BMW Motorrad Ladegerät Adapter Test: Die besten Geräte im Überblick

Kälte setzt auch Motorradbatterien zu. Startprobleme im Winter oder zu Saisonbeginn sind dann keine Seltenheit. Ein Batterieladegerät fürs Motorrad schafft Abhilfe. Wir zeigen die besten Geräte.

Warum ein Motorrad-Batterieladegerät?

Motorradfahren bei Regen, Schnee und Eis? Das ist für die meisten Biker:innen keine Option. Sie warten lieber auf den Frühling und stellen ihr Fahrzeug in der Zwischenzeit ab. Die Winterpause kann sich allerdings negativ auf die Batterie auswirken. Im schlimmsten Fall macht die Motorradbatterie beim nächsten Startversuch schlapp. Die Batterie ist leer, außer Schieben oder Kickstarten geht nichts mehr! Verhindern lässt sich das, indem man die Spannung der Batterie über den Winter mit einem Ladegerät aufrechterhält.

Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Batterieladegeräts achten?

Ein bisschen Intelligenz schadet bekanntlich nie - auch nicht bei einem Ladegerät für Motorradbatterien. Gemeint ist in diesem Fall, dass das Batterieladegerät den Ladezustand selbständig erkennt und den Strom darauf abstimmt. Im Gebrauch bedeutet das: Sobald die Batterie voll ist, wird automatisch von normalem Ladebetrieb auf Erhaltungsladung umgeschaltet. Es empfiehlt sich, beim Kauf auch auf die richtige Spannung zu achten. Üblich sind zwölf Volt, für ein Motorrad oder einen Roller können aber manchmal noch sechs Volt für den Akku nötig sein.

Ein Motorrad-Ladegerät muss einiges leisten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Neben der Betriebsspannung sind ein Kurzschluss- und Überlastungsschutz, eine automatische Abschaltung, eine Ladeerhaltung sowie ein Spritzwasserschutz wichtig.

Die besten Batterieladegeräte für Motorräder im Überblick

Die folgende Produkt-Auswahl hilft dabei, das passende Batterieladegerät für das eigene Motorrad zu finden:

  • CTEK MXS 5.0 Erhaltungsladegerät: Das Batterieladegerät 12 V von CTEK bietet alles, was ein intelligentes Ladegerät für Motorrad und Auto können sollte. Es hat einen Rekonditionierungsmodus für Batterien, die in einem schlechten Zustand oder tiefentladen sind. Ein spezielles Ladeprogramm für AGM-Batterien sorgt für eine schnellere Ladezeit und eine maximale Lebensdauer der Batterie. Die eingebaute Temperaturkompensation garantiert die effizienteste Ladung auch an heißen oder kalten Tagen.
  • Bosch C3 intelligentes Batterieladegerät: Das automatische Batterieladegerät C3 von Bosch bietet einen Pkw- und Zweirad-Modus (12 V) für Blei-Säure-Batterien und Gel-Batterien (auch mit EFB-/AGM) sowie Zweirad-Modus (6 V). Dazu die Funktionen Erhaltungsladung, Impulsladung, Kurzschluss-/Verpolungs- und Thermoschutz. Das Ladegerät ist sehr bedienerfreundlich. Der Ladevorgang wird an den Zustand der Batterie angepasst und auf Knopfdruck gestartet. Die LED-Anzeige gibt Auskunft über den Ladezustand.
  • Noco Genius10 Erhaltungsladegerät: Der Noco Genius10 ist ein 6-V- und 12-V-Batterieladegerät für alle Akkuarten.
  • BMW Original-Motorrad-Batterieladegerät: Wer bei seinem BMW Motorrad Wert auf Original-Zubehör legt, greift zum BMW Motorrad-Ladegerät Plus. Das relativ teure Gerät lädt sowohl konventionelle Blei-Säure-Batterien als auch wartungsfreie Akkus (Gel/AGM) und original BMW-Motorrad-Lithium-Ionen-Starterbatterien. Das Anschließen geht komfortabel über die Motorradsteckdose oder ein Adapterkabel.
  • Automatisches Motorrad-Batterieladegerät von Motopower: Der MP00205A 12 Volt von Motopower gehört zu den günstigsten Batterieladegeräten fürs Motorrad. Verstecken muss sich das intelligente Ladegerät trotzdem nicht. Es kann alle Arten von 12 V Blei-Säure-Batterien aufladen, einschließlich überfluteter oder versiegelter wartungsfreier Batterien (AGM & Gel). Das mikroprozessorgesteuerte Programm überwacht dabei den gesamten Ladevorgang und stoppt automatisch, wenn der Akku voll aufgeladen ist. Einer Überladung wird so entgegengewirkt.
  • Victron Motorrad-Batterieladegerät mit Bluetooth: Victron bietet ein hocheffizientes "grünes" Gerät zum Laden für alle 12-V-Batterien, egal ob Motorrad oder Auto. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent erzeugt das Ladegerät drei- bis viermal weniger Abwärme als der übliche Industriestandard. Das Blue Power Ladegerät ist gegen Spritzwasser, Staub und Chemikalien geschützt und verfügt über mehrere Funktionen zur Verlängerung der Batterielebensdauer.

