Viele Kinder empfinden Fahrradhelme längst nicht mehr als lästige Pflicht, sondern tragen sie mit Begeisterung - und oft auch Stolz. Damit dein Kind beim Fahrradfahren optimal geschützt ist, haben wir verschiedene Kinder-Fahrradhelme verglichen und Erfahrungen aus der Mama-Community einfließen lassen. Besonders wichtig waren uns ein hoher Sicherheitsstandard, eine gute Passform und ein angenehmer Tragekomfort. Zusätzlich haben wir die Testergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC der letzten Jahre berücksichtigt und die besten Modelle ausgewählt.
Wir haben geprüft, welche Helme besonders stoßfest, leicht verstellbar und gut belüftet sind, damit sie im Alltag wirklich überzeugen. So bekommst du eine fundierte Entscheidungshilfe für einen Fahrradhelm, der Sicherheit und Komfort optimal kombiniert.
Die folgende Auswahl berücksichtigt fünf Qualitätskriterien: Erfahrungsberichte, Bewertungen, Anzahl der Käufe, Prüfzeichen & Gütesiegel.
Worauf du bei einem Kinderfahrradhelm achten musst
Das Fahrrad kann für viele Kinder der erste große Schritt in Richtung eigene, freie Mobilität sein. Am Anfang ist es jedoch eher ein Spaßmobil oder ein Fortbewegungsmittel zusammen mit den Eltern. Welcher Fall auch immer aktuell zutrifft, eine Sache darf dabei nicht fehlen: Der Fahrradhelm. Und dabei sollte es nicht irgendein Helm sein, sondern der passende. Die Suche nach dem passenden Fahrradhelm für das eigene Kind ist an sich keine große Wissenschaft. Man muss nur wissen, worauf man zu achten hat. Ist das der Fall, kann die Suche zu einer recht entspannten Angelegenheit werden.
Zudem sind die Kids mit dem passenden Helm auch tatsächlich gerne unterwegs. Bei der Suche sollte zudem nicht das Design im Vordergrund stehen. Natürlich bieten die Hersteller verschiedene, kindliche Motive an. Und natürlich können diese Motive ein wichtiger Motivationspunkt sein, den Helm immer brav aufzusetzen. Dennoch sollte das nicht das Hauptkriterium bei der Auswahl sein.
Checkliste für den Kauf eines Kinderfahrradhelms
- Helmpflicht: Ja, Kinder bis 12 Jahre müssen beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Das gilt für Deutschland und Österreich gleichermaßen.
- Größe: Die Größe entscheidet, ob der Helm angenehm und dennoch sicher sitzt. Für die Suche nach der passenden Größe solltet ihr zunächst den Kopfumfang eures Kindes abmessen. Mit diesem Wert könnt ihr dann anhand der Größentabellen der jeweiligen Hersteller die passende Größe finden.
- Perfekter Sitz: Wenn euer Kind den Kopf schütteln kann und der Helm dabei sicher, aber nicht zu eng sitzend an seiner Position bleibt, habt ihr den idealen Helm gefunden. Die genaue Einstellung passiert in der Regel über ein Größenrad am Hinterkopf und in manchen Fällen mithilfe unterschiedlich dicker Schaumstoffpads.
- Riemen: Danach widmet ihr euch dem Riemen. Dieser sollte so fest wie nötig und so locker wie möglich eingestellt sein. Wenn er das Kinn nicht einengt und zugleich dazwischen nicht mehr Platz als für eine Fingerdicke bleibt, ist auch der Riemen ideal eingestellt.
- Speziell für Kinder: Besonders bei Kinderhelmen solltet ihr darauf achten, dass der gesamte Kopf geschützt ist. Vor allem der Hinterkopf sollte noch zusätzlich geschützt sein.
- Verschluss: Zu guter Letzt können Fahrradhelme mit einem Magnetverschluss Pluspunkte sammeln. Diese Verschlüsse können die Kids ideal selbst mit einer Han...
Testergebnisse und Empfehlungen
Wenn Kinder aufs Fahrrad steigen, sollten sie stets einen Helm tragen, um bei einem Sturz oder Unfall geschützt zu sein. Doch nicht alle Helme sind gleich gut, wie ein gemeinsam von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführter Test von 18 Helmen beweist.
Testergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC
Die Stiftung Warentest hat im April 2022 insgesamt 18 Fahrradhelme für Kinder getestet und bewertete den Pico Flash dabei mit der Gesamtnote 2,4 (»gut«). Mit 1,0 besonders gut bewertet wurden die niedrigen Schadstoffwerte des Fahrradhelms. Die Stiftung Warentest bemängelte allerdings das Fehlen von Reflektoren. Wir haben dies wegen der hervorragenden Beleuchtung nicht negativ in unser Testergebnis einfließen lassen.
In einem internationalen Test von Stiftung Warentest mit dem ADAC 2022 wurden 18 Kinderfahrradhelme auf Unfallschutz, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffe geprüft, wobei Unfallschutz 50% des Gesamtergebnisses ausmachte. Die Bewertung umfasste erweiterte Stoßdämpfungsprüfungen, Abstreifsicherheit, Riemenbelastbarkeit und Sichtbarkeit im Dunkeln, während Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffbelastung die restlichen 50% bestimmten, mit möglichen Abwertungen bei Mängeln.
Unter den 18 getesteten Kinderfahrradhelmen, die für eine Bandbreite an Kopfumfängen von kleinen Mitfahrern bis hin zu größeren Kindern geeignet sind, variieren die Preise von 12 bis 100 Euro. Während der Testsieger Abus für 50 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bieten alle Helme Schutz vor Kopfverletzungen, allerdings passen nicht alle optimal zu jeder Kopfform, und ein Modell, der Cube, wurde wegen hoher Mengen eines bedenklichen Weichmachers kritisiert.
Wichtigstes Kriterium im Test mit einem Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote ist natürlich der Unfallschutz. Schließlich ist das der Grund, warum man einen Helm trägt: Im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls kann er schwere Kopfverletzungen abmildern oder gar ganz verhindern. Umso erstaunlicher, dass nur der Testsieger von Abus und der Helm von Casco in dieser Kategorie mit der Note 2,5 gerade noch das Testurteil "gut" erreichten. Am schlechtesten beim Unfallschutz schnitt der Lazer Gekko mit 3,6 ("ausreichend") ab.
Der Testsieger überzeugte bei Unfallschutz und Handhabung sowie in der Hitze- und Schadstoffprüfung. Sein Preis von 50 Euro ist angemessen und liegt im mittleren Bereich des Testfeldes. Überraschend gut schnitt auch der günstigste Helm im Test ab. Das Modell Crivit vom Discounter Lidl kostet nur 12 Euro und erreichte dennoch Spitzenwerte bei Handhabung und in Teilen beim Unfallschutz, weil er durch ein festes Kinnband sicher sitzt und sich nicht leicht abstreifen lässt. Zusätzlich lässt er sich bequem tragen und einstellen und er verfügt über Reflektoren und LED-Beleuchtung. Am Ende teilte sich der Crivit mit der Note 2,4 gemeinsam mit den Helmen von Casco und Alpina den zweiten Rang.
Testsieger bei Kinderfahrradhelmen
Unabhängige Verbraucherorganisationen, Testinstitute, Clubs und spezialisierte Fachmagazine testen Produkte in standardisierten Verfahren nach objektiven Kriterien. Wir vergleichen die Ergebnisse von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST, ADAC, TÜV, OEKO-TEX sowie weiteren Institutionen und listen die jeweiligen Testsieger in einer kompakten Tabelle, um euch einen optimalen Überblick zu verschaffen.
| Kinderfahrradhelm | Größe | Testergebnisse |
|---|---|---|
| Abus Youn-I 2.0 | 2 Größen (48 - 57 cm) | Testsieger Fahrradhelm für Kinder (Gesamtnote 2,2) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Alpina Pico Flash | 50 - 55 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Casco Mini 2 | 46 - 52 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Lidl Crivit Kinder Fahrradhelm Art.-Nr. 366848 | 2 Größen (46 - 54 cm) | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Woom Kids Helm | 3 Größen (46 - 56 cm) | „befriedigend“ (Gesamtnote 2,6) bei Stiftung Warentest 2022 |
Empfohlene Modelle im Detail
Alpina Pico Flash
Der Pico Flash von Alpina hat einiges zu bieten: eine ausgezeichnete Beleuchtung, viele Lüftungsschlitze, eine hochwertige Verarbeitung sowie ein einwandfreies Verstellsystem im Helm, mit dem man die Passform optimal an die Kopfgröße anpassen kann. Zusätzliche Plastikstreben umschließen den Kopf und sorgen für mehr Sicherheit, Stabilität und Tragekomfort.
