BMW Motorrad Modelle bis 48 PS: Ein Überblick für A2-Führerscheininhaber

Die A2-Klasse bzw. A-beschränkt erlebt seit einigen Jahren und auch heuer wieder einen regelrechten Boom. Wenig verwunderlich also, dass Hersteller auch ihre 48PS-Modellpaletten vergrößern. Auch für Einsteiger gibt es tolle Angebote. Die A2-Modelle von BMW Motorrad sind die perfekte Wahl, wenn Du Fahranfänger bist oder Du Dich als Wiedereinsteiger erneut an das schönste Hobby der Welt herantastest.

BMW Concept F 450 GS: Ein Ausblick in die Zukunft

Mit der bereits seriennahen BMW Concept F450GS gibt BMW Motorrad einen Ausblick auf eine BMW GS für die A2-Führerschein-Klasse und darauf, wie eine ganze weitere Modellreihe zwischen BMW G 310 und F 800/900 aussehen könnte. „Besonders wichtig bei der Neuentwicklung der BMW Concept F 450 GS war uns, das für dieses Segment beste Handling zu erreichen und mit einer starken Performance sowie optimaler Zugänglichkeit zu kombinieren.

Design und Technik der Concept F 450 GS

„Die BMW Concept F 450 GS trägt die charakteristische DNA der GS Familie“, sagt Alexander Buckan, Leiter BMW Motorrad Design. Den Anspruch auf Premiumqualität löst die Concept F 450 GS auch in technischer Hinsicht vielfältig ein. So ist der Zweizylinder-Reihenmotor zu 100 Prozent neu entwickelt und durch einen speziellen, noch nie in Serie eingesetzten Zündversatz besonders charakterstark und drehfreudig. A2-Klassenkonform schöpft dieser Motor den 48-PS-Rahmen voll aus und stellt dazu schon bei niedrigen Drehzahlen ein überlegenes Drehmoment zur Verfügung. Die extrem kompakten Abmessungen des Motors, ein hervorragendes Hubraum-/Leistungsverhältnis und das geringe Gewicht resultieren aus innovativen Lösungen und dem Einsatz von Leichtbauwerkstoffen, wie z.B.

Auch fahrwerksseitig geht die BMW Concept F450GS in diesem Segment mit Premiumtechnik an den Start. „Wir durften die Entwicklung dieses Fahrzeugs auf einem weißen Blatt Papier beginnen. Ziel war es, eine hervorragende Geländetauglichkeit und gleichzeitig ein handliches und präzises Fahrverhalten auf der Straße zu ermöglichen.

Entsprechend ist die BMW Concept F 450 GS mit einer voll einstellbaren Upside-Down-Gabel sowie einem Federbein mit wegabhängiger Dämpfung mit Anleihen aus dem Rallye- und Enduro-Sport ausgestattet. Inspiriert von der großen Schwester BMW R 1300 GS, setzt die Concept F 450 GS auch in den Bereichen Sicherheit und Funktionalität in der Klasse neue Maßstäbe. Die relevanten Ausstattungsmerkmale reichen von BMW Motorrad ABS Pro (schräglagenabhängig), über eine Performance-Bremse bis hin zu frei konfigurierbaren Fahrmodi.

Ausblick auf die Serienversion

Die Frage, die sich beim Anblick der BMW Concept F 450 GS stellt: Was könnten wir in einer Serienversion erwarten? Johann Simon, Fahrzeugprojektleiter der Concept F 450 GS klärt auf: „Auf jeden Fall keine Kompromisse. Lediglich die Sitzhöhe im Sinne der Zugänglichkeit und einer leichteren Handhabung werden wir anpassen. Das entsprechende Serienfahrzeug im Stile der BMW Concept F450GS plant BMW Motorrad in 2025 vorzustellen.

Weitere A2-Modelle von BMW Motorrad

Dabei unterscheiden wir bei den Motorrädern, die Du mit einem A2 Führerschein fahren darfst in drei Kategorien:

  • Motorräder mit einer Nennleistung kleiner oder gleich 35 kW (48 PS) und maximal 0,2 kW/kg Eigengewicht
  • Motorräder mit einer Nennleistung von mehr als 35 kW (48 PS) aber kleiner oder gleich 70 kW (95 PS). Diese Modelle werden von unserem Werkstattteam mittels eines Drosselkits auf die vorgeschriebene Leistung von 35 kW reduziert. Wenn Du im Anschluss Deinen Klasse A Führerschein hast, kann die Leistungsreduzierung ganz einfach durch uns wieder aufgehoben werden.
  • Dann gibt es noch A2 Varianten von beliebten Motorrädern: z.B. hat die BMW F 900 R eigentlich 77 kW (105 PS) und wäre damit zu leistungsstark für eine Drosselung (lt. der 3. EU Führerscheinrichtlinie darf das ursprüngliche Motorrad nicht mehr als die doppelte Motorleistung in der offenen Version aufweisen). BMW Motorrad bietet daher u.a.

