Bike Radsport Langweid und die Geschichte des Lechradwegs

Der Lechradweg erstreckt sich von Augsburg in Richtung Norden und bietet Einblicke in den Lebensraum Lech, Wasserkraft und Artenvielfalt. Ein nachhaltiges Projekt wird ebenfalls vorgestellt. Das Welterbe-Büro Augsburg hat neue Touren entwickelt, die es ermöglichen, die Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit dem Rad individuell zu erkunden und mehr über das Wassermanagement-System zu erfahren.

Augsburgs Wasser ist seit 2019 Welterbe, was viele Bürger bereits wissen und sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die vier Touren haben unterschiedliche Themenschwerpunkte, wie eine Innenstadt-Tour, eine Romantik- und Industrie-Tour sowie eine Wolfzahnau- und Wertachtour. Die Wasserausflüge variieren in der Länge zwischen 3,5 und 14,5 Kilometern und sind sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad gut machbar.

Alle Touren sind in einer Broschüre des Welterbe-Büros enthalten, die Informationen zu den 22 Wasserorten und eine Karte mit allen Standorten bietet. Die Tourendaten inklusive GPS-Tracks können über einen QR-Code in der Broschüre heruntergeladen werden. Die Broschüre ist kostenlos in der Bürger- und Tourist-Information am Rathausplatz und im Maximilianmuseum erhältlich. Ein beliebter Ausflug führt zu den Wassertürmen am Roten Tor, die nun auch online in 3D erlebbar sind.

Ein weiterer Tipp ist das selbstgemachte Eis von „Lidls Bauernhof-Eis“ in Baierberg bei Mering. Der Hofladen ist täglich geöffnet und bietet eine Vielzahl von glutenfreien Eissorten und laktosefreien Sorbets. Das Familienunternehmen legt großen Wert auf nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften.

Augsburg bietet zudem eine Vielzahl von Gemeinschaftsgärten, Gemüseäckern, Hochbeeten, Pflanzsäcken und begrünten Innenhöfen, wo Menschen gemeinschaftlich gärtnern. Eine Radtour im Juli 2016 führte zu 11 Zielen, um Augsburg von seiner grünen Seite kennenzulernen und interessante Menschen zu treffen.

Stationen der Radtour durch Augsburgs Gärten:

  1. Am Pferseer Feld 18: Der Erlebnisplatz youfarm mit Niedrigseilgarten, Tipi und Lagerfeuer.
  2. Sommestraße 40: Grow up! in Kriegshaber, ein interkultureller Garten auf einem ehemaligen Brachland.
  3. Dieboldstraße Neusäß/ Bärenkeller: Die Sonnenäcker für leidenschaftliche Gärtner.
  4. Zwischen Hirblinger Straße und Holzweg: GemüseSelbstErnte-Felder.
  5. Gablinger Weg 36: Die CityFarm Augsburg, ein offener, ökologischer Garten.
  6. Spielplatz an der Dieselbrücke: Das Nachbarschaftsbeet in Augsburg.
  7. Springergäßchen 5: Grandhotel Cosmopolis mit Rosengarten und Teegarten.
  8. Im Tal 8: Hochbeete am Sozialkaufhauses contact.

Der Lechradweg wurde als "Radweg von europäischer Dimension" konzipiert. Der neu konzipierte Streckenabschnitt ist beschildert, mit E-Bike-Ladestationen ausgestattet und bietet einen digitalen Assistenten für Radfahrer. Höhepunkt ist das Unesco-Welterbe des Augsburger Wassermanagement-Systems.

Um das Projekt zu realisieren, haben sich die Allgäu GmbH, die LEW Wasserkraft GmbH sowie die betroffenen Landkreise und der Bezirk Schwaben zusammengeschlossen. Ein digitaler Reiseassistent und eine "Lauschtour" per App wurden entwickelt. Damit der Radweg in gutem Zustand bleibt, wurde ein Kooperationsvertrag über drei Jahre geschlossen.

