Die besten Mittelklasse-Naked Bikes im Vergleich

Die Mittelklasse-Naked Bikes, definiert durch einen Hubraum zwischen 660 und 950 ccm, erfreuen sich bei Motorradfahrern großer Beliebtheit. Diese Motorräder bieten eine hervorragende Balance zwischen Leistung, Handhabung und Preis, was sie zu idealen Allroundern für sowohl Anfänger als auch erfahrene Fahrer macht. Mit mindestens 100 PS und Spitzenleistungen von bis zu 130 PS bieten sie eine dynamische Fahrweise, die sowohl auf der Landstraße als auch auf der Rennstrecke begeistert.

Im Vergleich zu anderen Motorradklassen bieten sie eine beachtliche Leistung, die früher den leistungsstarken Power-Nakeds vorbehalten war. Hier findest du die besten Naked Bikes der Mittelklasse - ideal für Fahrspaß auf der Straße, mit ausgewogener Performance und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Bewertung der besten Mittelklasse-Naked Bikes erfolgt durch ein Gremium erfahrener Tester. Die Jury setzt sich aus bekannten Namen der Motorradszene zusammen, darunter Nils, Vauli, Horvath, Gregor, Poky, Mex, Martin Bauer, Wolf, Arlo, Amelie, Schaaf und Frankee. Zur Wahl stehen alle 2024 verfügbaren Motorradmodelle, auch wenn diese nicht zwingend in diesem Jahr neu vorgestellt wurden.

Jeder Tester erstellt eine persönliche Rangliste von Platz 1 bis 14, während Motorräder, die keine Platzierung erhielten, automatisch auf Platz 15 landen. Um die Objektivität zu wahren, konnten Tester Kategorien auslassen, in denen sie sich weniger sicher fühlten. Motorräder, die nur kurzzeitig oder für wenige Tester verfügbar waren, wurden lediglich von denjenigen bewertet, die diese Modelle tatsächlich gefahren sind. Diese Modelle erhielten von den anderen Testern den 15. Platz.

Knappe Entscheidungen und Top-Platzierungen

Ein genauer Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass in dieser Kategorie fast alle Juroren ihre Stimme abgegeben haben. Besonders knapp war es zwischen den Plätzen eins und zwei, wobei die Triumph Street Triple RS und die KTM 990 Duke nur durch einen minimalen Abstand getrennt waren. Amelie und Frankee enthielten sich, was die knappen Entscheidungen noch spannender machte.

In Summe lassen sich in den Top 10 drei Pakete ausmachen. Platz 1-4 liegen sehr nahe beisammen, 5-7 ebenfalls und Platz 8-10 folgen dann mit deutlichem Abstand.

Die Top 3 im Detail

  1. Triumph Street Triple RS: Die Triumph Street Triple RS sichert sich auch 2024 den ersten Platz und wird somit vollkommen zu Recht als das "Referenzmodell" in der Mittelklasse bezeichnet. Mit ihrem 765 ccm Dreizylinder-Motor, der 130 PS leistet, bietet sie eine beeindruckende Mischung aus Leistung und Agilität. Die Street Triple RS punktet mit ihrem hochwertigen Öhlins-Fahrwerk, einem umfangreichen Elektronikpaket, einschließlich eines TFT-Displays, Kurven-ABS und mehreren Fahrmodi. Sie wird von den Testern für ihre Präzision, den durchzugsstarken Motor und das exzellente Handling gelobt. Einige Tester bemängeln lediglich den hohen Preis, doch in Sachen Performance und Ausstattung setzt die Triumph Street Triple RS nach wie vor Maßstäbe in ihrer Klasse.
  2. KTM 990 Duke: Auf dem zweiten Platz landet die KTM 990 Duke. Dieses Modell besticht durch einen kraftvollen Zweizylinder-Motor mit 950 ccm Hubraum, der 123 PS generiert. Die KTM ist bekannt für ihr messerscharfes Handling und ihre aggressive Performance, die besonders auf kurvigen Strecken zur Geltung kommt. Die Ausstattung umfasst hochwertige WP-Federelemente, einen Quickshifter sowie eine umfangreiche Elektronik mit verschiedenen Assistenzsystemen. Die Tester schätzen die Präzision und die Sportlichkeit der 990 Duke, monieren aber die im Vergleich zum Gesamtpaket lasch zu Werke gehende Bremse und den gehobenen Preis.
  3. Yamaha MT-09 SP: Die Yamaha MT-09 SP belegt den dritten Platz und überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie ist mit einem 890 ccm Dreizylinder-Motor ausgestattet, der 119 PS leistet. Besondere Merkmale sind das hochwertige Fahrwerk mit einstellbaren Öhlins-Federbeinen, eine sportliche Sitzposition und ein umfassendes Elektronikpaket mit Traktionskontrolle und verschiedenen Fahrmodi. Die Tester loben das agile Handling und die leistungsstarke Motorcharakteristik, kritisieren jedoch die etwas gewöhnungsbedürftige Ergonomie.

