Die Bedeutung von Biker Patches auf dem Rücken

Eine besondere Platzierung für Aufnäher bzw. Patches ist der Rücken. Sie werden oft auf Jacken, Westen oder auch Pullovern angebracht. Man zeigt damit eine Zugehörigkeit (z.B. Gruppe, Verein, Firma, …), gibt ein klares Statement (eigene Interessen, eigene Meinung, etc.) oder nutzt Rückenaufnäher einfach als tolles Design-Element.

Gestaltungsmöglichkeiten und Größen von Rückenaufnähern

Ihren Rückenpatch können ganz nach Belieben gestalten: das kann ein großer Schriftzug mit Ihrem Wunschtext sein, ein beliebiges grafisches Motiv (oft werden z.B. Logo bzw. Gruppen-Symbole verwendet, gerade bei Bikern) oder auch eine Mischung aus beidem. Eine feste, vorgegebene Größe von Aufnähern für den Rücken gibt es nicht. Aber natürlich sollen solche Aufnäher - auch von etwas weiter weg - gut sichtbar sein und auffallen.

Als maximale Größe können Rückenaufnäher in gestickter Form bis zu 42,5 x 29,5 cm groß sein, wenn sie eine rechteckige Form aufweisen. Bei Aufnähern, deren Rand eine freie Form ist (bzw. die Form dem Motiv folgt) zählen hierbei die jeweils äußerten Punkte des Aufnähers als Größe. Ist Ihr Aufnäher rund bzw. Gewebte oder gedruckte Rückenpatches sind bis 40 cm Kantenlänge möglich.

Anbringung und Kosten

Im Normalfall werden große Rückenaufnäher auf der Jacke angenäht. Rückenaufnäher können aber auch mit Bügelfläche versehen werden. Das kann eine Anbringung erst einmal auch erleichtern. Achtung aber bezüglich des Materials der Jacke: Aufbügeln kann man nur auf Baumwolltextilien, Jeans, etc. Tipp: ein Schneider näht Ihnen Ihr Rückenpatch professionell, schnell, sicher und kostengünstig auf und Sie sparen sich den Aufwand, das selbst zu machen.

Leider sind Rückenaufnäher als Einzelstücke nur sehr teuer herstellbar. Aber bereits ab 10 Stück können Aufnäher für den Rücken sinnvoll hergestellt werden.

Biker Patches: Erkennungszeichen und Statements

Setzen Sie mit Ihren Biker Patches klare Statements, zeigen Sie Zugehörigkeit zu Ihrer Gruppe und seien Sie stolz, an bestimmten Events teilgenommen zu haben. Biker Patches werden einerseits als normale, ca. 6 - 10 cm große Aufnäher verwendet. Sie sind rund, eckig oder können jede beliebige, zum Motiv passende Form haben.

Zum anderen gibt es die großen Rückenaufnäher bzw. Kutten Patches. Diese erhalten Sie bis zu einer Größe von 31×31 cm (quadratisch) oder 42,5 x 29,5 cm (rechteckig). Solche großen Aufnäher erhalten Sie auch in kleinen Stückzahlen und ggfls. auch als Einzelstücke bei uns. Dazu muss der Preis aber individuell ermittelt werden. Deshalb fragen Sie solche großen Biker Patches bzw. Sie erhalten ein unverbindliches, individuell auf Sie abgestimmtes Angebot.

Häufige Motive auf Biker Patches sind natürlich Motorräder, aber auch der Totenkopf (Skull), Teufel (Devil), ein Club-Logo oder verschiedene Wunschtexte. Ein ganz besonderer Kutten Patch ist das Colour: das Erkennungszeiten eines Bikers in einem Club. Es ist eine Art Wappen, der Allen die Club-Zugehörigkeit auf dem Rücken seiner Kutte zeigt. Rocker verwenden das Colour daher sehr oft.

