Bluetooth Gegensprechanlage Motorrad Test: Der ultimative Ratgeber

Wenn von Motorrad-Headset, Gegensprechanlage oder einem Bluetooth-Kommunikationssystem die Rede ist, werden viele Motorradfans hellhörig. Technische Fortschritte haben die Interkoms für die Zweiräder in den letzten Jahren immer beliebter gemacht. Hier zeigen wir, worauf man beim Kauf achten sollte.

Was ist ein Motorrad-Headset?

Ein Motorrad-Headset ist dazu geeignet, während der Fahrt mit der hinten mitfahrenden Person oder anderen Motorradfahrenden zu kommunizieren. So kann man Missverständnisse vermeiden und gleichzeitig das Fahrerlebnis miteinander teilen. Je nach Preis gibt es große Unterschiede in der Funktionsbreite und Handhabe. Moderne Motorrad-Headsets funktionieren mit Bluetooth-Verbindung und werden am Motorradhelm befestigt.

So kann man während der Fahrt über das Mikrofon digitale Konferenzen zwischen einer anderen oder auch mehreren Personen führen. Besonders praktisch: Viele Geräte ermöglichen über eine passende App die Steuerung von Smartphones. Außerdem passt das Motorrad-Headset die Lautstärke der Übertragung selbstständig den Umgebungsgeräuschen an. Über die Cardo Connect App lassen sich iOS-Geräte und Android-Smartphones bequem fernsteuern.

Die besten Motorrad-Headsets im Überblick

Die Auswahl auf dem Markt für Motorrad-Headsets ist groß. Im Vergleich werfen wir deshalb einen Blick auf die Möglichkeiten verschiedener Preis- und Funktionsbereiche!

Sena 20S EVO HD Bluetooth-Kommunikationssystem

Der Technik-Hersteller Sena beeindruckt in einigen Motorad-Headset-Tests mit dem Bluetooth-Kommunikationssystem Sena 20S EVO. Es ist das Nachfolgemodell des ersten 20S. Verbesserungen sieht man vor allem im Design und der Intercom-Funktionalität. Das Bluetooth-Motorrad-Headset ist mit hochwertigen HD-Lautsprechern ausgestattet. Schlankes Antennendesign mit einer feststehenden Haifischflossen-Antenne macht die Gegensprechanlage besonders stabil. Ganz anders als bei seinem Vorgänger mit aufklappbarer Antenne. Amazon-Rezensionen vergeben 4,5 begeisterte Sterne für dieses Universal-Intercom.

Cardo Freecom Gegensprechanlage

Mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis will das Freecom 2x Intercom-Headset von Cardo überzeugen. Dazu wartet es mit einem 40-mm-Lautsprecher des Sound-Experten JBL auf. Der speziell abgestimmte Musikprozessor mit drei unterschiedlichen Audioprofilen sorgt für ein einzigartiges Klangerlebnis während der Fahrt mit dem Motorrad. Die Motorrad-Gegensprechanlage will zusätzlich mit einer stabilen Bluetooth-Verbindung punkten, die sich selbstständig wiederherstellt - geeignet für zwei Personen auf eine Distanz von bis zu 1,2 km. Dazu ist das Freecom 2x gegen alle Witterungsverhältnisse gewappnet, egal ob Regen, Schnee, Staub oder Wind. Dank Software-Updates bleibt das Headset stets aktuell. Über die Cardo Conntect App werden Updates direkt auf dem Gerät installiert - kein Kabel nötig.

Lexin Helm Interkom

Besonders starke Reichweite, besonders viele Kommunikationskanäle - das Bluetooth Motorrad-Headset von Lexin will mit vielen Funktionen beeindrucken. Darunter die Möglichkeit, Musik zu teilen und Bluetooth 5.0 für eine besonders klare Verbindung zwischen den einzelnen Personen. Hinzu kommt die CVC- und DSP-Rauschunterdrückung, die Wind- und Motorgeräusche um über 90 Prozent reduzieren soll. So kann man während der Fahrt mit den anderen kommunizieren, oder über die T-COM SC Headsets Musik teilen. Das LCD-Display sorgt für eine einfache Bedienung im Vergleich zur displaylosen Konkurrenz. Hier lässt sich die Akkulaufzeit von zehn Stunden Gesprächszeit und 300 Standby-Zeit im Auge behalten. Das Aufladen dauert zwei bis drei Stunden. Zusätzliche Benefits: Das Headset kommt mit eingebautem FM-Radio und GPS-Navigation. Das wasserdichte Gehäuse macht Ausflüge bei jedem Wind und Wetter möglich. Die digitale Rauschunterdrückung soll 80 Prozent der Umgebungsgeräusche bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h herausfiltern.