Hinter der farblich relativ schlichten Optik des Pico Flashs steckt einiges. Das fängt mit seiner hochwertigen Verarbeitung an. So ist nicht nur die Mikroschale sehr robust, stabil und leicht. Das gilt auch für das „Run System Ergo Flex+“ - also die Kunststoffkonstruktion im Helm, mit der man die Kopfbedeckung an seine Kopfform anpasst. Diese lässt sich nicht hin und her biegen, sitzt stabil und sicher. Dabei fällt auf, dass die Kunststoffkonstruktion hinten beim Drehknopf im Vergleich zu den anderen Testmodellen größer und breiter gestaltet ist. Der Drehknopf lässt sich gut greifen und drehen und hat eine feine Rasterung. Das sorgt für zusätzlichen Komfort und Passgenauigkeit.
Dazu kommt ein hochwertiges Gurtsystem, das sich schnell und einfach auf die Kopfgröße einstellen lässt und dank Polsterung angenehm am Kinn sitzt. Hier setzt der Pico Flash sogar optisch einen kleinen Farbtupfer. Die Klemmen leuchten pink, während die Gurtbänder, passend zum Helm, in Türkis gehalten sind. Und der Verschluss? Der lässt sich unkompliziert per Knopfdruck öffnen. Auch das Schließen funktioniert tadellos.
Zwölf Lüftungsöffnungen sind darauf verteilt: Vorn sitzen drei recht große mit Fliegengitter beziehungsweise Insektenschutz. Oben finden sich zwei lange Schlitze, hinten noch mal drei große und an den Seiten jeweils zwei weitere Schlitze, die für eine hervorragende Belüftung an heißen Sommertagen sorgen. Die Schlitze geben dem Helm eine sehr windschnittige Optik. Auch perfekt gelöst: Der Helm läuft nach vorn etwas aus - wie ein kleiner Sonnenschutz und Aufprallschutz. Trotz der vielen Lüftungsöffnungen bleibt noch Platz für ein relativ großes LED-Licht. Alpina nennt das Flash Light. Es ist sehr elegant in das windschnittige Helmdesign integriert und lässt sich einfach per Knopfdruck einstellen, in ein Blinken oder ein konstantes Leuchten.
Das Einsatzgebiet vom Pico Flash ist zwar auf Radfahren fokussiert - optisch ähnelt er einem klassischen Mountainbike-Helm - er eignet sich allerdings auch zum Rollerfahren, Inlineskaten oder Skateboardfahren. So oder so: Der Pico Flash von Alpina bietet viel Komfort, Sicherheit und Vergnügen.
Micro Rocket
Wenn es nicht nur ein Helm zum Fahrradfahren sein soll, sondern auch Inlineskaten, Rollerfahren oder Skateboarden auf dem Programm steht, ist der Micro Rocket die beste Wahl. Sicherheit wird bei ihm großgeschrieben. Er hat die klassische Form eines Skateboard-Helms, der am Hinterkopf recht weit runtergeht, das gibt noch mehr Schutz bei Stürzen. Dazu ein roter Knopf, mit dem man die Passform hervorragend einstellen kann. Außerdem dient der Knopf auch als Beleuchtung - er kann in drei Variationen blinken und leuchten.
Fast hätte es der Rocket von Micro oben aufs Siegerpodest geschafft. Der Kinderfahrradhelm ist sehr robust und stabil, leicht und kompakt, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und hält unbeirrt seinen Kurs: den Kopf eines Kindes zu schützen. Im Klartext: Ein Fahrradhelm für Kinder, der sicher konstruiert ist, und der beim Radfahren, Skateboarden, Inlineskaten und Rollerfahren eine gute Figur macht. Schon allein optisch fällt er unseren kleinen Testpersonen sofort auf. Die Sterne, Planeten und Raketen sind schön und ansprechend illustriert. Dazu reicht ein simpler Druck auf die Plastikleuchte, die in drei verschiedenen Variationen blinkt und leuchtet.
