Seit der Einführung der ersten GoPro Hero vor über 15 Jahren erfreuen sich Action Cams großer Beliebtheit. Mittlerweile sind die kleinen, aber robusten Kameras beim Motorradfahren unverzichtbar geworden. Moderne Action Cams sind wahre Alleskönner für Motorradfahrer, die ihre Abenteuer auf zwei Rädern festhalten wollen. Die neuen Modelle bieten eine beeindruckende Auswahl an Features - von Auflösungen jenseits von Ultra-HD, superhohen Bildfrequenzen für Zeitlupen bis hin zu stabilisierten Aufnahmen. Doch welche ist die Beste?
Neben reinen Action Cams haben wir unsere Marktübersicht um zahlreiche weitere Produkte ergänzt: Zum einen finden Sie Beispiele für Dashcams, die speziell für Motorradfahrer gedacht sind und entsprechend staub- und spritzwassergeschützt sowie mit praxisgerechtem Montagematerial daherkommen. Zum anderen sind auch 360-Grad-Kameras in der Übersicht mit aufgeführt, die in der Praxis insbesondere durch die nachträglich mögliche Wahl von Blickrichtung und -winkel bei vielen Motorradfahrern hoch in der Gunst stehen. Hinzu kommen der Helm des australischen Herstellers Forcite, der über eine fest ins Kinnteil integrierte Kamera verfügt sowie eine Kameradrohne.
In unserer Kaufberatung geben wir Aufschluss darüber, welche Action-Cam ihren Preis wirklich wert ist. In erster Linie kommt es bei der Wahl der richtigen Action-Cam auf den jeweiligen Nutzen an. Darüber hinaus gibt es aber auch einige Eigenschaften, die jedes Exemplar mitbringen sollte.
Gesetzliche Regelungen zum Einsatz von Action Cams
Der Einsatz von Action Cams ist nicht ganz unbedenklich. Denn das Filmen im Straßenverkehr kann als Überwachung des öffentlichen Raums sowie als unzulässige Erhebung von personenbezogenen Daten gewertet werden. Insofern ist der Einsatz von Action Cams und auch Dashcams im öffentlichen Straßenverkehr stets kritisch zu hinterfragen. Die Kurzfassung: Sie sollten abwägen zwischen Kosten und Nutzen beim Filmen ihrer Motorradtouren.
Gesetzliche Vorgaben für das Filmen mit Drohnen
In vielen Fällen kann eine Drohne wunderschöne Aufnahmen vom Motorradabenteuer liefern, wobei hier natürlich gesetzliche Vorgaben beachtet werden müssen. Die gezeigte DJI Mini 4 Pro macht es einem zwar vergleichsweise einfach, dennoch muss bei ihrem Einsatz die EU-Drohnenverordnung sowie das deutsche Luftverkehrsgesetz beachtet werden - und das heißt: Sie brauchen eine Drohnenversicherung und müssen sich außerdem beim Luftfahrtbundesamt als Drohnen-Betreiber registrieren.
Top-Modelle im Überblick
GoPro Hero 13 Black
Der Platzhirsch im Actioncam-Game: An GoPros Hero-Reihe kommt seit Jahren niemand vorbei. Das gilt einmal mehr für 2024: Neu hinzugekommen sind beim Topmodell Hero 13 Black austauschbare Objektive, neben dem bekannten Ultraweitwinkel gibt es nun eine Makro-Linse für Nahaufnahmen sowie ein ultrabreites Anamorph-Objektiv für den ganz speziellen Filmlook. Ebenfalls neu dabei ist ein GPS-Modul, Daten wie Geschwindigkeit können jetzt direkt in der Kamera eingeblendet werden. Der neue Akku soll länger halten als der alte, die Hero 13 ist aber nicht kompatibel mit den Stromspeichern vorangegangener Heros.
- Gewicht: 159 Gramm
- Max. Auflösung: 5,3k bei 60 FPS / 4k bei 120 FPS
- Akkulaufzeit: bis zu 90 Minuten (4k 30 FPS)
Vorteile:
- Hervorragende Bildqualität
- Beste Bildstabilisierung
- GPS, Dateneinblendung, bis zu 400 Bilder/Sek. im Foto-Modus
- Gehäuse unterstützt neue Objektiv-Module (Makro, Ultraweit, Anamorph)
- neuer Akku
Nachteile:
- nicht rückwärtskompatibel mit den alten
- teuer, erst recht mit Extra-Objektiven
DJI Osmo Action 5 Pro
DJI ist Branchenprimus GoPro dicht auf den Fersen! Auch die Osmo Action 5 Pro ist auf dem Papier ein richtig guter Deal. Die Bildstabilisierung schaut top aus, zudem gibt es einen internen Speicher, mit rund vier Stunden soll die Osmo zudem sehr lange aufzeichnen können. Und knapp 80 Euro günstiger als die Hero 13 Black ist sie auch noch. Schade jedoch: Das praktische Makro-Objektiv der GoPro-Konkurrenz sucht man vergebens, die eingesetzte Magnethalterung brachte uns schon bei den Vorgängern im harten Traileinsatz leichte Mikroruckler ins Bild.
