Ein neues Jahr ist bereits voll im Gange, während einige Vorsätze bereits der Vergangenheit angehören, werden andere wie mehr Sport nach Feierabend oder im Urlaub bei den steigenden Temperaturen zurück ins Gedächtnis gerufen. Doch bekanntermaßen ist aller Anfang schwer.
In diesem Bericht wollen wir daher ein Bike testen, welches den Einstieg zum Mountainbiken möglich macht, ohne das Konto all zu sehr zu erleichtern. Das Testbike hört auf den Namen Rockrider 520 und kommt aus dem Hause B´TWIN.
Das Rockrider 520 im Detail
In unserem Test wurde das Rad in der Größe L von einem 1,79m großen Fahrer mit 75kg getestet. Nach dem Öffnen des Kartons sticht sofort das grelle neon-gelb des massiv scheinenden Aluminiumrahmens ins Auge. Neon ist das neue schwarz. Das Design passt voll und ganz zum aktuellen Trend der Szene.
Das Kundenspektrum des Fahrrades richtet sich gemäß der verbauten Federgabel auf Fahrer zwischen 55 und 105 Kilogramm Körpergewicht aus. Die Federgabel stammt wie der Rahmen aus dem Hause B´TWIN und verfügt über 80mm Federweg. Abgebremst werden die Schläge durch eine mechanische Feder und einen zusätzlichen Elastomer auf den letzten Millimetern des Federwegs.
Der Rahmen und die Gabel richten sich als Herzstück des Rades klar an Einsteiger des Mountainbike-Bereichs, ausgerichtet auf Tourenfahrten.
Montage und Anpassung
Die Montage des Mountainbikes gestaltete sich simpel und auch die Online-Bestellung stellt für Leihen keine Probleme dar. Durch die Vormontage des Herstellers muss der Kunde lediglich den Lenker an den Vorbau schrauben und ausrichten, das Vorderrad mit den Schnellspannern in die Gabel einspannen, die Pedalen mit dem beigelegten Maulschlüssel montieren und zum Schluss die Sattelstütze in den Rahmen stecken. Fertig.
Die Einstellung der individuellen Sitzposition gestaltet sich ebenfalls einfach. Die Sitzhöhe lässt sich mittels Schnellspanner an der Sattelklemme anpassen und für das Cockpit hat sich die Marke ein einfaches Fünf-Stufen-System einfallen lassen. Verschieden farbige Spacer ermöglichen die einfache Anpassung der Lenkerhöhe.
Für die Anpassung an das Fahrergewicht hat sich B´TWIN zwei Gadgets einfallen lassen. Zum einen lässt sich die Gabel binnen weniger Sekunden mittels eines „gewichtsabhängigen Justiersystems“ auf das eigene Körpergewicht anpassen und zum anderen verfügen die Reifen über eine Luftdrucktabelle. Zum Schluss sollten noch einmal alle Schrauben kontrolliert werden und der Sattel in eine optimale, waagerechte Position gebracht werden.
Testfahrt im Gelände
Getestet wurde das Mountainbike im Teutoburger Wald, ein kleines Mittelgebirge im Norden Deutschlands. Die Wege und Trails der Region sind breit gefächert, sodass ein guter erster Fahreindruck des Bikes entstehen konnte. Für den Test tauschten unsere Fahrer Tobias und Dominik ihre Rennfeilen gegen das neongrüne B´TWIN. Beide sind im Mountainbike Wettkampfeinsatz zuhause und üblicherweise auf Rädern anderer Preisklassen unterwegs.
Doch wie viel Bike bekommt man für 300€? Im Test musste das Rad neben den üblichen Touren und Waldwegen auch enge Wanderwege und Sprünge über sich ergehen lassen. Ungeachtet der Preisklasse wurde dem Rad bis auf den Zahn gefühlt.
