Aldi-Süd hatte zum Herbstbeginn ein Premium-LED-Lampenset von Bikemate im Sortiment. Aldi bietet aktuell ein Fahrradleuchten-Set von Provelo an. Herbstbeginn heißt mehr Fahrten mit dem Rad bei Dunkelheit. Deshalb hatte Aldi-Süd das LED-Lampenset von Bikemate kurzzeitig im Sortiment.
Die Lampensets vom Aldi Süd waren in der Vergangenheit immer von akzeptabler Qualität, mittlerweile können die LED-Scheinwerfer und Rücklichter der Marke Bikemate mit teureren Markenprodukten konkurrieren.
Ein Leser von VeloStrom hat mich schon öfter darum gebeten, auch mal preiswerte Lamensets von Aldi zu testen. Das Problem dabei ist, dass man schnell genug sein muss, um eines zu ergattern. Doch dieses Jahr war ich schnell genug und konnte eines der Sets ergattern. Passend, dass gerade ein Gravelbike des italienischen Herstellers CBT bei VeloStrom zum Test ist, das über keine eigenen Beleuchtung verfügt.
Design und Verarbeitung
Mit 191 Gramm Gewicht inkl. Für knappe 10€ bei Aldi-Süd gekauft macht das Premium LED Lampenset von Bikemate einen guten ersten Eindruck. Die Verarbeitung ist gut, am Preis gemessen sogar hervorragend.
Funktionen und Bedienung
Die Frontlampe wird über einen großen, griffigen Gummitaster auf der Oberseite bedient und zeigt an der Oberseite den Lampenmodus und den Akkustand an. Beim Einschalten leuchtet der Scheinwerfer des Premium-LED-Lampensets von Bikemate in der automatischen Leuchtstufe, ein Druck auf den Taster schaltet in den 70-Lux-Modus, je ein weiterer Druck in den 35 und dann den 15 Lux-Modus.
Der Scheinwerfer produziert ein blendfreien Lichtteppich auf die Straße (70 Lux maximal), mit dem sich bei moderater Geschwindigkeit bis 25 km/h kleine Hindernisse wie Steine und Äste auf der Straße gut erkennen lassen. Sowohl der 124 Gramm schwere Scheinwerfer, als auch das 54 Gramm schwere Rücklicht (jeweils inklusive Universalhalter) überzeugen mit ihrer Leuchtkraft.
Ansonsten haben uns überzeugt die Akkulaufzeit vom Scheinwerfer von vier Stunden und vierzig Minuten bei Maximalleistung, seine relativ kurze Ladedauer von zweieinhalb Stunden, sowie die komfortable Bedienung und die übersichtliche Akku-Ladestandsanzeige mit seinen drei Balken.
Der Akkustand wird ebenfalls auf der Oberseite der Lampe angezeigt: Leuchten drei LED (grün, orange und rot) beträgt der Akkustand zwischen 70% und 100%. Leuchten die orangene und die rote LED hat der Akku der Frontleuchte noch etwa 30%-70% Energie, leuchtet nur die rote LED beträgt die Ladung noch zwischen 10% und 30%.
Das Rücklicht wird mit den beiliegenden Batterien (2xAAA) betrieben und über einen kleinen Gummitaster eingeschaltet. Beim Rücklicht, das mit zwei AAA-Batterien (im Lieferumfang enthalten) betrieben wird, erzeugt eine zentrale LED ordentlich Leuchtkraft nach hinten und zur Seite. Sogar ein Bremslicht mit vier weiteren LED ist integriert, was bei unserem Praxistest zuverlässig funktionierte.
Ist die Rückleuchte verfügt über einen Bremslichtfunktion. Damit das zuverlässig funktioniert muss die Lampe vor jedem Einsatz kalibriert werden. Doch das funktioniert viel einfacher als es das Wort „Kalibrieren“ vermuten lässt: Ist die Lampe senkrecht und ohne Neigung zur Seite ausgerichtet am Rad montiert, wird mit Einschalten des LED-Rücklichts die Kalibrierung gestartet.
Als Anzeige dient eine blinkende LED. Wenn nur noch die Rücklicht-LED leuchtet, ist die Kalibrierung abgeschlossen, fertig! Das alles dauert nur wenige Sekunden.
Montage
Die Montage von Front- und Hecklampe des Premium LED Lampenset von Bikemate ist dank der mitgelieferten Schellen kein Problem. Laut Datenblatt kann das Set bis minus 21 Grad Celsius betrieben werden, diese Temperaturen werden wir vermutlich in diesem Winter nicht erleben.
Weitere Fahrradprodukte von Aldi
Für diejenigen, die ihr Smartphone während der Fahrt lieber im Sichtbereich am Lenker statt in der Trikottasche transportieren möchten, bietet sich die Bikemate-Halterung als Option an. Der mit einem Gewicht von 33 Gramm sehr leichte Transporter ist geeignet für Smartphones mit einer Größe von vier bis sechseinhalb Zoll.
Wir fanden, ein älteres iPhone 6S mit 4,7-Zoll-Display passt perfekt, bei einem neueren mit 6-Zoll-Display fanden wir die Haltegummis sehr straff und das Einfädeln schwierig. Ansonsten passt die Halterung mit sieben-fach verstellbarem Riemen gut an runde Lenker bis zu einem Durchmesser von 31,8 Millimeter, jedoch nicht an Aero-Lenker mit entsprechend flächigem Querschnitt.
Hochformat und Panoramaansicht sind stufenlos einstellbar, wobei sich der Mechanismus bei ruppigem Untergrund leicht in die Schräge verdreht. Preis: 4,99 Euro.
