Lederjacken gehören zu den absoluten Klassikern, die in keinem gut sortierten Kleiderschrank fehlen dürfen.
Warum Lederjacken besondere Pflege benötigen
Zur Hauptkundschaft unserer Wasch- und Pflegemittel gehören die Besitzer von Motorradbekleidung. Diese Bekleidung verschmutzt aufgrund der Beanspruchung schnell und ist auch pflegebedürftiger als "normale" Lederbekleidung.
Fakt ist: Lederjacken müssen gut gepflegt werden, damit sie lange schön bleiben.
Hochwertige Lederjacken sind natürlich eine Investition, halten dafür aber ein Leben lang. Vorausgesetzt, Sie behandeln sie gut.
Damit Ihre Lederjacke Ihnen viele Jahre Freude bereitet, sollten Sie sie regelmäßig mit Lederconditioner pflegen. Eine sorgfältige Pflege verlängert die Lebensdauer Ihrer Lederjacke und lässt sie im neuen Glanz erscheinen.
Welche Lederarten gibt es?
Dabei gilt es einiges zu beachten, denn Leder ist nicht gleich Leder.
Um Ihrer geliebten Lederjacke die optimale Pflege zukommen zu lassen, ist es wichtig herauszufinden, um welche Lederart es sich bei Ihrer Jacke handelt. Je nach Leder gibt es unterschiedliche Pflegeprodukte und einige Dos und Don’ts, die Sie in puncto Pflege unbedingt berücksichtigen sollten.
Aus welchem Leder Ihre Jacke ist, lässt sich ganz einfach durch einen Blick auf das Pflegeetikett ermitteln. In der Regel unterscheidet man bei der Pflege zwischen zwei gängigen Lederarten: Glatt- und Rauleder.
Glattlederjacken
Als Glattleder bezeichnet man alle Leder, deren Narbenseite - also die Seite, auf der ursprünglich die Haare gewachsen sind - nach außen verarbeitet worden ist. Es fühlt sich angenehm kühl und glatt an.
Gerade bei Lederjacken zählt Glattleder zu den beliebtesten Lederarten und wird häufig im Rahmen der Verarbeitung gefärbt, wodurch das Leder robuster und somit pflegeleichter ist.
Die Oberfläche von Glattleder kann noch einmal zusätzlich gefärbt werden, wodurch sich die Poren schließen. Allerdings ist die ursprüngliche Narbung nicht mehr zu sehen, weswegen als Basismaterial oft Lederstücke verwendet werden, die Narben oder unschöne Flecken aufgewiesen haben.
Bei besonders schönen und fehlerfreien Ledern wird die Oberfläche dagegen oft nicht gefärbt, sondern naturbelassen: Die Poren bleiben dadurch offen und die natürliche Lederstruktur erkennbar.
Dieses Leder bezeichnet man als Anilinleder, das sich sehr weich anfühlt und sich an die Haut anschmiegt, allerdings sehr empfindlich gegenüber Flecken und Wasser ist.
Die Behandlung von oberflächengefärbten Glattledern ist unabhängig davon, von welchem Tier das Leder stammt. Oberflächengefärbte Glattleder sind Leder, wo zum Schutz und zur Farbgebung eine Farbschicht auf das Leder aufgetragen wurde. Ein auf solchen Ledern verriebener Tropfen Wasser perlt ab.
Raulederjacken
Rauleder sind an der Oberfläche geschliffen, sie werden auch als Nubuk- und umgangssprachlich auch als Wildleder bezeichnet.
Sie erkennen Rauleder an der samtigen Oberfläche, die sich in verschiedene Richtungen streichen lässt.
Rauleder fühlt sich samtig weich an und ist daher sehr angenehm zu tragen, jedoch auch deutlich empfindlicher als Glattleder.
Nubukleder ist sehr angenehm zu tragen, allerdings ist es auch sehr empfindlich.
Reinigung von Lederjacken
Glattleder ist ein empfindliches Naturprodukt und nicht gerade einfach zu reinigen, denn Wasser und Seifen entziehen dem Leder Fette, wodurch das Material steif und brüchig werden kann. Außerdem kann Wasser auch unschöne Flecken und Ränder auf dem Leder hinterlassen.
