Die Modellbezeichnungen K46/11 und K46/12 werden von BMW in den Produktinformationen verwendet, aber weder im Brief (Zulassungsbescheinigung Teil II) noch im CoC einer S1000RR ist eine ähnliche Bezeichnung zu finden.
Interne Bezeichnungen und Modelljahre
K 46 ist die BMW-interne Bezeichnung für die S 1000 RR. K10 ist die Typenbezeichnung für die Registrierung beim KBA, und /11 /12 könnte das Baujahr sein. Um das Modelljahr zu bestimmen, kann man die Fahrzeugidentnummer (VIN) heranziehen. Von hinten gezählt, sollte die 8. Stelle ein Buchstabe sein. Wenn dieser Buchstabe ein G ist, handelt es sich um ein Modelljahr 2016. Steht dort ein E, ist es ein MJ 2015.
Das kleine Motorradtypenbezeichnungs-ABC
Hersteller bezeichnen ihre Modelle mit opulenten Buchstaben- und Zahlenkombinationen. Bei BMW könnte der Buchstabe K eine interne Bezeichnung gewesen sein oder von "compact drive" abgeleitet sein. Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass K eine interne Bezeichnung ist.
Die BMW-Baureihen
BMW fabriziert in Berlin drei große Baureihen: R, K und F. Das R kommt von "Rad", wie bei der ersten Boxer, der R 32 aus dem Jahr 1923. Was die Bedeutung der Buchstaben anbelangt, wird es danach dubios. Fest steht, dass K ein Projektkürzel war, also eine interne Bezeichnung. Seit es die K gibt, ist das R, das bis dato allen BMW-Motorrädern eigen war, Ein- wie Zweizylindern, zum alleinigen Kennzeichen der Boxermodelle avanciert.
Das F für die Einzylinder-Modelle kommt von Fun oder Funduro. Hinter den Zahlen, die wie bei fast allen Marken den Hubraum angeben, wird es dann freilich eindeutig. Enduros kriegen GS, und das heißt nicht Geländesport, sondern Gelände, Straße, weswegen diese Typenbezeichnung einst G/S geschrieben wurde. CS gibt an, dass es sich bei dem Motorrad um einen City Scarver handelt. Scarver ist eine Wortschöpfung von BMW, zusammengezogen aus Street und Carver, taillierte Alpin-Ski, zurechtgeschnitzte Ski eigentlich, wegen englisch to carve: Holz schnitzen.
Das R steht für Roadster, nur nicht in der Kombination RS - RennSport. Was wiederum auch das S einer Doppelbedeutung zuführt, S wie Straße und S wie Sport. Dass auch Tourer bei BMW unter RS laufen, unter Rennsport eben und nicht unter Roadster und Straße - was eh eine Tautologie wäre, ein weißer Schimmel also -, hat damit zu tun, dass 1976 erstmals in der Motorradgeschichte ein Serienmotorrad in eine Vollverkleidung gesteckt wurde, also jenseits der Rennstrecke, des RennSports überhaupt. Weshalb die Maschine dann R 100 RS getauft wurde und bis auf den heutigen Tag alle ihre Nachkommen auf diesen Namen hören, nunmehr aber im Sinn von ReiseSport.
RT dagegen verweist auf Roadster und Touring, GT auf Grand Tourismo, die große Reise. C meint Cruiser, L Luxus, CL also Luxuscruiser und LT Luxustourer, wobei, legte man auf eine einheitliche Systematik wert, das L entweder an erster oder letzter Stelle positioniert sein müsste, nicht aber mal post-, mal präponiert.
Mit Eigennamen geht BMW sparsam um. Der Cruiser Montauk findet seinen Paten in einem Städtchen auf Long Island, die Enduro Dakar in Paris, die Rockster in ihrer Zielgruppe, Leuten, die es auf dem Motorrad noch rocken lassen sollen, und die Adventure in ihrer Bestimmung, dem Abenteuer.
