Die besten Mountainbike-Marken im Überblick

Das Mountainbike ist das perfekte Sportgerät für alle, die Spaß an schnellem, actionreichem Radsport haben und gerne in der Natur unterwegs sind. Die ersten Mountainbiker waren Downhiller in Kalifornien, die die Räder immer weiter verbesserten und robustere Sportgeräte bauten. Obwohl der Mountainbike Sport verglichen mit dem Straßenradsport rund um das Rennrad noch relativ jung ist, haben sich bereits zahlreiche verschiedene Disziplinen und Verwendungszwecke für Mountainbikes entwickelt.

Mountainbikes selbst unterscheiden sich je nach Einsatzbereich deutlich voneinander. Ob Cross-Country, Trail, Enduro, Downhill, Dirtjump oder E-MTB - die Bandbreite ist riesig und es gibt MTBs für unterschiedlichste Disziplinen. Dabei sind die Einsatzzwecke ebenso vielseitig wie das Material.

Hardtail oder Fully Mountainbike?

Die wichtigste Unterscheidung im Mountainbike-Bereich liegt zwischen dem Hardtail- und Fully-MTB. Beide Fahrräder besitzen an der Front eine gefederte Gabel. Damit geht es sicher und komfortabel durch jedes Gelände und Schlaglöcher verlieren gerade bei anstrengenden Trailrides oder auf Feld- und Waldwegen ihren Schrecken. Im Vergleich zum Fully-MTB wird beim Hardtail-Mountainbike darüber hinaus jedoch keine weitere Federung verbaut.

Während die gefederte Gabel am Vorderrad mittlerweile nicht nur am Mountainbike, sondern auch an Trekkingbikes, Crossbikes und Citybikes zur Standardausstattung gehört, haben einige Bikes noch eine zusätzliche Federung am Hinterrad verbaut - Fully-MTB genannt. Ein Fully ist also ein voll gefedertes Bike. Zusätzlich zu der Federgabel vorne kommt ein spezieller Hinterbau mit Federelement im Heck zum Einsatz. Beide Fahrradtypen sind für unterschiedliche Einsatzzwecke im Mountainbike-Segment gebaut.

Während das Hardtail-MTB eher für ausdauernde Fahrten und längere Touren auf Trails ausgelegt ist, glänzt das Fully vor allem im Downhill auf anspruchsvollen Trails.

Mountainbikes kaufen: Welche Radgrößen gibt es?

Ursprünglich wurde eine kleine 26-Zoll-Bereifung an den MTBs verbaut. Mittlerweile werden jedoch hauptsächlich größere Reifen in den Größen 27,5 Zoll und 29 Zoll genutzt. Die große 29-Zoll-Bereifung bietet ein komfortables und sicheres Fahrgefühl. Unebenheiten im Untergrund lassen sich damit leicht überrollen. Diese Reifengröße ist vor allem für Mountainbike-EinsteigerInnen perfekt. 29-Zoll-Reifen stehen gleichzeitig auch für Geschwindigkeit und eine gute Traktion.

Wenn du mehr Wendigkeit und Spritzigkeit suchst, bist du mit einem MTB besser beraten, an dem 27,5-Zoll-Reifen verbaut sind. Die kleineren Reifen sorgen für eine höhere Agilität und Wendigkeit. Das macht sich vor allem bei engen Kurven und Sprüngen bemerkbar. Die Auswahl an MTBs mit verschiedenen Reifengrößen ist so groß, dass du jederzeit flexibel entscheiden kannst, mit welchem Bike du die Trails rocken willst.

Was sind die angesagtesten Marken?

"Welche Mountainbike Marken gibt es?" oder "welche Mountainbikes sind die besten?" - solche Fragen tauchen sehr häufig auf, sobald es mit dem Kauf eines MTB konkreter wird. Daher haben wir dir eine Liste an Top-Mountainbike Marken zusammengestellt, mit der du stets den Überblick behältst!