Reinigen Sie Ihre Lederjacke bitte nicht in der Waschmaschine. Das Leder könnte ernsthaften Schaden nehmen, da Waschmittel chemische Zusätze besitzen, die die oberste Schutzschicht des Leders angreifen und es im schlimmsten Fall für immer ruinieren könnten. Bei gefärbten Lederjacken kann es zudem zu unschönen Auswaschungen kommen.
Sollte die Jacke stark verschmutzt sein, sollten Sie sie in eine Spezialreinigung bringen. Leichte Verschmutzungen oder Staub mit einer weichen Bürste oder einem soften Tuch abbürsten.
Verwenden Sie immer nur spezielle Produkte zur Lederimprägnierung. Testen Sie das Mittel erst an einer unauffälligen Stelle, um eventuelle Verfärbungen oder Beschädigungen zu verhindern.
Verwenden Sie also ein spezielles Lederwaschmittel, das eine rückfettende Wirkung hat. Für speckige Stellen oder Flecken auf der Lederjacke geben Sie etwas von dem Waschmittel in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser.
Tunken Sie einen Schwamm oder ein Mikrofasertuch in die Seifenlauge, sodass es nicht triefend nass, sondern nur angefeuchtet ist. Tupfen Sie damit dann die entsprechenden Lederstellen vorsichtig ab. Die meisten Flecken lassen sich auf diese Weise entfernen.
Hartnäckige Verschmutzungen sollten Sie in die Hände eines Fachmanns in einer professionellen Reinigung geben.
Veloursleder ist meist noch etwas empfindlicher als das Glattleder. Trockene Flecken auf einer Wildlederjacke können ganz einfach mit einem Lederradiergummi wegradiert werden.
Hartnäckige und feuchte Flecken, wie zum Beispiel Tomatensauce, Kaffee oder Handcreme, lassen sich mit Polster- und Teppichschaum gut entfernen. Hierfür tupfen Sie den Schmutz zuerst mit einem saugfähigen Tuch etwas ab, geben dann den speziellen Schaum darauf und wischen diesen nach kurzer Einwirkzeit mit einem feuchten Tuch wieder ab.
Spezielle Reinigung bei Motorradbekleidung
"Fliegendreck" und andere Verschmutzungen können Sie sehr gut oberflächlich mit unserem Leder Waschkonzentrat per Hand mit einer Mischung aus 1:50 Waschkonzentrat und Wasser (oder mit Lederreiniger Stark unverdünnt) und der weichen Bürste entfernen. Auch helle Leder werden damit wieder sehr sauber. Handschuhe und Stiefel können entsprechend gesäubert werden.
Bei stark eingetrocknetem Fliegendreck ist es manchmal eine Hilfe, ca. 10 Minuten einen leicht angefeuchteten Lappen auf diese Bereiche zu legen, um den Schmutz etwas einzuweichen.
Manchmal ist eine Komplettreinigung notwendig. Dann können Sie die Kombis und Handschuhe auch mit unserem Leder Waschkonzentrat selber per Hand oder in der Waschmaschine waschen. Die Reinigung erfolgt entsprechend der Waschanleitung. Eingetrockneter "Fliegendreck" muss aber per Hand mit der Bürste vorgereinigt werden.
Es ist kein Problem, Motorradkombis in der Waschmaschine zu waschen. Das Leder bleibt garantiert weich. Protektoren können mit gewaschen werden.
Trocknen von Lederjacken
Sollte Ihre Lederjacke mit Wasser in Berührung kommen, lassen Sie diese bei mäßiger Wärme trocknen und reiben Sie sie danach mit einem Lederconditioner ein.
Und wenn die Lederjacke doch mal nass geworden ist? Sie sind mit Ihrer Lederjacke in einen Regenschauer geraten und jetzt trieft sie vor Nässe? Keine Panik! Wenn Sie die Lederjacke richtig pflegen, wird sie den kleinen Nässeschock heil überstehen.
Wichtig ist, dass Sie Ihre Lederjacke niemals über der Heizung oder mit einem Föhn trocknen. Hängen Sie sie einfach auf einen gepolsterten Bügel und lassen Sie sie an einem geschützten Ort an der Luft trocknen.
