Bike Rucksäcke im Test: Die besten Tourenrucksäcke

Moderne Tourenrucksäcke mit rund 20 Litern Volumen sind die vielseitigen Allrounder unter den Bikepacks. Sie bieten genug Platz für Verpflegung, Wechselklamotten, Tools und Notfallausrüstung, ohne gleich klobig auf dem Rücken zu wirken. Wir haben zehn aktuelle Modelle auf Tour geschickt und bis an ihre Grenzen getestet!

Wer auf längeren Tagestouren unterwegs ist, kennt das Pack-Dilemma und weiß: Eine Hipbag reicht oft nicht. Zwischen minimalistischen Race-Rucksäcken und voll ausgestatteten Alpencross-Boliden haben sich Tourenrucksäcke mit rund 20 Litern Volumen als idealer Kompromiss etabliert. Kein Wunder also, dass die mittlere Größe aktuell ein echtes Comeback feiert. Und auch im Alltag oder beim Pendeln überzeugen die Modelle mit cleveren Features und hoher Vielseitigkeit.

Wir wollten wissen: Welcher Tourenrucksack ist nicht nur praktisch, sondern trägt sich auch komfortabel über Stunden und bleibt selbst auf ruppigen Trails stabil am Rücken? Zehn aktuelle Modelle von Amplifi, Ergon, Camelbak, Deuter, Vaude, Norrøna, Evoc, Osprey, Scott und Ortlieb mussten im Praxistest zeigen, was sie wirklich draufhaben. Doch welcher Rucksack ist der perfekte Begleiter auf und abseits vom Bike? Wir haben es getestet!

Die Rucksäcke im Detail

1. Amplifi Etrack 23

Der Amplifi Etrack 23 kommt inklusive Rückenprotektor.

Testergebnis: sehr gut

Preis: 220 Euro

Gewicht: 1061 g

Volumenangabe: 23 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter (36 Euro)

Fazit: Im praktisch aufgeteilten Stauraum wird das Zubehör übersichtlich und auffindbar organisiert. Zudem gewährleistet das einfache, aber effektive Tragesystem hohen Komfort. Das gepolsterte Akkufach drückt aufs Gewicht, ist aber super solide gefertigt. Für die scharfkantigen Zipper-Puller des Hauptfachs gibt es Punktabzug.

2. Camelbak H.A.W.G. 20

Der Camelbak H.A.W.G. 20 hat eine Trinkblase.

Testergebnis: sehr gut

Preis: 190 Euro

Gewicht: 1190 g

Volumenangabe: 20 Liter

Trinksystem: Inklusive 3 Liter

Fazit: Ein echtes Ausstattungswunder: Neben Trinkblase, verstellbarer Rückenlänge, Recco und diversen Halterungen macht er die fehlende Regenhülle mit einer starken Imprägnierung wett. Das Tragesystem sitzt perfekt, wackelfrei und komfortabel, nur minimal schwitzig. In den insgesamt 17 Fächern verliert man aber leicht den Überblick.

3. Deuter Trans Alpine 24

Der Deuter Trans Alpine 24 kommt mit Hüftgurt mit RV-Taschen.

Testergebnis: überragend

Preis: 150 Euro

Gewicht: 1078 g

Volumenangabe: 24 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter (44 Euro)

Fazit: Obwohl die Rückenlänge nicht verstellbar ist, trägt sich der kleine Alpencrosser dank biegsamer Alu-Schienen im Rückensystem sehr komfortabel. Dabei ist er bestens belüftet und punktet mit sehr gelungener Fächeraufteilung. Starke Ausstattung mit Sitzmatte, Signalpfeife und extra Bodenfach. Deuter-typisch perfekt verarbeitet.

4. Ergon BA3

Der Ergon BA3 gewinnt den Mountainbike-Tipp Enduro.

Testergebnis: sehr gut

Preis: 150 Euro

Gewicht: 1140 g

Volumenangabe: 17 Liter

Trinksystem: optional 3 Liter (33 Euro)

Fazit: Mit seinen straffen, festen Polstern und der verstellbaren Rückenauflage kann er perfekt angepasst werden und sitzt sehr bequem. Die Konstruktion des Tragesystems zieht den Rucksackschwerpunkt an den Körper. Durch die aufwendige Machart recht schwer. Organisation, Ausstattung und Handhabung geben kaum Anlass zur Kritik.

5. Evoc Stage 18

Der Evoc Stage 18 kommt mit Regenhülle.

Testergebnis: sehr gut

Preis: 185 Euro

Gewicht: 873 g

Volumenangabe: 18 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter (44 Euro)

Fazit: In Sachen Handhabung spitze, nur der Trans Alpine lässt sich ähnlich flott öffnen, verschließen und anpassen. Das Gewicht steht in gesundem Verhältnis zum Platzangebot, die Fächer gliedern das Zubehör übersichtlich und logisch. Auch beim Komfort gibt’s nichts zu meckern. Gemessen an der Ausstattung ist der Evoc aber teuer.

6. Norrøna Femund Econyl70

Der Norrøna Femund Econyl70 kommt mit Reflektoren.

