BMW Motorrad Abenteuer in Marokko: Eine Erfahrungsreise

Eine Motorradreise nach Marokko verspricht Abenteuer und unvergessliche Erlebnisse. Dieser Bericht teilt persönliche Erfahrungen und gibt Einblicke in die Planung und Durchführung einer solchen Reise.

Die Vorbereitung: Mehrere Herausforderungen

Jede Reise beginnt mit Vorbereitungen, und oft gibt es dabei unerwartete Hürden. So auch hier. Zunächst streikte die Benzinpumpe der GS. Glücklicherweise übernahm BMW Malaga die Reparatur auf Kulanz. Doch kurz darauf stellte sich heraus, dass die Adventure-Version der GS zwei Benzinpumpen hat. Eine weitere Überprüfung brachte das zweite Problem ans Licht.

Ein lokaler Mechaniker namens Carlos versprach, die Reparatur kurzfristig durchzuführen. Doch die nächste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten: Die Reisepässe befanden sich noch in Deutschland und mussten per Express nach Spanien geschickt werden.

Die Route: Entspannt durch Marokko

Der Plan war, eine entspannte Marokko-Runde zu fahren, inklusive Erg Chebbi, Marrakesch und der Küste. Alles sollte im gemütlichen Zwei-Personen-Trimm und hauptsächlich auf asphaltierten Straßen stattfinden.

Erste Eindrücke und pragmatische Lösungen

Bereits in Vélez-Málaga fiel eine pragmatische Gepäcklösung eines Mopedfahrers auf. Es erinnerte daran, dass man nicht zu viel über Ausrüstung diskutieren, sondern einfach losfahren sollte.

Nach einer kurzen Fährfahrt von Algeciras nach Ceuta erreichten wir den afrikanischen Kontinent. Die Grenzkontrolle in Ceuta verlief überraschend unkompliziert, ganz anders als erwartet.

Chefchaouen: Die blaue Stadt

Am späten Nachmittag erreichten wir Chefchaouen, eine Stadt, die für ihre blauen Gassen und Häuser bekannt ist. Die Farbe Blau sollte das Böse fernhalten. Ein gemütliches Hotel, das „Puerta Azul“, bot eine ideale Ausgangslage für die Erkundung der Stadt.

Im Zentrum, am Platz „Uta el Hamman“, herrschte reges Treiben mit Bars, Restaurants und Souvenirläden. Der Kauf einer marokkanischen SIM-Karte sorgte für mobile Unabhängigkeit.

Fès, Ifrane und Azrou

Die Reise führte weiter nach Fès, einer der vier Königsstädte Marokkos. Ein kurzer Stopp in einem Carrefour-Supermarkt diente zur Auffüllung der Vorräte. Danach ging es weiter nach Ifrane und Azrou.

Südlich von Azrou besuchten wir den Cedres-Nationalpark, der für seine Affenpopulation bekannt ist. Ein lustiges, aber auch lehrreiches Erlebnis.

Midelt und Umgebung

Die Fahrt nach Midelt erwies sich als anstrengend. Schließlich fanden wir eine Unterkunft im kleinen Ort Zaida. Ein Abendessen im Restaurant „La Mosquee“ bot einen wunderbaren Einblick in das marokkanische Leben.

Merzouga und Erg Chebbi

Das Ziel war Merzouga, das Tor zur Wüste Erg Chebbi. Unterwegs gab es immer wieder neugierige Begegnungen mit Kindern und Einheimischen. An einer Tankstelle in der Nähe von Erfoud entstand ein spontanes Fotoshooting mit zwei jungen Mopedfahrern.

In Merzouga angekommen, bezogen wir Quartier im „Riad Ali“, einem Hotel im Stil einer Kasbah. Die Nähe zu den Sanddünen von Erg Chebbi ermöglichte beeindruckende Fotos und den Wunsch, sich in diesem Sandkasten auszutoben.

Marokko: Ein Paradies für Motorradfahrer

Marokko bietet Motorradfahrern einen sanften Einstieg in das Abenteuer Nordafrika. Die Landschaft ist abwechslungsreich, das Straßennetz gut ausgebaut und die touristische Infrastruktur ausgezeichnet.

Sicherheit und Infrastruktur

Marokko gilt als sicheres Reiseland. Die Mobilfunkabdeckung ist gut, und es gibt Unterkünfte und Restaurants in verschiedenen Kategorien.

Kulinarische Erlebnisse

Die marokkanische Küche ist weltberühmt. Couscous und Tajines sind nur einige der Spezialitäten, die man probieren sollte.

Tipps für Offroad-Abenteuer

Wer in Marokko abseits der Straßen unterwegs sein möchte, sollte über Offroad-Erfahrung verfügen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich vor Ort ein Motorrad zu mieten und an geführten Touren teilzunehmen.

Ausrüstung und Gepäck

Weniger ist mehr: Sparsam mit dem Gepäck sein und auf niedriges Gewicht achten. Eine geführte Tour durch die Dünengebiete kann eine gute Idee sein.

