Im Produktionsnetzwerk der BMW Group findet sich geballtes Know-how - und das an über 30 Produktionsstandorten weltweit. Innerhalb der BMW Group ist das Werk in Leipzig das Pionierwerk der Elektromobilität und gehört zu den innovativsten Automobilfabriken weltweit.
Das BMW Group Werk Berlin
In der Hauptstadt rollen die Premium-Motorräder der BMW Group vom Band. Bereits 1939 übernahm BMW den Berliner Standort. Schon früh begann die Produktion von Motorradkomponenten. 1969 war die vollständige Verlagerung der Motorradproduktion von München in das Werk Berlin abgeschlossen.
Mit dem Aufbau der Motorenmontage und Fertigung der /5 Baureihe startete der Betrieb der bis dahin einzigen Produktionsstätte für BMW Motorräder weltweit. Damit blickt der Berliner Standort auf 50 Jahre Produktion zurück. Auf knapp 220.000 Quadratmetern produzieren über 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich ca. 900 Fahrzeuge der Segmente Sport, Tour, Roadster, Heritage, Adventure und Urban Mobility.
Am Dienstag lief das dreimillionste Motorrad, eine BMW S 1000 RR, aus dem BMW Group Werk Berlin vom Band. Bereits 1939 übernahm BMW den Berliner Standort. Schon früh begann die Produktion von Motorradkomponenten.
Es waren die damals etwa 400 Mitarbeiter, die 30 Maschinen täglich produzierten. Doch die Produktionszahlen stiegen rasant an: Im Jahr 1975 verließ das 100.000ste Motorrad aus Berlin die Montagehallen, 1980 waren es bereits eine Viertelmillion. Die Schallmauer von einer Million Motorräder durchbrach das Werk 2001.
Aktuell sind 2.100 Mitarbeiter in Berlin beschäftigt. 2018 wurden über 130.000 Fahrzeuge produziert, darunter etwa 8.000 versandfertige Montagekits für die BMW Montagewerke in Thailand und Brasilien. Das Berliner Werk ist das weltweit einzige Vollwerk der BMW Group für Motorräder, Scooter und Komponenten.
Doch nicht nur die Motorräder selbst, sondern auch ihre Produktion ist spektakulär: Mehr als 2.200 Mitarbeitende arbeiten Hand in Hand, unterstützt durch modernste Technik, um die hochqualitativen Bikes zu produzieren.
50 Jahre BMW Motorradfertigung in Berlin-Spandau
Das BMW Werk Berlin als Produktionsstandort für BMW Motorräder blickt auf eine nun 40 jährige Tradition zurück, in der bis heute mehr als 1.882.400 BMW Motorräder von den Bändern liefen. Zuvor war das Areal im Besitz der Firma Siemens & Halske, die 1928 auf dem heutigen BMW Gelände ihr neues Flugmotorenwerk errichtete und so berühmte Motoren wie etwa den Sternmotor Sh-14a für den berühmten deutschen Kunstflug-Doppeldecker Bücker 133c „Jungmeister“ fertigte.
1936 wurde aus dem Siemens-Flugmotorenwerk die selbständige Firma „Brandenburgische Motoren Werke GmbH“, die unter der Bezeichnung „Bramo“ ebenfalls Flugmotoren herstellte. Nach Kriegsende wird das Werk in Berlin Spandau - wie andere Fabriken auch - von den Alliierten demontiert. Doch bereits im Mai 1945 produzieren etwa 100 Mitarbeiter Gebrauchsgüter für den täglichen Bedarf. Im Jahre 1949 lief die Fertigung von Motorradteilen für das Münchener Stammhaus an - ein erster Schritt zur allmählichen Verlagerung der Motorradproduktion von der Isar an die Spree.
Als in München Mitte der sechziger Jahre auf Grund der stark steigenden Automobilproduktion über die Verlagerung der Motorradproduktion nachgedacht wurde, war Berlin mit seiner gut ausgebildeten Belegschaft erste Wahl. 1969 wurde dort die Produktion der komplett neu entwickelten BMW /5 Baureihe aufgenommen. Vom Fahrwerk bis hin zum Boxermotor handelte es sich dabei um eine grundlegende Neukonstruktion nach dem Baukastenprinzip.