Das dauert zwar etwas, sorgt aber dafür, dass die Jacke nach dem Trocknen wieder genauso schön ist wie vorher.
Wenn Sie die Jacke im Freien trocknen lassen, achten Sie unbedingt darauf, dass sie im Schatten hängt. Drinnen sollte die Jacke gut belüftet sein, denn feuchtes Leder kann tatsächlich anfangen zu schimmeln.
Sollte sich das Leder nach dem Trocknen etwas steif anfühlen, können Sie es vorsichtig durchkneten, zurechtziehen oder auch mit einem speziellen Lederconditioner behandeln.
Regel No. 2: Die Jacke auf einen Bügel hängen und langsam (!) trocknen lassen. Auf keinen Fall solltest du die Jacke auf die Heizung legen oder trocken föhnen. Das Leder wird durch die heiße, trockene Luft hart und spröde und die schöne Lederjacke ist hin. Während und nach dem Trocknen der Jacke solltest du diese vorsichtig durchkneten und massieren.
Lederjacken fetten und imprägnieren
Es verhält sich ähnlich wie mit unserer Haut und dem Moisturizer. Wer seine Lederjacke richtig pflegen will, muss ihr regelmäßig Feuchtigkeit in Form von Fett zuführen. Denn als natürliches Material verliert Leder mit der Zeit an Fett und Feuchtigkeit, das ursprünglich enthalten war.
Die Folgen: Es wird trocken und brüchig. Eine Jacke aus Leder lässt sich dann nicht mehr so angenehm tragen, weil sie steifer und weniger anschmiegsam wird.
Um das zu verhindern, sollten Sie Ihre Glattlederjacke regelmäßig mit einem Lederbalsam, speziellen Lederfetten oder Lederconditionern pflegen. So bleibt die Jacke schön geschmeidig und ist gleichzeitig vor Nässe geschützt.
Auch Ihre Raulederjacke sollten Sie im Idealfall gleich nach dem Kauf, noch vor dem ersten Tragen, imprägnieren. So schützen Sie das empfindliche Veloursleder vor Regenschauern, machen es widerstandsfähiger und beugen unschönen Wasserflecken vor.
Während Glattleder gefettet werden kann, darf Rauleder ausnahmslos nur mit einem feinen Spray behandelt werden.
Im Fachhandel oder Drogeriemarkt finden Sie die richtigen Pflegeprodukte für Leder.
Sowohl Glatt- als auch Raulederjacken sollten nach dem Imprägnieren an einer gut belüfteten Stelle vollständig austrocknen. Den Vorgang sollten Sie saisonal, jeweils zum Frühjahr sowie zum Herbst, wiederholen.
Solltest du dir unsicher sein, ob deine Lederjacke bereits imprägniert ist, kannst du dies mit etwas Spucke oder wenigen Wassertropfen testen. Suche dir dazu eine unauffällige Stelle an der Jacke (z.B. unter den Ärmeln oder an der Innenseite) und befeuchte die Stelle mit etwas Speichel. Sollte sich hierbei ein Rand bilden oder die Feuchtigkeit schnell ins Innere dringen, ist eine Imprägnierung dringend notwendig. Auf raue Lederjacke kann auch etwas Lederfett oder -öl aufgetragen werden. So bleibt die Lederjacke geschmeidig und ist vor Nässe geschützt.
Spezielle Pflegeprodukte für Motorradleder
Zur Pflege von Glattledern empfehlen wir unser Leder Pflege & Imprägnier Öl. Es imprägniert und pflegt das Leder, ohne die Poren zu schließen. Die Atmungsaktivität ist eine wichtige Eigenschaft für Motorradbekleidung. Unverdünnt kreisend mit Lappen oder Schwamm sparsam auftragen.
Kleine Farbschäden können problemlos mit unserem Leder Fresh wieder farblich angeglichen werden.
Glattleder können zusätzlich dünn mit dem Leder Pflege & Imprägnier Öl gepflegt werden, und Textilbekleidung wird nach der Reinigung zusätzlich mit Leder Schutzspray Imprägnil wasserabweisend nachbehandelt.