Günstige Motorrad-Headsets im Test

Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, suchen Sie nach einem günstigen Motorrad-Headset. Es kann verschiedene Gründe geben, warum Sie ein preiswertes Headset kaufen möchten. Vielleicht suchen Sie ein günstiges Headset, weil Sie diese Erfahrung erst einmal zu einem kleinen Preis testen möchten, um sicherzugehen, dass es Ihnen zusagt. Während der Fahrt zu sprechen ist nicht unbedingt selbstverständlich. Auch das Musikhören oder GPS-Ansagen könnten anfangs störend sein.

Hier eine Auswahl günstiger Motorrad-Headsets:

  • Ejeas Q7 (70 €): 8 Stunden Sprechzeit, 1 km Reichweite, Bluetooth 5.0, 7 Personen gleichzeitig.
  • Sena SMH5 (89 €): Ältere Version, Bluetooth 3.0, 7 Stunden Akkulaufzeit.
  • Cardo Freecom 1+ (89 €): Unser Favorit, 13 Stunden Sprechzeit, viele Funktionen (Geräuschunterdrückung, automatische Lautstärkeregelung).
  • Sena 3S Plus (96 €): 2 Personen, Fahrer zu Fahrer Kommunikation, Bluetooth 4.1, HD-Lautsprecher, 400 Meter Reichweite, 8 Stunden Sprechzeit.
  • Cardo Freecom 2+ (101 €): 2 Benutzer, 13 Stunden Sprechzeit, 500 Meter Reichweite.
  • Midland BT Mini (102 €): 8 Stunden Sprechzeit, 400 Meter Reichweite, ausgezeichneter Sound, universelle Kopplung.
  • Lexin B4FM (106 €): HD-Lautsprecher, 13 Stunden Sprechzeit, 2 km Reichweite, universelle Kopplung, Sprachsteuerung, Bluetooth 5.0.
  • Sena SF1 (115 €): 2 Personen, 13 Stunden Sprechzeit, Schnellladung, Geräuschunterdrückung, Audio Overlay-Funktion, Bluetooth 4.1.
  • Lexin FT4 Pro (130 €): 15 Stunden Sprechzeit, 2 Stunden Akkuladezeit, 2 km Reichweite, Geräuschunterdrückung und universelle Kopplung.

SENA 60S: Ein detaillierter Testbericht

Das 60S ist das neue Flaggschiff der Kommunikationssysteme von SENA. Es soll im Vergleich zum 50S in allen Bereichen besser performen und bietet revolutionäre Technologien, wie eine Kommunikation mit unbegrenzter Reichweite. Nun, nach einigen Wochen der intensiven Verwendung des SENA 60S präsentieren wir unser Testergebnis. Das neue 60S hat strahlende Momente, die teils aber auch von dunklen Schattenseiten begleitet werden.

Montage und Design

Wie bei vielen aktuellen Kommunikationssystemen, kann die Halterung entweder per Klebepads außen am Helm festgeklebt oder mit einer Klemme an der Helmschale fixiert werden. Zwei Halterungen gibt es zu jedem SENA 60S: Eine mit Schwanenhalsmikro und eine mit kabelgebundenem Mikrofon. Der Clou: Das 60S lässt sich dank einer neuen magnetischen Arretierung blitzschnell von einer Halterung zur anderen übertragen ein kurzer Handgriff genügt, und schon sitzt das Kommunikationssystem sicher am neuen Helm.