Genau genommen sind Colours gar nicht ein Patch, sondern gleich mehrere zusammengehörige: zwei gerundete Schriftzüge (oben: der Name und unten: eine Ortsangabe oder ein Land) sowie einem von diesen Schriftzügen eingefassten Logo, dass dann Centercrest oder Centerpatch genannt wird. Außerdem wird noch „MC“ (die Abkürzung für Motorrad-Club) mit angebracht.

Ihre individuell gestalteten Biker Patches mit dem eigenen Logo für Biker / Motorradclubs und Motorradfreunde stellen wir für Sie gestickt auf strapazierfähigem Köperstoff, komplett gewebt, gedruckt oder als Rubberpatches und in hoher Qualität her - natürlich zu einem günstigen Preis.

Ihr Motorrad Aufnäher kann eine beliebige Form und Größe haben. Er wird zum Schutz mit einem umlaufenden Kettelrand oder einem Laserschnittrand gefertigt. Ihren Wunschtext, Ihr eigenes Motiv sowie die Grundfarbe, Farben Ihres Motiv bzw. der Schrift, Rahmenfarbe etc. der Patches können Sie ganz individuell wählen - so individuell, wie Sie als Biker eben sind (wir haben auch Sonderfarben wie Metallicgarn Gold oder Silber). Auch eine Bügelfläche auf der Rückseite oder Klettverschluss sind bei Biker Patches möglich.

Jeden beliebigen Wunschtext bringen wir (in jeder gewünschten Größe und Schriftart) auf Ihren Biker Patch. Schicken Sie uns Ihren Patch-Wunschtext und ggf. Beispiele und Referenzen Biker PatchesIm Folgenden ein paar Beispiele von Motorrad Aufnähern, die wir unseren Kunden geliefert haben. Ihr eigenes Motiv fertigen wir individuell in der gewünschten Form und Farbe (laut Farbtabelle und technischer Möglichkeit).

Achtung: Die hier gezeigten Aufnäher sind reine Produktbeispiele.

Die Kutte und ihre Bedeutung in der Biker-Szene

Solange man zu meinem Motorrad-Club gehört, kann man Rückenaufnäher ganz frei und nach den eigenen Wünschen auf der Kutte anbringen. Wird man allerdings Mitglied eines Clubs, wird der Kutten-Rücken praktisch immer für das s. g. Cop Killer (311 steht für die Buchstaben C und K. Abkürzung für All Bullheads Must Die.

Das Wort stammt vermutlich vom englischen Cut (to cut: schneiden). Die ersten MC-Member trennten damals die Ärmel von ihren Jeansjacken ab und versahen diese Westen mit den Insignien ihres Clubs. Heute sind die Kutten aus praktischen Gründen üblicherweise aus Leder. Auf dem Rücken befindet sich das dreiteilige Colour des Clubs oder das Anwärter-Patch ohne Clublogo.

Die Vorderseite enthält das Einprozenter-Patch, den Clubnamen und persönliche Abzeichen (Name, Rang bzw Position, In Memoriam-Aufnäher, erworbene Auszeichnungen etc). Der sogenannte Side Rocker trägt den Namen des Chapters. Die Kutte ist das wichtigste Statussymbol eines MC-Members und zählt zum Clubeigentum. Viele Onepercenter dulden nicht, dass ihre Kutte von Fremden berührt wird, da dies als respektloses Verhalten gegenüber dem Club gilt. Wann und wo die Kutte gertagen wird, schreiben die internen Regeln vor.

Der Weg zum Vollmitglied führt in der Regel über einen ➝Supporterclub oder einem ➝Hangaround, von dort zum ➝Prospect-Status und in einigen MCs zum ➝Probationary (Mitglied auf Probe), bis man irgendwann für würdig befunden wird, das Full Colour zu tragen.

Respekt und Regeln in der Biker-Szene

Nicht jeder Club sieht es gern, wenn in seiner Nachbarschaft oder gar im gleichen Ort ein weiterer Club entsteht. Grund für Gebietsansprüche sind einfaches Revierverhalten und der Ehrenkodex, sein Gebiet „sauber“ zu halten. Benimmt sich der neue MC daneben, steht die Polizei meist vor der Tür des Platzhirschen, da sich selten ein Kläger die Mühe macht, die Colours auseinanderzuhalten. Konkurrenzgerangel spielt dagegen eine untergeordnete Rolle.

