TomTom Rider 550: Das Motorrad Navi im Test

Das TomTom Rider 550 ist ein speziell für Motorradtouren entwickeltes Navigationsgerät. Es bietet eine Vielzahl von Funktionen, die das Navigieren auf dem Motorrad erleichtern und angenehmer gestalten. In diesem Artikel werden die verschiedenen Aspekte des TomTom Rider 550 beleuchtet, von der Ausstattung über die Bedienung bis hin zur Navigation.

Ausstattung und Lieferumfang

Im März hat TomTom die neueste Variante seines Motorrad Navis veröffentlicht. Die Unterschiede bestehen beim TomTom Rider 550 allerdings rein aus einem Kartenupgrade. Das neue Gerät nennt sich TomTom Rider 550.

Verglichen mit einem Garmin oder Becker Navi, findet man in der Verpackung nur das wichtigste für die Montage am Motorrad, wie eine RAM Halterung und die TomTom Motorrad Halterung samt Stromanschluss. Der Lieferumfang ist eher knapp bemessen. Eine PKW Halterung mit Ladegerät gibt es nur beim Top Paket (Rider 550 Premium) bzw. als Zubehör zu erwerben.

Welche TomTom Varianten gibt es aktuell?

Momentan bietet TomTom damit 3 verschiedene Pakete mit identischer Grundtechnik an:

  • TomTom Rider 500
  • TomTom Rider 550
  • TomTomRider 550 Premium Pack

Das Rider 550 Premium Pack unterscheidet sich zur Standard Version an seinem zusätzlichen Lieferumfang. So beinhaltet das Premium Pack zusätzlich folgendes Zubehör:

  • Autohalterungsset
  • Schützende Tragetasche
  • RAM Anti-Diebstahl-Lösung

Als Sinnvoll für reine Motorrad Fahrer erscheint uns die RAM Anti-Diebstahl-Lösung sowie die Tragetasche um sein Navi aufzubewahren. Wer sein Navi auch ab und an im Auto benutzt, ist mit dem mitgelieferten Autohalterungsset bestens versorgt.

Die Eckdaten des TomTom Rider 550:

  • Display: 4,3 Zoll TFT Touchscreen
  • Karten: Kartenmaterial für 45 Länder
  • Gehäuse: IPx7 Wasserdicht
  • Speicher: Micro-SD Karten bis 16 GB
  • Anzeige: Quer- oder Hochformat
  • Routenberechnung: Verschiedene Modi für Motorradfahrer
  • Konnektivität: Bluetooth und WLAN

Design und Verarbeitung

Das TomTom 550 Gehäuse. Von außen sieht man dem Gerät sofort an, dass es auf dem neuesten Stand der Technik entwickelt wurde. Die Aluränder ziehen sich auch nach hinten fort und übernehmen zwei Aufgaben gleichzeitig. Zum einen sind die Lautsprecher damit eingerahmt und geschützt, zum anderen bilden sie auf der Rückseite den Gegenpol zur Halterung. Das sehr klare Display und die Aluränder wirken sehr edel. Damit ist es zur Zeit das optisch schönste Motorrad Navi das wir im Test hatten (Obgleich das sehr subjektiv ist).

Der Akku ist nicht austauschbar und hat eine Laufzeit von ca. 6 Stunden. Auf der Oberseite befindet sich ein Einschaltknopf, unten eine Öffnung für die SD Karte und eine weitere für das USB Kabel.

Display

Das Rider 550 Display ist aktuell einmalig unter den Motorrad Navis. Die Auflösung von 480 x 272 Pixel ist zwar identisch mit den Mitbewerbern, wirkt durch das verwendete Glas aber deutlich klarer und brillanter. Man hat mehr das Gefühl mit einem Smartphone zu hantieren, als mit einem Navigationsgerät.