Bedienung

Beim Bedienkonzept des 60S bleibt sich Sena treu und setzt auf das mittlerweile bekannte Steuerungsprinzip: Ein großes Drehrad, mit dem sich unter anderem die Lautstärke regeln oder Musik skippen lässt, sowie drei zusätzliche Tasten eine für die Intercom-Funktionen (meist Mesh), eine für das Smartphone und eine für Sonderfunktionen. Die Sena Motorcycles App ist übersichtlich aufgebaut und im Stand gut bedienbar. Besonders praktisch: Die Möglichkeit, sich per QR-Code mit anderen Fahrern zu verbinden. Ein interessantes Feature ist die Sprachsteuerung, die mittlerweile mit KI-Unterstützung arbeitet und in mehreren Sprachen zur Verfügung steht.

Individualisierung

Anders als viele andere Kommunikationssysteme, die optisch eher funktional als ansprechend wirken, bietet das Sena 60S überraschend viele Möglichkeiten zur Personalisierung. Die äußere Gehäuseplatte des Systems ist austauschbar und kann je nach Geschmack gegen eine Variante in Dunkelchrom, Metallic-Silber, Perlmuttweiß oder Glanzschwarz getauscht werden. Zusätzlich ist auch das große Drehregler-Rad in verschiedenen Farben erhältlich. Wer es besonders auffällig mag, kann zudem den integrierten LED-Leuchtstreifen das sogenannte RideGlow über die App in Farbe und Leuchtverhalten anpassen.

Klangqualität

In genau diesem Einsatzbereich schlägt auch die Sternstunde der neuen Harman Kardon Lautsprecher. Während das Vorgängermodell 50S öfter als zu leise kritisiert wurde, schaffen die um 30 % lauteren Lautsprecher des 60S hier spürbare Abhilfe. Auf maximaler Lautstärke bringen sie die Ohren regelrecht zum Vibrieren. Die Lautsprecher sind aber nicht nur lauter, sondern auch qualitativ besser. Selbst erratische Musikrichtungen wie Metal werden klar wiedergegeben ein Punkt, bei dem viele andere Systeme klanglich an ihre Grenzen kommen.

KI-gestützte Geräuschunterdrückung

Der KI-gestützte Algorithmus im System hat die Aufgabe, störende Nebengeräusche wie Wind und Motorenlärm von der menschlichen Stimme zu trennen, diese zu optimieren und dann möglichst klar weiterzugeben sowohl bei Sprachbefehlen als auch bei der Intercom-Kommunikation. Doch schon das Windrauschen bei österreichischen Autobahngeschwindigkeiten bringt die KI aus dem Konzept. Denn die Geräuschunterdrückung funktioniert derzeit nicht zuverlässig. Das Hauptproblem ist das Windgeräusch. Bis etwa 80 km/h ist die Sprachqualität über das Mesh-Intercom noch gut darüber hinaus beginnt die KI zunehmend, auch Teile der Stimme herauszufiltern. Ab rund 130 km/h kommt dann teilweise nur mehr ein roboterhaftes Schnarren beim Gesprächspartner an.

Mesh 3.0

Im Vergleich zu Mesh 2.0 bietet das Mesh 3.0 eine Reihe an Verbesserungen, die vor allem auf höhere Stabilität, bessere Sprachqualität und eine optimierte Reichweite abzielen. Ein zentrales Merkmal ist die Rückwärtskompatibilität: Mesh 3.0 bleibt mit allen bisherigen SENA-Geräten, die Mesh 2.0 unterstützen, voll kompatibel. Neu ist jedoch die Reduktion des Frequenzbereichs auf nur noch sechs Kanäle. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von Datenkollisionen, was sich in der Praxis durch eine klarere Gesprächsqualität bemerkbar macht. Ebenfalls interessant: Die KI-gestützte Geräuscherkennung arbeitet aktuell ausschließlich im Mesh 3.0-Modus.

Bluetooth 5.3

Im Vergleich zum Vorgängermodell 50S setzt das Sena 60S auf den neueren Bluetooth-Standard 5.3. Ein zentrales Feature ist die sogenannte Kanalklassifizierung. Die Funktion der Verbindungsunterbewertung sorgt zudem für einen geringeren Energieverbrauch, indem Geräte bei Inaktivität schneller in den Ruhemodus wechseln und bei Bedarf verzögerungsfrei wieder aktiv werden. Darüber hinaus optimiert Bluetooth 5.3 das sogenannte Attributprotokoll (ATT), das für den Austausch von Steuerinformationen zuständig ist.

