Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte verletzten sich im Jahr 2023 rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten.
Laut Bundesverkehrsministerium ist ein guter Fahrradhelm dazu in der Lage, bis zu zwei Drittel der Energie zu absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde. Ein Fahrradhelm kann ebenfalls dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Zudem bieten viele Fahrradhelme zusätzlichen Komfort.
Die besten Fahrradhelme mit Bluetooth: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste
Im Folgenden werden einige der besten Fahrradhelme mit Bluetooth vorgestellt, die im Test besonders gut abgeschnitten haben:
Sena M1/M1 Evo Smart
Der Mountainbike-Helm M1/M1 EVO Smart von Sena kann sowohl von Frauen als auch Männern getragen werden. Zudem ist dank des geringen Gewichts von gerade einmal 430 g jederzeit ein angenehmer Tragekomfort garantiert. Der Mountainbike-Helm aus dem Hause Sena kann sich mit allen Endgeräten verknüpfen, die über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügen. Der Mountainbike-Helm aus dem Hause Sena ist mit einem Licht an der Hinterseite versehen, welches die Sichtbarkeit bei Dunkelheit erhöht.
- Vorteile: mit Audio-Kommunikationssystem, 4-Wege-Bluetooth-Sprechanlage, große Reichweite, angenehm zu tragen
- Nachteile: ohne Indikator, unterstützt keine Notfunktion
Abus MONTRAILER Quin
Der Montainbike-Helm MonTrailer Quin von Abus eignet sich sowohl für Damen als auch Herren und hat mit 480 g ein angenehm geringes Eigengewicht. Man kann die Größe des Helms jederzeit anpassen. Der Bluetooth-Fahrradhelm aus dem Hause ABUS ist in zwei Größen erhältlich und eignet sich deshalb für einen Kopfumfang von 52 bis 61 cm. Der Abus MONTRAILER Quin zählt mit einem Gewicht von etwa 400 Gramm zu den leichteren Helmen.
- Vorteile: mit GPS, mit App kompatibel, SOS-Funktion, Höhenverstellbarkeit des Systems schafft Platz für Zöpfe
- Nachteile: hat kein Licht, ohne Indikator
Sena R1
Der Sena R1 Fahrradhelm mit Bluetooth ist mit 400 g ein Leichtgewicht in unserem Helm-Vergleich. Das Produkt ist für Damen und Herren geeignet, aber leider nicht mit einem Blinker ausgestattet. Dieser Fahrradhelm mit Nylon Konstruktion hat ein Eigengewicht von 380 g. Somit ist er im Vergleich zu anderen smarten Fahrradhelmen relativ leicht.
- Vorteile: für besonders viele Kopfgrößen geeignet, sehr leicht
- Nachteile: hat kein Licht, unterstützt keine Notfunktion
Sena R1 Smart
Der Sena R1 / R1 EVO smarte Fahrradhelm verfügt über eingebaute Lautsprecher und ein waschbares Innenfutter. Im Vergleich zu anderen Fahrradhelmen bietet er eine praktische Integration von Lautsprechern und eine einfache Reinigung des Innenfutters. Das Innenfutter des Fahrradhelms R1 Evo von Sena kann einfach herausgenommen und per Hand gewaschen werden. Der Fahrradhelm R1 Evo von Sena kann flexibel in der Größe verstellt und dem jeweiligen Kopf angepasst werden.
- Vorteile: eingebaute Lautsprecher, waschbares Innenfutter
- Nachteile: hat kein Licht, unterstützt keine Notfunktion
Livall MT1 Neo
Der Livall MT1 Neo ist ein smarter Fahrradhelm, der uns mit seinen vielfältigen Funktionen beeindruckt. Mit einem integrierten LED-Lichtsystem, das Abbremslicht, Blinklicht und eine Nacht/Tag-Automatik bietet, sorgt er für erhöhte Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Das SOS-Alarm-System, das nach einem Sturz hinterlegte Kontakte benachrichtigt, und die Multimedia-Funktionen, die es ermöglichen, Musik zu hören oder zu telefonieren, heben ihn von vielen anderen Helmen ab. Der Fahrradhelm wiegt trotz der vielen Technik lediglich 320 g.