Neue Modelle für die Saison 2025

Gleich sieben neue Mittelklasse-Naked Bikes, die auch noch leistbar sind, betreten die Bühne für die Saison 2025! Hier ein kurzer Überblick:

  • Aprilia Tuono 457: Die Aprilia Tuono 457 ist die günstigste Möglichkeit, ein agiles Aprilia-Naked Bike über 125 Kubik zu fahren! Das neue A2-konforme Modell richtet sich mit seinem flüssigkeitsgekühlten 457 Kubik-Parallel-Twin-Motor und 47,6 PS besonders an Einsteiger, aber auch an Fortgeschrittene, die vorrangig auf Handlich- und Alltagstauglichkeit Wert legen.
  • Ducati Scrambler Icon Dark: Die Ducati Scrambler Icon Dark bleibt mit 9990 Euro in Deutschland unter den magischen 10.000 Euro und verkörpert damit einen tatsächlich leistbaren Einstieg in die Scrambler-Welt.
  • Honda CB750 Hornet: Ältere Baujahre und all jene, die sich mit Naked Bikes von vor ca. 20 Jahren beschäftigen, werden beim Blick auf die Front der neu gestalteten Honda CB750 Hornet unweigerlich an die Z-Kawas dieser Zeit denken!
  • Kawasaki Z900: Kaum eine andere Modernisierung eines Mittelklasse-Naked Bikes wurde sehnlicher erwartet als jene der Kawasaki Z900! Der aus der Vorgängerin bekannte 948 Kubik Reihenvierzylinder-Motor verfügt über ein neues Nockenwellen-Profil, das zu einem noch drehfreudigeren Charakter und einem stärkeren Durchzug im unteren Drehzahlbereichen führen soll.
  • Royal Enfield Bear 650: Die neue Royal Enfield Bear 650 erinnert an das legendäre Design und den Spirit der Scrambler-Motorräder aus den 1960er-Jahren und kombiniert diese Retro-Ästhetik mit moderner Technik.
  • Triumph Trident 660: Die Triumph Trident 660 des Modelljahres 2025 punktet mit aufgewerteter Ausstattung. Das optimierte Kurven-ABS und die Traktionskontrolle, gesteuert durch eine Sechsachsen-IMU, sorgen für optimierte Brems- und Beschleunigungsleistung in Schräglagen.
  • Yamaha MT-07: Der bekannte 689 Kubik CP2-Motor ist mit seinen 73,4 PS und 67 Newtonmeter Drehmoment aber nach wie vor ein äußerst quirliger und antrittsstarker Geselle, der ohnehin für diese Klasse ordentlich Dampf bietet. Hinzu kommt nun die coole Optik im Stil der MT-09, ein neues 5 Zoll Farb-TFT-Display und im Zuge des neu eingeführten Ride-by-wire-Systems eine Traktionskontrolle, Fahrmodi und ein optionaler Quickshifter samt Blipper.