Fazit zum SENA 60S

SENA liefert mit dem 60S ein an und für sich sehr interessantes Paket ab. Doch trotz all dieser positiven Aspekte kann das 60S im derzeitigen Zustand nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Besonders die zentrale Neuerung, die KI-gestützte Geräuschunterdrückung, enttäuscht im Test. Ab etwa 80 km/h nimmt die Verständlichkeit in der Gruppenkommunikation spürbar ab bei höheren Geschwindigkeiten wird die Stimme teils so stark gefiltert, dass kaum mehr etwas verständlich ankommt. Derzeit eignet sich das Sena 60S deshalb höchstens für Solo-Fahrer:innen, die das Gerät primär zum Musikhören nutzen möchten und dabei den bestmögliche Sound wünschen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Headsets achten?

Wer lange Touren auf dem Motorrad unternimmt und gerne in einer Gruppe reist, wird mit einem passenden Motorrad-Headset viel Spaß haben. Über das Mikrofon gemeinsame Erlebnisse zu teilen, macht den Ausflug noch schöner. Die nächste Tankpause darüber anzusagen, vermeidet zudem Missverständnisse. Motorrad Kommunikationssysteme unterscheiden sich stark in ihrer Beschaffenheit, besonders bei der Reichweite und in der Konnektivität mit anderen Motorradfahrenden.

Wir empfehlen, sich vor dem Kauf eines Motorrad-Headsets über die eigenen Anforderungen bewusst zu werden. Folgende Fragen sollte man dabei für sich beantworten:

  • Möchte man das Motorrad-Headset zur Unterhaltung mit der mitfahrenden Person oder zur Gruppenkommunikation nutzen?
  • Wie viel technisches Knowhow bringt man für die Installation des Headsets im Motorradhelm mit? Das Einrichten kann je nach Hersteller komplex ausfallen. Wem einfaches Handling wichtig ist, sollte sich über diesen Part informieren.
  • Welche Reichweite möchte man zu anderen Motorrädern haben? Bei dieser Frage helfen Praxistests, da die Herstellerangaben teils von der realen Reichweite der Bluetooth-Headsets abweichen.
  • Wie viel Wert legt man auf Audio-Qualität und ein klares Motorrad-Kommunikationssystem? Im Motorrad-Headset-Vergleich zeigen manche Geräte eine deutlich verringerte Qualität bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit. Je nachdem, welches Fahrverhalten man vorzieht, kann die Geschwindigkeitsempfindlichkeit bei der Kaufentscheidung wichtig sein.
  • Akku und Ladezeit: Amazon-Rezensionen geben einen guten Eindruck darüber, wie realistisch die Akkulaufzeit-Angaben der Hersteller sind. Vor dem Kauf eines Headsets fürs Motorrad sollte man sich hier unbedingt eine Meinung abholen.

Ist es erlaubt, mit Kopfhörern Motorrad zu fahren?

Ein wichtiger Hinweis für alle Technikbegeisterten: Grundsätzlich ist das Fahren eines Motorrads mit Kopfhörern erlaubt. Sollte sich aber ein Unfall ereignen, kann das Hören von Musik während der Fahrt zu einer Teilschuld führen. Sicherer fährt also, wer auf Kopfhörer mit geringerer Geräuschunterdrückung zurückgreift und das Headset nur zur Kommunikation nutzt. Motorrad-Headsets bringen Musik, Navi-Ansagen und Telefonate aufs Ohr.

Wichtiger Hinweis zur Zulassung:

Bitte beachten Sie, dass Motorradhelme nur dann rechtssicher mit einem Kommunikationssystem nachgerüstet werden dürfen, wenn sie gemäß ECE-R 22.06 dafür zugelassen sind. Erkennbar ist dies an der „UA“-Kennzeichnung (Universal Accessories) auf dem Helm. Wird ein Intercom-System - etwa per Klebe- oder Klemmbefestigung - an einem nicht freigegebenen Helm montiert, kann dies als bauliche Veränderung gewertet werden und die Zulassung des Helms erlöschen lassen. Dies kann zu Bußgeldern im Ausland, etwa in Luxemburg, sowie versicherungsrechtlichen Problemen im Falle eines Unfalls führen.