- Vorteile: Bremslichter, Blinker, SOS-Funktion, besonders leicht
- Nachteile: keine andere Version verfügbar, Steuerung funktioniert nicht ohne Internet
Livall Bh51m Neo
Der Livall Bh51m Neo Fahrradhelm mit Bluetooth überzeugt bei unserem Vergleich mit seiner Notfall-Funktion. Mit seinem Gewicht von 490 g bewegt er sich im Mittelfeld. Zudem stellten wir fest, dass er über einen Blinker verfügt. Der Livall BH51M Neo Fahrradhelm wiegt lediglich 490 Gramm.
- Vorteile: Bremslichter, Blinker, SOS-Funktion, für besonders viele Kopfgrößen geeignet, sehr leicht, mit Vorderlicht
- Nachteile: keine andere Version verfügbar
Livall BH60SE Neo
Mit leichten 300 g präsentiert sich bei unserem Vergleich der Livall BH60SE Neo Fahrradhelm mit Bluetooth. Er ist mit einem Blinker ausgestattet und sammelt obendrein Pluspunkte mit seiner Notfall-Funktion. Der Fahrradhelm mit Bluetooth von Livall gehört mit einem Gewicht von 300 g zu den leichten Modellen in unserem Vergleich.
- Vorteile: Bremslichter, Blinker, SOS-Funktion, für viele Kopfgrößen geeignet, besonders leicht
- Nachteile: keine andere Version verfügbar, kein Zubehör im Lieferumfang
Sena R2
Der R2 EVO Rennradhelm von Sena ist mit seinen 948 nicht gerade ein Leichtgewicht. Der Helm kann sowohl von Frauen als auch Männern getragen werden. Der Sena R2 Fahrradhelm mit Bluetooth besitzt sowohl ein integriertes Mikrofon als auch einen Lautsprecher.Der Sena R2 Fahrradhelm mit Bluetooth ist mit 394 Gramm ein vergleichsweise leichtes Produkt.
- Vorteile: integrierter Lautsprecher und Mikrofon, integriertes LED-Rücklicht
- Nachteile: ohne Indikator, unterstützt keine Notfunktion
Lumos Ultra
Vorteilhaft an diesem Fahrradhelm mit Bluetooth sind das LED-Licht vorn und hinten sowie der Blinker und die Bremslichter. Der in mehreren Farben und Größen erhältliche Ultra Smart-Helm von Lumos mit einem vergleichsweise geringen Eigengewicht ist für Frauen und Herren geeignet.
- Vorteile: Bremslichter, Blinker, sehr leicht
- Nachteile: unterstützt keine Notfunktion, keine andere Version verfügbar
Fahrradhelm mit Bluetooth Vergleich 2025
Hier ist eine Übersichtstabelle, die einige der oben genannten Fahrradhelme mit Bluetooth vergleicht:
| Modell | Gewicht | Licht | Blinker | SOS-Funktion |
|---|---|---|---|---|
| Sena M1/M1 Evo Smart | 430g | Ja | Nein | Nein |
| Abus MONTRAILER Quin | 480g | Nein | Nein | Ja |
| Sena R1 | 400g | Nein | Nein | Nein |
| Livall MT1 Neo | 320g | Ja | Ja | Ja |
| Livall Bh51m Neo | 490g | Ja | Ja | Ja |
| Livall BH60SE Neo | 300g | Ja | Ja | Ja |
| Sena R2 | 394g | Ja | Nein | Nein |
| Lumos Ultra | Leicht | Ja | Ja | Nein |
Weitere smarte Helme im Detail
Coros Omni Smart und Livall BH 62
Die Firma Coros und Livall hat sich überlegt Lautsprecher in einen Helm zu integrieren. Vom Hersteller bekam ich den Coros Omni Smart* für einige Wochen zum Probe fahren und den Livall BH 62 kaufte ich mir. Per App installierst du die Firmware Updates. Noch schnell die Fernbedienung über die Gummibänder um den Vorbau geschnürt, per Bluetooth gekoppelt und los gehts! Der Start bei Livall,ging ebenso fix mit ihrer App und der Controller koppelte sich von allein. Nur der Gummi, zum Montieren am Lenker, könnte etwas länger sein.