Augsburgs Welterbe verbindet Industrie- und Kunstgeschichte mit Fragen der Gegenwart und Zukunft, wie Trinkwassergewinnung, Wasserkraft und Naturschutz. Es lädt dazu ein, mit dem Fahrrad entdeckt zu werden.

Eine exklusive E-Bike-Reise wurde in Zusammenarbeit mit Die Landpartie entwickelt, um die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten Deutschlands zu erleben. Tagsüber fährt man individuell mit digitaler Navigation oder Tourenbuch, während der Gepäcktransport übernommen wird. Reiseleiter stehen für Tipps und Fragen zur Verfügung. Für Reisegäste, die längere Etappen abkürzen möchten, gibt es ein Transferpaket.

Die Reise führt von Donauwörth nach Augsburg, am Lech entlang ins Voralpenland nach Landsberg, in den Pfaffenwinkel und zur Wieskirche. Weitere Stationen sind das Murnauer Moos und Garmisch-Partenkirchen, bevor es zur Zugspitze geht.

Auf der Strecke Dinkelsbühl - Donauwörth passiert man das Nördlinger Ries und Wallerstein mit Barockschloss Baldern. In Nördlingen lädt die Stadtmauer zur Brotzeit ein, bevor die Harburg erreicht wird. Von Donauwörth erreicht man am Lech entlang Rain, das Kloster Holzen und die Wallfahrtskirche in Biberach, bevor es zum Gedenkstein der Via Claudia Augusta bei Langweid geht.

Von Augsburg nach Landsberg führt die Strecke durch das Voralpenland mit Staustufen im Lech. Friedberg mit der Stadtpfarrkirche St. Jakob und Königsbrunn mit dem Mercateum laden zu einem Abstecher ein. Auf dem Weg von Landsberg nach Schongau erlebt man eine abwechslungsreiche Landschaft und kann bei einer Floßfahrt auf dem Lechstausee viel über die Geschichte der Lechflößerei erfahren.

Entlang des Lech lädt in Steingaden die Wieskirche zur Bewunderung ein. Die Reise ist eine individuelle Radreise mit gemeinsamen Hotelübernachtungen und möglichen Treffpunkten. In Landsberg am Lech bietet das Arthotel ANA Goggl traditionelle Zimmer mit kostenfreiem Internet und eine 24-Stunden-Rezeption.

Der Via Claudia Augusta Radweg startet in Donauwörth und führt entweder nach Venedig oder nach Verona. Die erste Etappe führt bis Landsberg am Lech und durch Augsburg. Der Via Claudia Augusta Radweg ist bis Füssen nicht identisch mit dem Lechtalradweg, obwohl er grob der gleichen Richtung folgt.

Die erste Etappe startet in Donauwörth am Rieder Tor. Nach der Fahrt vom Bahnhof über die Wörnitz erreicht man die Fußgängerzone. In Nordendorf hatte man schon 16 Kilometer geschafft. In Ostendorf fand die erste Verwirrung statt. Über Waltershofen gelangt man nach Meitingen. Entlang der Straße, auf einem Radweg, fährt man aus Meitingen heraus.

In Langweid am Lech passierte das erste Unglück: Eine Speiche sprang aus dem Hinterrad. Bike & Radsport Langweid half bei der Reparatur. Nach Langweid führt der Via Claudia Radweg nun endlich mal direkt am Lech entlang. Da passierte dann das zweite Unglück, das man aber erst später bemerkte: Ein Handy ging verloren. In Gersthofen angekommen, würde man aber jetzt bald nach Augsburg kommen. Schön war es, als man den Lech überqueren durfte. Man folgt dem Fluss nun und es sieht hier alles wie ein schöner großer Park aus.