Enduro d’Agadir: Eine besondere Herausforderung

Die Enduro d’Agadir ist ein viertägiges Enduro-Event, das durch anspruchsvolles Gelände führt. Hier können erfahrene Fahrer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Erfahrungen eines Teilnehmers

Dirk Thelen, ein erfahrener Enduro-Fahrer, lobt die BMW F 850 GS für ihre Geländegängigkeit und Stabilität.

Tourenvarianten und Schwierigkeitsgrade

Es gibt verschiedene Tourenvarianten in Marokko, die sich hinsichtlich Schwierigkeitsgrad und Offroad-Anteil unterscheiden. Die Wahl der richtigen Tour hängt von den individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen ab.

Empfehlungen für Einsteiger

Wer noch keine Offroad-Erfahrung hat, sollte an einem entsprechenden Enduro-Training teilnehmen.

Eine Motorradtour durch Marokko im Jahr 2018

Eine Gruppe von Motorradfahrern unternahm im Jahr 2018 eine Tour durch Marokko, die von Málaga aus startete. Die Einreise verlief unkompliziert, und die Gruppe erreichte schnell ihr Hotel in Tanger.

Highlights der Tour

  • Besichtigung von Marrakesch
  • Übernachtung in einem Hotel am Rande der Sahara
  • Besuch eines James Bond Drehorts
  • Fahrt durch die Todra Schlucht
  • Besichtigung der blauen Stadt Chefchaouen

Herausforderungen und unvergessliche Momente

Die Gruppe meisterte einige Herausforderungen, darunter Sandkastenspiele in den Dünen und Flussdurchfahrten. Unvergessliche Momente waren die Sternenbeobachtung in der Sahara und die Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung.

Weitere Reiseberichte und Tipps

Viele Reisende teilen ihre Erfahrungen und Tipps für Motorradreisen durch Marokko in Foren und Blogs. Diese Berichte können wertvolle Informationen für die eigene Planung liefern.

Empfehlungen für die Routenplanung

Für eine 14-tägige Reise empfiehlt es sich, die Route sorgfältig zu planen und gegebenenfalls einige Ziele auszulassen. Ein langer Tag in Marrakesch sollte jedoch unbedingt eingeplant werden.

Die Reise "Ums Mittelmeer"

Einige Reisende planen eine Motorradreise "Ums Mittelmeer", die von Spanien über Marokko, Algerien und Tunesien nach Italien führt. Die Grenzübertritte zwischen den afrikanischen Ländern können jedoch eine Herausforderung darstellen.

Alternativen und Tipps

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Reise zu gestalten. Eine Möglichkeit ist, von Spanien nach Marokko und dann zurück nach Spanien zu fahren, um von dort nach Algerien zu gelangen.

Die Westsahara-Tour

Ein weiterer Reisebericht schildert eine Tour durch die Westsahara. Die Route führt durch beeindruckende Landschaften und abgelegene Bergdörfer.

Erfahrungen und Herausforderungen

Der Bericht beschreibt die Begegnung mit Einheimischen, die Fahrt über unbefestigte Pisten und die Herausforderungen der Routenplanung.

Fazit

Eine Motorradreise durch Marokko ist ein unvergessliches Abenteuer, das sorgfältige Planung und Flexibilität erfordert. Die vielfältige Landschaft, die reiche Kultur und die freundlichen Menschen machen das Land zu einem idealen Ziel für Motorradfahrer.

Zusätzliche Informationen und Ressourcen

Hier sind einige nützliche Links und Informationen für die Planung einer Motorradreise durch Marokko:

Touratech Adventure Centre in Casablanca

Touratech hat ein Adventure Centre in Casablanca eröffnet, das eine Flotte aktueller BMW R 1250 GS, F 750 GS und Husqvarna Norden Motorräder mit reisetauglicher Ausstattung anbietet.

Zitzewitz Moto Events

Zitzewitz Moto Events bietet geführte Motorradtouren und Enduro-Trainings in Marokko an.

Nützliche Links und Ressourcen

  • ADAC Länderinformationen Marokko
  • Reiseberichte und Forenbeiträge
  • Motorradvermietungen in Marokko

Tabelle: Kostenübersicht für eine 3-wöchige Motorradreise nach Marokko

Kostenpunkt Geschätzte Kosten (EUR)
Transport des Motorrads per Spedition (Hin- und Rücktransport) 600 - 800
Flüge (Hin- und Rückflug) 200 - 400
Unterkünfte (3 Wochen) 300 - 600
Verpflegung (3 Wochen) 300 - 500
Benzin und Mautgebühren 100 - 200
Sonstige Ausgaben (Eintritte, Souvenirs, etc.) 100 - 200
Gesamtkosten 1600 - 2700

Hinweis: Die tatsächlichen Kosten können je nach individuellen Vorlieben und Reiseverhalten variieren.

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