Was mir auf meinen Praxisfahrten auffiel:
- Lautsprecher mit gutem Klang.
- Der Sound des Omni Smart Helmes: Die winzigen Lautsprecher liegen vor dem Ohr und nutzt den Knochenschall.
- Bei Livall fehlt der Bass und der Klang ist blechern und schlechter wie bei dem Omni Smart.
- Per Lenkerbedienung änderst du Lautstärke, Musik oder Beleuchtung.
Lichter bzw. Helm mit Blinker:
In dem Helm ist zumindest das rote Rücklicht integriert, welches du über den Controller bequem einschaltest. Der Livall BH 62 ist Fahrradhelm mit Blinker, welchen du über den Controller steuerst. Deine Mitfahrer merken das Blinken schon eher, weil der Livall dazu piept. Radhelm mit Beleuchtung durch zwei blinkende LED Rücklichter.
Telefonieren über die Freisprecheinrichtung:
Telefonieren beim Radeln, funktioniert über ein kleines Mikrofon im Bluetooth-Helm. Beim Test wurde ich beim Coros besser verstanden. Bei Wind versteht dich dein gegenüber schwer.
Qualität des Bluetooth Helmes und Einstellung:
Im Vergleich zu meinem Kask Rapido* Helm ist der Coros Omni nicht so bequem. Du stellst den Omni über das Drehrad ein, aber bei meinen Kask gelingt das einen Ticken besser. Durch die Technik bringt der Coros Omni 360 Gramm auf die Waage und der Kask wiegt 230 Gramm (selbst nachgewogen). Dennoch hat der smarte Omni viele und große Luftlöcher. Da punktet der Livall BH 62, er liegt mit 295 Gramm dazwischen und wirkt hochwertiger als der Omni Smart, trotzdem kommt er nicht an den Kask heran.
Akkulaufzeit:
Nach mehreren Fahrten von insgesamt 6:30 Std. sind noch 47% drauf (Habe aber nicht die ganze Zeit Musik gehört). Da sind die angegebenen 10 Stunden realistisch. Davon träumt der Livall Helm, nach ca. 6 Stunden geht ihm der Saft aus. Nachteil bei Livall, er hat einen speziellen USB-Anschluss. Das hat Livall besser gelöst einmal draufdrücken und der Controller wacht auf seinem Schlaf auf und ist sofort einsatzbereit ohne nerviges koppeln.
Fazit:
Für Musikhörer ist der Coros die bessere Wahl, wer so wie ich fast nur Podcasts/Hörbücher hört, dem reicht der Livall BH 62. Bei der Qualität des Helmes könnten beide nachbessern und vielleicht ein Frontlicht einbauen.
Weitere getestete Smarthelm-Modelle
Cratoni Smartride
Die Optik des Cratoni Smartride, des teuersten Smarthelms in der Auswahl, erinnert mit seiner Form und dem ansteckbaren Visier etwas an einen Motorradhelm. Die Helmschale ist weit in den Nacken gezogen und bietet einen guten, wertigen Rundumschutz.
- Plus: Gute Verarbeitung, gut sichtbare Rück- und Blinklichter, regulierbare Belüftung, aufsteckbares Visier, für S-Pedelecs zugelassen
- Minus: Sehr schwer, teuer
- Fazit: Ein kostspieliger, überaus schwerer, aber robuster Helm für technikaffine E-Biker und S-Pedelec-Fahrer.
