Bergsteiger Mountainbike 29 Zoll im Test

Rauf und runter - Bikes für alpine Touren müssen vor allem eines sein: vielseitig. Welche Eigenschaften im Einzelnen wichtig sind, hängt dabei auch vom eigenen Fahrstil ab. Mountainbikes im Test.

Das ALPIN-Bike-Testteam besteht aus unterschiedlich orientieren Tourenbikern, einem Enduro-Rennfahrer und einem ehemaligen Hobby-Marathonfahrer. Die Bikes wurden auf einer einheitlichen Teststrecke am Helm bei Sexten gefahren. Einige steile Passagen bergauf ließen eine gute Analyse des Kletterverhaltens zu. Nach den jeweiligen Testrunden füllten alle Tester einheitliche Fragebögen aus. Im Anschluss an alle Testfahrten wurden die Ergebnisse pro Bike im Team diskutiert.

Eine detaillierte, vergleichende Bewertung der Testbikes untereinander ist nur bedingt möglich, denn Charakter, Einsatzbereich und Preisniveau der Bikes unterscheiden sich zum Teil deutlich. Wer sich dieses Jahr ein neues Mountainbike kaufen möchte, muss nicht fürchten, dass es bereits in der nächsten Saison wieder veraltet ist. Ausgefeilte Fahrwerke, clevere Ausstattungs-Details und teilweise sogar die Möglichkeit, unterschiedliche Laufradformate zu montieren, machen die Räder zu einer nachhaltigen Anschaffung.

Allerdings sollte man genau hinsehen und sich vorher überlegen, was man möchte (siehe ALPIN-Artikel "Wir helfen Euch, das passende Bike zu finden"). Denn nur so findet man auch das Rad, das den persönlichen Fähigkeiten am meisten entspricht. Um gut vergleichen zu können, lohnen sich Probefahrten auf Testivals oder direkt beim Händler. Und noch etwas hat der ALPIN-Bike-Test gezeigt: Qualität gibt es nicht erst im absoluten High-End-Bereich. Wer ein paar Gramm mehr verschmerzen kann, bekommt auch für rund 3000 Euro sehr verlässliche Begleiter für Touren in den Bergen.

Die besten Mountainbikes 29 Zoll: Ein Überblick

Hier findet ihr unseren Test mit den zehn Mountainbike-Modellen.

Die besten Mountainbikes 29 Zoll:

  • Bergsteiger Kodiak
  • Bergsteiger Canberra
  • Licorne Bike Effect
  • Berlin Bike MTB1
  • Bergsteiger Detroit

Bergsteiger Kodiak

Kunden sind mit der Qualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis des Kodiak Mountainbikes sehr zufrieden. Es wird als zuverlässig, solide und gut verarbeitet beschrieben. Das Design gefällt den Kunden und wird als optisch ansprechend bezeichnet. Die Montage wird als problemlos empfunden, und die Anleitungen sind klar und gut verständlich.

Das Mountainbike "Bergsteiger Kodiak" bietet sowohl Jungen, Mädchen, Damen als auch Herren ein vollgefedertes Fahrerlebnis mit seiner 21-Gang-Schaltung und den Scheibenbremsen. Das Fahrrad ist in den Größen 26 Zoll und 29 Zoll erhältlich und eignet sich somit für verschiedene Körpergrößen. Mit seinem robusten Design und seiner Ausstattung ermöglicht es uneingeschränkten Fahrspaß beim Bergsteigen. Der Hersteller Bergsteiger hat mit dem Kodiak ein hochwertiges und vielseitiges Mountainbike geschaffen.

Das Bergsteiger Kodiak Mountainbike eignet sich für Personen ab einer Körpergröße von 170 Zentimetern und ist somit eher für größere Menschen geeignet. Ja, der Rahmen und die Feder des Bergsteiger Kodiak Mountainbikes sind vollständig gefedert und sorgen für Komfort auch in schwierigem Gelände.

Technische Details Bergsteiger Kodiak:

  • Verarbeitungsqualität: Gut
  • Schaltung: 21 Gänge
  • Vorteile: viele Gänge, Full Suspension, auch in Weiß erhältlich
  • Nachteile: relativ instabiles Design

Bergsteiger Canberra

Das Bergsteiger Canberra Mountainbike überzeugt uns mit seiner Vielseitigkeit und hochwertigen Ausstattung. Mit einem leichten Aluminiumrahmen und 29-Zoll-Rädern eignet es sich für den täglichen Weg zur Arbeit oder Schule sowie für Fahrten im Gelände. Die 21-Gang Shimano Tourney Schaltung ermöglicht eine präzise Gangwahl, während die Scheibenbremsen vorne und hinten für sichere Stopps sorgen. Besonders gefällt uns das moderne Design in Glossy-Blue und die praktische Ausstattung mit Licht, Schutzblechen und Ständer. Die vormontierte Lieferung erleichtert die Endmontage erheblich. Für Fahrer ab 160 cm Körpergröße bietet dieses Mountainbike eine optimale Mischung aus Komfort, Sicherheit und Stil.

