BMW Motorrad Jacke Textil Test: Ein umfassender Überblick

In der Motorradbranche gibt es Jahr für Jahr neue, interessante und noch bessere Produkte. BMW hat mit dem StreetGuard eindrucksvoll bewiesen, dass man beim Thema Textilbekleidung laufend Fortschritte erzielen kann und die Benchmark für die Zukunft hoch gesetzt hat.

Test des neuen StreetGuard Anzugs

Der Test des neuen StreetGuard Anzugs zeigt: Komplette Ausstattung, makellos in der Praxis. Beim Bekleidungstest musste ich erstmals zur Bedienungsanleitung greifen. Es war schon etwas merkwürdig. 14 Jahre lang teste ich nun bereits Motorräder für 1000PS und musste noch nie eine Bedienungsanleitung lesen. Doch je länger ich den StreetGuard im Einsatz hatte, umso mehr Interesse rief der Anzug hervor.

Wir dachten, das wird DIE Saison und starteten früh mit 20 Grad und Sonnenschein unsere Motorräder. Es waren herrliche Tage und ich durfte erstmals den hohen Tragekomfort vom StreetGuard genießen. Denn hebt man den BMW Motorrad Anzug aus dem Kleiderschrank, wirkt er sehr schwer und auch etwas sperrig. Doch anders als der günstigere ComfortShell Anzug von BMW schmiegt er sich bei allen Temperaturen mitsamt Protektoren makellos an den Körper.

Das ganze Konstrukt wirkt ja unglaublich komplex - mit seinen Reißverschlüssen und Einzelteilen. Doch im ersten Zugang zieht man das Teil einfach mal an und ist überrascht, wie gut und locker er sitzt. Warum das Teil so gut sitzt, liegt möglicherweise am geschmeidigen Obermaterial. Es besteht zu 95% aus abriebfesten Cordura und zu 5% aus Elastan. Oder evtl. ist es auch die Tatsache, dass man die einzelnen Funktionen der Jacke entkoppelt hat.

Also die Oberjacke bzw. der Oberteil der Hose sorgt für den Abriebschutz und mit den Protektoren für Schlagdämpfung. Die Innenjacke bzw. gleiches gilt für die Hose sorgt für Wind- und Wetterschutz. Insgesamt waren die Anforderungen an den kostspieligen Anzug während der ersten Ausfahrten im Sattel der GS, der SuperDuke 1290 R und der K 1600 GTL sehr niedrig. Denn die Wetterbedingungen waren ja geradezu paradiesisch.

Frühmorgens war es saukalt, öfters mal wurde ich vom Regen erwischt und ich begann die Featureliste des Anzugs zu studieren. Vor allem im Sattel der nackten SuperDuke R war man enormen Winddruck und gnadenlosen Wetterkapriolen ausgesetzt. Mag sein, dass es uncool ist, auf der 1290er von KTM mit einem Textilanzug von BMW zu fahren - aber ich bin aus dem Alter raus, um mit Leder im wahrsten Sinne des Wortes cool zu sein.

Die Thermoinnenjacke schützte wirklich gut vor Wind und Wetter. Sie hat eine Softshelloptik und ist mit Thinsulate-Wattierung ausgestattet. Das sie gut funktioniert weiss ich deshalb so genau, weil ich bei den Videoproduktionen die Jacke gerne rauszippe und auch abseits des Motorrades gerne verwende. Wenn ich das Teil mit meinen Outdoor-Jacken im Kasten vergleiche, ist alleine diese Innenjacke gut und gerne 150 Euro wert.

Noch uncooler wurde es dann als ich den Hosenlatz montierte. Kaum auszudenken wenn mich ein Leser mit der Hose samt Latz aber ohne Jacke in der Nähe meiner Super Duke R sieht - ich wäre einen Leser bzw. eine Leserin los. Ausser es handelt sich dabei um einen ebenso pragmatischen Typen wie ich es bin. Der Hosenlatz sorgt für einen tollen Sitz und wärmt nochmal extra. An jenen Morgen wo das Thermometer um die 5 Grad anzeigte erfreute ich mich dann noch am Thermokragen samt integrierter Sturmhaube.