Livall BH51 M Neo
Der Livall BH51 M Neo zählt eher zu den Schwergewichten unter den Fahrradhelmen. Dafür kann dieses Modell mehr mit seinen Funktionen punkten: Zum Beispiel LED-Beleuchtung vorne und hinten mit Blinker. Das Rücklicht leuchtet aufgrund eines Geschwindigkeits-Sensors beim Bremsvorgang auf.
- Plus: Gut sichtbare Lichter und Blinker
- Minus: Sehr schwer, Belüftung, spezielles USB-Ladekabel, App
- Fazit: Gewichtiger Smart-Helm in urbanem Design. Pluspunkte sind die Lichtausstattung und Blinkfunktion.
Livall BH60 SE
Der Livall BH60 SE sieht nicht nur aus wie ein klassischer Tourenhelm; mit seinen 310 Gramm liegt er im Gegensatz zu anderen Smart-Modellen auch in einer komfortablen Gewichtsklasse. Die Sicherheit der Helmschale ist mit der Euronorm EN 1078 bestätigt.
- Plus: Vergleichsweise leicht und preiswert, gute Headset-Verbindung, Belüftung
- Minus: Nur eine Einheitsgröße, kryptische App
- Fazit: Smarter Einsteigerhelm mit gutem Tragekomfort zum relativ günstigen Preis. Durch das geringe Gewicht ist der Livall BH60 SE auch für längere Touren geeignet.
Lumos Kickstart
In Form und Design ähnelt der Lumos Kickstart auf den ersten Blick durchaus einem klassischen Fahrradhelm. Auf den zweiten Blick fallen dann an der Front und am Heck die Leisten bzw. Flächen mit LED-Lichtern auf.
- Plus: Einfache Bedienung, gute Belüftung, gute Sichtbarkeit im Dunkeln
- Minus: Nur Einheitsgröße, kein Kinnpolster
- Fazit: Der Helm ist für Radler interessant, die sich mehr gefühlte Sicherheit wünschen. Die Helmbeleuchtung ersetzt zwar nicht die Radbeleuchtung, aber man wird im Dunkeln als Verkehrsteilnehmer besser wahrgenommen.
Sena R1 Evo
Sena gilt als Spezialist für Motorradzubehör. Auftrumpfen kann der Sena R1 Evo mit seinem technischen Innenleben: Im Smarthelm ist neben Lautsprechern und Mikrofon auch ein UKW-Radio integriert, das nach Installation der Sena-Cycling-App nutzbar ist.
- Plus: Gut belüftet, Gegensprechanlage
- Minus: Schwer, kleines Rücklicht, Fernbedienung für den Lenker nur zum Zukaufen
- Fazit: Ein Smarthelm für Radler, die gerne beim Fahren kommunizieren, entweder per Smartphone oder mittels Gegensprechanlage.
Fahrradhelme mit Bluetooth-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt
Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen.
Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt.
Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen:
- Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44 bis 52 Zentimetern
- Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern
- Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter
- Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen
Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung.
Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Fahrradhelme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle.
Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein. Fahrradhelme, die in der EU verkauft werden, müssen den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen. Alle Helme in unserem Test erfüllen diese Norm. Wer noch mehr Wert auf Sicherheit legt, kann beim Kauf nach der Norm NTA 8776 Ausschau halten.
Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.
Verwandte Beiträge:
- Fahrradhelm mit Bluetooth Lautsprecher: Musik & Sicherheit
- Shimano EP8 Bluetooth Nachrüsten: Anleitung & Tipps
- Motorrad Bluetooth Headset Testsieger 2024: Vergleich, Kaufberatung & Top-Modelle
- Shimano Bluetooth verbinden: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Radfahren entlang der Hase: Strecken, Sehenswürdigkeiten & Tipps
- Ducati Einarmschwinge Hakenschlüssel: Finden & Anwenden
Kommentar schreiben