BMW Motorrad Modelle im Jahr 2000

Im Jahr 2000 erlebte BMW Motorrad bedeutende Entwicklungen und die Einführung neuer Modelle. Die beiden Siege von Richard Sainct bei der Rallye Paris Dakar in den Jahren 1999 und 2000 sorgten für zusätzliche mediale Begleitung.

Die BMW R 1200 C Avantgarde (1997-2004)

Die BMW R 1200 C Avantgarde ist eine Designvariante der BMW R 1200 C und wurde von BMW Motorrad zwischen 1997 und 2004 produziert. Sie gehört zur Cruiser-Baureihe und unterscheidet sich optisch von der Classic-Version durch schwarze Motorkomponenten, schwarze Gabelrohre und verchromte Zylinderkopfhauben. Diese Merkmale sind Bestandteil der offiziellen Modellbeschreibung von BMW.

Modellhistorie der R 1200 C Avantgarde

  • Baujahr 1997 - Markteinführung: Die BMW R 1200 C wird im September 1997 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Die Avantgarde-Variante ist ab Werk verfügbar und basiert auf dem luft-/ölgekühlten Zweizylinder-Boxermotor mit elektronischer Benzineinspritzung. Der serienmäßige Einzelsitz lässt sich mechanisch zu einer Sozius-Sitzfläche umklappen. Diese Funktion wird von BMW als „Convertible Seat“ bezeichnet. Die Sitzposition ist auf entspanntes Fahren ausgelegt, mit nach vorn verlegten Fußrasten und einem breiten Lenker.
  • Baujahr 1999 - ABS optional erhältlich: Ab Modelljahr 1999 ist das BMW Motorrad ABS II optional für die R 1200 C Avantgarde erhältlich. Es handelt sich um ein Zweikanal-Antiblockiersystem, das werkseitig verbaut wird. Technisch bleibt das Modell ansonsten unverändert.
  • Baujahr 2001 - neue Farben und Zubehör: Im Modelljahr 2001 erweitert BMW das Farbprogramm der Avantgarde-Variante. Zusätzlich wird das offizielle Zubehörangebot ausgebaut. Dazu gehören verchromte Gepäckträger, Ledertaschen und ein Windschild. Der Windschild ist nicht verstellbar und wird über das BMW Systemzubehör angeboten. Die werkseitige Reifenfreigabe umfasst den Metzeler ME 880 Marathon, montiert auf einem 18-Zoll-Vorderrad und einem 15-Zoll-Hinterrad.
  • Baujahr 2004 - Produktionsende: Im Jahr 2004 stellt BMW die Produktion der gesamten R 1200 C-Baureihe ein, einschließlich der Avantgarde-Version. Ein direkter Nachfolger wird nicht vorgestellt. Die R 1200 C Avantgarde bleibt damit ein eigenständiges Modell innerhalb der BMW-Modellgeschichte.

Die Avantgarde unterscheidet sich optisch durch schwarze Motorteile, schwarze Gabelrohre und verchromte Zylinderkopfhauben. Der Convertible Seat ist serienmäßig. Technisch sind beide Varianten identisch.

Weitere Details zur BMW R 1200 C Avantgarde

  • ABS: Ja, ab Modelljahr 1999 ist das BMW Motorrad ABS II optional erhältlich. Es handelt sich um ein werkseitig verbautes Zweikanal-System.
  • Tankinhalt und Reichweite: Der Tankinhalt beträgt 17,5 Liter inklusive 4 Liter Reserve. Bei einem offiziell angegebenen Durchschnittsverbrauch von 5,1 l/100 km ergibt sich eine rechnerische Reichweite von rund 340 Kilometern.
  • Fahren zu zweit: Ja, der serienmäßige Convertible Seat lässt sich mechanisch zu einem Soziussitz umklappen.
  • Eignung für Anfänger: Die BMW R 1200 C Avantgarde ist aufgrund ihres Leergewichts, der Sitzhöhe und der Cruiser-typischen Ergonomie eher für erfahrene Fahrer konzipiert. Sie richtet sich an Tourenfahrer mit Fokus auf entspanntes Fahren.

Weitere Modelle und Innovationen im Jahr 2000

Mit den Modellen F 650 GS und F 650 Dakar übertrug BMW im Jahr 2000 das Endurokonzept erfolgreich auf die Einzylindermodelle. Die Nachfolgerin der F 650 orientiert sich optisch an ihrer großen Schwester, der R 1150 GS, und ist als erstes Einzylindermotorrad mit einer digitalen Motorelektronik und geregeltem Katalysator ausgestattet.

Überblick über wichtige BMW Motorrad Meilensteine

Einige wichtige Entwicklungen in der Geschichte von BMW Motorrad:

  • 1923: Die R 32, das erste Motorrad der Bayerischen Motoren Werke, wurde von Max Friz entwickelt.
  • 1983: BMW legte mit der K-Baureihe seine ersten Vierzylindermodelle auf.
  • 2004: BMW präsentierte mit der K 1200 S seinen ersten quer eingebauten Vierzylindermotor.
  • 2009: Mit dem neuentwickelten Supersportler S 1000 RR begann eine neue Ära und BMW Motorrad trat in Kooperation mit dem Partner Alpha Racing in der Superbike-Weltmeisterschaft an.

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