Ich wage zu behaupten, dass ich in dieser Vollausstattung auch bei -15 Grad noch Motorradfahren hätte fahren können. Testfahrten bei grosser Hitze konnte ich noch nicht absolvieren. Aber sehr praktisch sind auf alle Fälle mal die Lüftungsreisverschlüsse an der Jacke und auch an der Hose. Damit hab ich mir das Rauszippen des Innenfutters für die Fahrten an sonnigen Nachmittagen erspart. Insgesamt deckt man also auch ohne Gezippe ein riesiges Temperaturfenster ab.

Einige Details an der Jacke und auch an der Hose erachte ich als Standard. Die Jacke verfügt sowohl aussen als auch innen über wasserdichte Taschen. Eine Tasche davon ist eine sogenannte Multimediatasche mit einem Klarsichtfenster. Normale Menschen geben dort vermutlich ihre Handys rein, ich hab dort immer jene Dinge deponiert die ich sonst immer in allen Taschen gesucht habe. Das Klarsichtfenster hat hier klare Vorteile. Den Kragen kann man sehr exakt schliessen da er auf einem komplett neuen Konzept beruht. Hier gibt es nun keine punktuellen Druckstellen oder Falten mehr.

Die Ärmelabschlüsse funktionieren in der Praxis grossartig. Zum einen halten sie dicht, zum anderen ist das Anziehen der Kombination Jacke / Handschuhe ein einfacher und logischer Vorgang. DAS Kriterium für mich beim Bekleidungskauf ist die Verfügbarkeit von Sondergrössen. Ist man lang und dürr (wie ich) bzw. klein und dick kommt man mit der herkömmlichen Auswahl von günstigeren Anbietern nicht weiter.

Den BMW StreetGuard 2014 gibt es in den Standardgrössen 46 - 66 sowie in den Sondergrössen 98 - 118 (langgestellt) bzw. 25 - 32 (kurzgestellt). Ausserdem kann man bei der Jacke zwischen einer kurzen und einer ? Version wählen. Dem noch nicht genug gibt es die Jacke auch in einem eigenen Damenschnitt mit einer ebenso riesigen Auswahl an Grössen: 34 - 48, 72 - 88, 18 - 22.

Wir konnten leider nicht einen einzigen Punkt für Kritik entdecken. Selbst beim Preis können wir nicht ansetzen, da wir im Verhältnis zu den Produkten vom wichtigsten Gegner Rukka mit ähnlicher Ausstattung ein klar besseres Preis / Leistungsverhältnis bei BMW sehen. Den BMW StreetGuard kann ich problemlos auch an Fahrer anderer Motorradmarken empfehlen. Der Schnitt ist modisch, die BMW Logos sehr klein und das Produkt an sich verdient Bestnoten in jeder Beziehung.

Den BMW StreetGuard Anzug gibt es in Damen und Herrenschnitt. Die lange 7/8 Jacke hat zur Teilenverstellung zusätzliche Klettverschlüsse. Bei der Jacke unterhalb der Achselhöhle sowie am Rücken, bei der Hose an den Oberschenkeln: effektive Lüftungsreissverschlüsse.

BMW Motorrad Textiljacke „Boulder“

Jacken für die Übergangszeit sind nicht nur im Alltag, sondern erst recht beim Biken gefragt. BMW Motorrad hingegen macht mit der aktuellen Version seiner Textiljacke „Boulder“ alles richtig. Dem edel gemachten Teil sieht man so gut wie gar nicht an, dass es zum Biken taugt. Es pflegt vielmehr einen überaus lässig-souveränen, beinahe zurückhaltenden Stil - und trägt seine Schutzfunktionen als echte innere Werte.

Die „Boulder“ ist - bezogen auf ihren Einsatzzweck als Biker-Jacke - eine für den Sommer oder die Übergangszeit. Man kann zwar eine Steppjacke darunterziehen - BMW empfiehlt etwa die „Ride“ aus dem eigenen Klamotten-Sortiment -, hat dann aber immer noch ein vergleichsweise dünnes Schutztextil an. Gerade aber das fluffige, ausschließlich in hellem Anthrazit ausgelieferte Obermaterial - ein leichter, dennoch strapazierfähiger, gewachster Polyester-Baumwoll-Mix - darf, wenn es darauf ankommt, einen elementaren Vorteil gegenüber üppig gearbeiteten, vielfach in sattem Schwarz daherkommenden 3-Lagen-Membran-Textilien genüsslich ausspielen: Es liegt nicht wie Blei auf den Schultern, lässt dem Träger vielmehr ein luftig-duftiges Grundgefühl. Wenn beim Ampelhalt im Hochsommer die Sonne gnadenlos brennt, wird man diese Leichtigkeit des Seins schnell zu schätzen lernen.

