Seit dem Jahr 2000 hat BMW Motorrad eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen, die von zahlreichen neuen Modellen und bahnbrechenden technischen Innovationen geprägt ist. Diese Periode markiert ein Wachstum und eine Erweiterung des Modellprogramms, das ein breiteres Publikum anspricht.
Die K-Baureihe: Ein neuer Ansatz mit quer eingebautem Motor
1983 wagte BMW mit der K-Baureihe den Schritt zu Vierzylindermodellen. Kernstück war das „Compact Drive System“ mit dem längs eingebauten Motor. Gut zwei Jahrzehnte später, zur Intermot 2004, präsentierte BMW mit der K 1200 S seinen ersten quer eingebauten Vierzylindermotor. Mit 167 PS (123 kW) stieß BMW Motorrad in eine neue Leistungsdimension vor. Das geringe Gewicht von 81,3 kg des um 55 Grad nach vorne geneigten Motors (inklusive Kupplung und Getriebe) erregte Aufsehen.
Nach der erfolgreichen Markteinführung der K 1200 S folgte 2005 mit der K 1200 R das bis dahin stärkste „Naked Bike“ der Welt, das auch das Basismodell für den BMW PowerCup war. Als Ergänzung der K-Baureihe zwischen K 1200 LT und K 1200 RS war die K 1200 GT ein Motorrad für Fahrer, die maximale Agilität und Dynamik mit hoher Reisetauglichkeit verknüpfen wollten.
Die F-Baureihe: Erfolgreich im Mittelklasse-Segment
Mit den Modellen F 650 GS und F 650 Dakar übertrug BMW im Jahr 2000 das Endurokonzept erfolgreich auf die Einzylindermodelle. Die beiden Siege von Richard Sainct bei der Rallye Paris Dakar in den Jahren 1999 und 2000 sorgten für zusätzliche mediale Aufmerksamkeit. 2002 legte BMW mit der F 650 CS einen „Street Carver“ auf, bei dem erstmals bei einer BMW das Hinterrad per Zahnriemen angetrieben wurde. Die F 650 CS überzeugte mit Einarmschwinge, Zahnriemenantrieb und neuartigem Staufachkonzept.
Die Nachfolgerin der F 650 orientierte sich optisch an ihrer großen Schwester, der R 1150 GS, und war als erstes Einzylindermotorrad mit einer digitalen Motorelektronik und geregeltem Katalysator ausgestattet.
Die R 1200 GS: Ein Meilenstein im Reise-Enduro-Segment
Mit der Einführung der neuen R 1200 GS im Oktober 2003 führte BMW Motorrad die damals fast 30-jährige Erfolgsgeschichte der GS in eine neue Ära. Mit einem deutlich dynamischeren Motor mit fast 15 PS mehr aber über 30 Kilogramm Gewichtsersparnis setzte diese GS einen Meilenstein im Segment der beliebten Reise-Enduros. Sie führte die neue Boxer-Baureihe erfolgreich ein, wurde 2005 mit der Vorstellung der R 1200 GS Adventure erweitert und setzte sich schnell an die Spitze der Verkaufscharts. Seitdem hält sie die Position des meistverkauften Motorrades der Welt (Verkäufe weltweit über 600 ccm).
Die G 650 X-Modelle: Erweiterung der Einzylinder-Baureihe
Die Einzylinder-Baureihe von BMW wurde 2006 um die G 650 X-Modelle erweitert. Die Modelle basierten auf dem bekannten und robusten 650 ccm Einzylinder-Triebwerk und einem Stahlrahmen, wurden aber durch Design und Fahrwerkskomponenten für die Einsatzzwecke optimiert. Die G 650 XMoto war die dynamischste von ihnen und zeichnete sich als Super-Moto-Ableger durch ein herausragendes Handling aus.
Die S 1000 RR: Das Superbike des Jahrtausends
2009 begann mit dem neuentwickelten Supersportler S 1000 RR eine neue Ära, und BMW Motorrad trat in Kooperation mit dem Partner Alpha Racing in der Superbike-Weltmeisterschaft an. Racing Power, Alu-Chassis, radiale Bremsen, Tail-up-Nose-down Design und die derzeit ultimative Kombination elektronischer Fahrassistenzsysteme bildeten ein Superbike ohne Wenn und Aber. Auch als Serienmodell überzeugte die S 1000 RR mit ihren Rennsport-Genen.
Weitere Modelle und Innovationen
- R 1100 RS: Das erste Modell der neuen Vierventil-Boxergeneration mit elektronischem Motormanagement.
- R 1150 GS: Als Nachfolgerin der R 1100 GS präsentiert BMW Motorrad den Vierventiler R 1100 GS.
- R 1200 C: Mit der R 1200 C betritt BMW zum ersten Mal das Feld der Cruiser-Motorräder.
- C1: Eine innovative Synthese aus Zweirad und Automobil.
BMW Motorrad in den 2000er-Jahren
Die 2000er-Jahre waren eine Zeit des Wandels und der Innovation für BMW Motorrad. Während einige Modelle wie die F 650 CS polarisierten, etablierten sich andere wie die R 1200 GS als Verkaufsschlager. Die Einführung der S 1000 RR markierte den Einstieg in das Superbike-Segment und unterstrich den sportlichen Anspruch der Marke. Herbert Diess, der von 2003 bis 2007 BMW Motorrad leitete, trug maßgeblich zur Neuausrichtung des Unternehmens bei.
Mit der S 1000 RR gelang es den Bayerischen Motoren Werken mit der Doppel-R ab 2009 auf Anhieb, die 200-PS-Marke am Prüfstand zu knacken. So schwamm BMW im Haifischbecken der Superbikes nicht nur mit, sondern sogar noch schneller als die etablierte Konkurrenz.
Ende der 2000er-Jahre war die Marke BMW Motorrad mitsamt Modellprogramm viel breiter und sportlicher aufgestellt, die Kundschaft ist tendenziell etwas jünger geworden.
Verwandte Beiträge:
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Thermo-Unterwäsche Motorrad Herren: Test, Kaufberatung & Modelle - Perfekter Komfort beim Motorradfahren
- Ultimative Shimano Nexus Rücktritt Demontage Anleitung: So gelingt Wartung und Reparatur kinderleicht!
- Unwiderstehliches Energieriegel Rezept: So bereitest du die perfekten Power-Snacks für Sportler und Radfahrer zu!
Kommentar schreiben