Auch sehr praktisch: Wenn die Batterie keinen Saft mehr hat, kann man mit einer Geldmünze, zwei Cent beispielsweise, den Knopf drehen und öffnen und die Batterie wechseln. Die Leuchte ist auch gleichzeitig der Drehknopf, um den Kinderhelm auf die entsprechende Kopfgröße seines Kindes einzustellen. Auch dieser funktioniert tadellos und ist so konstruiert, dass er den Fingern von Kindern wie Eltern genügend Platz lässt und Fläche gibt, um daran zu drehen. Die hochwertigen Gurte sind ebenfalls einfach einstellbar, sodass der Helm stabil und sicher am Kopf sitzt. Nur der magnetische Fidlock-Verschluss ist etwas gewöhnungsbedürftig - gerade für Kinder. Doch das hat der Nachwuchs schnell raus.
Die Innenpolster sind nicht zu dick, nicht zu dünn und geben dem Kinderfahrradhelm einen angenehmen und komfortablen Sitz. Sie sind einfach zu entfernen und waschbar. Außerdem sorgen acht Belüftungslöcher dafür, dass der Kopf und damit der kleine Rennfahrer nicht überhitzt. Vielleicht hätten hier die Löcher etwas größer sein oder zahlreicher ausfallen können. Allerdings ermöglicht die kompakte Oberfläche, dass der Helm nicht nur fürs Radfahren geeignet ist, sondern wie erwähnt auch für andere sportliche und rasante Einsätze. Der Rocket ist ein echter Allrounder und Hingucker. Seine Form entspricht der eines klassischen Hartschalenhelms. Doch Micro verwendet hier eine Mikroschale mit In-Mold-Technologie.
Casco Mini 2
Der Casco Mini 2 ist nicht nur im Sommer als Fahrradhelm einsetzbar, sondern auch im Winter beim Skifahren oder Snowboarden. So sind nur wenige Helme konzipiert. Und es geht noch weiter: Auch im Fahrradsitz macht er auf dem Kopf eines Kindes eine gute Figur, da er eng und bequem anliegt, keinen unbequemen Abstand zwischen Rückenlehne und dem kleinen Beifahrer erzeugt.
Der Kinderfahrradhelm von Casco ist eine Mikroschale, die nach dem In-Mold-Verfahren, also dem Spritzgussverfahren, gefertigt wurde. Das heißt: Schale und Hartschaum werden miteinander zu einem festen Helmkörper verschweißt. Die gesamte Verarbeitung des Helms ist sehr hochwertig. Das Gurtband-System lässt sich unkompliziert verstellen und an die Kopfgröße anpassen, er sitzt gut am Kinn. Acht Belüftungslöcher an den Seiten und eines vorn sorgen im Sommer für Abkühlung. Die Löcher sind jedoch recht klein. Bei sommerlicher Hitze könnte es da schnell zu einer leichten Überhitzung kommen.
Tolles Extra und Zubehör für den Wintereinsatz auf der Piste: Für die Ohren kann man eine flauschige Ohrenbedeckung am Helm rasch und einfach befestigen. Das Gleiche gilt für den Kopf. Ein Innenfutter für die Helmschale hält warm. Fazit: Ein echter Allrounder mit hochwertiger Verarbeitung und toller Optik - nur im Dunkeln könnte und sollte er etwas mehr leuchten, da reichen die dünnen Gummibänder nicht wirklich aus.
Uvex Finale Junior
Der Uvex Finale Junior sieht nicht nur aus wie ein Mountainbike-Helm, er erfüllt auch die gleichen hohen Standards, was Sicherheit, Tragekomfort und Verarbeitung betrifft. Er liefert rundherum eine optimale Performance ab. So können sich die kleinen Rennfahrer auf zwei Rädern ganz groß fühlen - draußen im Gelände, aber natürlich genauso in der Stadt im Straßenverkehr. An den Seiten und am Hinterkopf ist der Kinderhelm etwas tiefer gezogen. Das erhöht Schutz und Sicherheit. Überhitzen? Mit diesem Helm nicht möglich! Elf große Schlitze sorgen für eine hervorragende Belüftung des Kopfes. Zudem sind die vorderen drei Schlitze mit einem Insektennetz bestückt.
