Die Wahl der richtigen Motorradstiefel ist entscheidend für Sicherheit und Komfort. Heute klären wir die Stiefel-Frage für Straßenfahrer: Für wen ist der Racingstiefel und für wen der Tourenstiefel die bessere Wahl.
Tourenstiefel vs. Racingstiefel: Ein Vergleich
Im Motorradstiefel Vergleich blenden wir jetzt absichtlich den Endurostiefel aus und beschränken uns auf Schuhwerk, das für reine Straßenmotorräder gedacht ist. Als Beispiel für Motorradstiefel mit Protektoren schicken wir heute den “Vertigo 2“ und den “Aria” ins Rennen. Beide Stiefel kommen aus der italienischen Stiefelmanufaktur von Sidi und liegen preislich im Bereich von um die 250 Euro.
Der Tourenstiefel: Komfort und Wetterschutz
Wie die Überschrift schon sagt, ist der Tourenstiefel der perfekte Begleiter für lange Strecken. Neben der primären Funktion des Stiefels als Motorrad Schutzkleidung ist der Tourenstiefel der unauffällige Begleiter für jede Runde auf dem Motorrad. Eine Gore-Tex-Membran macht den schlanken Italiener zum wasserdichten Motorradstiefel, der dennoch atmungsaktiv bleibt. Besonders bei langen Touren, bei denen der Stiefel mehrere Stunden bis mehrere Tage hintereinander getragen wird, spielt die Wasserdichtigkeit eine entscheidende Rolle. Wer will schon bei der Fünftagestour nach dem ersten Regenguss am nächsten Tag in einen nassen Stiefel schlüpfen? Der Sidi Aria überzeugt mit Komfort und Wetterschutz, ideal für lange Strecken und wechselhaftes Wetter.
Vorteile des Tourenstiefels:
- Hoher Tragekomfort
- Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität
- Geeignet für lange Strecken
Der Racingstiefel: Sportlichkeit und Schutz auf der Rennstrecke
Wer sportlich ambitioniert auf der Straße und vielleicht auch mal auf der Rennstrecke unterwegs ist, kommt um Sportstiefel oder Racingstiefel nicht umher. Beim ersten Anziehen wirkt der Sidi Vertigo 2 sehr steif. Racingstiefel müssen - noch mehr als ihre Touring-Pendants - eingelaufen werden. Der Vertigo 2 hat einen hohen Schaft, der durch eine seitliche Platte mit Scharnier zusätzlich verstärkt ist. Außerdem zieren ihn PU-Verstärkungen an der Ferse sowie die beinahe obligatorischen Zehenschleifer.
Wenn es ganz heiß hergeht, kann seitlich ein Belüftungsschieber geöffnet werden, der für Kühlung sorgt. In der Ausführung als reiner Racingstiefel lässt sich der Schaft sehr weit öffnen und über ein Ratschensystem arretieren. Das ist wichtig, wird doch im Gegensatz zum Tourenstiefel die Lederkombi im Schuh bzw. Ein besonderes Highlight des Sidi Vertigo 2 ist das austauschbare Schutzsystem. Zehenschleifer, Fersenschutz und Schaftverstärkung lassen sich bei Verschleiß oder Beschädigung problemlos austauschen - ein großer Vorteil für Vielfahrer oder Rennstreckenpiloten.
Vorteile des Racingstiefels:
- Hoher Schutz durch Protektoren und Verstärkungen
- Austauschbare Teile
- Optimale Passform für sportliches Fahren
Flexibilität und Komfort: Alpinestars "Portland Gore-Tex" Motorradstiefel
Der Alpinestars Portland Gore-Tex kombiniert einen cleanen und modernen Look mit Funktionalität, Sicherheit und hochwertigen Materialien. Er ist zwar nicht gerade günstig, dafür aber komfortabel und zuverlässig wasserdicht. Eine klare Empfehlung!
Vielseitigkeit und Stil: SHIMA THOMSON Motorradstiefel
Die Shima Thomson Motorradstiefel überzeugen mit verstärktem Leder und seitlichem Reißverschluss. Sie bieten hervorragenden Schutz, hohen Tragekomfort und gute Belüftung. Das ansprechende Design und die hohe Verarbeitungsqualität machen sie zur idealen Wahl für Motorradfahrer.