Weitere interne Bezeichnungen
Die Modellbezeichnung "luftgekühlt" bei einer RT ist nicht ganz korrekt. Vielmehr müsste man sagen, der Motor ist "Öl-Luft gekühlt". Genauso nicht ganz korrekt ist die Aussage, die nachfolge RT LC (Liquid Cooled) hätte einen wassergekühlten Motor. In Wirklichkeit hat der Motor eine Wasser-Luft Kühlung. Das Wasser kühlt "nur" den heißesten Bereicht oben am Zylinderkopf, den Block kühlt die Luft.
Die neuen Modelle heißen G 82, während ältere Modelle F 81 heißen. F und G sind die Baureihen. Sehr lange gab es E, dann kam F. F gab es nicht allzu lange. Eine Modellgeneration ungefähr. E9x war damals der 3er. Der neuere 3er hieß F3x. Ein Facelift kam, was bei generell keine neue Modellbezeichnung bekommt. Danach war der neue 3er ein Modell mit G-Bezeichnung. F30 war beispielsweise die Limousine vom 3er, der F31 der Kombi.
Das 3er Coupé wurde in der F-Serie erstmals zum 4er, weil BMW da angefangen hat, die Coupés mir geraden Ziffern zu bezeichnen. F32 wäre dann das Coupé vom 3er (4er). F33 das Cabrio. Vom F30 gibt es einen M3, das Topmodell. Das heißt F80. Der M4 F82. 2, weil es ein Coupé ist. F33 bzw F83 müsste dann das 4er Cabrio sein. So ähnlich wird es auch beim G-Modell sein.
Der 5er der G-Serie ist schon eine Weile draußen und heißt G30 (vorher F10). Der F30 Nachfolger heißt nicht G30. Der neue 1er (vorher F20) heißt jetzt F40. Keine G-Bezeichnung. F kommt vor G und somit ein älteres Modell, das Aktuelle kann auch jetzt schon H oder I sein. Es gibt diese internen Kürzel bei allen Herstellern.
Die aktuelle Nomenklatur bei BMW
Früher waren die Zeiten noch übersichtlicher, auch bei BMW: 3er, 5er und 7er, dazu mal ein 6er, mal ein 8er. Klar war, wer einen 320i kauft, bekommt zwei Liter Hubraum, damals aus sechs Zylindern. Heute hingegen dienen die Ziffern am Heck der meisten BMW-Modelle mehr der internen Abstufung anstatt inhaltlicher Information.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Crossover- und SUV-Modellen ist das Angebot von BMW in den letzten Jahren immer unübersichtlicher geworden und wird mit der bevorstehenden Einführung eines SUV-Flaggschiffs an der Spitze der X-Familie weiter wachsen. Gleichzeitig blüht das Elektroportfolio mit immer mehr i-Modellen wie dem i4, iX und den kommenden Elektroversionen von X1, 5er und 7er auf.
Die "7" bezieht sich immer noch auf die Modellreihe, in diesem Fall die 7er-Reihe, wobei ungerade Zahlen für herkömmliche Modelle verwendet werden, während gerade Zahlen typischerweise für sportlichere Angebote stehen. Die Ziffern in der Mitte, z.B. "45" in 745e, stehen nicht unbedingt für den Hubraum in Litern. Stattdessen werden die BMW-Modelle nach der Leistung pro Kilowatt eingestuft, und Fahrzeuge mit 300 bis 350 Kilowatt fallen in die Kategorie "45".
Auch die Buchstaben haben eine Bedeutung. Das "e" steht für einen Plug-in-Hybrid, so wie das "i" für Autos mit Benzineinspritzung und das "d" für Dieselfahrzeuge steht. Die Roadster- und X-Modelle erhalten außerdem den Zusatz "sDrive" oder "xDrive", je nachdem, ob sie über einen Zwei- oder Allradantrieb verfügen.
Beispiele für interne Modellbezeichnungen
- Roctane: Code „0N61“
- R18 Cruiser, Classic und Roctane: interne Modellbezeichnung K34
- Bagger und Transe: Code K35
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