BMW G 310 R und G 310 GS

Die G 310 R ist nur eines von zwei ungedrosselten Motorrädern im A2-Segment. Der 313 cm³ Einzylinder leistet 34 PS bei 9500 Umdrehungen. Mag sich nicht nach viel anhören, ist in der Realität aber mehr als ausreichend für urbane Alltagsfahrten und auch genug, um auf der Landstraße quirlig um die Ecken zu zischen. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 164 kg ist die G 310 R nämlich ein sehr quirliges und agiles Ding. Dank niedriger Masse und zähmbarer Leistung eignet sie sich auch sehr gut für Fahranfänger, da sie sich hier entspannt und ohne Überforderung in das schräge Leben auf zwei Rädern eingewöhnen können. Wenn die Skills und Fähigkeiten zunehmen, kann man es mit dem drehfreudigen Motor aber auch mal krachen lassen. Das kompakte Naked-Bike passt sehr gut zu Solo-Piloten auf der Suche nach einem leicht zu bedienenden, zugänglichen Motorrad für die Stadt und Landstraße.

Die Schwester der R ist die G 310 GS. Auch sie wurde für 2021 überarbeitet und bietet jetzt neben LED-Lichtelementen und neuem Design auch mehr Einstellungsmöglichkeiten. Ein 19 Zoll Vorderrad und 180 mm Federweg vorne und hinten geben ihr, wie es sich für eine Enduro gehört, auch etwas Offroad-Potential. Erhöhter Windschutz, ausreichend Platz für Gepäck und eine aufrechte Sitzposition sorgen für Komfort bei Reisen. Die G 310 GS eignet sich wie ihr Schwestermodell auch sehr gut für Anfänger*innen, richtet sich aber an die reisewütigen Abenteurer des A2-Segments.

BMW C 400 X und C 400 GT

Nicht nur die A1- und A2-Klassen erleben regen Zulauf, auch der urbane Zweiradverkehr wird immer mehr. In den Großstadtdschungeln unserer Metropolen haben ganz klar die Motoroller das sagen. Mit dem C 400 X hat auch BMW einen Mid-Size Stadtroller im Sortiment. Mit 34 PS und recht sportlichem Fahrwerk lässt es sich damit flott durch Stadt und Umgebung flitzen, gleichzeitig sorgen das Windschild und Flexcase Stauraum für Alltagstauglichkeit und Komfort. Wer einen sportlichen Roller der Mittelklasse sucht, ist mit dem C 400 X nicht schlecht beraten.

Genau wie das X-Modell nutzt auch der C 400 GT den 350 cm³ Einzylinder Motor mit 34 PS Leistung. Beim GT liegt der Fokus aber eher auf Komfort. Längere Strecken und gemütliches Reisen stehen damit am Programm. Dazu wurde vor allem das Fahrwerk im Vergleich zum X entschärft. Außerdem bietet BMW noch jede Menge (aufpreispflichtiges) Zubehör an, mit welchem sich der schon komfortable GT zum Luxus-Roller hochzüchten lässt.

Gedrosselte Modelle: BMW F 750 GS, F 850 GS, F 900 R und F 900 XR

Nun kommen wir endlich zu den gedrosselten Bikes im A2-Segment. Die BMW F 750 GS drückt im normalen Zustand 77 PS aus ihrem 853 cm³ Reihen-Zweizylinder, wird per elektronischer Drossel aber auf 48 PS beschränkt. Der Vorteil bei diesen gedrosselten A2-Bikes ist, dass man sich hier schon an ein großes Motorrad gewöhnen kann, nach zwei Jahren die Drossel einfach entfernt und mit voller Power weiterfährt. Wer die BMW F 750 GS aber lediglich als Einsteigerbike betrachtet, tut ihr Unrecht. Zwar sind die niedrige Sitzhöhe, das einfache Handling und das angenehme Ansprechverhalten des Motors tatsächlich Einsteiger-tauglich, allerdings macht die "kleine" GS auch Fortgeschrittenen enorm viel Spaß. Durch die Möglichkeit, die F 750 GS mit allerlei Luxus-Features auf das Niveau eines Oberklasse-Bikes zu heben, ist einzigartig und macht aus ihr einen Wolf im Schafspelz.