Wie lädt man eine Motorradbatterie richtig auf?

Die Motorradbatterie sollte zuerst ausgebaut, gereinigt und dann mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät verbunden werden.

Dann geht es folgendermaßen weiter:

  1. Ladegerät einstecken und Batterie anklemmen
  2. Einschalten und Spannung regulieren
  3. Ladevorgang checken
  4. Batterieladung kontrollieren
  5. Ladegerät abklemmen

Achtung: Das Ladegerät darf auf keinen Fall während des Ladevorgangs auf die Batterie gelegt werden!

Kann man ein Autobatterie-Ladegerät fürs Motorrad nutzen?

Grundsätzlich ist es möglich, ein Autobatterie-Ladegerät auch für Motorradbatterien zu verwenden. Dafür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Entscheidend ist, dass das Ladegerät die für Motorräder üblichen Spannungen von 6 V oder 12 V unterstützt und über eine geeignete Ladecharakteristik für kleinere Batteriekapazitäten verfügt. Viele Autobatterie-Ladegeräte sind auf größere Akkus ausgelegt und liefern entsprechend hohe Ladeströme, was bei kleinen Motorradakkus zu einer Überladung führen kann. Empfehlenswert sind daher Modelle mit automatischer Ladeerkennung und Erhaltungsladefunktion, die sich flexibel an unterschiedliche Batterietypen anpassen.

Wie lange muss eine Motorradbatterie laden?

Die genaue Ladezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa dem Batterie-Typ, dem Ladestand, dem Alter des Akkus und der Kraft des Ladegeräts. Im Schnitt kann man aber von etwa zwölf Stunden ausgehen, bis die Batterie wieder vollständig aufgeladen ist. Wichtig: Das Ladegerät sollte nur so lange angeschlossen bleiben, wie zwingend nötig. Einzig mit einem Erhaltungsladegerät dürfen Motorradbatterien auch länger am Strom hängen, da der Akku zwar permanent geladen wird, sich das Gerät aber automatisch abstellt, sobald die volle Kapazität erreicht ist.

Wie oft soll man Motorradbatterien laden?

Sobald man weiß, dass das Motorrad eine Woche oder länger nicht benutzt wird, empfiehlt sich das Laden der Batterie. Die Fahrzeugelektronik verbraucht auch im Stand ständig etwas Energie. Dadurch entlädt sich die Batterie - wenn auch sehr langsam. Wichtig: Frühzeitig laden! Ist die Batteriespannung einmal auf null gefallen, die Batterie also tiefentladen, kann der Akku Schäden davontragen. Im schlimmsten Fall ist die Batterie dann nur noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen.

Wer das Motorrad dagegen zu jeder Jahreszeit als Fortbewegungsmittel im Pendelverkehr nutzt, muss sich um den Batterieladestand insbesondere bei Langstrecken keine Sorgen machen. Hier wird die Batterie über die Lichtmaschine stetig vom Motorrad geladen. Hier könnte irgendwann das Batteriealter in die Quere kommen - dann empfiehlt sich aber ohnehin ein Batterie-Neukauf.

Wo kann man die Motorradbatterie laden?

Die meisten Motorradbatterien sind relativ leicht auszubauen. Da ist es sinnvoll, den Akku vor der Winterpause zu demontieren, damit er im warmen Keller oder Haus überwintern kann. Falls das nicht möglich oder gewünscht ist, kann er auch eingebaut bleiben. In diesem Fall sollte man die Batterie aber, falls möglich, permanent an ein Erhaltungsladegerät anschließen oder, falls nicht möglich, einmal wöchentlich mehrere Stunden lang laden.

Ist eine "wartungsfreie" Motorradbatterie tatsächlich wartungsfrei?

Jein. Die Bezeichnung ist etwas irreführend und trifft nur bedingt zu. Als "wartungsfrei" wird eine Motorradbatterie bezeichnet, die komplett verschlossen und so konzipiert ist, dass ein Auffüllen von destilliertem Wasser nicht möglich ist. Ein Nachladen kann jedoch trotzdem erforderlich sein, etwa, wenn das Motorrad längere Zeit nicht bewegt wird. Dann ist es ratsam, den Akku an ein Erhaltungsladegerät zu klemmen.

15 Motorrad-Batterieladegeräte im Test

Moderne Motorrad-Starterbatterien brauchen moderne Ladetechnik: 15 Batterieladegeräte im Vergleichstest.

Damit die erste Ausfahrt im Frühjahr nicht nur zur reinen Kleiderprobe mutiert sollte man lieber jetzt aktiv werden. Also runter vom Sofa, ran an die Energiezellen! Wer mit einem modernen Ladegerät über den Winter die Spannung aufrechterhält, sorgt nicht nur für einen problemlosen Start, wenn es losgehen soll, sondern senkt auch die Ersatzteilkosten. Denn gepflegte Batterien halten schlicht länger als häufig tiefentladene und gestresste Leidensgenossen.

MOTORRAD hat zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) ganze 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen.

