Blechgarage für Motorrad und Auto: Vorteile, Nachteile und Alternativen

Wer ein Motorrad besitzt, möchte dieses vor der Witterung schützen. Nicht jeder findet hierfür Gegebenheiten vor, sodass Anwender nach alternativen Lösungen suchen. Wenn kein Stellplatz zur Verfügung steht, der Keller keinen Platz bietet und das Gefährt nicht im Wohnraum platziert werden soll, kommt die Motorradgarage aus Metall zum Einsatz. Eine Blechgarage kann eine kostengünstige und flexible Lösung sein, um Fahrzeuge und Geräte vor Witterungseinflüssen zu schützen. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile von Blechgaragen und stellt Alternativen vor.

Was ist eine Blechgarage?

Blechgaragen zählen zu den Metallgaragen und sind in vielen Größen und Varianten erhältlich. Häufig werden Standard-Blechgaragen mit Wellblechen als Dach versehen. Der Begriff Blechgarage wird auch allgemein für Metall-Garagen genutzt. Des Weiteren sind Blechgaragen auch in Form von Materialmischungen erhältlich. Grundgerüst einer solchen Garagen kann beispielsweise ein starres Metall bilden. Als Dach wird Wellblech genutzt und es gibt Varianten, die Garagentüren aus wetterfestem Holz besitzen.

Vorteile einer Blechgarage

  • Kostengünstig: Aus Stahl bestehende Blechgaragen sind weitaus kostengünstiger als Betongaragen. Zudem fallen keine Kosten für die Verklinkerung an.
  • Schneller Aufbau: Der Aufbau der Blechgarage ist sehr schnell. Eine Blechgarage kann sicher montiert werden und ist in kurzer Zeit wetterfest aufgestellt.
  • Flexibel: Blechgaragen sind flexibel und können in kurzer Zeit abgebaut, und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden.
  • Schutz vor Witterungseinflüssen: Blechgaragen bieten in der Regel ausreichend Schutz vor Witterungseinflüssen, so dass der PKW, das Motorrad oder diverse Gartengeräte sicher geschützt untergebracht werden können.
  • Individuelle Gestaltung: Bei der Wahl der Farbe und des Designs sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
  • Diebstahlschutz: Die Artikel sind in abschließbaren Varianten erhältlich.

Blechgaragen sind für Gartenliebhaber, Motorrad-Inhaber, Fahrradfahrer, Elektroroller-Besitzer und für alle Menschen geeignet, die eine Garage zur Lagerung von Werkzeugen und anderen Gerätschaften nutzen möchten. Die Modelle sind vielen Größen erhältlich, weshalb Sie eine Garage nach Ihren Wünschen kaufen können.

Nachteile einer Blechgarage

  • Korrosion: Bei Blechgaragen besteht grundsätzlich die Gefahr des Rostens. Preisgünstiger Rostschutz sorgt für eine Widerstandsfähigkeit auch bei extremen Witterungsbedingungen.
  • Kondenswasserbildung: Die Kondenswasserbildung ist enorm, selbst bei isoliertem Blech hast du immer noch eine hohe Luftfeuchtigkeit innen, gerade in der Übergangszeit, wo der Unterschied zw. Tag und Nacht mal locker 20 oder 25 °C betragen kann.
  • Geringe Stabilität: Viele von den Dingern taugen nicht viel, das Blech ist teils super dünn, wenn dir was umfällt, hast du gleich ne Beule drin.

Alternativen zur Blechgarage

Im Handel sind Garagen aus Holz, Plastik, Metall, Beton und Stoff erhältlich. Wer eine Alternative zu Blechgaragen sucht, der kann Metallgaragen ohne Wellblechdächer im Handel finden.

  • Carport: Ein Carport bietet eine gute Belüftung und schützt das Auto vor Niederschlag. Ein günstiger Carport mit einfach PVC-Trapezdach ist eine gute Grundlage, die Seiten können mit einfachem Schalungsholz verkleidet werden.
  • Holzgarage: Holz ist ein warmes, optisch ansprechendes Material, weshalb Holzgaragen schnell zu einem Blickfang vor Hof, Garten und Haus werden. Das Holz sollte allerdings veredelt sein, um wetterfeste Eigenschaften zu besitzen.
  • Fertiggarage: Eine moderne Stahlgarage ist kaum optisch von massiven Garagen zu unterscheiden. Durch die perfekte Be- und Entlüftung ist es in einer Stahlgarage immer Sommer stets kühler als draussen und im Winter heizt sich eine Stahlgarage auch ehr auf.
  • Faltgarage: Faltgaragen sind aus Stoff gefertigt und können in preiswerten Varianten erworben werden. Die Faltgaragen sind allerdings weniger langlebig als Blechmodelle.
  • Abdeckplane: Eine Abdeckplane bietet einen soliden Schutz bei Regen für kleines Geld, kommt aber bei Hagel an ihre Grenzen.

Worauf muss beim Kauf einer Blechgarage geachtet werden?

Beim Kauf von Blechgaragen sollte auf Größe, Material, Ausstattung und Gewicht geachtet werden. Zudem sind Garagen aus Blech auch als Artikel mit Boden und Modelle ohne Boden erhältlich. Wenn Sie beispielsweise eine bereits gegossene Betonplatte als Untergrund besitzen, dann kann eine Blechgarage ohne Boden sinnvoll sein.