Auch beim Fahren hält die „Boulder“ die Innentemperaturen niedrig - vor allem dann, wenn der Träger das sogenannte „AirVent“-System nutzt, heißt: Wenn er den Hauptreißverschluss entlang eines perforierten Zwischenstücks an der Front eingefädelt hat. Eine via Druckknöpfe und Schlaufen fix einknöpfbare Klimamembran, die wind- und wasserdicht ist, hält das T-Shirt darunter in präsentablem Zustand. Auch an einen Verbindungsreißverschluss für die Hose haben die BMW-Schneider gedacht.

Sehr positiv bewerteten wir neben dem grundlegend schlanken Schnitt auch die Tatsache, dass etwa Kragen und Ärmel der „Boulder“ mittels Klettverschlüssen an wirklich jeden Hals- oder Handgelenks-Umfang angepasst werden können - weil der Einstellbereich eben von vornherein sehr weit gewählt wurde. Auch die Bestückung des Textils mit Taschen (vier außen, zwei innen, eine davon sehr großformatig und wasserdicht) geriet üppig.

Was die passive Sicherheit angeht, fährt man mit der „Boulder“ auf der Höhe der Zeit. Die von BMW verbauten, großformatigen NPL-Protektoren an Schultern und Ellbogen geben sich durch den verwendeten visko-elastischen Polyurethan-Schaum als sehr weich und anschmiegsam. Schade nur, dass im Preis von 410 Euro (UVP) kein Rückenprotektor eingeschlossen ist. Und nimmt man die Protektoren aus ihren solide genähten Innentaschen, ist ein schlanker Freizeitlook garantiert.

Mit der „Boulder“ hat BMW Motorrad eine Schönwetter-Jacke mit hohem Freizeitwert im Regal, die dem selbst verordneten Qualitätsanspruch des Premium-Anbieters voll gerecht wird, nicht mit durchdachten Details geizt und einen breiten Einsatzbereich abdeckt.

BMW Motorrad Jacke San Diego

Die Zielgruppe für Alltags-Motorradkleidung ist sehr klein. Sie versorgt sich traditionell gern aus dem Outdoor- und Rollerzubehör. Anders als vor diesen Hintergründen ist es schwer zu verstehen, wieso BMW eine Jacke aus gewachster Baumwolle mit Lederverstärkungen für 490 Euro anbietet, die im Motorradschrank eher Zweit- bis Drittjacke sein dürfte.

Das „SanDiego“ getaufte Modell gibt es für Männer und Frauen. Es schaut wirklich fesch aus, mit Anleihen an die Fliegerjacken vom Anfang des 20. Jahrhunderts: gestepptes Leder an den Schultern, brünierte Stahl-Druckknöpfe, unlackierte Stahl-Reißverschlüsse mit Ziehbändeln, Kontrast-Innenfutter. Ich trage die Jacke aktuell sehr gerne an wärmeren Herbsttagen.

Für den Motorradeinsatz gibt es leichte Unterarm- und Schulterprotektoren plus eine Tasche für einen Rückenprotektor. Die beim Sturz am stärksten beanspruchten Zonen an Ellbogen und Schultern bestehen aus einem weich gegerbten Leder, das sich sehr angenehm trägt. Ein Reißverschluss verbindet die Jacke bei Bedarf mit einer Motorradhose, damit sie sich beim Sturz nicht hochschiebt und das lebende Rückenleder darunter dem Asphalt freigibt.