Der Trend zur Mittelklasse

Auch wenn die Hersteller gerne ihre extrem starken Modelle ins Rampenlicht schieben, machen viel weniger Motorradfahrer den PS-Kult mit als oft angenommen wird. Bereits seit etlichen Jahren liegen die Mittelklassemodelle Yamaha MT-07 mit 73 und Kawasaki Z 650 (Test) mit 68 PS immer unter den Top 4 und mit der KTM 390 Duke (Test) und Honda CMX 500 Rebel tummeln sich sogar zwei Vertreterinnen der einsteigerfreundlichen 48-PS-Klasse beständig unter den besten Zehn. Auch die handliche Supermoto KTM 690 SMC R (Test) mit 75 PS ist seit Jahren dort zu finden.

Der Trend zu Motorrädern mit gemäßigter Leistung zeichnet sich schon länger ab. Sportmotorräder verkaufen sich bereits seit rund einem Jahrzehnt kaum noch. Hier spielt neben der unkomfortablen Sitzposition und der eingeschränkten Alltagstauglichkeit sicher auch der PS-Overkill eine entscheidende Rolle.

Preis-Leistungs-Sieger

Ein sehr gutes Motorrad für "wenig" Geld finden ist möglich. Dank den Tests von MOTORRAD. Wir zeigen 11 Modelle mit der Note 1 für Preis-Leistung.

Zwar ist Motorradfahren ein hochemotionales Thema, doch beim Kauf wiegt in den meisten Fällen das Verhältnis von Kosten und Nutzwert schwerer als alles andere. Das Preis-Leistung-Verhältnis ist daher Bestandteil der MOTORRAD-Tests. Errechnet aus dem Ergebnis der berühmten 1.000-Punkte-Wertung sowie dem Preis des Motorrads, verpackt in Schulnoten von 1,0 bis 4,0.

Wer nun meint, ein herausragendes Testergebnis ergäbe ohnehin eine sehr gute Note in der Preis-Leistung, irrt. Die Bestenliste von MOTORRAD zeigt: Die Mischung macht’s.

11 Modelle aus den Tests seit 2024 erhielten die Note 1 für die Preis-Leistung. Und das sind allesamt nicht die absoluten Top-Modelle - weder die neueste Reiseenduro mit 150 PS Leistung, noch der jüngste 200-PS-Supersportler mit deutlich unter 200 Kilo Gewicht.

Nein, hier brillieren Modelle, die Wert legen auf eine ausgewogene Komposition aus Motor, Fahrwerk, Ausstattung, Sicherheit und Unterhaltskosten.

Hier eine Übersicht einiger Modelle mit Top-Preis-Leistungs-Verhältnis:

Modell Preis-Leistungs-Note Besonderheiten
Honda CB 750 Hornet 1,0 Gutes Motorrad zu einem sehr günstigen Preis.
Kawasaki Ninja 500 SE 1,4 Niedriger Preis und beachtliche Leistung im Einsteigersegment.
Triumph Trident 660 1,2 Dreizylinder mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Yamaha MT-09 1,3 Viel Leistung für wenig Geld, reifte über ein Jahrzehnt zu einem sehr guten Motorrad.
Voge DS 900 X 1,1 Bietet viel BMW-Technik für weniger Geld.
Triumph Speed 400 1,2 Mega-Erfolg, besonders in Indien, wo sie bei Bajaj entstehen.
Suzuki GSX-8R 1,3 Ein Test 2024 ergab 670 Punkte für 9.800 Euro.
Triumph Street Triple 765 R 1,3 Wer sehr viel Motorrad und Motor zu einem überschaubaren Preis sucht, könnte mit der Triumph Street Triple 765 R richtig liegen.

Der Begriff "Bang for the Buck" beschreibt Motorräder, die ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wörtlich übersetzt bedeutet es "viel Knall für das Geld", was darauf hinweist, dass man für den bezahlten Preis viel Leistung, Ausstattung und Qualität erhält. Typischerweise finden sich solche Motorräder in der Mittelklasse, wo die Hersteller versuchen, ein hervorragendes Gesamtpaket zu einem erschwinglichen Preis zu bieten.

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