Für die Pflege der Rauleder empfehlen wir unseren Anilin Protector. Dadurch erhält dieses empfindliche Leder die notwendige Rückfettung und den wichtigen UV-Schutz.
Lederjacken richtig aufbewahren - Tipps & Tricks
Damit Ihre Lederjacke lange schön aussieht, kommt es nicht nur auf die richtige Pflege, sondern vor allem auch auf die fachmännische Aufbewahrung an. Nässe und Hitze mögen Lederjacken zum Beispiel gar nicht. Daneben gilt es aber noch andere Dinge zu beachten.
Zur Pflege und optimalen Aufbewahrung deiner Lederjacke ist es zuerst einmal wichtig, diese richtig aufzubewahren. Damit die Form nicht leidet, solltest du deine Lederjacke immer auf einen Bügel hängen.
Das Leder muss atmen können und sollte luftig und trocken aufbewahrt werden. Das Leder dabei nicht in Kunststoffbeuteln aufbewahren!
Achte auch darauf, dass deine Lederjacke vor intensiven Licht- oder Sonnenstrahlen geschützt ist.
Außerdem solltest du daran denken, dass du deine Lederjacke nie bei Arbeiten trägst, bei den sie mit Schmutz in Berührung kommt.
Lagern Sie Ihre Lederjacke stets hängend an einer Stange, niemals zusammengefaltet im Regal.
Vermeiden Sie intensive Sonneneinstrahlung und Hitze. Die Jacke bitte auch niemals zum Trocknen über die Heizung hängen.
Weitere Tipps und Informationen
- Lieber aufhängen statt zusammenlegen und am besten regelmäßig Lederconditioner benutzen - mit der richtigen Pflege sieht Ihre Lederjacke auch noch nach Jahren gut aus.
- Als Glattleder bezeichnet man alle Leder, deren Narbenseite - also die Seite, auf der ursprünglich die Haare gewachsen sind - nach außen verarbeitet worden ist. Es fühlt sich angenehm kühl und glatt an.
- Unsere Lederjacken bestehen alle aus 100% echtem Leder.
Häufig werden wir gefragt, wer Umfärbungen, Reparaturen oder Näharbeiten anbietet. Wir empfehlen Ihnen gerne entsprechende Fachbetriebe. Insbesondere bei Umfärbungen ist aber nicht alles möglich.
FAQ
Wie oft sollte eine Lederjacke gereinigt werden, damit sie lange schön bleibt?
Wie oft eine Reinigung nötig ist, hängt stark davon ab, wie oft die Jacke getragen wird und welchen Umwelteinflüssen sie ausgesetzt ist. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, eine Lederjacke, die regelmäßig getragen wird, etwa alle 6-12 Monate gründlich zu reinigen und zu pflegen. Bei leichter Verschmutzung zwischendurch reicht es oft schon, die Jacke mit einem weichen, feuchten Tuch abzuwischen.
Welche Hausmittel eignen sich für die Pflege einer Lederjacke und welche sollte man besser vermeiden?
Bei leichten Verschmutzungen kann ein weiches Tuch mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife Wunder wirken. Anschließend unbedingt mit einem trockenen Tuch nachwischen. Auch spezielle Lederpflegeprodukte auf natürlicher Basis sind eine gute Wahl. Von aggressiven Reinigern, Lösungsmitteln, Schuhcreme oder scheuernden Schwämmen sollte man jedoch unbedingt Abstand nehmen, da diese das Leder beschädigen können. Lieber sanft vorgehen, um lange Freude an der Jacke zu haben!
Wie bewahrt man eine Lederjacke am besten auf, wenn sie nicht getragen wird, um sie vor Schäden zu schützen?
Am besten hängt man die Jacke auf einen breiten, gepolsterten Kleiderbügel, um Druckstellen zu vermeiden. Ein atmungsaktiver Kleidersack schützt vor Staub und Schmutz. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit sollten vermieden werden, da dies das Leder austrocknen oder schimmeln lassen kann. Ein kühler, trockener und gut belüfteter Ort ist ideal.
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