Technische Details Bergsteiger Canberra:

  • Verarbeitungsqualität: Gut
  • Schaltung: 21 Gänge
  • Vorteile: Schutzbleche, mit Licht und Reflektoren, robuster Stahlrahmen, auch in Glossy Grün erhältlich
  • Nachteile: keine Vollfederung

Licorne Bike Effect

Technische Details Licorne Bike Effect:

  • Verarbeitungsqualität: Gut
  • Schaltung: 21 Gänge
  • Vorteile: langer Federweg, 21-Gang Shimano Schaltung, mit Schnellspannern
  • Nachteile: verhältnismäßig hohes Eigengewicht

Berlin Bike MTB1

Technische Details Berlin Bike MTB1:

  • Verarbeitungsqualität: Hervorragend
  • Schaltung: 21 Gänge
  • Vorteile: mit Scheibenbremsen, hohe Anzahl der Gänge, hohe Verarbeitungsqualität
  • Nachteile: nicht vollgefedert

Bergsteiger Detroit

Das Mountainbike Detroit von Bergsteiger hat insgesamt 21 Gänge. Durch die Gabelfederung kann dieses Mountainbike Unebenheiten gut abfedern und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl. Durch die Radgröße von 29 Zoll eignet sich dieses Fahrrad für Personen ab einer Größe von 170 cm. In unserem Mountainbike-29-Zoll-Vergleich gehört dieses Modell mit 15 kg zu den leichten Mountainbikes.

Dieses Mountainbike der Marke Bergsteiger verfügt über eine Klingel. Ebenfalls sind Reflektoren aus Sicherheitsgründen eingebaut. Das Bergsteiger Detroit Mountainbike ist mit 21 Gängen ausgestattet. Das ist bei vergleichbaren Mountainbikes in unserem Vergleich ebenfalls der Fall. Das Bergsteiger Detroit Mountainbike wird bereits zu 90 % vormontiert geliefert. Somit ist das Fahrrad schnell einsatzbereit.

Ja, das Bergsteiger Detroit Mountainbike ist mit einer Klingel, einem Fahrradständer und Reflektoren ausgestattet, was die Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen erhöht. Dieses Mountainbike der Marke Bergsteiger ist sowohl vorne als auch hinten mit hochwertigen Scheibenbremsen ausgestattet.

Technische Details Bergsteiger Detroit:

  • Verarbeitungsqualität: Hervorragend
  • Schaltung: 21 Gänge
  • Vorteile: viele Gänge, stabil und langlebig, inkl. Klingel und Fahrradständer, schnelle und einfache Montage
  • Nachteile: keine weiteren Rahmengrößen verfügbar

Mountainbikes 29 Zoll-Kaufberatung

29-Zoll-Mountainbikes werden immer beliebter. Die großen Reifen bieten dabei einige interessante Vorteile, zu denen vor allem höherer Komfort, bessere Sicherheit sowie ein stärkerer Grip im Vergleich zu 27,5-Zoll-Modellen gehören. Die Schaltung ist ein wichtiges Indiz für die Wertigkeit eines Mountainbikes. Nur wenige wissen, dass nicht die Anzahl der Gänge, sondern die Wertigkeit der Schaltgruppe über Qualität, Stabilität und Präzision des Fahrrads, zum Beispiel bei einem 21-Gänge-Mountainbike, entscheidet.

Auch die Bremsen spielen bei MTBs mit 29-Zoll-Laufrädern eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, dass Ihr Bike im Idealfall mit modernen Scheibenbremsen ausgestattet ist. 29-Zoll-Mountainbikes: Sinnvolle Entwicklung oder Marketing-Finte? Eine Frage, die sich nicht nur Sie, sondern auch viele weitere Liebhaber des vielseitigen Mountainbike-Sports stellen.

