Motocross für Anfänger: Tipps und Hinweise für einen erfolgreichen Start

Aller Anfang ist schwer! Dies gilt auch für die meisten Einsteiger im Motocross. Der Lärm, der rutschige Boden, die Geschwindigkeit und der daraus resultierende Stress sind prädestiniert dafür, dass man vor allem zu Beginn auf der Motocross-Strecke jede Menge Fehler macht und sich recht unsicher fühlt. Da kann ich dich aber beruhigen - das ist vollkommen normal. Vor allem dann, wenn du nicht gerade schon mit 4 Jahren angefangen hast zu crossen oder ständig mit Freunden auf der Strecke bist, die dir mit wertvollen MX-Tipps zur Seite stehen.

Warum der richtige Start wichtig ist

Das Problem ist, dass wenn du bereits von Anfang an fehlerhafte Fahrtechniken oder Angewohnheiten verinnerlichst, können diese nur noch mit viel Aufwand korrigiert werden. Deshalb ist es umso wichtiger gewisse Dinge von Anfang an zu beachten und zu trainieren, da ansonsten der Spaß am Motocross fahren nur von kurzer Dauer sein wird.

Wirf am besten einen Blick auf die folgenden Anfänger-Tipps und Hinweise und versuche dich an Diese zu halten. Du wirst schnell merken, dass dir das Motocross fahren deutlich leichter fallen wird und der Spaß immer weiter in den Vordergrund rückt.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Hier sind einige der häufigsten Fehler, die Motocross-Anfänger machen, und wie du sie vermeiden kannst:

Fehler 13: Dreck von der Brille wischen

Immer wieder sieht man Motocross-Anfänger die sich den Dreck, der auf ihren Brillen gelandet ist, trocken mit dem Handschuh vom Brillenglas wischen, um wieder eine freie Sicht zu bekommen.

Das ist im Grunde das Schlimmste was man seiner teuren MX-Brille bzw. dem Brillenglas antun kann. Aufgrund dieser „Reinigungsvariante“ zerkratzen die Brillengläser im Nu und sind quasi sofort hinüber. Bei einem Stückpreis von bis zu 30 EUR ist sowas ein recht teurer Spaß.

Unser Anfänger-Tipp: Eine MX-Brille reinigt man immer nur mit etwas fließendem Wasser! Weitere Infos dazu findest du unter: MX-Brille reinigen.

Weitere Tipps für Motocross-Anfänger

  • Training: Nur durch Training sammelst du die nötige Erfahrung, um dich in Rennen zu messen. Besuche Motocross-Camps, um die Grundlagen zu erlernen und dich schnell weiterzuentwickeln.
  • Die richtige Ausrüstung: Ohne Bike geht gar nichts. Die Kleidung muss Schutz bieten und gleichzeitig robust und beweglich sein.
  • Die richtige Größe: Achte beim Kauf eines Motocross-Einsteigermodells darauf, dass es genau deiner Körpergröße entspricht. Praktisch ist außerdem ein Modell mit E-Start.
  • Gebrauchtes Bike: Beim Kauf einer gebrauchten Motocross-Maschine sollte jemand mit technischem Wissen dabei sein, um technische Mängel zu erkennen.
  • Wartung: Motocross ist ein wartungsintensiver Sport. Nach jedem Ausflug auf die Strecke solltest du deine Maschine säubern und prüfen.

Die ersten Schritte auf der Motocross-Strecke

Bevor du das erste Mal auf eine Motocross-Strecke fährst, solltest du einige Vorbereitungen treffen:

  • Öffnungszeiten: Informiere dich über die aktuellen Öffnungszeiten der Strecke.
  • Anmeldung: Manche Strecken erfordern eine vorherige Anmeldung, insbesondere in Zeiten von Corona.
  • Anfänger-Slots: Einige Strecken bieten spezielle Anfänger-Slots an.
  • Begleitung: Fahre beim ersten Mal nie alleine.

Vorbereitungen auf der MX-Strecke

Nachdem du an der Strecke angekommen bist, solltest du folgende Vorkehrungen treffen:

  • Schutzkleidung: Vergewissere dich, dass du deine gesamte Ausrüstung dabei hast.
  • Tanken: Gewöhne dir an, immer einen gut gefüllten Benzinkanister zur Strecke mitzunehmen.
  • Luftdruck: Überprüfe den Luftdruck in deinen MX-Reifen.
  • Kettenspannung: Überprüfe die Spannung deiner Kette.
  • Fahrwerkseinstellung: Stelle das Fahrwerk gemäß der Anleitung auf die Basiseinstellungen ein.

Verhalten auf der Strecke

Hier sind einige Tipps für das Verhalten auf der Strecke:

  • Nicht stressen lassen: Bleibe ruhig und gelassen.
  • Entspannt überholen lassen: Behalte deine Spur bei und lasse dich einfach überholen.
  • Nicht mitziehen lassen: Rase nicht blindlings mit, nur um mit den schnelleren Fahrern mithalten zu wollen.
  • Beachte die Regeln: Informiere dich über die spezifischen Regeln des Vereins.

Die richtige Position auf dem Bike

Die richtige Sitzposition ist im Motocross immens wichtig. Wenn ihr auf dem Bike sitzt, sollten eure Füße gerade so den Boden berühren. Setzt euch möglichst weit nach vorne auf der Sitzbank, viele Einsteiger machen den Fehler, zu weit hinten Platz zu nehmen und es sich wie in einem Sessel gemütlich zu machen.