Im Gelände angekommen wurde erst einmal die gesamt Schaltpalette des Rads getestet. Die 3×8 Schaltung aus dem Hause SRAM machte von Werk aus einen guten Eindruck und sorgte für sichere Schaltvorgänge durch die 24 Gänge. Ein Nachjustieren der Werkseinstellung war nicht nötig. Ging es bergauf, machte sich allerdings das hohe Gewicht des Rades bemerkbar. In mancher Rampe wünschten sich die Tester schlicht einen leichteren Gang. Besonders lange und steile Anstiege können so für ungeübte zur Probe werden.
In den Abfahrten leisteten die Bremsen gute Arbeit und reduzierten in gewohnter Scheibenbremsmanier die Geschwindigkeit. Ein stabiles und sicheres Fahrverhalten war in allen Situationen gegeben! Selbst Sprünge waren gut möglich und überschreiten die Grenzen des Machbaren nicht. Die modernen 27,5″ großen Laufräder sorgten zudem für gute Rolleigenschaften und Grip. Im Vergleich zu kleineren 26″ bieten sie eine größere Kontaktfläche zum Untergrund.
Zum Abrunden des Gesamtpakets wünschten sich unsere Tester lediglich hydraulische Scheibenbremsen. Der geringe Kraftaufwand und Komfort einer hydraulischen Scheibenbremse ist dem einer mechanischen deutlich überlegen. Bei der Reifenwahl stehen Hersteller und Kunde stets einem Zwiespalt gegenüber. Wenig Profil für leises und schnelles Rollen auf Asphalt oder grobes Profil für gute MTB Eigenschaften? Bei Trockenheit reichten die verbauten Reifen vollends aus, bei Nässe gerieten sie aber an ihre Grenzen. Folglich wäre ein Umrüsten auf gröbere Bereifung für All-Wetter-Fahrer ratsam.
85% der Kunden wird das Rockrider 520 zwar nie so fahren wie unsere Tester aber eins ist nun klar. Für 300€ bekommt man mehr Mountainbike als man denken mag!
Das B´TWIN ist trotz seiner Preisklasse kein Mode-MTB, das maximal Schlaglöcher und Bordsteinkanten wegfedern kann oder einfach nur schick aussieht. Erste Touren durch den Wald? Spaß und Speed auf einfachen Wanderwegen? Das erste MTB für den Nachwuchs? Das Gesamtpaket des Rockrider 520 mit funktionaler Schaltung, Scheibenbremsen und individuellen Anpassungsmöglichkeiten bietet ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für all diejenigen, die den Sport in weiterer Zukunft ambitionierter Betreiben wollen, ist unsererseits aber ein Blick auf die etwas teureren Modelle des Herstellers (z.B. Das B´TWIN Rockrider 520 ist für 299,99€ ein gutes Einstiegsmodell in den Mountainbike Sport.
Fahrrad bis 300 Euro Vergleich 2025
Hier ist ein Vergleich einiger Fahrräder bis 300 Euro:
| Modell | Fahrrad-Typ | Rahmenmaterial | Anzahl Gänge | Bremssystem | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Chillaxx Strada Premium Bike | City-Rad | Stahl | 21 Gänge | Felgenbremsen | 16,5 kg |
| Discovery Adventures Damen Citybike | City-Rad | Stahl | 6 Gänge | Felgenbremsen | 25 kg |
| Galano G600 | Mountainbike | Stahl | 18 Gänge | Scheibenbremse | 18 kg |
| Wildtrak - Stahl-Mountainbike WT037 | Mountainbike | Stahl | 21 Gänge | Scheibenbremse | 18,5 kg |
| Chillaxx Escape | Mountainbike | Stahl | 21 Gänge | Felgenbremsen | 14,7 kg |
Verwandte Beiträge:
- Bestes Mountainbike für 2000 Euro: Test & Vergleich der Top-Modelle
- Bestes E-Mountainbike unter 2000€: Test & Vergleich 2024
- Bestes Mountainbike unter 1000€: Test & Vergleich der Top-Modelle
- Bestes Mountainbike bis 500€: Test & Kaufberatung für Einsteiger
- Shimano vs. Tektro Auriga: Welcher Fahrradbremse liefert die beste Leistung?
- Fahrrad Tuning: Die besten optischen & funktionellen Tricks für dein Bike!
Kommentar schreiben