- Gewicht: 146 Gramm
- Max. Auflösung: 4k bei 120 FPS
- Akkulaufzeit: bis zu 240 Minuten
Vorteile:
- Hervorragende Bildqualität
- Super Bildstabilisierung
- Interner Speicher, erweiterbar
- OLED-Displays vorn/hinten
- Sehr gute Akkulaufzeit
- Günstiger als die GoPro
Nachteile:
- Kein Makro- oder Anamorph-Objektiv verfügbar
- Magnethalterung nicht ideal für ruckelige Action
Insta360 Ace Pro 2
Mit Leica-Objektiv und fetter 8k-Auflösung ist Insta360 auf Kundenfang. Vorgänger hatten beispielsweise verschiedene Objektiv-Aufsätze losgelöst vom Prozessor-Gehäuse. Nicht minder innovativ geht die Ace Pro 2 in den Kampf um die Gunst der Käuferschaft: Satte 8k Videoauflösung soll sie bieten - das ist Rekord in dieser Übersicht. Zwar gibt es nur vereinzelt entsprechende Fernseher, die solche Pixelmassen unterstützen, im Videoschnitt eröffnen sich so aber größere Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Das Leica-Objektiv ist leider nicht wechselbar, dafür gibt's eine Anbindung zu Garmin-Geräten und Apple-Watches. Cool zudem: Insta360 verspricht dank eines neuentwickelten Mikrofons den besten Sound der Klasse.
- Gewicht: 177 Gramm
- Max. Auflösung: 8k bei 30 FPS / 4k bei 120 FPS
- Akkulaufzeit: bis zu 180 Minuten (Full-HD 24 FPS)
Vorteile:
- Erste Actioncam mit 8k-Aufnahme
- Nach vorne schwenkbares Display (Mitbewerber sind starr)
- Kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten für Datenaufzeichnung
Nachteile:
- Eher teuer
- Keine Extra-Objektive verfügbar
- Schwache Akkulaufzeit laut Herstellerangabe
Weitere Modelle in der Übersicht
Actioncams von DJI, GoPro und Insta360 dominieren den Markt, doch auch abseits dieser großen Namen gibt es spannende Alternativen, die besonders für Radfahrer interessant sein können. Von handlichen Kompakteinstellungen über robuste Modelle für extreme Bedingungen bis hin zu Kameras, die in Puncto Akku und Bedienkomfort neue Maßstäbe setzen. Das Angebot an Actioncams hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Das liegt insbesondere an Marken wie Insta360 und DJI, die beide aus China kommen, aber im Gegensatz zu anderen Herstellern aus Fernost auf hochqualitative und ausgeklügelte Produkte setzen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie bei der Auswahl einer Action Cam für Ihr Motorrad berücksichtigen sollten:
- Robustheit und Wasserdichtigkeit: Stürze und eine Tiefe von bis zu einem Meter unter Wasser sollten sie unbeschadet überstehen können.
- Intuitive Steuerung: Die Steuerung sollte intuitiv und selbst unter extremen Bedingungen bedienbar sein.
- Bildstabilisierung: Die Qualität der Bildstabilisierung kann stark variieren und sollte nach den eigenen Bedürfnissen gewählt werden.
- Zusatzeffekte: Einige Action-Cams sind sogar mit Smartphones kompatibel. Dadurch kann man das gefilmte Material sehr einfach übertragen, bearbeiten und teilen.
Motorrad-Dashcams
Motorrad-Dashcams sollen insbesondere bei Unfällen für eine klare Schilderung des Hergangs sorgen - Actioncams dagegen großartige Fahraufnahmen liefern. Wer jedoch eine Kamera sucht, die bei einem Unfall zuverlässige Bilder liefert, benötigt eine Dashcam für Motorräder Sie liefert datenschutzkonforme Aufnahmen, die bei einem Unfall für Klarheit sorgen können.