  • Bulls: Bulls ist eine Eigenmarke der ZEG in Köln und in der Branche für seine sportlichen und insbesondere preiswerten Räder bekannt. Den größten Anteil des Produktsortiments nehmen die Mountainbikes ein. Beliebte MTB-Modelle sind beispielsweise das Copperhead, das Nandi oder das Zarena, die jeweils verschiedene Preisklassen repräsentieren und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die zahlreichen Testsiege bestätigen die hohe Qualität ebenso wie die Profi-Modelle, mit denen das UCI Bulls Team bereits mehr als 35 Medaillen auf nationaler Ebene sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften gewinnen konnte.
  • Cannondale: 1972 von Joe Montgomery gegründet, ist Cannondale heute ein international bekannter Radhersteller. Im Mountain-Bereich bietet Cannondale 3 verschiedene Rad-Typen an: Cross-Country, Trail Bikes und E-Mountain. Die US-Amerikaner sind zwar für ihre leistungsstarken und innovativen Räder bekannt, dennoch ist vom Anfänger-Bike bis hin zum Profi-Modell alles dabei. Sehr beliebte MTB-Modelle sind beispielsweise das Jekyll (Enduro), Scalpel (Race-Fully) oder das Trail (Hardtail).
  • Conway: Es war das deutsche Unternehmen Hermann Hartje KG, das im Jahr 1993 Conway gründete. Die Räder werden dabei ausschließlich in Deutschland entwickelt. Während sich der Firmensitz im niedersächsischen Hoya liegt, befindet sich das Büro in Weiden in Bayern. Charakteristisch für die Mountainbikes sind optimal austarierte Federwege, eine sportliche Ausrichtung und innovative Features wie beispielsweise das Federsystem „Intelligent Moving Pivot“. Wer sich für ein MTB von Conway entscheidet, erhält ein zuverlässiges, qualitativ hochwertiges und preiswertes Bike.
  • Cube: Cube zählt nicht nur zu den beliebtesten MTB Marken in Deutschland, sondern ist auch weit über die Landesgrenze hinaus bekannt. So punkten die Räder des in der Oberpfalz ansässigen Unternehmens mit Hochwertigkeit, attraktiven Preisen und einer markanten Optik. Sehr nachgefragte Modelle sind zum Beispiel das Aim (Hardtail-Allrounder), das Reaction (Tour-Hardtail) oder das Stereo (Fully).
  • Ghost: Ghost ist eine der Mountainbike Top-Marken. Gegründet wurde sie im Jahr 1993 von Uwe Kalliwoda und Klaus Möhwald im nordbayerischen Waldsassen, drei Jahre später wurden die ersten Fullys produziert. Bekannt ist die Marke durch ihre leichten und schnellen Sporträder. Beliebte Ghost Modelle hören auf den Namen Kato FS (Einsteiger-Fully), Asket (Offroad-Hardtail) Lanao (Einsteiger-Hardtail). Die Profis vom Factory-Racing-Team von Ghost beweisen stets aufs Neue, dass die MTB-Topmodelle absolut mit der Welt-Elite mithalten können.
  • Giant: Giant gehört zu den weltweit größten Zweiradsportproduzenten und wurde 1972 gegründet, das erste Vollcarbon-Rennrad brachten die Taiwanesen 1996 auf den Markt. Erkennbar sind die Bikes an der speziellen Rahmengeometrie: das Oberrohr fällt zum Sattelrohr deutlich ab und dadurch wird das Rahmen-Dreieck kompakter. Das reduziert zum einen das Gewicht, zum anderen verbessert sich dadurch die Steifigkeit. Das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis, die innovative Technologie und erstklassige Verarbeitungsqualität machen die Rennräder von Giant so beliebt.
  • KTM: Wer mit seinen Rädern bereits zweimal den weltweit anerkannten Eurobike-Design-Award gewinnen konnte, hat sicher einiges richtig gemacht. Doch nicht nur die stilvolle Optik, sondern auch die hohe Robustheit und der höchste Anspruch an Qualität und Innovation, machen die MTBs von KTM zu etwas ganz Besonderen. Dabei hatte sich das österreichische Unternehmen bis in die 60er rein auf die Herstellung von Motorrädern spezialisiert. Die MTB Marke KTM bietet Bikes sowohl für den Profisport als auch für den ambitionierten Hobbysportler und Freizeitradler an. Zu den attraktiven Modellen zählen unter anderem das Prowler (Enduro-Fully), Scarp (Race-Fully), Chicago (Einsteiger-Hardtail) und Myroon (Race-Hardtail).
  • Liv: Liv ist eine Marke von Ghost, die sich ausschließlich auf die Produktion von Damen-Rädern spezialisiert hat. Das langjährige Know-how des gigantischen Mutterkonzerns im Rücken, kann die junge MTB Marke (2014 gegründet) erstklassige Räder für Fahrerinnen jeden Leistungsniveaus herstellen. Die spezielle Rahmen-Geometrie ermöglicht nicht nur eine aufrechte Haltung, sondern sorgt auch für eine bessere Kontrollierbarkeit im Gelände. Aber auch die Komponenten, wie beispielsweise Dämpfer, sind auch Frauen ausgelegt. Im Hardtail-Bereich sorgen das Temp und Bliss für Fahrspaß auf längeren Fahrradtouren, im Alltag oder auch auf dem Trail. Das Modell Intrique ist ein vielseitiges Trail-/All Mountain-Bike, das auch als Pro-Variante erhältlich ist.