Beschließen Motorrad-Enthusiasten, einen (Freizeit-)Club oder eine Gemeinschaft zu gründen, der nicht in die 1%er-Riege gehört, werden sie beim herrschenden Club vorstellig und bekommen in der Regel die Erlaubnis, ihre eigenen Farben zu tragen, sofern diese deutlich unterscheidbar sind vom „richtigen“ MC.

Seien Sie sich bewusst, dass alles, was mit MC verwechselt werden kann, nicht gerne gesehen wird. Und ein Dreiteiler ist nun mal nur diesen vorbehalten, auch wenn deiner keinen Bezug zu MCs hat.

Die MCs (das sind die "richtigen" Biker) haben normalerweise ein dreiteiliges Colour: Top Rocker, Colour, Bottom Rocker. Oftmals kommt zum Colour noch ein Zusatzpatch "MC" dazu, wenn das nicht eh schon mit eingearbeitet ist.

Open House Partys und das Leben in einem MC

Fast alle größeren MCs veranstalten regelmäßig Open House Partys, zu denen jeder willkommen ist, der einen netten Abend verbringen will und sich benehmen kann. Auf solchen Partys geht es anständig zu, es gibt maximal Oben ohne-Bedienung und die obligatorische Erotic-Show auf der Bühne. Wer mal beim MC in der Nachbarschaft reinschnuppern will, kann dies also bedenkenlos beim Open House tun.

Oft laden Biker Clubs zu offenen Abenden (Open House Partys) oder auch Family Days ein, auf denen jeder willkommen ist, der sich benehmen kann. Auf manchen dieser Veranstaltungen wird Geld für einen gemeinnützigen Zweck gesammelt oder für die Familien von Mitgliedern, die hinter Gittern sitzen oder sonstwie in Not geraten sind. Der Zutritt zu internen Partys ist nur geladenen Gästen erlaubt; die Termine werden ausschließlich intern bekannt gegeben. Neben Bands sorgen dort oft Stripperinnen und Erotikshows für Unterhaltung. Auf nicht öffentlichen Partys geht es tatsächlich im Stil von Booze & Sex sehr wild zu.

Wie eine Frau auf einer solchen Party behandelt wird, hängt von ihrem Auftreten ab. Ein deutliches Nein wird akzeptiert. Wenn nicht: einfach die Member des Gastgebers ansprechen und um Hilfe bitten. Auf jeder Party sorgt eine Security für Sicherheit, die an diesem Abend nüchtern bleibt.

Egal, ob männlicher oder weiblicher Gast: Eine unbedachte Bemerkung nach dem siebten Whiskey-Cola kann schnell zu Ärger führen. Meinungen jeglicher Art behält man besser für sich, auch - und besonders - wenn man gefragt wird, was man von einer bestimmten Sache oder einer Person hält. Ein diplomatisches „Hab davon gehört“ ist die sicherste Antwort. Und um Gottes Willen keine Fragen zu Club-Interna stellen!

In vielen Clubs gilt bei Open House-Partys ein Alkoholverbot für Member bzw die Prospects, um Exzesse zu vermeiden und notfalls für Ordnung zu sorgen. Ob Drogen konsumiert werden, hängt vom Club ab. Sex vor versammelter Mannschaft kommt vor (nicht auf Open House Partys), Vergewaltigungen hingegen gehören entgegen landläufiger Meinung nicht zum Biker-Livestyle!

Die Bandbreite der Clubhäuser reicht vom einfachen Häuschen im Grünen über ein abgeschottetes hochmodernes Gebäude bis zur halben Häuserzeile mitten in der Innenstadt. Clubhäuser sind der Mittelpunkt des MC-Lebens und besitzen neben den Gesellschaftsräumen und der Chapel oft auch einen Fitnessraum, eine Werkstatt, Büros und auch Übernachtungsmöglichkeiten. Biker wohnen üblicherweise nicht dauerhaft im Clubhaus.