Mehr Power und auch etwas mehr Gewicht bringt die BMW F 850 GS mit und das obwohl sie den gleichen Motor wie die 750er-GS hat. Sie drückt offen 95 PS aus dem Zweizylinder, bringt aber erst im oberen Drehzahlbereich das Mehr an Power auf den Asphalt. Auch die 850er kann im Zubehörkatalog aufgemotzt werden, fährt sich ähnlich und die 5 kg mehr fallen auch nicht auf. Der größte Unterschied liegt wohl im 21-Zoll-Vorderrad der 850er GS. Damit ist sie auch für härteres Gelände geeignet, verliert dafür aber etwas Agilität im engen Winkelwerk. Dank höherer Sitzbank und breiterem Lenker ist die F 850 GS auch für große Piloten geeignet, kompaktere Fahrer fühlen sich auf der 750er vielleicht wohler.

Der mittlere Roadster von BMW. Das große Loch in der Modellpalette zwischen 300 und 900 Kubik mag überraschen, doch die F 900 R nutzt ihren großen 895 cm³ Zweizylinder Motor auch in der gedrosselten Variante gut aus. Während die PS freilich ordentlich begrenzt werden, bleibt das Drehmoment relativ unangetastet. Das führt dazu, dass die F 900 R von Stillstand an wirklich gut geht, erst obenrum in den höheren Drehzahlen spürt man die Drosselung. Mit ihr hat man bereits ein vollwertiges, richtig erwachsenes Naked-Bike in der Hand. BMW-typisch lässt sich auch hier wieder jede Menge Zubehör reinpacken. Die F 900 R ist ideal für Naked-Bike-affine A2-Fahrer, die von Beginn an auf einem großen Motorrad sitzen und sich damit vertraut machen wollen.

Die F 900 XR nimmt die Sportlichkeit und Souveränität der F 900 R und packt noch einmal einen ordentlichen Batzen Reisetauglichkeit oben drauf. Ist man ein Fan des souveränen 900er-Zweizylinders, bevorzugt jedoch gleichzeitig eine aufrechtere Ergonomie und mehr Komfort auf Langstrecken, dann ist die XR perfekt. Sie vereint Sportlichkeit mit Touring und ist dank etwas größerer Maße auch geeigneter für große Fahrer, als ihre kompakte nackte Schwester. Selbst kleine Piloten müssen sich vor der XR aber nicht fürchten. Mit optionalen Sitzbänken lässt sich die Sitzhöhe auf bis zu 775 mm senken.

BMW R nineT Pure

Zu guter Letzt ein Motorrad, welches kaum wer in der A2- bzw. in der beschränkten A-Klasse erwarten würde. Die R nineT Modelle sind mit ihrem gelungenen Design, der edlen Verarbeitung und dem fetten 1170 cm³ Boxer-Motor der Inbegriff von Retro-Naked-Bikes in all ihrer Pracht. Vermutlich ist es genau dieses prestigeträchtige Auftreten, welches die Kombination aus 48 PS und R nineT für viele Leute so überraschend macht. Wie beim 900er Motor wirkt sich der massive Hubraum des Boxers auch hier sehr positiv auf den Drehmoment-Verlauf aus. Kaum ein A2-Bike kann von der Ampel weg so schnell starten wie die R nineT Pure. Neben der Optik, der Verarbeitung und dem umfangreichen Zubehör punktet sie aber vor allem mit ihrem Handling, welches dank des niedrig liegenden Boxers sehr leichtgängig und spielerisch ist. Für A2-Fahrer mit Vorliebe für Retro-Designs führt fast kein Weg an der R nineT Pure vorbei.

Neue F 450-Modelle von BMW ab 2025

Mit der aktuellen Schlagzahl, die BMW bringen muss, um die R 1250-Baureihe komplett auf R 1300 umzustellen, den Neuerungen der R 12-Baureihe und zu erwartenden Kurskorrekturen bei der R 18, dürfte die neue A2-Klasse von BMW frühestens Ende 2025 real auf der Bildfläche erscheinen. Dazu passt die offizielle Ankündigung der Serien-F 450 GS für "im Laufe des Jahres 2025".

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