Die Jacke ist hauptsächlich textil, der gewachste Stoff kann es jedoch in Sachen Funktion nicht einmal entfernt mit den Kunststoffen von Motorrad-Wetterschutzkleidung aufnehmen, wie wir sie in Textiljacken und -kombis finden. Das betrifft hauptsächlich die Regentauglichkeit. Selbst bei kurzen Regengüssen sickert Wasser durch, trotz Wachs eher mehr als bei Leder. Die Abriebfestigkeit von Baumwolle liegt unter der von jenen Nylonarten, aus denen Textilkombis bestehen, und selbst die sind bei Stürzen im Trockenen praktisch sofort durchgerieben.

Die Wärmedämmung der Jacke entspricht der einer Sommer-Lederjacke. Schon jetzt im Herbst pfeift so viel Wind durch, dass auch ein dicker Pulli darunter dir wenig hilft, wenn es morgens 2° C und Nebel hat. Sie eignet sich in Herbst und Frühjahr nur für Tagesausflüge, nicht für Touren (denn da wird es auch einmal regnen), und das Sicherheits-Niveau erreicht auch nicht das einer Lederjacke. Im Sommer war die Belüftung angenehm, die SanDiego fährt sich bei über 25° C jedoch nicht spürbar kühler als typische Sommer-Lederjacken.

Weitere BMW Motorrad Jacken

BMW bietet eine breite Palette an Motorradjacken für verschiedene Einsatzzwecke und Wetterbedingungen an. Hier eine Übersicht einiger Modelle:

* Jacke Downforce: Aus Rindnappaleder, mit auffälligem Druck in den M-Farben, für die tägliche Fahrt zur Arbeit und in die Stadt gedacht.* Jacke Sidepod AIR: Eine sportliche Sommerjacke für warme Temperaturen mit großflächig eingearbeitetem Mesh-Material.* Jacke Schwabing: Ein weiterer Klassiker der BMW Motorrad-Kollektion, deren Vorbild die bisherige Jacke Club Leder ist.* Jacke Dahlem: Aus Rindleder gefertigt und zur besseren Belüftung teilweise perforiert.* Jacke SummerRide: Der ideale Begleiter für leichte Sommertouren, gefertigt aus Cordura-Denim.* Jacke Sendling: Sieht aus wie ein Hemd und ist dennoch nach Schutzklasse A zertifiziert.* Jacke PureXcursion: Im Adventure-Look, aus Baumwoll-Polyamid-Mischgewebe mit Wachs-Finish.

Test teure Textilanzüge

Sie sind aus hochwertigen Stöffchen und kosten ein Heidengeld: fünf Textilanzüge zu Preisen zwischen 1000 und 1250 Euro. Der MOTORRAD-Vergleichstest klärt auf, ob der hohe Preis gerechtfertigt ist.

Lederkombi oder Textilanzug mit Funktionsmembran? Diese Frage beantworten immer mehr Motoradfahrer mit »Textil«. Die Vorteile liegen auf der Hand: wesentlich bequemer, wasserdicht, atmungsaktiv, praktischer (viele Taschen) und meist mit herausnehmbaren Thermo-Innenfutter ausgestattet, folglich für große Temperaturbereiche tauglich. Und was den Unfallschutz anbelangt, sorgen neue Verarbeitungstechniken und immer abrieb- und reißfestere Materialien sowie geprüfte Protektoren an sturzgefährdeten Stellen für Sicherheit.

Einziger Wermutstropfen: Hochwertige Stoffe und Schutzmaßnamen haben ihren Preis. Noch vor zehn Jahren gab es kaum Anzüge über 500 Euro. Mittlerweile sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt. Heutige Motorradfahrer sind im besten Alter und haben vielfach ausreichend Geld für ihr Hobby auf der Seite.

Überblick über getestete Textilanzüge

MOTORRAD testete Textilanzüge der Preisklasse 1000 bis 1250 Euro von BMW, Dainese, Kushitani, Rukka und Stadler. Diese Anzüge sind mit Gore-Tex-Membran ausgestattet und wurden einem Härtetest unterzogen, einschließlich Nässetest und Schlagdämpfungstest der Protektoren. Auf einer einwöchigen Testfahrt ermittelten fünf MOTORRAD-Mitarbeiter die Praxistauglichkeit der Textilanzüge unter verschiedenen Klimabedingungen.