Platziert euch aufrecht sitzend im vorderen Drittel, also dort, wo die Sitzbank auf den darunter liegenden Tank trifft. Hier gibt es auch eine vorgegebene Einkerbung.

Beim Fahren sollte sich die Position eures Kopfes auf der Längsachse des Motorrads befinden und sowohl im Sitzen, Stehen als auch beim Springen oder in der Kurve nur wenig verändern. So bleibt ihr im Zentrum des Bikes und könnt von hier aus arbeiten.

Wichtig sind ebenfalls eure Ellenbogen, die hoch gehalten und vom Körper weg zeigen sollten.

Ein häufiger Fehler bei Motocross-Einsteigern ist es, zu viel mit den Armen zu fahren und so unnötig Energie und Kraft zu verlieren. Beim MX sollte möglichst viel Arbeit von den Beinen verrichtet werden, ebenfalls sollte häufig im Stehen gefahren werden.

Klemmt dabei eure Knie ans Bike und gebt mit den Füßen Druck auf beide Fußrasten, das gibt Stabilität und schont Kraft. Versucht am Anfang, auf dem Bike sitzend aufzustehen und einfach geradeaus zu fahren, ihr werdet die gute Kontrolle bemerken.

In Kurven sollte das kurvenäußere Knie immer fest am Tank sein.

Eine alte Motocross-Weisheit lautet: Du fährst da hin, wo du hinschaust.

Dies gilt nicht nur im Leben, sondern auch auf dem Motocross-Bike. Verkrampft nicht, wenn ihr auf dem Motorrad sitzt, sondern bleibt locker.

Springen lernen

Das Springen mit einer Motocross oder Enduro ist nicht nur ein Nervenkitzel, sondern auch eine Herausforderung, die Geschicklichkeit und Präzision erfordert. Aber selbst für erfahrene Motorrad-Enthusiasten kann es manchmal beängstigend sein, wenn noch gewisse Unsicherheiten herrschen.

Beim Springen geht es logischerweise darum, ein bestimmtes Hindernis zu überwinden, indem man über eine Kuppe oder Rampe springt. Ein sicherer Sprung sollte zuerst einfach und leicht zu bewältigen sein, um dein Selbstvertrauen zu stärken.

Fang lieber mit einem Einzelsprung oder einem Tabletop-Sprung an, anstatt einen großen Doppelsprung oder einen steilen, spitzen Kicker zu suchen, der viel Erfahrung und Fähigkeiten erfordert.

Ein guter Start ist ein einzelner Sprung, der flach und breit genug ist, um eine sanfte Landung zu ermöglichen.

Um auch dauerhaft am Springen verletzungsfrei Spaß zu haben, ist es besonders wichtig, dich während der Sprünge auf deine Körperhaltung zu konzentrieren. Erstmal heißt es: Festhalten! Deine Beine sollten am Bike dranbleiben, damit deine Füße nicht von den Fußrasten rutschen oder abheben. Kümmer‘ dich auch um deinen Oberkörper. Dein Hintern sollte ein bisschen nach hinten gestreckt sein, um einen Knick in der Hüfte zu erzeugen. Wären wir wieder bei der Angriffsposition, die dir bestimmt schon aus anderen Artikeln bekannt ist.

Deine Haltung sollte während des gesamten Sprungs bestehen bleiben - von der Anfahrt bis zur Landung. Konzentriere dich auch auf deine Arme und Hände. Die Arme sollten ein bisschen gebeugt sein, um Stöße abzufangen, während deine Hände fest am Lenker bleiben sollten.

Beim Springen mit deiner Geländemaschine spielt die Kontrolle des Gashahns eine echt wichtige Rolle. Wenn du über den Kicker fährst, solltest du ruhig und gleichmäßig mit deinem Gas umgehen. Lieber in einem Gang zu hoch statt zu niedrig fahren und die Geschwindigkeit im Vorhinein aufbauen, und nicht erst auf den letzten Metern. Zu viel oder zu wenig Gas kann dein Bike nämlich aus dem Gleichgewicht bringen und zu einer unsicheren Landung führen.

In der Luft gilt: Gaspedal kontrolliert nutzen, um das Bike stabil zu halten.

Einer der häufigsten Fehler, den man beobachten kann ist, dass das Gas in der Auffahrt des Sprunges plötzlich drastisch weggenommen wird. Das hat zur Folge, dass deine Motorbremse sofort wirkt und sich dein hinteres Federbein entspannt. Gleiches gilt für ein rapides Aufreißen des Gashahns auf dem letzten Stück der Schanze.

Zunächst ist es wichtig, die richtige Landeposition zu wählen, je nach Art des Sprungs. Bei einer flachen Landung sollte der Fahrer versuchen, das Hinterrad zuerst auf dem Boden aufzusetzen, gefolgt vom Vorderrad. Dies hilft, das Bike stabil und in einer geraden Linie zu halten.

Es ist auch wichtig, deinen Gasgriff während der Landung kontrolliert zu verwenden, um das Bike in Bewegung zu halten und die Stabilität zu erhöhen.

Fazit

Mit den richtigen Tipps und Vorbereitungen steht einem erfolgreichen Start in die Welt des Motocross nichts mehr im Wege. Denke daran, dass Übung den Meister macht und der Spaß immer im Vordergrund stehen sollte.

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