  • Material: Beim Kauf sollte auf wetterfeste Materialien geachtet werden. Es ist ratsam, eine Metallgarage oder eine Metall-Holz-Garage zu wählen, die veredelt ist. Metallveredelungen können beispielsweise in Form von verzinkten oder pulverbeschichteten Varianten erhältlich sein.
  • Größe: Im Handel sind Blechgaragen als Doppelgaragen und Einzelgaragen erhältlich. Sie können Autos, Motorroller, Motorräder, Fahrräder, Gartengeräte und viele weitere Dinge beherbergen.
  • Genehmigung: Beim Kauf einer Garage sollten Sie allerdings vorher eine Genehmigung für den Stellplatz einholen. Es ist ratsam, abzuklären, ob eine Genehmigung erfolgen muss oder bereits eine Genehmigung vorhanden ist.

Kosten einer Blechgarage

Eine Blechgarage, die beispielsweise als Fahrrad- oder Geräteschuppen genutzt wird, ist bereits in Varianten ab 500 Euro aufwärts erhältlich. Doppelgaragen sind ab ca. 2.500 Euro erhältlich. Der Kaufpreis kann enorm schwanken und ist auch von verwendeten Materialien abhängig. Es ist ratsam, einen Preisvergleich durchzuführen, um die passende Garage aus Blech für den gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Winterfeste Motorradgarage

Selbst im Winter sind einige Biker:innen mit ihrem Gefährt unterwegs. Der richtige Schutz vor Witterung und Nässe ist dann beim Parken dringend notwendig. Wer weder einen überdachten Abstellplatz noch eine Garage zur Verfügung hat, greift zur winterfesten Motorradgarage. Diese "Garagen" sind kein selbsttragendes Konstrukt, in dem das Motorrad geparkt wird. Gemeint sind hier wasserdichte Abdeckplanen, die das Bike vor Regen, Schnee und Frost schützen - und kompakt zusammengefaltet auch leicht mitgenommen werden können.

Worauf beim Kauf einer winterfesten Motorradgarage zu achten ist

  • Größe: Motorradgaragen werden in verschiedenen Größen verkauft. Daher muss vor Kauf sichergestellt werden, dass die Abdeckung in Länge, Breite und Höhe sowie Passform zum eigenen Zweirad passt.
  • Material: Woraus die Garage besteht, ist beim Kauf ebenfalls ein entscheidender Faktor. Reißfeste und wasserabweisende Synthetikstoffe wie Polyester, Polyurethan (PU) oder Oxford-Gewebe sind zu bevorzugen. Die Nähte sollten im Idealfall verschweißt sein, da sie sonst eine Eintrittsstelle für Wasser bieten können.
  • Wasserdichtigkeit: Je höher der Wert ist, desto größere Niederschlagsmengen hält die Plane aus, ohne undicht zu werden.
  • Belüftungsschlitze: Damit Schwitzwasser und Kondensation verdampfen können, sind regengeschützte Lüftungsschlitze wichtig. Bietet die Plane das nicht, hilft regelmäßiges "Lüften" bei schönem Wetter, damit kein Rost entsteht.
  • UV-Schutz: Eine Abdeckplane für den Winter kann natürlich auch ganzjährig genutzt werden. Dann empfiehlt sich eine UV-beständige Folie, die das Bike vor Alterung durch Sonnenstrahlen schützt.
  • Kennzeichenfenster und Reflektoren: Wer ein Fahrzeug - auch ein Motorrad - im öffentlichen Raum parkt, muss sicherstellen, dass das Kennzeichen sichtbar bleibt. Ein Sichtfenster für das Nummernschild ist daher ein sinnvolles Extra. Auch Reflektoren sind beim Parken wichtig, um andere Verkehrsteilnehmer:innen auf das stehende Gefährt aufmerksam zu machen.

Empfehlenswerte winterfeste Motorradplanen

  • Bushbock Premium-Abdeckplane (XL)
  • JMP Faltgarage Motomike
  • Louis Motorradgarage "Urban"
  • Velmia Motorrad-Abdeckplane
  • Toptrek Motorradabdeckung (XXL)
  • Dazone Motorrad-Abdeckplane
  • Favoto Motorradabdeckung
  • Unitec Motorradabdeckung (L/XL)

Garagenboxen für Motorräder als Alternative

Wer ausreichend Platz auf dem eigenen Grundstück hat und das Motorrad nicht unterwegs mit einer Faltgarage schützen muss, kann auch auf eine Garagenbox - oft als Zeltgarage sowie Kunststoff- oder Blechgarage verfügbar - zurückgreifen. Die Vorteile der Boxen: Sie bleiben aufgebaut stehen, das Motorrad muss nur hineingeschoben werden. Außerdem liegt kein Stoff direkt auf dem Bike auf, was die Kratzergefahr im Vergleich zur Softgarage minimiert. Zusätzlich können massivere Garagenboxen Diebstahlschutz für das Motorrad bieten.

Der große Nachteil der Garagenboxen für Bikes: Sie sind nicht mobil. Im Gegensatz zu Abdeckplanen lassen sie sich nicht mitnehmen. Und auch die Nutzung im öffentlichen Verkehrsraum ist untersagt.

Was muss beim Parken mit Motorradgarage beachtet werden?

Für Motorräder gelten im Straßenverkehr nahezu immer dieselben Regeln wie für Autos - auch beim Parken. Das bedeutet: Wird das Bike im öffentlichen Raum, etwa am Straßenrand, geparkt, muss das Kennzeichen immer sichtbar sein. Es darf daher nicht durch eine Plane verdeckt werden. Einige Motorradabdeckungen bieten hierfür Sichtfenster an.

Zudem müssen Motorradfahrer:innen sicherstellen, dass das geparkte Bike auch Nachts gut zu sehen ist. Hierfür sorgen Reflektoren auf der Außenhülle der Softgaragen. Fehlen Reflektorstreifen und wird gleichzeitig die fahrzeugeigene Beleuchtung verdeckt, kann ein Bußgeld wegen unzureichender Beleuchtung drohen.

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