Die Wahl des Richtigen Stiefels
Prinzipiell können natürlich beide Stiefeltypen auf den verschiedensten Maschinen gefahren werden. Auf dem Supersportler lässt sich durchaus ein Tourenstiefel tragen, umgekehrt steht dem Naked-Biker oder Tourer auch ein Sportstiefel gut. Das ganze geht so lang gut, bis natürlich die dezidierten Eigenschaften der beiden Stiefelarten gefragt werden. Beim ersten Schauer lässt der Racingstiefel seinen Träger nämlich im Regen stehen, umgekehrt finden die Zehen auf der Rennstrecke den entsprechenden Bodenkontakt mit dem Tourenstiefel weit weniger gut als mit dem Rennpendant.
Es gibt auch Zwitter-Varianten, ein Sportstiefel mit Klimamembran zum Beispiel. Dieser ist in der nötigen Flexibilität durch die Membran allerdings eingeschränkt und kann die Vorzüge beider Bauarten nur bedingt vereinen. Ob Touren- oder Racingstiefel - die Wahl hängt letztlich von deinem Fahrstil und Einsatzzweck ab. Wer viel unterwegs ist und sowohl lange Touren als auch sportliche Etappen genießt, könnte von einem zweiten Paar profitieren. So bleibt man bei jeder Wetterlage und jedem Fahrstil bestens ausgerüstet.
Weitere Arten von Motorradstiefeln
Es gibt viele verschiedene Modelle von Motorrädern. Daher haben die Hersteller mit der Zeit auch ihre Motorradstiefel an die unterschiedlichen Anforderungen der Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer angepasst. Wir unterscheiden zwischen vier grundsätzlichen Typen: Touren-Motorradstiefel, Sport-Motorradstiefel, City-Motorradstiefel und Offroad-Motorradstiefel.
- Touren-Motorradstiefel: Komfortable Stiefel für lange Fahrten, meist aus schlichtem, schwarzem Leder und mit Reflektoren versehen.
- Sport-Motorradstiefel: Bunter und mit mehr Verstärkungen ausgestattet, ideal für Fahrer von Supersportlern.
- City-Motorradstiefel: Geeignet für den alltäglichen Einsatz in der Stadt, oft aus schwarzem oder braunem Leder mit einem nicht ganz so hohen Schaft.
- Offroad-Motorradstiefel: Für Motocross oder Enduro, bieten durch einen sehr hohen Schaft eine hohe Stabilität mit vielen Protektoren.
Qualitätskriterien für Motorradstiefel
Unabhängig davon, ob Sie auf dem Hockenheimring, in den schweizer Alpen, oder auf einer abgelegenen Schotterpiste unterwegs sind: Motorradstiefel sollten stets über gewisse Qualitätskriterien verfügen, um Ihnen im Ernstfall einen optimalen Schutz zu gewährleisten.
- Optimale Passform: Grundsätzlich sollte ein Motorradstiefel fest sitzen und eng anliegen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Bewegungsfreiheit der Füße und Unterschenkel nicht eingeschränkt wird.
- Robuste Konstruktion: Abgesehen von den Protektoren und dem Material, sollten die Motorradboots über eine robuste Grundform verfügen.
- Höhe des Schafts: Außer bei besonders flachen Motorradschuhen, empfiehlt es sich Wert auf einen hohen Schaft zu legen.
- Beschaffenheit der Sohle: Die Sohle sollte robust beschaffen, und rutschfest sein.
- Material: Achten Sie vor allem auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit - dabei muss es nicht immer Echtleder sein.
- Protektoren: Ein qualitativ hochwertiger Stiefel verfügt über Protektorenelemente seitlich am Schuh, im Knöchelbereich, an der Ferse und am Schien- und Wadenbeinbereich.
- Schaltverstärkung: Ein Muss an jedem Modell ist die sogenannte Schaltverstärkung - ein kleiner Bereich auf dem linken Stiefel, der durch zusätzliches Material (Leder, Kunststoff) besonders verstärkt ist.
- Sichtbarkeit: Wie allgemein bei Bikern bekannt, sind vor allem komplett schwarze Motorradstiefel sehr beliebt.
- Herausnehmbare Einlegesohle: Viele Motorradfahrer kennen das Problem vor allem im Sommer. Die hohen Temperaturen begünstigen Schweißfüße enorm.
- Wasserdicht: Falls Sie nicht nur Schönwetterfahrer sind, sollten Sie sich für ein wasserdichtes Modell entscheiden.