  • Marin: Wer ein Bike mit einer exzellente Ausstattung möchte, ist bei den Kaliforniern von Marin definitiv an der richtigen Adresse! Ins Leben gerufen wurde die US-Rennradmarke im Jahr 1986 von Bob Buckley, selbst passionierter Mountainbiker. Als Namensvorlage diente die Geburtsstätte des Mountainbikes, Marin County. Wer sich für Marin entscheidet, bekommt ein preiswertes Bike mit einem leichten und robusten Rahmen in höchster Qualität.
  • Merida: Merida wurde 1972 in Taiwan gegründet und ist weltweit für seine durchdachten und qualitativ hochwertigen Bikes bekannt. So werden nur Highend-Komponenten verbaut, auch innovative Forschungstechnologien kommen hier nicht zu kurz. Das Innovationszentrum der asiatischen Marke befindet sich in Stuttgart, der Hauptsitz jedoch liegt in Taiwan. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Konstruktion des Rahmens gelegt, der zuerst zahlreiche Qualitätskontrollen durchlaufen muss. Die beliebtesten Modelle sind die Hardtails Big.Nine und Big.Seven, das One-Twenty und die Trail-Boliden One-Forty und One-Sixty.
  • Mondraker: Der Radhersteller aus dem sonnigen Alicante in Spanien hat sich auf die Produktion von Highend-Mountainbikes spezialisiert. An den Start ging die Brand im Jahr 2001. Innovative Features, wie die Forward Geometry (höhere Balance und besseres Handling durch längeren Reach und längere Oberrohre) oder das Zero Suspension System (hocheffizientes Federungssystem) machen Mondraker zu einer ganz besonderen MTB-Marke. Regelmäßig für Furore sorgt das MS Mondraker Team beim Downhill World Cup.
  • Orbea: Der größte Radhersteller in Spanien fühlt sich im Gelände zuhause und lässt die Kooperation mit dem Profi-Team in die Entwicklung der MTBs einfließen. Ob Hobby-Mountainbiker, Downhill-Profi oder Wettkampf-Fahrer - mit mehr als 60 Modellen ist bei Orbea für jeden Typ das richtige Bike dabei. Beliebte Modelle der Brand aus dem Baskenland sind Alma (Race-Hardtail), MX (Einsteiger-Hardtail) und Occam (All-Mountain Fully).
  • Rocky Mountain: Die Kanadier können mit gutem Gewissen als echte MTB-Pioniere bezeichnet werden und genießen in der Branche einen exzellenten Ruf. Die Entwicklung der Hochleistungs-Bikes erfolgt am Hauptstandort in Vancouver, wo die Firma auch im Jahr 1978 gegründet wurde. Ihr Mountainbike-Segment hat Rocky Mountain in 5 verschiedene Bereiche gegliedert: Freeride, Cross Country, Trail, Enduro und Abenteuer. Obwohl die Räder eher in der oberen Preisklasse und im Profi-Bereich zu verorten sind, werden mit der breiten Produktpalette Fahrer aller Leistungsklassen angesprochen.
  • Santa Cruz: Die Geschichte der Kalifornier begann 1994, als das erste handgefertigte Bike über die Ladentheke rollte. Der Fokus liegt auf Highend-Fullys, die für höchste Fahrqualität, Robustheit und Langlebigkeit bekannt sind. Die Bike-Rahmen werden in der hauseigenen Produktionsstätte hergestellt und auch die Forschung im eigenen Carbon-Labor vorangetrieben.
  • Scott: Auf einer Liste mit guten MTB Marken darf der Name Scott auf keinen Fall fehlen. Vor allem für seine Innovationen, moderne Optik und technologische Hochwertigkeit ist der US-Schweizer Radhersteller bekannt. So ist es also kein Wunder, dass mit den Top-Modellen schon einige Weltmeister- und Olympiatitel geholt wurden. Zu den beliebtesten Fully-Modellen zählen das Spark, Genius und das Gambler. Im Hardtail-Bereich sind die Modelle Aspect, Contessa und Scale sehr nachgefragt.
  • Specialized: Die Kalifornier gehören zu den besten Mountainbike Marken weltweit und sind im Premium-Segment angesiedelt. So überrascht es kaum, dass die Spitzenmodelle von Specialized schon zahlreichen Profis zu Siegen auf internationaler Ebene verholfen hat. Die Top-Modelle laufen unter der Serie S-Works, bei der nur fortschrittlichste Materialien, modernste Designs sowie innovative Technologien zum Einsatz kommen.
  • Trek: Trek macht keine halben Sachen. Für die Kultmarke aus Wisconsin zählt nur eins - die besten Bikes in ihrer jeweiligen Kategorie zu entwickeln. So auch in der Sparte der Mountainbikes. Als einer der internationalen Technologieführer baut Trek fortschrittliche MTBs für Einsteiger, Hobby-Racer und Profis. In jedem der zahlreichen Modelle stecken ausgeklügelte Features und Details, die dich jeden Trail meistern lassen.

Komponenten machen das Mountainbike aus

Wenn man sich die einzelnen Bauteile an einem Mountainbike mal genauer anschaut, dann wird man feststellen, dass im Prinzip der MTB-Hersteller nur den Rahmen und im Falle von Fullys (vollgefederte MTBs) die Hinterbaukonstruktion stellt. Alle anderen Anbauteile wie Schaltwerk, Bremsen und Federsysteme kommen von Zulieferern wie Shimano, SRAM, Magura, FOX oder RockShox. Man kann es also so formulieren: Wenn ein Hersteller einen guten Rahmen baut, dann wird daraus in der Regel ein ganz gutes Mountainbike. Dies verdeutlicht, dass die Komponenten letztendlich einen maßgeblichen Anteil an der Qualität des Komplettrads haben.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0