Die Antwort ist beruhigend. 29-Zoll-Mountainbike-Tests bestätigen, dass größere Reifen das Rad nicht schlechter machen, sondern in bestimmten Bereichen sogar einige Vorteile bieten. Die Eignung eines Mountainbikes für bestimmte Strecken ist prinzipiell keine Frage der Reifengröße. Ein höherer Komfort, größere Sicherheit und ein spürbar verbesserter Grip sind nur einige Eigenschaften, die hier im Vergleich zu 27,5-Zoll-Bikes zu nennen wären.

Ob sich Ihr 29-Zoll-MTB jedoch eher für Touren, Downhill-Rennen oder Rennen auf unbefestigten Wegen als Cross-Country-Bike eignet, hängt in erster Linie weniger von der Reifengröße als vielmehr von der Geometrie des Rahmens, den Federelementen und dem Federweg der Gabel ab. In der Kaufberatung zu unserem 29-Zoll-Mountainbike-Vergleich hat die Vergleich.org-Redaktion 29-Zoll-MTBs einmal näher unter die Lupe genommen.

Hier erfahren Sie u. a., welcher Federweg für welchen Zweck optimal ist, warum sich besonders hochwertige Komponenten an Fahrrädern wie 29-Zoll-Mountainbikes lohnen und weshalb es bei der Schaltung nicht primär auf die Anzahl der Gänge, sondern auf den Gesamtübersetzungsbereich und die Wertigkeit der Schaltgruppe ankommt.

Mountainbike-Typen im Überblick

Die Vielzahl aller Mountainbike-Arten vorzustellen, würde den Rahmen unseres Ratgebers sprengen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind auf der einen Seite zwar z. T. erheblich (alleine schon beim Gewicht), auf der anderen Seite sind es bei bestimmten Bauformen jedoch nur Nuancen, die ähnliche Kategorien von 29-Zoll-Mountainbikes (und anderen Rädern) voneinander abgrenzen.

Aus diesem Grund haben wir von Vergleich.org eine allgemeinere Methode gewählt, bei der wir die Bikes vor allem nach der Art ihrer Federung in drei Gruppen eingeteilt haben:

Mountainbike-Typ Eigenschaften und Einsatzgebiete
Full-Suspension (Fully) Ist das 29-Zoll-Mountainbike ein Fully, handelt es sich um ein vollgefedertes Fahrrad mit 29-Zoll-Laufrädern. Ein MTB-Fully mit 29-Zoll-Reifen hat neben einer Federgabel also auch einen gefederten Rahmen.
  • Eignung:
    • + Touren im Flachland und in den Bergen (All-Mountain, Enduro)
    • + Rennen auf unbefestigten Wegen (Cross-Country, Four-Cross)
    • + Abfahrten in schwierigem Gelände (Downhill, Freeride)
    • - Sprünge und Tricks über Erdhügel (Dirt-Jump, Pumptrack)
    • - Geschicklichkeitssprünge auf und über Hindernisse (Trial)
Hardtail Die zweite große Variante ist das 29-Zoll-Hardtail-Mountainbike mit nur einem Federelement. Im Gegensatz zum Fully ist ein Hardtail-MTB mit 29-Zoll-Reifen nur mit einer Federgabel ausgestattet.
  • Eignung:
    • + Rennen auf unbefestigten Wegen (Cross-Country, Four-Cross)
    • + Sprünge und Tricks über Erdhügel (Dirt-Jump, Pumptrack)
    • - Touren im Flachland und in den Bergen (All-Mountain, Enduro)
    • - Abfahrten in schwierigem Gelände (Downhill, Freeride)
    • - Geschicklichkeitssprünge auf und über Hindernisse (Trial)
Rigid Ein Rigid-Mountainbike kommt sowohl vorn als auch hinten ohne Federelemente aus. Es handelt sich bei diesen Rädern um frühe Formen von MTBs und um Spezialräder mit beschränkten Einsatzbereichen.
  • Eignung:
    • + Geschicklichkeitssprünge auf und über Hindernisse (Trial)
    • - Touren im Flachland und in den Bergen (All-Mountain, Enduro)
    • - Rennen auf unbefestigten Wegen (Cross-Country, Four-Cross)
    • - Abfahrten in schwierigem Gelände (Downhill, Freeride)
    • - Sprünge und Tricks über Erdhügel (Dirt-Jump, Pumptrack)

Verarbeitungsqualität: Kommt es auf hochwertige Komponenten an?

Komponenten wie Schaltung oder Bremsen sollten hochwertig und langlebig sein. Egal, ob Sie ein MTB einer unbekannten Marke oder ein Bike mit 29-Zoll-Laufrädern eines bekannten Herstellers wie Scott, Bulls, Cube, Focus, Ghost oder Haibike bevorzugen - achten Sie stets auf die Verarbeitungsqualität. Im Zusammenhang mit Fahrrädern wie bspw. 29-Zoll-Mountainbikes bedeutet dies, dass Sie vor allem einen Blick auf den Preis werfen sollten.