DieQualität von Mikrofon und Lautsprecher: Das A und O der Verständigung

Die Kommunikation ist das Herzstück vom Motorrad Headset. Eine hochwertige Mikrofonqualität sorgt für eine angenehme Unterhaltung mit dem Sozius oder der Gruppe. Die Soundqualität spielt sowohl für die Gruppenkommunikation als auch für das Musik hören eine entscheidende Rolle. Die Lautsprecher der Motorrad Headsets haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Mittlerweile arbeitet die Marke Cardo mit dem us-amerikanischen Lautsprecherhersteller JBL zusammen. Möchtest du mit dem Motorrad Headset viel Musik hören? Dann spar nicht an den Lautsprechern. Hochwertige Lautsprecher haben z.B.

Reichweite

Die Reichweite ist für viele Motorrad Fahrer ein entscheidender Kaufgrund. Wir haben festgestellt, dass die Distanz vom Hersteller sehr optimistisch angegeben wird.

Akku und Ladezeit

Die Hersteller geben eine Akkulaufzeit von bis zu 13 Stunden an. Uns ist aufgefallen, dass „unbekannte“ Marken öfters Falschangaben machen. Bei der Ladezeit wurden des Öfteren enttäuscht. Besonders auffällig ist der Unterschied bei der Ladezeit zwischen dem originalen - und einem „billig“ - Ladekabel.

Vorteile eines Motorrad Headsets

Es gibt wesentlich mehr Gründe eine Motorrad Freisprecheinrichtung zu kaufen. Besonders bei kurvenreichen Strecken weiß der Motorradfahrer nie, was ihm hinter der Kurve erwartet. Dank dem Motorrad Headset können die Hinterleute vor Gefahren wie Rollsplitt, Öl oder langsamen Fahrzeugen gewarnt werden. Eine Motorrad Gegensprechanlage steigert definitiv den Spaßfaktor. Besonders die Kommunikation mit seinen Freunden oder auch Sozius macht extrem Spaß. Wenn du tanken musst und es versuchst deiner Gruppe per Handzeichen oder Hupe mitzuteilen. Öfters treten dabei Missverständnisse auf. Weitere Beispiele wie beim Abbiegen oder wenn man vielleicht doch eine andere Route fahren möchte.

Die beliebtesten Marken

Die Marken Sena und Cardo duellieren sich um die Spitze. Beide Hersteller liefern eine beeindruckende Qualität. Müssten wir uns für eine Marke entscheiden, würden wir Sena als beste Marke in den letzten Jahren bezeichnen. Da Cardo nun mit dem bekannten Lautsprecherhersteller JBL zusammenarbeiten, könnte sich unsere Sichtweise schnell wieder ändern.

Motorrad-Headsets im Test (2024)

AUTO BILD hat fünf aktuelle Modelle aus verschiedenen Preisklassen getestet. Alle Geräte lassen sich problemlos mit dem Smartphone koppeln - auch für Technik-Laien kein Problem. Im Alltagstest funktionierten alle Modelle zuverlässig, Navigation, Musik und Anrufe liefen reibungslos. Kritikpunkt Reichweite: Die vom Hersteller angegebenen Distanzen von 1,2 bis 2 Kilometern für Intercom-Verbindungen erwiesen sich als überambitioniert. In der Praxis lag die stabile Reichweite meist nur bei 200 bis 600 Metern - abhängig vom Gelände, Helmtyp und anderen Störfaktoren. Besonders bei Carbonhelmen sinkt die Reichweite.Gut: die Akkulaufzeiten. Je nach Modell halten die Headsets zwischen 10 und 20 Stunden durch - genug für einen ausgedehnten Tag auf zwei Rädern.

Testsieger des AUTO BILD-Headset-Tests (2024): Sena 50R

Bereits beim Design macht das 50R deutlich, dass es zu den Topmodellen zählt. Doch dient die schicke Formgestaltung nicht dem Selbstzweck, sondern unterstützt eine einfache Handhabung über drei große, leicht zu ertastende Schalter. Ein Knopfdruck auf den mittleren Taster "Hey Sena" - und schon ist das Gerät per Sprachsteuerung bedienbar. Beeindruckend: Die Harmann-Kardon-Lautsprecher begeistern auch bei hoher Lautstärke mit einem ausgewogenen Verhältnis von Höhen und Tiefen. Besonders wirkungsvoll reduziert die Advanced Noise Control sämtliche Hintergrundgeräusche während der Intercom-Kommunikation. Beim Laden mit dem beigelegten Wifi-Kabel werden automatische Updates aufgespielt.