Dennoch ist es auf der höchsten Helligkeitseinstellung auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Auf unserer Ausfahrt hatten wir aber hin und wieder das Gefühl, dass es etwas mehr zum spiegeln neigt, als mattere Displays.

Bedienung

Die Bedienung des TomTom 550 Rider. Das TomTom Rider ist beim Start etwas träge, 55 Sekunden* benötigt es, bis zur Navigationsbereitschaft. Das Update Namens Tomtom Rider 550 hat einen neuen Prozessor erhalten und ist nun deutlich schneller beim Start geworden. Ansonsten sind wir sehr angetan vom Bedienkonzept des neuen TomTom Gerätes. Gerade das Bewegen auf der Karte mit dem Touchscreen ist eine wahre Freude und durchaus mit leistungsstarken Smartphones zu vergleichen.

Eine Tankanzeige oder ähnliche Features sind nicht mit an Bord. Aber die wichtigsten Funktionen sind leicht gefunden und angenehm zu bedienen. Die Adresseingabe ist intuitiv, das bedeutet man gibt nur den Straßennamen ein, bzw. beginnt diesen einzugeben und das Navi beginnt passend zu ergänzen. Das hat im Test ausgezeichnet funktioniert. Auch das Einstellungsmenü bietet hier ausreichende Möglichkeiten. So kann man (was wir empfehlen) auf ein kontrastreicheres Kartenmaterial umstellen und die Farbe der Menüs verändern.

Bluetooth-Verbindung

Ein für manche interessantes Feature ist die Bluetooth Verbindung mit Smartphones. Auch eingehende Anrufe werden dank der Bluetooth Verbindung angezeigt und können beantwortet oder abgelehnt werden. So kann man sich die Musik bequem über das Headset ausgeben lassen, dass mit dem Motorrad Navi verbunden ist.

Die Routenplanung

Hier ist unsere Meinung etwas zweigeteilt. Die zweite Seite ist das Planen einer vom Fahrer definierten Route. Also beispielsweise von A nach B und nicht wieder zurück, wie bei der Computergestützten Rundreise. Man wählt dazu seinen Zielort und fügt dann dazwischen Routenpunkte durch Klicken auf die Karte hinzu. Man gibt einen Zielort ein und lässt das Navi eine Rundreise zu dem Punkt und wieder zurück planen. Dabei gibt es Einstellungen für bergige und kurvenreiche Strecken. Das ist sehr interessant und man wird in den meisten Fällen Strecken finden, die man noch nicht kannte. Ein Ändern der Route ist aber relativ unhandlich und muss über das Menü durchgeführt werden. Durch die Enge des Displays macht das Planen so relativ wenig Spaß. Leider ist ein Verschieben der Punkte nicht möglich. Man muss aber fairerweise erwähnen, dass es dennoch das bisher beste System diesbezüglich ist. Das liegt vor allem am schnellen Ansprechen des Displays wenn die Karte verschoben wird.

Durch das neue Software Update kann man die berechneten Routen auch direkt mit USB auf das Navi transferieren. Das Planen am PC ist natürlich nach wie vor möglich. Obwohl so im Handbuch angeführt, gelang es leider nicht, eine GPX Route zu importieren. Wir verwendeten daher das ITN Format, was wunderbar funktioniert hat.

Leider hat sich TomTom nach wie vor zu einer offeneren Softwareumgebung entschließen können. Daher ist es nicht möglich, auf fremdes Kartenmaterial zurückzugreifen.

Ebenfalls gibt es keine direkte Luftlinienplanung, beides Punkte die das TomTom Rider 400 für Offroad Fans unbrauchbar macht. Aber diese Käuferschicht ist wohl eine eher dünne und muss nach wie vor zu Garmin greifen.