Zwar ist das beste Mountainbike mit 29 Zoll nicht unbedingt auch das teuerste, jedoch steigt mit höherem Kaufpreis die Wertigkeit der verbauten Komponenten ebenso an wie die Präzision beim Fertigungsverfahren der Rahmenteile. So kann ein günstiges 29-Zoll-Mountainbike, das Sie bei Aldi für unter 200 Euro im Angebot finden, qualitativ nicht mit hochpreisigen Modellen konkurrieren.

Bei derart günstigen Produkten können Sie davon ausgehen, dass die einzelnen Bauteile nicht besonders langlebig sind und Sie häufiger defekte Komponenten austauschen müssen, vor allem, wenn das MTB als Cross-Country-Bike höheren Belastungen ausgesetzt ist. Was kostet ein hochwertiges 29-Zoll-MTB?

Für ein durchschnittliches Hardtail-MTB können Sie etwa 400 bis 500 Euro veranschlagen. Hochwertige Modelle in dieser Kategorie erhalten Sie jedoch meist erst für Preise zwischen 700 und 1.000 Euro. Spitzenräder ohne Federung des Rahmens wie bspw. 29-Zoll-Hardtail-Mountainbikes aus Carbon können sogar mehrere tausend Euro kosten. Brauchbare Fullys fangen hingegen überhaupt erst bei um die 1.000 Euro an.

Schaltung und Gänge: Sind Übersetzung und Schaltgruppe entscheidend?

Mehr Gänge zeichnen eine bessere Gangschaltung aus - eine häufige Fehlannahme, die mit der Realität nur wenig zu tun hat. Ein Mountainbike mit 21 Gängen ist grundsätzlich weder besser noch schlechter als ein Bike mit einer 12-Gang-Shimano oder 24-Gang-Shimano-Schaltung. Für die Wertigkeit einer Schaltung, egal ob 12-Gang-Shimano oder 24-Gang-Shimano, spielt die Gangzahl im Prinzip keine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, zu welcher Schaltgruppe sie gehört.

Mit Shimano und SRAM sind es vor allem zwei Hersteller, die bei der Fertigung von Kettenschaltungen den Markt klar dominieren. Sie bieten, beispielsweise für Mountainbikes mit 21 Gängen, für unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen unterschiedliche Gruppen an, die sich hinsichtlich Präzision, Material, Gewicht und Qualität wesentlich voneinander unterscheiden.

Einige Beispiele: Zu den günstigen Einsteigergruppen fürs MTB gehören bspw. Shimano-Tourney, Shimano-Altus, SRAM-X5 oder SRAM-X7. Zur Mittelklasse und damit zur gehobeneren Gruppe zählen u. a. Shimano-Deore, SRAM-NX-Eagle oder SRAM- GX-Eagle. Als absolute Spitzenausstattung im Bereich Kettenschaltungen gelten u. a. Shimano-XT, Shimano-XTR oder SRAM-XX1-Eagle.

Geht es um die Leistungsfähigkeit einer Schaltung bzw. den Einsatzbereich, spielt außerdem die Übersetzung eine Rolle. Damit ist das Verhältnis vom kleinsten zum höchsten Gang (Wegstrecke, die mit einer Kurbelumdrehung zurückgelegt werden kann) gemeint. Je größer dieses insgesamt ausfällt, desto vielseitiger lässt sich Ihr 29-Zoll-Mountainbike sowohl bei Bergauf- als auch Bergabfahrten mit zum Beispiel einer 12-Gang-Shimano oder 24-Gang-Shimano-Schaltung einsetzen, wobei zu beachten wäre, dass dies bspw. für reine Downhill-Mountainbikes von untergeordneter Bedeutung ist, für Enduro- oder All-Mountain-Räder dies hingegen eine wichtige Rolle spielt.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang eine möglichst gleichmäßige Gangabstufung.

Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen sind besonders effektiv

An hochwertigen 29-Zoll-Mountainbikes von Scott, Cube, Bulls oder einem anderen namhaften Hersteller werden Sie ausschließlich Scheibenbremsen vorfinden. Klassische Felgenbremsen kommen nur noch im Low-Budget-Segment oder bei Mountainbike-Auslaufmodellen mit 29-Zoll-Reifen zum Einsatz.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0