Preis-Leistungs-Sieger (2024): Albrecht BPA 600

Das BPA 600 des deutschen Herstellers Albrecht sieht schick aus, bietet alle wesentlichen Funktionen - und es ist günstig. Das Gerät verfügt über ein integriertes, zentral zu steuerndes FM-Radio, es unterstützt Smartphones mit Sprachsteuerung (Siri/Ok Google) und baut bis zu zwei parallele Verbindungen gleichzeitig auf, etwa Navi und Telefon. Grundsätzlich kann das Albrecht-Headset seinen günstigen Preis nicht verbergen. Die vier kleinen Taster lassen sich erst nach einiger Gewöhnung zuverlässig bedienen und wirken wackelig, die Lautsprecher sind scharfkantig, die Kabel dünner als bei den Konkurrenten. Zudem erfolgt die Lautstärkeregelung in zu großen Schritten. Auch ist das von ausgeprägten Höhen dominierte Klangerlebnis eingeschränkt. Dagegen ist die Geräuschunterdrückung am Mikrofon sehr effizient, und bei Ausführung und Umfang der Bedienungsanleitung kann das Albrecht punkten. Unterm Strich kann das Gerät alles, was man von ihm erwartet und wird zu Recht Preis-Leistungs-Sieger des Tests.

Testergebnisse im Überblick

Der Testsieger Sena 50R überzeugt mit einfacher Bedienung und exzellentem Klang durch Harmann-Kardon-Lautsprecher. Die Geräuschunterdrückung ist effektiv, jedoch ist die mitgelieferte Quick-Start-Anleitung wenig hilfreich. Das Albrecht BPA 600 ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Es bietet nützliche Funktionen wie Sprachsteuerung sowie die Möglichkeit, mehrere Geräte gleichzeitig zu verbinden. Die Verarbeitungsqualität ist eher einfach; die Taster und Lautsprecher wirken etwas billig, und die Lautstärkeregelung ist unpräzise. Das Headset Packtalk Edge von Cardo fällt besonders durch seine einfache Montage mittels Magnetverbindung auf. Die intuitive Bedienung und gute Geräuschunterdrückung sind weitere Pluspunkte, doch der Klang ist zu höhenlastig und die Bedienungsanleitung nicht zufriedenstellend.

Hersteller Cardo punktet in diesem Test gleich zweimal: Das Freecom 4x besticht mit einfacher Bedienbarkeit auch mit Handschuhen und zuverlässiger Sprachsteuerung. Wie auch beim Packtalk Edge bleibt einzig der Klang - besonders im Bassbereich - etwas unter den Erwartungen, und die Bedienungsanleitung ist unzureichend. Fodsports bietet mit seinem FX8 Pro einen guten Klang und nützliche Extras wie ein integriertes FM-Radio. Trotzdem wird die Bedienung durch unklar gestaltete Taster erschwert, und die Bedienungsanleitung ist kaum hilfreich.

Die Testergebnisse im Vergleich

Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse verschiedener Testberichte:

Produkt Praxistauglichkeit Material/Verarbeitung Ausstattung Lieferumfang Gewicht/Akku Sprachqualität/Reichweite Preis (ca.)
Cardo Packtalk Edge 93 Punkte - - - - - ab 134,95 Euro
Sena 50S 89 Punkte - - - - - ab 220,90 Euro
Sena 50R 78 Punkte - - - - - ab 258,08 Euro
Sena 30K 84 Punkte - - - - - ab 198,90 Euro

Fazit

Konversation, Musik hören oder telefonieren ist mit allen fünf Geräten sowie den helmgebundenen Systemen problemlos möglich. Wer jedoch höhere Ansprüche an Materialqualität, Bedienbarkeit oder Umfang der Funktionen hat, der muss eines der hochwertigeren Modelle wählen und etwas tiefer in die Tasche greifen.

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