Beginnen wir mit dem unangenehmen Teil: Nässe. Die Hosen von BMW und Dainese hielten auf der Testfahrt leider nicht dicht. Wer eine solche Undichtigkeit feststellt, sollte sich schleunigst an seinen Händler wenden und auf seine Garantie bestehen. Die durchweg eingesetzten hochwertigen Gore-Membrane lassen nämlich bestimmt kein Wasser durch (außer nach einer mechanischen Beschädigung). Wenn überhaupt, findet das Wasser an unsauberen Nahtstellen oder Tapes einen Weg nach Innen, und dann sind Verarbeitungsfehler der Grund. Deshalb immer den Kaufbeleg aufheben.

Als sehr vorteilhaft erwiesen sich die herausnehmbaren Thermo-Innenfutter. Wer häufig bei niedrigen Temperaturen Motorrad fährt, sollte deshalb bereits beim Kauf zur Kontrolle der Passform wärmende Unterkleidung mitnehmen.

So sollten Käufer den Anzug ihrer Wahl genau unter die Lupe nehmen und bei einer ausgiebigen Anprobe prüfen, ob er in Sitzhaltung auf dem Motorrad an Armen und Beinen ausreichend lang ist, die Handschuhe unter die Armbündchen passen und die Hosenbeine über die Stiefel, und dass es nirgends zwickt. Zu weit darf er jedoch auch nicht sein, da sonst die Gefahr besteht, dass die Protektoren bei einem Sturz verrutschen.

Obwohl bei praktisch jedem Testteilnehmer noch das eine oder andere Detail verbessert werden könnte, hinterließen alle Textilkombinationen einen dem Preis entsprechend edlen Eindruck. Richtig erschreckend waren einzig die Ergebnisse der Schlagdämpfungsprüfung der Rukka-Protektoren. Um dieses Problem sollten sich die Finnen dringend kümmern.

Testergebnisse im Überblick

Da Protektoren- und Nässetest nur je zu einem Viertel in die Gesamtbewertung mit einfließen, die Funktion und Alltagstauglichkeit jedoch 50 Prozent dazu beitragen, schafft Rukka dank guter Praxistauglichkeit gerade noch das Urteil »gut bis befriedigend«. Am besten schneidet Kushitani in diesem Vergleich ab. Die sehr guten Ergebnisse im Nässe- und Protektorentest sowie die sehr hohe Praxistauglichkeit bringen den Japanern den Sieg – vor Stadler, BMW und Dainese, die ebenfalls ihr Geld wert sind.

BMW Jacke Tourguard und Hose Streetguard

Die BMW Jacke Tourguard und Hose Streetguard sind hochwertige Textilkombinationen mit Gore-Tex-Armacor-Verstärkungen. Die Jacke verfügt über CE-Protektoren an Schultern, Ellbogen und im Rücken, wasserdichte Außentaschen und ein herausnehmbares Thermo-Innenfutter. Die Hose ist mit CE-Knieprotektoren und einem ComforTemp-Futter im Sitzbereich ausgestattet.

Praxiswertung

Test Ergebnis
Nässetest Im Labortest Hose absolut dicht, leichter Wassereinbruch an den Ärmeln; im Praxistest Jacke völlig dicht, bei der Hose Wassereinbruch im Schrittbereich
Protektorentest Alle Protektoren entsprechen den Anforderungen der aktuellen CE-Normen

Pluspunkte: Hochwertige Verarbeitung, sehr guter Sitz und Tragekomfort, leichtgängige Reißverschlüsse, geringes Gesamtgewicht, wasserdichte Außentaschen, funktionelle Belüftung, Zweiwege-Frontreißverschluss.

Minuspunkte: Hose ohne Thermo-Innenfutter, zu kleiner Kragen-Klettverschluss, Wulstbildung am Armbündchen.

Fazit: Sehr gut verarbeitete, hochwertige Kombination, leider ohne Thermofutter in der Hose; in vielen Größen erhältlich, dadurch hohe Passgenauigkeit garantiert.

Dainese Jacke Madison und Hose Rex

Die Dainese Jacke Madison und Hose Rex sind eine edle Textilkombination mit mehrschichtiger Jackenkonstruktion für einen großen Temperaturbereich. Die Jacke verfügt über CE-Protektoren an Schultern und Ellbogen, einen herausnehmbaren Rückenprotektor und ein herausnehmbares Thermo-Innenfutter. Die Hose ist mit CE-Knieprotektoren und Weichschaum an der Hüfte ausgestattet.