Die Platzierungen der Batterieladgeräte

Hier eine Übersicht der getesteten Ladegeräte und ihre Platzierungen:

  1. Platz 1: CTEK CT5 Powersport
  2. Platz 2: Gys Gysflash 6.12
  3. Platz 3: Bosch C3 6V/12V
  4. Platz 4: Pro Charger 4000
  5. Platz 5: Kooroom TKB7 6V/12V
  6. Platz 6: Dino 12V 5A
  7. Platz 7: Optimate 4
  8. Platz 8: APA Mikroprozessor 6V/12V 5A
  9. Platz 9: AEG LD 5.0 6V/12V
  10. Platz 10: hi-Q TOOLS Ladegerät 900
  11. Platz 11: Black & Decker 6V/12V
  12. Platz 12: SHIDO DC3
  13. Platz 13: EUFAB EAL 6V/12V
  14. Platz 14: Einhell CC-BC 6M 6V/12V
  15. Platz 15: Excelvan 6V/12V 5A

Die Punkteverteilung in der Übersicht

20 Einzelbeurteilungen in sechs großen Kapiteln mussten die Testkandidaten durchlaufen. Zu Batterieladegeräten, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen, gehört vor allem die Eigenschaft, sich mit der Leistung an Batterien mit weniger Amperestunden (Ah) als beim Auto üblich anpassen zu können, um das Laden der Akkus so schonend wie möglich zu gestalten. Die GTÜ-Ingenieure unterziehen die Batterielader dabei aufwendigen elektrischen und qualitativen Prüfungen. Außerdem erfolgen eine Sichtprüfung, die Bewertung der Bedienung und des Funktionsumfangs sowie eine Preis-Leistungs-Beurteilung. Zusammen ergibt sich daraus der umfassende Leistungsvergleich.

So wurde getestet

MOTORRAD und die Sachverständigenorganisation GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) sorgten dafür, dass sich die Elektronik-Profis vom Kraftfahrtechnischen Prüf- und Ingenieurzentrum FAKT intensiv um die im freien Handel erworbenen Ladegeräte kümmerten. Die in fünf Obergruppen aufgeteilten Prüfkriterien (Sichtprüfung, Bedienung, Funktionsumfang, elektrische Prüfungen, Qualitätsprüfung) wurden um ein Preis-Leistungs-Kapitel ergänzt, in dem die in den Leistungskriterien erzielten Punkte ins Verhältnis zum Kaufpreis gesetzt wurden, was den Testkandidaten wiederum mehr oder weniger Zusatzpunkte bescherte.

Details zu einzelnen Ladegeräten

Hier sind einige Details zu ausgewählten Ladegeräten aus dem Test:

CTEK CT5 Powersport

  • Einsatzbereich: Für 12-Volt-Starterbatterien (Blei-Säure, WET, wartungsarme, AGM, Gel, Ca/Ca, wartungsfreie und wartungsarme) von 5 bis 25 Ah empfohlen
  • Besonderheiten: Ladestrom max. 2,3 A, Gehäuseschutz IP65, Einsatzbereich -20 bis +50 Grad, CAN-Bus kompatibel, wählbare Rekonditionierungsfunktion für tiefentladene Batterien
  • Auffälligkeiten: Isolierung der Polklemmen ist robust und kann nicht abgezogen werden, tiefentladene Batterien mit einer Restspannung von 3 V können problemlos geladen werden, wertige Verarbeitung
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Gys Gysflash 6.12

  • Einsatzbereich: Für 12-Volt-Starterbatterien (Blei-Säure, WET, Gel, wartungsfreie, AGM, Ca/Ca) von 1,2 bis 125 Ah empfohlen
  • Besonderheiten: Ladestrom max. 6 A, Gehäuseschutz IP65, kein Einsatzbereich angegeben (Kältetest bestanden), Erhaltungsladung bei Batterien bis 170 Ah möglich, CAN-Bus-kompatibel
  • Auffälligkeiten: Isolierung der Polklemmen ist robust und kann nicht abgezogen werden, tiefentladene Batterien mit einer Restspannung von 3 V können problemlos geladen werden, wertige Verarbeitung
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Bosch C3 6V/12V

  • Einsatzbereich: Für 6-Volt- und 12-Volt-Starterbatterien (Blei-Säure, Gel, wartungsfreie, AGM, offen, VRLA) von 1,2 bis 14 Ah bzw. 1,2 bis 120 Ah empfohlen
  • Besonderheiten: Ladestrom max. 0,8 A/3,8 A (6/12 Volt), Gehäuseschutz IP65, Einsatzbereich bis +40 Grad (Kältetest bestanden), Leuchtdioden, separater Haken zur Befestigung
  • Auffälligkeiten: Ladestrom max. 0,8 A/3,8 A (6/12 Volt), Gehäuseschutz IP65, Einsatzbereich bis +40 Grad (Kältetest bestanden), Leuchtdioden, separater Haken zur Befestigung
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Diese Informationen helfen Ihnen hoffentlich bei der Auswahl des richtigen Batterieladegeräts für Ihr Motorrad!

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0