Was die Kamera erfüllen muss und was gefilmt werden darf, verraten wir im Vergleich.Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon
- Vsysto Dashcam Motorrad
- Vantrue F1 Dashcam Motorrad 4k
- Midland Bike Guardian Pro Dashcam
- Mio MiVue M820WD Motorradkamera
Actionscams für Motorräder
Bei diesen Kameras steht oft eine beeindruckende Bildqualität an erster Stelle, da hier besonders schöne und faszinierende Aufnahmen der Fahrten gemacht werden sollen. Denn dauerhaftes, anlassloses Filmen im öffentlichen Raum verstößt gegen deutsches Datenschutzrecht. Bei Aufnahmen nur für den privaten Gebrauch drohen in der Regel keine Sanktionen. Anders sieht es jedoch aus, wenn die Videos auf sozialen Medien oder Videoplattformen (etwa YouTube) veröffentlicht werden. Die Benutzung erfolgt daher auf eigene Gefahr.
- Wolfang GA100 Action Cam 4K
- DJI Osmo Action 4
Die richtige Montage deiner Motorradkamera
Die richtige Montage deiner Motorradkamera ist entscheidend für klare Aufnahmen und den Schutz deiner Ausrüstung im Falle eines Sturzes. Wenn du die Kamera direkt unter deinem Helm anbringst, erhältst du aufregende POV-Aufnahmen von deiner Fahrt. Bei einem Motorrad mit Helmkamera wird die Kamera so positioniert, dass sie die Sicht auf wichtige Bedienelemente und Anzeigen nicht behindert. Wenn du dir die Kamera vor der Brust trägst, kannst du Aufnahmen aus einer breiteren Perspektive machen oder sogar deinen Tacho damit filmen. Dein Publikum kann dadurch die Geschwindigkeit, Drehzahl oder die Gangwechsel sehen - das lässt dein Video noch immersiver werden. Wenn du die Kamera am Tank deines Motorrads anbringst, erhältst du einen einzigartigen Blickwinkel vom Motorrad selbst. Dieser Winkel fängt die Körperbewegungen des Fahrers und die Interaktion mit den Bedienelementen ein und zeigt gleichzeitig die Straße vor ihm. Tankhalterungen verwenden in der Regel einen Klebesockel oder ein Gurtsystem, um die Kamera fest zu fixieren. Wenn du die Kamera am Lenker deines Motorrads anbringst, hast du einen stabilen und ungehinderten Blick auf die Straße, ähnlich wie bei einer Dashcam. Diese Montageposition ist besonders nützlich für Aufnahmen beim Carving oder auf der Rennstrecke, wenn du dich auf die Fahrlinien und die Schräglagen des Motorrads konzentrieren willst. Lenkerhalterungen werden normalerweise an den Lenker geklemmt oder verwenden ein sicheres Gurtsystem, damit die Kamera während der Fahrt nicht verrutscht.
Insta360 X4 bringt 360°-Kameras im Jahr 2024 auf das nächste Level
Mit einer 360°-Kamera auf deinem Motorrad kannst du alles um dich herum aufnehmen. Insta360 X4 bringt 360°-Kameras im Jahr 2024 auf das nächste Level. Nimm ein Foto auf oder starte die Aufnahme mit einer schnellen Geste. Gib einfach das Zeichen, wenn du aufnahmebereit bist.Windrauschreduzierung: Du wirst den Unterschied hören. FlowState-Stabilisierung: Die Insta360 X4 bringt das Filmen auf Motorrädern mit ihrer fortschrittlichen Stabilisierungsfunktion auf die nächste Stufe. Mehr Akku: Die X4 hat ihre Akkukapazität auf gewaltige 2290 mAh erhöht! Damit bekommst du 135 Minuten Aufnahmezeit bei 5,7K 30 fps, also satte 67 % mehr als bei der X3! Insta360 packt die X4 mit einer ganzen Reihe von Zubehörteilen zum Schutz deiner Kamera und zum Einfangen verschiedener Perspektiven:Neu: Die einfach zu montierenden Lens-Guards. Die X4 wird mit durchdachten, leicht anzubringenden Linsenschützern geliefert, die bei Bedarf abgenommen werden können.
DJI Osmo Pocket 3
DJI Osmo Pocket 3Der DJI Osmo Pocket 3 ist mit einem beeindruckenden 1-Zoll-CMOS-Sensor ausgestattet, der stets hochauflösende Aufnahmen gewährleistet. Vlogger, Content Creator und Anwender, die Wert auf extrem flüssige, stabilisierte Videos in hoher Qualität legen, werden mit der DJI Osmo Pocket 3 glücklich.
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