Wichtige Hinweise und Tipps
Auch wenn die Polizei hierzulande empfiehlt, einen Fahrradhelm zu tragen - eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht. Das soll laut Bundeskanzlerin Angela Merkel auch so bleiben. Sie übernimmt hier die Haltung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der eine Helmpflicht ablehnt, weil dann wohl der Autoverkehr zunehmen würde. Außerdem sei die Helmpflicht weder durchzusetzen noch zu kontrollieren.
Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, dann wirken unglaublich große Kräfte auf den Körper ein. Leider ist der Kopf hier das zentrale Problem, denn fast immer schlägt dieser auf dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand auf. Wenn der Helm richtig passt, kann man diese Krafteinwirkung zumindest reduzieren.
Was man trotz kontroverser Studien guten Gewissens behaupten kann: Jeder Helm ist besser als »oben ohne« zu fahren. Selbst ein durchwachsen bewertetes Modell kann die Verletzungsgefahr verringern.
So finden Sie die richtige Größe und Passform
Deshalb greifen Sie bitte als erstes zum Maßband. Setzen Sie es etwa eineinhalb Zentimeter über den Augenbrauen Ihres Mini-Lance Armstrong an und legen Sie es dann schräg um den Schädel, sodass das Band am Hinterkopf etwas unterhalb der Höhe des Stirn-Ausgangspunktes zusammenkommt.
Laut Stiftung Warentest ist darauf zu achten, dass die Helmschale weder zu weit noch zu eng ist. Rütteln Sie ruhig etwas am Kopf Ihres Kindes. Dabei darf der Helm auch mit geöffnetem Verschluss nicht verrutschen. Passiert das, kann man den Sitz des Helms mit einer Stellschraube fester stellen. Anschließend schließt man das Kinnband. Auch das sollte gut sitzen, aber nicht drücken, sonst fliegt der Helm im Fall eines Falles vom Kinderkopf. Stirn und Schläfen müssen vom Kinderfahrradhelm geschützt werden, da sie das größte Verletzungsrisiko aufweisen. Dafür muss der Fahrradhelm waagrecht sitzen.
Weiche Polster sind idealerweise überall dort angebracht, wo der Kinderkopf die Schale berührt. Fehlt diese Dämmung, kann es schmerzhaft werden. Deshalb macht es Sinn, dass die Kleinen den Helm vor dem Kauf eine Viertelstunde Probe tragen. Denn ein drückendes Ding setzen Kids garantiert nicht mehr auf. Wo sich die Gurtbänder optimalerweise treffen?
Damit aktive Mädchen und Jungs im Sommer nicht vor Hitze vom Rad kippen, sind breite Belüftungsschlitze notwendig, die unbedingt mit einem Insektenschutznetz versehen sind. Nur so treibt eine Wespe kleine Radler nicht in den Totalschaden.
Wichtig ist vor allem bei älteren Kids außerdem, dass sie ihren Helm problemlos selbst an- oder ausziehen können - und vor allem auch, dass sie ihn hübsch finden. Sie wollen auf Nummer sicher gehen?
Dann muss sich Ihr Kind nach einem Sturz sofort von seinem Helm verabschieden - auch dann, wenn die Kopfbedeckung äußerlich noch top aussieht. Im Inneren kann sie nämlich durchaus beschädigt sein. Deshalb sollte man besser auch keine gebrauchten Produkte kaufen.
Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf das Produktionsdatum in der Helmschale: je neuer, umso besser, denn Material verschleißt. Wie lange Helme generell einsatzbereit sind, hängt vom Gebrauch ab. Spätestens nach fünf Jahren würden ihn viele Experten aber aus Sicherheitsgründen austauschen.
Achten Sie bitte auch auf das CE-Kennzeichen, das die Einhaltung der deutschen Sicherheitsnormen garantiert. Weichschalenhelme kommen ohne diese Hartkunststoffschicht aus. Sie schützen den Kopf daher nicht so sehr. Die staatliche Initiative »Ich trag‘ Helm« meint deshalb: »Das in der Vergangenheit häufig für Kinderhelme genutzte Verfahren ist veraltet.
Kommentar schreiben