Der Raum im Clubhaus, in dem die Member ihre regelmäßigen Versammlungen abhalten. Die Ortsgruppe des jeweiligen Clubs. In vielen Clubs ist der Drogenhandel verboten und wird mit sofortigem Ausschluss geahndet. Nicht alle MCs handeln jedoch zugegebenermaßen so rigoros. Der eigene Konsum wird großzügiger gesehen, solange es sich nicht um harte bzw synthetische Drogen handelt.

In den Clubs wird Demokratie in Reinform praktiziert: Ein Mann - eine Stimme. Mitunter macht das manche Entscheidungen etwas schwierig, dafür läuft es aber gerecht zu.

Frauen in der Biker-Szene

Ja, es gibt sie. Und auch die willigen Chicks, die Spaß an Sex haben und anschließend noch beim Aufräumen helfen. Jeder MC ist anders und jeder handhabt die Sache mit den Frauen anders. Es gibt Clubgirls, Clubhuren, Clubmuschis, Sheeps, Mamas … es gibt aber auch Freundinnen, Partnerinnen, weibliche Kumpel und Ehefrauen. Die Property of …-Kutte ist heutzutage eine Seltenheit. Auch die berühmten Clubhuren sind mitnichten in jedem MC anzutreffen.

Es gibt einige MCs, die ihren Mädels Zimmer zur Verfügung stellen, für deren leibliches Wohl sorgen und dafür sexuelle Exklusivität verlangen. Vor allem in den Staaten ist ein solches Arrangement nicht selten. Manche Groupies werden zu Old Ladys, andere verschwinden wieder, nachdem sie sich ausgetobt haben. Einige Member teilen ihre aktuelle Freundin mit ihren Brüdern, weil man schließlich alles mit seinem Bruder teilt, andere sind seit fünfzehn Jahren verheiratet, höllisch treu und haben drei Kinder.

Auch hierzulande trifft man mitunter Mädels aus dem Milieu - Stripperinnen, Prostituierte, Erotikdarstellerinnen - bei diversen MCs an. Die meisten jedoch sind ganz normale Frauen, manchmal auch gestandene Schrauberinnen, die sich großartig mit den Jungs verstehen oder deren Freund ein Member ist. Biker legen naturgemäß keinen gesteigerten Wert auf Gender Correctness, spielen aber gerne den Beschützer. Wie sie eine Frau behandeln, hängt vor allem von deren Verhalten ab. Sie können durchaus zwischen einer Lady und einem Piece unterscheiden und behandeln Frauen überraschenderweise oft erheblich respektvoller als der Rest der Gesellschaft.

Entgegen landläufiger Meinung haben Frauen in der Bikerszene durchaus Menschenrechte. Das Property of … auf der Rückseite vieler Kutten bedeutet nicht, dass eine Frau auf immer und ewig zum rechtlosen Besitz eines Mannes wird und sich alles gefallen lassen muss, sondern lediglich, dass sie Teil des Clubs ist und somit unter dessen Schutz steht. Die Property of …-Kutten gibt es übrigens nur bei den Einprozenter-Clubs (Manche MCs vergeben die Kutte auch an Clubhuren, dann lautet die Aufschrift z.B.

Old Ladys sind feste Freundin oder Ehefrau eines Bikers und hoch angesehen in der Szene. Die Frau eines Bikers ist tabu für alle anderen Männern. Clubangelegenheiten werden offiziell zwar weitestgehend von den Frauen ferngehalten, doch es ist bekannt, dass viele Ladys in die Geschäfte ihrer Männer involviert sind, z.B. aus steuerlichen Gründen oder weil der Mann seine Zeit im Gefängnis absitzen muss. Die Gefängnisklausel gibt es tatsächlich. Sie erlaubt einer Old Lady Affären, wenn ihr Mann längere Zeit im Knast sitzt.