Navigation

Auch hier leistet sich das TomTom keine nennenswerten Schwächen. Die Sprachanweisungen sind klar und deutlich und kommen zu einem vernünftigen Zeitpunkt über die Lautsprecher oder das Bluetooth. Neu berechnen der Route funktioniert angemessen schnell, die Ablesbarkeit des Displays ist sehr gut. Das drehbare Display hat uns überraschenderweise nicht so gut gefallen. Das mögliche mehr an Streckenübersicht war nicht groß spürbar. Uns gefiel das Querformat besser. Positiv ist in jedem Fall das sperren des Display-drehens in der Software.

Die Akkulaufzeit mit 6 Stunden konnten wir bei unserem Test bestätigen.

Software-Updates

Eine der größten Neuerungen ist die direkte Verbindung per WLAN mit dem Internet. Wodurch vor allem Updates sehr einfach und ohne PC durchgeführt werden können. Ebenso können Routen und Tracks ausgetauscht werden.

Die letzte große Änderung betrifft den Prozessor. Dieser ist laut Tomtom um 5x schneller beim Start geworden. Ebenso neu ist die Verbindungsmöglichkeit mit SIRI und Google Now. Damit kann man per Sprachbefehl über das Navi (beispielsweise mit einem Headset) auch die digitalen Helferlein verwenden.

Was beinhaltet nun das neue Software Update?

In erster Linie sind es wohl die Fehlerkorrekturen, die uns das Leben erleichtern sollen. Weitere Punkte sind:

  • Display Drehung lässt sich nun sperren
  • Routen Upload direkt mit USB Kabel über Datei Explorer
  • Letzte Ziele und Meine Orte werden in den Suchergebnissen vorgeschlagen
  • Diverse Fehlerkorrekturen

Von daher kann man ab sofort bedenkenlos zugreifen! Zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2024 um 2:59 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

TomTom Rider 550 kaufen

Nach der Auswahl des Produkts und der gewünschten Anzahl müssen nur noch die Liefer- und Rechnungsadresse angegeben werden. Die Bestellung im Onlineshop des Herstellers ist sehr einfach gestaltet.

Für die Bezahlung stehen sowohl Paypal, Sofortüberweisung, GiroPay, Ratenzahlung als auch eine Kreditkartenzahlung zur Auswahl. Die Lieferung ist für den Kunden versandkostenfrei und beträgt in Deutschland durchschnittlich 1 bis 2 Werktage.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem Rider 500 und 550?

Der Unterschied des Rider 500 und 550 liegt am Kartenmaterial. Im 500er Model ist nur Europa enthalten. Bei dem 550er Modell sind weltweite Karten verfügbar.Bei allen Rider Varianten kann man schonmal durcheinander kommen.

Welche SD Karte für TomTom Rider 550?

Wer zusätzlich nachrüsten möchte, kann eine Micro SD Speicherkarte mit 8 GB oder 16 GB verwenden.

Wie TomTom Rider 550 auf Werkseinstellung zurücksetzen?

Um das Navi wieder auf Werkseinstellung zurück zu setzen, muss mit einem spitzen Gegenstand (aufgebogene Büroklammer) die Reset Taste auf der Unterseite des Gerätes für mindestens 20 Sekunden gedrückt werden. Danach muss die Ein/Aus Taste mindestens fünf Sekunden lang gedrückt werden. Jetzt ist das Navi wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt.

Wie funktioniert der Geschwindigkeitswarner?

Der Geschwindigkeitswarner funktioniert optisch und auch akustisch, kann aber auch abgestellt werden. Optisch wird die Geschwindigkeitsüberschreitung in unterschiedlichen Rot Farbtönen wiedergegeben.

Kann eine Rundtour direkt mit dem Navi erstellt werden?

Ja das ist machbar. Angenehmer und Komfortabler ist eine Planung einer Rundtour jedoch am PC alternativ am Handy.

So unterschiedlich der Einsatzzweck von Navigationsgeräten ist, so verschieden sind die Modelle und Ausstattungen. Für wiederum andere sind sie wichtige Begleiter und Orientierungshilfe auf Fern- oder sogar Weltreisen.

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