Praxiswertung

Test Ergebnis
Nässetest Im Labortest Hose absolut dicht, leichter Wassereinbruch an den Ärmeln; im Praxistest Jacke völlig dicht, bei Hose Wassereinbruch im Schrittbereich
Protektorentest Drei von sechs Gelenkprotektoren entsprechen den Anforderungen der aktuellen CE-Norm

Pluspunkte: Geringe Flatterneigung, großer Temperaturbereich, hochwertige Verarbeitung, hoher Tragekomfort, Rückenschutz auch separat tragbar, sehr hoch geschnittene (Latz-)Hose.

Minuspunkte: Relativ schwer, fummeliges An- und Ausziehen der Jacke durch separates Gore-Tex- und Thermo-Insert, kein Verbindungsreißverschluss an der Jacke, Ärmel etwas zu kurz.

Fazit: Edle Textilkombination mit mehrschichtiger Jackenkonstruktion für einen großen Temperaturbereich, dadurch aber auch aufwendiges Anziehprozedere.

Kushitani Jacke Hayaku GTX Armacor und Hose Hasaki GTX

Die Kushitani Jacke Hayaku GTX Armacor und Hose Hasaki GTX sind eine sehr gut verarbeitete, absolut wasserdichte Kombination mit weichen Protektoren. Die Jacke verfügt über CE-Protektoren an Schultern, Ellbogen und im Rücken, fünf Außentaschen und ein herausnehmbares Thermo-Innenfutter. Die Hose ist mit CE-Knieprotektoren und Verstärkungen aus Cordura 1000 an Hüfte und Knien ausgestattet.

Praxiswertung

Test Ergebnis
Nässetest Im Labor- und Praxistest Jacke und Hose absolut dicht
Protektorentest Alle Protektoren entsprechen den Anforderungen der aktuellen CE-Norm und erreichen die niedrigsten Restkraftwerte

Pluspunkte: Geringe Flatterneigung, hochwertige Verarbeitung, viele praktische Taschen, gute Passform, hervorragendes Tragegefühl, Jacke mit nur einem Frontreißverschluss schnell geschlossen/geöffnet.

Minuspunkte: Zu geringe Weitenverstellung an den Armbündchen, Frontreißverschluss verhakt sich an Lederleiste im Brustbreich, Hosenbeine zu kurz geraten.

Fazit: Sehr gut verarbeitete, absolut wasserdichte Kombination, die sich aufgrund der weichen Protektoren sehr angenehm tragen lässt.

Rukka Jacke A-Tech und Hose RVP Pro

Die Rukka Jacke A-Tech und Hose RVP Pro sind ein sehr gut verarbeiteter, angenehm zu tragender Anzug mit guter Passform. Die Jacke verfügt über CE-Protektoren an Schultern, Ellbogen und im Rücken, wasserdichte Außen- und Innentaschen und ein herausnehmbares Thermo-Innenfutter. Die Hose ist mit CE-Protektoren an Knien und Hüfte ausgestattet.

Praxiswertung

Test Ergebnis
Nässetest Im Labortest Hose absolut dicht, Wassereinbruch an beiden Ärmeln; im Praxistest Jacke und Hose völlig dicht
Protektorentest Alle Protektoren entsprechen nicht den Anforderungen der aktuellen CE-Norm

Pluspunkte: Geringe Flatterneigung, großer Temperaturbereich, hochwertige Verarbeitung, gute Passform und sehr hoher Tragekomfort, relativ leicht, Hosenbeine schön lang.

Minuspunkte: Viel zu kleine Jacken-Außentaschen, Hosenlatzverschluss mit fummeligem Doppel-D-Verschluss, zu kleiner Kragen-Klettverschluss, trotz Verstellmöglichkeit zu weite Ärmel.

Fazit: Sehr gut verarbeiteter, angenehm zu tragender Anzug mit guter Passform aber trotz Prüfzeichen nicht CE-gerechter Protektoren.