- Tragekomfort: Nicht zu unterschätzen ist der Tragekomfort der Stiefel. Nur ein Modell, in dem Sie sich wirklich wohlfühlen, werden Sie bei jeder Ausfahrt tragen.
Motorradstiefel Marken
Motorradstiefel Marken gibt es wie Sand am Meer.
- Alpinestar: Die Produkte von Alpinestars zählen zu den qualitativ hochwertigsten, die es für Geld zu kaufen gibt.
- SIDI: Heute zählt SIDI zu den führenden Herstellern in diesem Bereich und ist unter anderem Sponsor für bekannte MotoGP Fahrer.
- Daytona: Mit der Marke Daytona setzen Sie als Motorradfahrer zu 100% auf Qualität aus Deutschland.
- O’Neal: O’Neal hat es sich auf die Fahne geschrieben durch innovative Fertigungsprozesse und Materialtechnologie den bestmöglichen Schütz für Biker, die ihre Grenzen ausreizen wollen, zu schaffen.
- IXS: Der Erfolg von IXS kann sich sehen lassen: mittlerweile werden die Produkte in über 50 Ländern auf allen Kontinenten vertrieben.
- Protectwear: Bekanntheit erlangt hat die Marke hauptsächlich durch die zahlreichen Bestseller Produkte auf Amazon. Das Feedback der Käufer ist durchweg positiv.
Online-Kauf vs. Fachgeschäft
Da Sie nun einiges an Wissen rund um dem Motorradstiefel Kauf angesammelt haben, sollten Sie sich nun die Frage stellen, ob Sie das passende Modell lieber online oder im Fachgeschäft kaufen werden.
- Fachgeschäft: Sie erhalten eine direkte Beratung und haben einen Ansprechpartner vor Ort, an den Sie ich im Fall eines Problems oder Reklamation wenden können.
- Online Kauf: Sie können sich eine Übersicht der verschiedenen Modelle schaffen und sind nicht nur auf die Hausmarke eines Anbieters beschränkt.
Die rechtliche Norm zu Motorradstiefeln
Eine Pflicht zum Tragen spezieller Schuhe beim Motorradfahren gibt es nicht. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollten trotzdem Stiefel getragen werden, die in der Europäischen Norm 13634 festgehaltenen Mindestanforderungen erfüllen.
Wichtig ist dort das Motorradfahrer-Piktogramm, das die Zulassung als "Persönliche Schutzausrüstung" nachweist.
Testergebnisse und Meinungen
Motorradstiefel werden oft in Fachmagazinen, wie MOTORRAD, Motorrad News, Motorradfahrer oder Tourenfahrer getestet.
Kurzschaftstiefel im Test
Einige der getesteten Kurzschaftstiefel:
- Alpinestars "Portland Gore-Tex": Sehr gut
- Daytona "AC Dry GTX": Sehr gut
- TCX "Vibe WP": Sehr gut, MOTORRAD-Kauftipp
Motorradstiefel Test & Vergleich
Beste Motorradstiefel im Ranking: Ihr persönlicher Spitzenreiter in unserer Rangliste.
- FORC50 W-9938 von Forma
- Road Star von Daytona
- Herren Fedro Igloo von Panama Jack
- Thomson Brown 43 von SHIMA
- FORC29W2438 Adventure von Forma
- S-MX Plus von Alpinestars
- FTS-1 WP von Fastway
- Damen Felina Iglu Stiefel von Panama Jack
- B-305 von Bohmberg
- SX-2 EVO von SHIMA
| Stiefel | Marke | Bewertung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| FORC50 W-9938 | Forma | Sehr gut | Atmungsaktiv, Wasserdicht, Leder |
| Road Star | Daytona | Sehr gut | Langlebig, Wasserdicht, Leder |
| Fedro Igloo | Panama Jack | Sehr gut | Bequem, Wasserdicht, Wärmeisolierung |
| Thomson Brown 43 | SHIMA | Sehr gut | Verstärktes Leder, Hoher Komfort |
| Adventure WP | Forma | Sehr gut | Wasserdicht, Robuste Sohle, CE-Zertifiziert |
| S-MX Plus | Alpinestars | Sehr gut | Polymerverstärkte Microfaser, Angenehm zu tragen |
| FTS-1 WP | Fastway | Sehr gut | Atmungsaktiv, Guter Schutz, Preiswert |
| Felina Iglu Stiefel | Panama Jack | - | Robustem Leder, Innenfutter aus wärmender Wolle |
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