In manchen Clubs dürfen Frauen nicht selber Motorrad fahren oder nur, wenn sie nicht ihre Kutte tragen, aber grundsätzlich hat kein Rocker etwas gegen Bikerladys einzuwenden - im Gegenteil erfahren sie großen Respekt und viel Hilfsbereitschaft.

Weitere Begriffe und Konzepte in der Biker-Szene

  • Onepercenter: Der Begriff geht auf den sogenannten Hollister Bash 1947 zurück, als ein Motorradtreffen ein wenig … nun, außer Kontrolle geriet. Die American Motorcycle Association (AMA), die das Treffen organisiert hat, sagte später angeblich, dass 99% aller Biker rechtschaffende und friedliche Bürger seien. Die »echten« Biker, die nicht nur am Wochenende fuhren und sich nicht stigmatisieren und drangsalieren lassen wollten, nahmen diese Äußerung zum Anlass, sich fortan als Onepercenter zu bezeichnen.
  • Enforcer: (Engl.: Vollstrecker) Die Aufgaben des Enforcers werden in jedem MC anders definiert. Oft stehen sie dem Sergeant at Arms helfend zur Seite, wachen über die Clubdisziplin oder fungieren als Security Chief. In anderen Clubs ist der Posten des Warlord mit dem des Enforcers kombiniert. Der Enforcer untersteht ausschließlich dem Prez und sorgt dafür, dass dessen Order befolgt wird. Er ist derjenige, der durchs Land geschickt wird, wenn eine Aufgabe aus der Distanz erledigt werden muss. Meist handelt es sich beim Enforcer um ein besonders taffes Mitglied des Clubs, das nicht vor Gewalt zurückschreckt.
  • Freebiker: Ein Biker ohne Clubzugehörigkeit (der dennoch einem MC nahe stehen kann). Wird manchmal auch Loner oder Indie Biker (Independent Biker) genannt. Freebiker erkennt man manchmal daran, dass sie eine 62 oder ein „Indie“-Patch auf der Brust tragen. Rückencolours sind verpönt und auch unsinnig, denn der Freebiker will ja seine Unabhängigkeit zeigen.
  • Nomad Chapter: Es gibt verschiedene Arten von Nomad Chaptern in der MC-Welt. Grundsätzlich gehören sie keinem Resident Chapter an; im Bottom Rocker der Kutte steht daher der Schriftzug Nomad. In einigen MCs sind Nomads eine Gruppe von Membern, deren Zahl nicht ausreicht für ein eigenes Resident Chapter, in anderen Clubs sind die Nomads vom Rang her Enforcer bzw Offiziere und besitzen ein hohes Ansehen (beispielsweise die berühmten Hells Angels-Nomad-Chapter). Sie nehmen an den Versammlungen desjenigen Resident Chapters teil, in dessen Revier sie sich gerade aufhalten und entrichten an dieses auch ihre Beiträge. Auf dem Backpatch tragen sie dort, wo sonst der Name des Chapters steht, den Schriftzug Nomad.
  • Out in Bad Standing: Status eines ehemaligen Vollmitglieds, das dem Club geschadet oder gegen die Regeln verstoßen hat und nun als vogelfrei gilt. Das Out in Bad Standing wird eher selten ausgesprochen, es ist die ultimativ letzte Maßnahme. Bei einfachen Verstößen wird das Member i.d.R. zum Prospect zurückgestuft (z.B. zu wenige Kilometer mit den Brüdern, egoistisches Verhalten, häufige Nichtanwesenheit oder seit Monaten ohne Bike). Ein Out in Bad Standing spricht man fast immer gegen Führungsmitglieder aus, die ihre Verantwortung bzw ihre Position missbraucht oder den Club in die falsche Richtung geführt haben (z.B.
  • Chapel: Fast alle Clubhäuser besitzen eine sogenannte ➝Chapel, in der die Treffen abgehalten werden.
  • Supporterclub: Meist ein Freebiker, der in loser Verbindung zum Club steht, ihn unterstützt und den Vollmitgliedern Gelegenheit gibt, ihn zu beschnuppern, bevor er den Anwärter-Status erlangt.