Funktionsunterhemden von Markenherstellern kosten zwischen 50 und 100 Euro, das mit einem Gewicht von knapp 180 Gramm schwere Radunterhemd von Crane ein Bruchteil. Auf der Haut fühlt sich der sehr elastische Baselayer in Schwarz mit weißen Streifen sehr flauschig und warm an, weshalb es gut für kalte Herbst und kühle Wintertage taugt.
Der Schweißtransport zur nächsten Schicht funktioniert, wobei es wesentlich langsamer trocknet als leichtere Sportunterhemden. Insgesamt ist sein Material so elastisch, dass es einige Zeit dauert, bis das Shirt nach viel Zupferei faltenfrei am Körper liegt. Nicht optimal finden wir die Passform am Hals, da der Rundhalskragen sich nicht wirklich nah an den Hals schmiegen wollte. Wer normalerweise L oder XL trägt, wird mit normaler Figur auch mit einer M glücklich sein. Preis: 9,99 Euro.
280 Gramm bringt das membranlose Winter Radshirt von Aldi Süd auf die Waage und damit etwa 100 Gramm mehr als das Radunterhemd. Sein Mehrgewicht erklärt sich durch seinen Reißverschluss, den Stehkragen, die drei Trikottaschen mit integrierter Reißverschlusstasche und dem Gelbund.
Viel wärmer als das nahtlose Unterhemd ist das Trikot nicht, dafür ist das Gefühl auf der Haut noch flauschiger. Sein Schnitt ist hinten etwas länger als vorn, weshalb das Trikot beim Pedalieren hinten gut in Position bleibt und nicht nach oben rutscht. Vorn am Bauch ist das Trikot zwar kürzer, jedoch nicht kurz genug. Dadurch wirft der Stoff in gebeugter Rennradhaltung vorn etwas Falten.
Positiv: Dir Trikottaschen lassen sich gut be- und entladen, der Reißverschluss läuft leicht rauf und runter und das Reflexmaterial zwischen den Schultern verbessert die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Als Einsatzbereich empfehlen wir sonnige, milde Herbst- oder Wintertage, da keine Membran vor Fahrtwind schützt, oder eine wasserabweisende Ausrüstung vorm Regen. Preis: 12,99 Euro.
Die Crane-Regenjacke hat zwei positive Eigenschaften: Dank winddichter Membran schützt sie vor kaltem Fahrtwind und in Signalgelb und mit sehr viel Reflexmaterial ausgestattet, strahlt sie reichlich Signalwirkung aus im Straßenverkehr.
Wer also lediglich eine gut sichtbare Wind-Jacke mit cleveren Ausstattungsdetails wie einer im Kragen versteckten Kapuze, einer großen Reißverschlusstasche am Rücken, oder Lüftungsschlitzen mit Reißverschluss sucht, ist mit der Aldi-Regenpelle perfekt ausgestattet, wobei sich ihr Regenschutz in Grenzen hält und lediglich von einer regenabweisenden Funktion gesprochen werden kann.
Beim Spray-Test (Norm-Test) saugen sich viele Wassertröpfchen in die Außenhaut, was bei viel Fahrtwind dazu führt, dass der Körper schnell an Wärme verliert und zu frieren beginnt. Lob verdient, dass Aldi beim Imprägnieren des Materials ein schadstofffreies Verfahren ohne Einsatz von Flour, Halogene oder Formaldehyd verwendet (BIONIC-FINISH ECO).
Kompromisse machen heißt es dagegen bei Passform und Schnitt. In Größe M fällt die Jacke auch L-Träger locker von den Schultern und flattert bereits bei niedriger Geschwindigkeit. Und wer lange Arme hat, dem frieren in gestreckter Haltung schnell die Handgelenke, da der Hersteller hier mit Stoff gespart hat. Preis: 19,99 Euro.
Das Urteil zu den Crane-Radhandschuhen hatten unsere Tester schnell gefällt: Man kann sich damit zwar die Hände warm halten, jedoch sollte man diese dabei nicht am Lenker haben. Der Grund für den mangelnden Tragekomfort sind seine bauschige Materialverteilung, die im Bereich der Innenhand zu dick ausfällt gepaart mit dem schlecht fixierten Liner.
Beides zusammen führt dazu, dass die Finger sich beim Anziehen im Handschuh verirren und das Griffgefühl am Lenker sehr schwammig wirkt. Zudem ist die Daumenbeuge sehr eng und die Finger sind relativ kurz geschnitten, so dass die gut vor Kälte und Nässe schützenden Handschuhe lediglich zarten Händen mit kurzen Fingern schmeicheln.
Wer nachts, in der Dämmerung oder auch nur bei Regen mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte für ausreichende Beleuchtung des Fahrwegs sorgen, um Hindernisse und andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zu sehen. Fast noch wichtiger: von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.
Wer ein Mountainbike hat, oder gerne auf den Verlangsamungseffekt durch einen Dynamo verzichten möchte, kann auch werkzeuglos montierbare, batteriebetriebene und vor allem StVZO-konforme Leuchtensets nachrüsten. Wer in Deutschland ohne Fahrradleuchten unterwegs ist, riskiert nicht nur Unfälle, sondern - sofern man sich erwischen lässt - auch Bußgelder.
Mittlerweile hat es aber auch die Straßenverkehrsordnung eingesehen, dass die Vorteile von LEDs überwiegen.
Fazit
Preis: 12,99 Euro. TOUR-Urteil: guter Kauf!
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