Stadler Jacke Transair GTX und Hose Airway GTX

Die Stadler Jacke Transair GTX und Hose Airway GTX bieten eine hochwertige Textilkombination mit Gore-Tex-Liner und vielen praktischen Details. Die Jacke verfügt über CE-Protektoren an Schultern, Ellbogen und Rücken, abnehmbare, wasserdichte Außentaschen und ein herausnehmbares Thermo-Innenfutter. Die Hose ist mit CE-Protektoren an den Knien und Suprotec-Schaum-Protektoren an der Hüfte ausgestattet.

BMW Raceflow, Waterproof und Fivepocket

Auch wer mit dem Motorrad nur mal kurz ums Eck will, sollte das mit entsprechender Schutzkleidung tun. BMW bietet, natürlich auch mit Blick auf seine Heritage Bikes in Form der R nineT-Reihe, der kommenden R 18 und der BMW F 900 R, einiges mit sportlich-modischem Touch an.

* Raceflow: Eine sportliche Herren-Textiljacke, die explizit für sommerliche Ausritte ausgelegt ist. Dank ihres Mesh-Gewebes ist sie super luftdurchlässig. Für die Sicherheit sorgen Protektoren an Schulter und Ellenbogen.* Waterproof: Eine wasserdichte Jeans, die auf den ersten Blick wie eine ganz normale Five-Pocket-Jeans aussieht. Sie bietet einen abriebfesten Mix aus Baumwolle, Polyester und Cordura sowie eine entsprechende Beschichtung.* Fivepocket: Eine Motorradjeans mit abriebfestem Material und NPL-Protektoren an Knie und Hüfte.

BMW Ride Sneaker und Race Helm

Für die Kurzstrecke bietet BMW auch passende Schuhe und Helme an:

* Ride: Flotte Sneaker, die auch noch die Sicherheitsanforderungen an Motorradschuhe erfüllen.* Race: Ein universell einsetzbarer Helm, der sich sowohl auf dem Rundkurs als auch auf dem Stadtkurs gut macht.

8 Allwetter-Textilkombis von 400 bis 1.600 Euro

Wer nicht nur im Sommer bei schönem Wetter unterwegs ist, benötigt eine allwettertaugliche Motorrad-Kombi. 8 dieser Universal-Textilanzüge von 400 bis 1.600 € testete MOTORRAD.

"Allwettertauglich" definierten wir ganz grob als geeignet für warme wie auch niedrige Temperaturen, für Nässe und für Sonnenschein. Für Schutz sorgt dabei in der Regel eine abriebfeste Außenschicht, für Wärme ein herausnehmbares Thermofutter, für Nässeschutz eine entnehmbare oder ins Außenmaterial integrierte Membran und für kühlende Frischluft großflächige Belüftungsöffnungen.

Ziel des Tests ist deshalb auch weniger der knallharte Vergleich der Testteilnehmer als vielmehr ein Eindruck, was welcher Anzug bietet und wie viel man dafür zu zahlen bereit sein muss. Wie die Endwertung zeigt, schaffen das tatsächlich alle Kombis, selbst die mit Abstand günstigste von FLM.

Im Bereich von 600 bis 700 € findet sich zunächst die Bogotto-Kombi, die bei kühleren Temperaturen schön warm hält, bei Kombination der Schichten aber die Bewegung einschränkt. Preislich knapp darüber steht die Kombi von iXS, die wesentlich mehr Belüftung bietet und nur knapp die Bewertung "sehr gut" verfehlt. Und schließlich findet sich hier noch die Lösung von Modeka, die zugunsten von Meshgewebe auf herkömmliche Belüftungsöffnungen verzichtet, insgesamt trotz des niedrigen Preises aber sehr gut ist und damit zum Kauftipp gekürt wird.

Alpinestars und Scott liegen um die 1.000 €, Erstere lässt aufgrund der kleinen Level-1-Protektoren Punkte liegen, der Scott bleibt derweil nur deshalb die Note "sehr gut" verwehrt, weil sie mehr Adventure- als Tourenkombi ist und dadurch sehr robust ausfällt. Weitere 400 bis 600 Euro darüber kommen wir zu den Testsiegern: Held und Rukka teilen sich punktgleich den ersten Platz, wobei sie die Punkte unterschiedlich sammeln.

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