Die Faszination für Harley-Davidson

In fast allen OMCGs ist es für die Member Pflicht, eine Harley zu fahren. Bei Prospects wird mitunter eine Ausnahme gemacht, mindestens gelten i.d.R. Die Liebe zu den amerikanischen Bikes erklärt sich daher, dass die ersten Motorradclubs sich aus US-Veteranen formierten, die oft als Meldefahrer oder Kuriere tätig waren. Die schweren, robusten Harleys waren Standard-Armeefahrzeuge. Nach der Entlassung aus der Armee kamen viele Veteranen mit dem „normalen“ bürgerlichen Leben nicht mehr klar und vermissten die bedingungslose Brüderlichkeit, die ihnen im Krieg oft das Leben gerettet hat. Viele gerieten in Armut, litten unter Traumata und fühlten sich ausgestoßen von der Gesellschaft, für die sie in den Krieg gezogen waren.

Harleys wurden und werden gerne als Grundlage für umfangreiche Umbauten benutzt, so dass der Besitzer ein möglichst einzigartiges Bike fahren kann. Chopper sind Bikes, an denen alles Unnötige entfernt wurde, um sie so leicht und schnell wie möglich zu machen. Heutzutage fahren US-Bikerclubs gerne langstreckentaugliche moderne Maschinen mit Verkleidung (sog.

Gewalt in der Biker-Szene

Gewalt findet statt, keine Frage. Es gibt durchaus einige sehr gewaltbereite, brutale Gestalten in der Szene. Es gibt Clubs, in denen Macht und Geld an erster Stelle stehen und deren Member alles daran setzen, ihre Pfründe zu verteidigen. Es gibt aber auch die unzähligen OMCGs, für die allein der Zusammenhalt und das Fahren an erster Stelle stehen und deren Member ansonsten einer ganz normalen Tätigkeit nachgehen. Biker sind jedoch grundsätzlich keine Neandertaler und sie rennen auch nicht ständig mit einer Waffe im Gürtel und einer geballten Faust in der Tasche herum. Sie gehören zu einem kleinen Kreis von Menschen, die sich für ein Leben am Rande der Gesellschaft entschieden haben und nach ihrem eigenen Kodex leben. Ihnen ist bewusst, dass sie stets am Rande der Legalität entlang balancieren und sei es nur, weil die Komponenten ihrer Bikes illegal sind oder sie im Milieu ihr Geld verdienen (was nicht gleich illegal sein muss.

In vielen Clubs gibt es eine strikte Trainingspflicht für die Member, und als konfliktscheu würde ich die Biker, die ich kenne, nun auch nicht bezeichnen. Ihre Sprache ist direkt, manchmal grob, und ihr Verhalten körperlich geprägt. Sie fallen deswegen aber weder über eine unwillige Frau her, nur weil sie gerade Lust auf Sex haben, noch knallen sie wahllos Menschen ab oder werfen im Vorbeifahren Brandsätze durch die Fenster anderer Clubs. Salopp gesagt wollen Biker nur ihr eigenes Ding durchziehen und ihr Leben nach eigenen Vorstellungen leben. Nicht von ungefähr standen sie früher der Hippieszene sehr nahe. Der Zusammenhalt des Clubs und das bedingungslose Füreinander Einstehen entsprechen absolut der Realität. Im Übrigen ist kein MC wild auf die juristischen und politischen Konsequenzen bis hin zum Clubverbot, die ein Gewaltexzess nach sich zieht.

Clubtreffen

Das wöchentlich stattfindende Clubtreffen. Die Teilnahme ist Pflicht für alle Full Member. Prospects, Frauen und Außenstehende bleiben vor der Tür.

Die Bedeutung von Biker Patches

Und jetzt: Patch bestellen, ein Zeichen setzen und die Biker Bekleidung noch persönlicher und wertvoller machen. Wir helfen Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung rund um Biker Patches gerne persönlich weiter.

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