Testergebnis: gut

Preis: 129 Euro

Gewicht: 503 g

Volumenangabe: 20 Liter

Trinksystem: optional 2,5 Liter (69 Euro)

Fazit: Die Norweger gehen mit einem ultraleichten Multisport-Rucksack an den Start, der zudem viel Stauraum bietet. Organisation und Tragesystem fallen entsprechend minimalistisch aus, bei Beladung mit einer normalen Tourenausrüstung trägt er sich nur etwas wackelig. Zur kompletten Basisausstattung fehlt ihm eine Regenhülle.

7. Ortlieb Atrack Bike

Am Atrack Bike ist die Rückenlänge verstellbar.

Testergebnis: gut

Preis: 220 Euro

Gewicht: 1326 g

Volumenangabe: 25 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter (46 Euro)

Fazit: Mit seinem riesigen Stauraum eignet sich der wasserdichte Atrack für große Abenteuer. Die dünnen Hüftgurte sind für hohe Lasten aber unterdimensioniert und verlagern sie auf die Schultern. Top Übersicht dank des senkrecht durchs Tragesystem verlaufenden RVs. Im Hauptfach stehen vier Kleinteilfächer zur Verfügung. Top verarbeitet.

8. Osprey Syncro 20

Eine Helmhalterung gibt`s am Osprey Syncro 20.

Testergebnis: sehr gut

Preis: 145 Euro

Gewicht: 818 g

Volumenangabe: 20 Liter

Trinksystem: optional 2,5 Liter (52 Euro)

Fazit: In vielen Jahren steter Modellpflege ist der leichte Syncro zum Klassiker gereift. In seinen 19 Litern Stauraum wird die komplette Ausstattung für eine Tagestour sehr übersichtlich organisiert, die verwendeten Materialien sind sehr robust. Ausstattungsseitig ist alles Nötige vorhanden - aber auch nicht mehr. Gut belüftetes Tragesystem.

9. Scott Trail Rocket 20

Testergebnis: sehr gut

Preis: 140 Euro

Gewicht: 782 g

Volumenangabe: 20 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter (40 Euro)

Fazit: Mit seinen stabilen Schultergurten und der luftigen Rückenauflage erzielt er hohen Tragekomfort auch bei etwas mehr Zuladung. Die Akkuhalterung ist ein schönes Extra, das wenig Platz einnimmt. Bietet viel Platz bei geringem Gewicht. Die seitlichen Kompressionsgurte besitzen Haken, die etwas fummelig zu schließen sind.

10. Vaude Trailvent 20

Der Trailvent 20 von Vaude erhält den Preis-Leistungs-Tipp.

Testergebnis: sehr gut

Preis: 130 Euro

Gewicht: 1056 g

Volumenangabe: 20 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter (42 Euro)

Fazit: Simple Handhabung, gelungene Fächeraufteilung und eine komplette Ausstattung - der neue Trailvent ist voll ausgereift. Durch die bequemen Hüft- und Schultergurte und seinen extrem stabilen, bogenförmigen Spannnetzrücken erzielt er höchsten Tragekomfort und top Belüftung. Trotz des üppigen Platzangebots ist er noch recht leicht.

Kriterien für den perfekten Mountainbike-Rucksack

Welche Eigenschaften zeichnen den perfekten Mountainbike-Rucksack aus? Nach Wichtigkeit geordnet sind das:

  • Ein funktionierendes, gut belüftetes Tragesystem, mit dem man den Rucksack individuell anpassen kann.
  • Ausreichend Spann- und Kompressionsriemen, wenn der Rucksack einmal nicht voll beladen ist.
  • Eine schnell erreichbare, integrierte Regenhülle.
  • Zumindest eine Vorbereitung für ein Trinksystem, wenn keines vorhanden ist.
  • Ein sinnvoll aufgeteiltes Fächersystem mit einer separaten Helmhalterung, die den Zugriff auf die restlichen Taschen nicht versperrt.
  • Schnell erreichbare seitliche Taschen für Handschuhe, Karte, Energieriegel Minitool und Co.
  • Und zu guter Letzt ein eigenes Fach für Flickzeug, Werkzeug, Dämpfer- und Luftpumpe.

Weitere wichtige Aspekte

Bikerucksäcke im Test. Wirkich wichtig ist der korrekte Sitz und die Anpassbarkeit, damit lange Tage im Sattel schmerzfrei verlaufen! Und: Regenhülle, Werkzeugfach sowie Trinksystem (-Vorbereitung) sind Pflicht!

Viele Fahrradfahrer bevorzugen einen Rucksack für ihre Fahrten. Dazu kommt: Fahrradrucksäcke funktionieren auch ohne Fahrrad gut. Man kann damit einkaufen gehen, unterwegs eine Besichtigungstour machen.

Frauenrucksäcke unterscheiden sich von Unisex-Modellen nicht nur im Design. Frauen haben schmalere Schultern als die meisten Männer und auch einen kürzeren Rücken. Dagegen kann die Hüfte breiter sein. Große Frauen mit breiten Schultern und schmaler Hüfte haben mit Unisex-Modellen keine Probleme, schmale und zierliche Männer kommen mit einem Frauenrucksack besser zurecht.

Beladen Sie den Fahrradrucksack, um zu testen, wie komfortabel er bei Belastung ist.

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