Schon am Eingang der Stadt wird man von einer römischen Ruine begrüßt. Überhaupt: Die Straßenbahn begleitet einen durch die ganze Innenstadt Augsburgs. Augsburg ist sicherlich an sich das Highlight auf dieser 1. Etappe des Via Claudia Augusta Radweg. Die alte Römer-Stadt zeichnet sich durch viele schöne bunte Häuser mit Verzierungen aus. Die Stadt war ohnehin voll und belebt. Und gerade als man am Rathausplatz vorbeikam, fand dort ein größeres Fest statt. Nach dem Straßenbahnbetriebshof Augsburgs gelangt man wieder ins Grüne. Man fährt nun durch einen Wald. Das ist der Augsburger Wald, der in den Haunstetter Wald übergeht. In diesem befindet sich auch der Lautersee und dann der Ilsesee, an dem man vorbeifährt. Es folgt Königsbrunn, durch das man aber auf dem Via Claudia Augusta Radweg gar nicht durchfährt, sondern es umfährt. Bei Graben befindet sich eine Hinweistafel über den großen Wasserbedarf der Römer, eine steinerne Statue und noch eine Statue mit einem Holzkopf eines römischen Zenturion. Vor Untermeitingen stand dann, dass es immer noch 19 Kilometer bis Landsberg seien. Bei Untermeitingen verlässt man auch den Schotterweg und fährt nun auf der Straße bzw. auf einem straßenbegleitenden Radweg. Es folgt Obermeitingen und zwischen Obermeitingen und Hurlach hatte man dann einen Ausblick auf einen spektakulären Sonnenuntergang. In Igling war es schließlich dunkel und man hatte nur noch ein paar Kilometer. Das Hotel war sehr tolerant und nett, auch zu Radfahrern, die spät ankommen. Das war super.

Die zweite Etappe in Landsberg begann damit, dass man sich erstmal auf die Suche nach dem Handy machte. Vor Stettenhofen konnte man das Glück kaum fassen: Es lag auf einer Bank. Landsberg am Lech war wunderschön an diesem sonnigen Morgen. Hier fährt man nun nicht mehr auf Schotterwegen oder entlang der Straße, sondern auf glattem Asphalt über Wiesen und Felder.

Herausheben möchte ich gerne das Örtchen Leeder. Von Leeder sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Denklingen. Man befindet sich jetzt oberhalb des Lechs, ein wirklich idyllisches Stück Radweg hat man hier zu fahren. In Epfach gibt es gar ein römisches Museum, das Museum Abodiacum. Es ist sehr klein, aber wirklich toll von außen zu sehen. Weiter geht es wieder etwas ansteigend. Ab Kinsau sieht man sie nicht mehr. In diesem kleinen Örtchen, was sich sogar etwas zieht, wies mich ein Mann auf eine Modelleisenbahn hin, die jemand dort in seinem Garten hat. Ganz kurz streift man nun Schongau und fährt dann kerzengerade auf der Römerstraße weiter. Es folgt schließlich Burggen. Man biegt links ein und über eine wenig befahrene Straße geht es bis nach Dessau. Ab dort sieht man den grünen Lech wieder, ein wirklich idyllischer Anblick und ein tolles Stück Erde ist das in dieser Gegend. Man fährt auf einen Campingplatz zu, der passend „Via Claudia Camping“ heißt. In Lechbruck merkte man das erste Mal, dass man so richtig im bayrischen Urlaubsgebiet war. Von Lechbruck aus führt nun ein ruhiger Radweg weiter. Schafe sieht man am Wegesrand. Zwischendurch kommt man auf einen Schotterabschnitt, bei dem es gar bergauf geht. Schließlich kommt man auf eine Straße, die einen oberhalb des Lechs entlang führt. Ich bin in der Gegend auf meinen Radtouren schon oft gewesen. Für mich ist Füssen ein Radverkehrsknotenpunkt. Die Radwegführung läuft in Füssen jetzt so, dass man erst in Richtung Neuschwanstein fährt, aber beim Lechsteg dann nach rechts und nicht nach links fährt. Der sonst grüne Lech war an dieser Stelle total braun. Beeindruckend sieht er aus, der Lechfall. Es war jetzt an der Zeit, Deutschland zu verlassen und nach Österreich zu kommen. Man fährt weiter an der Straße. Erstmal beginnt man in Österreich mit einem Schotterweg, der sich aber bald in Asphalt verwandelt.

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