähten Polstereinsatz am Gesäß, der den Druck beim Sitzen verringert.
Die richtige Shorts sollte perfekt zur Anatomie des Fahrers, dem Fahrstil und dem Sattel passen, um vor wunden Hautstellten zu schützen. Denn wenn die Haut beim Fahren unnötig gegen Sattel, Stoff oder Polster reibt, kann es zu Reizungen vor allem an Po und in der Leistengegend kommen.
Ganz wichtig bei deiner Radhose: Keine Unterwäsche darunter tragen! Die Stoffe scheuern unnötig aneinander und so wäre die eigentliche Funktion der Radhose hinfällig.
Trikots und Westen
Das Trikot sollte wie die Radhose aus atmungsaktivem Material sein, das den Schweiß nach außen leitet und deinen Körper im Winter nicht auskühlen und im Sommer nicht überhitzen lässt. Unter dem Trikot kannst du bei kühlen Temperaturen noch ein enganliegendes Unterhemd aus Mikrofaser tragen. Bei stärkerem Wind bietet sich zusätzlich eine Windweste an, die das Auskühlen der Haut verhindert.
Viele Radsportler tragen eine Kombination aus Radhose und Trikot, die farblich aufeinander abgestimmt ist - das sieht dann auch noch gut aus!
Helm
Klar, ein absolutes Muss. Egal, ob du auf Geschwindigkeit fährst oder mit dem Mountainbike im Gelände unterwegs bist - ohne Helm geht gar nichts!
Wenn es draußen kalt und windig ist, gibt es praktische Caps, die aufgrund ihres dünnen Materials perfekt unter deinen Helm passen. So kannst du fiese Ohrenschmerzen vermeiden und dein Körper verliert über den Kopf nicht so viel Wärme.
Unter Radprofis wird es auch Rennkappe, Radmütze oder Cycling Cap genannt. Sie ist fast genauso wichtig wie der Helm.
Fahrradbrille
Eine Fahrradbrille schützt dich vor Insekten, Wind, Sand und Staub. Bei starker Sonneneinstrahlung empfehlen wir dir, eine getönte Fahrradbrille zu nutzen. Wenn du die ganze Fahrt über deine Augen zukneifen musst, kann das auf Dauer anstrengend werden. Außerdem schützt du deine Augen vor UV-Strahlung.
Manche Marken haben zusätzlich sogenannte photochrome Sportbrillen im Sortiment, bei welchen sich die Brillengläser selbstständig tönen und den Lichtverhältnissen anpassen. Das Besondere an Radbrillen ist die Form - sie sind schmal und liegen dicht auf der Haut, also fast aerodynamisch.
Es gibt auch Fahrradbrillen mit Sehstärke.
Protektoren und Socken
Wenn du Radsportarten wie Downhill oder Cross Country betreibst, bei denen die Sturzgefahr und das Verletzungsrisiko besonders hoch sind, solltest du entsprechende Schutzkleidung tragen. Dazu gehören Protektoren für Knie, Ellbogen und Schienbeine bis hin zu Protektoren-Shirts, Hosen und Jacken.
Manche Radsportler schwören auf Socken mit Kompressionswirkung, andere tragen Radsocken aus wasserdichtem Material.
Wichtig ist dabei immer, dass Radsocken funktional sind und eng am Fuß sitzen, aber nicht einschnüren.
Schuhe und Sichtbarkeit
Ob du spezielle Radschuhe brauchst, hängt von deiner Radsportart und deinen Pedalen ab. Aber für den Anfang reichen meist ganz normale Sportschuhe. Für deine Sicherheit kannst du selbst etwas tun.
Gerade wenn du außerorts unterwegs bist und auf Landstraßen Strecke machst, solltest du gut sichtbar sein. Es gibt viele Hersteller, die bei ihren Bike-Klamotten auf Sichtbarkeit und Style gleichermaßen Wert legen. Reflektoren am Trikot, am Helm, an der Hose oder deinen Radschuhen - hier gilt: Viel hilft auch viel.
Arm- und Beinlinge
Sie sind unter Radfahrern nicht jedermanns Sache, an manchen Tagen können Arm- und Beinlinge aber durchaus sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn du zu einer Tagestour aufbrichst und es morgens noch recht frisch ist, tagsüber aber die Temperaturen ansteigen. Oder wenn du im Frühjahr morgens mit dem Rad zur Arbeit fährst.
Probiere aus, ob Arm- und Beinlinge für dich einen Nutzen haben.
Fazit
Ob Helm, Handschuhe oder Tights - Fahrradbekleidung erfüllt immer einen Sinn, wenn sie auf dein Training oder deine Hobbytouren und die jeweilige Situation abgestimmt ist. Sie hat zudem einen weiteren Effekt - du fühlst dich mit dem entsprechenden Outfit automatisch schneller, besser, sportlicher.
Und natürlich ist Rennradsport auch ein Styler-Sport. Es macht unheimlich viel Spaß, das ganze Outfit auf sein Rennrad abzustimmen und sich nach und nach besondere Gadgets zu kaufen.
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