Als das Motorrad - noch in den 60er Jahren vom Automobil an den Rand der Bedeutungslosigkeit verdrängt - zu Beginn der 70er Jahre wieder in Mode kam, kletterten die Produktionszahlen im BMW Werk Berlin rasant. 1970 verließen bereits 12.287 Fahrzeuge die Werkshallen, und schon im Juli 1973 hatten bei Einstellung der /5 Baureihe exakt 68.956 Motorräder das Berliner Werk verlassen und man durfte auf eine Verfünffachung der Produktion binnen nur drei Jahren zurückblicken. Zudem feierte man bereits das 500.000.
Zum 50 jährigen Jubiläum von BMW Motorrad wurde im Herbst 1973 die neue, in zahlreichen Punkten weiter entwickelte /6 Baureihe und mit ihr die legendäre BMW R 90 S präsentiert. Bereits im Januar 1975 läuft in Berlin-Spandau die 100.000. dort gefertigte BMW vom Band, und im Jahr darauf erreichen die BMW Boxer Modelle mit der Einführung der /7 Baureihe einen neuen Entwicklungsstand. Neben der R 60/7 und R 75/7 trägt BMW Motorrad mit der Einführung der R 100/7 dem allgemeinen Trend zum vollen Liter Hubraum Rechnung. Auch diese neue Baureihe feiert große Verkaufserfolge und macht eine Erweiterung des Werks in Berlin-Spandau unumgänglich.
Die Fertigungsanlagen werden durch den Bau einer neuen Montagehalle erweitert. Symbolisch werden vom damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel die Bauarbeiten gestartet. 1978 erweitert BMW Motorrad seine Modellpalette um die R 100 RT, ein voll verkleidetes Motorrad mit starken Verwandtschaftsgraden zur R 100 RS, jedoch ganz auf die Belange der Tourenfahrer ausgerichteter Aerodynamik, Ergonomie und Komfort.
Im Jahr 1980 läuft bereits das 250.000. in Berlin gefertigte BMW Motorrad vom Band. Bei diesem Motorrad handelt es sich um eine Sonderanfertigung für die Palast-Eskorte des jordanischen Königs Hussein. Im selben Jahr gewinnt Rolf Witthöft mit einer 800er BMW die Gelände-Europameisterschaft, und kurz darauf debütiert die R 80 G/S mit heute vergleichsweise bescheidenen 50 PS. Mit ihrer innovativen Fahrwerkstechnik und ihrem geringen Gewicht von nur 186 Kilogramm glänzt sie nicht nur im Gelände, sondern bewährt sich auch im Alltag und auf Reisen als idealer Partner.
Eine Aufsehen erregende Neuerung ist die Einarmschwinge, BMW Monolever genannt, als Hinterradführung. Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des BMW Werks Berlin-Spandau stellt die Einführung der neuen BMW K-Baureihe mit längs liegend eingebautem, wassergekühlten Vierzylinder Reihenmotor mit Kraftstoffeinspritzung dar.
Das Streben nach technischer Innovation bringt 1988 schließlich die BMW K1 hervor, die eine Vielzahl technischer Highlights in sich vereint. Erstmals verfügt mit ihr ein BMW Serienmotorrad über einen Motor mit vier Ventilen pro Zylinder. Mit 100 PS Leistung und einer ausgeklügelten Aerodynamik werden zudem 240 km/h Höchstgeschwindigkeit realisiert. Mehr und mehr haben sich BMW Motorräder aber weltweit nicht nur einen exzellenten Ruf hinsichtlich Qualität, Fahrdynamik und Komfort erarbeitet, sondern tragen auch wesentlich zur Imagebildung der Marke BMW bei.
Auch viele Prominente genießen die „Freude am Fahren“ auf einer BMW, und so lässt es sich der amerikanische Schauspielers Peter Fonda, den Motorradfahrern spätestens seit „Easy Rider“ bestens bekannt, nicht nehmen, am 23. Februar 1990 anlässlich seines 50. Siebenstelliger Geburtstag 1991 - die 1.000.000.
Ein Jahr später läuft in Berlin-Spandau das 1.000.000. Zum 70. Geburtstag des BMW Boxermotors steht 1993 die Einführung einer radikalen Neukonstruktion mit dem BMW typischen Bauprinzip an. Die 90 PS starke R 1100 RS debütiert mit 215 km/h Höchstgeschwindigkeit sowie Vollverkleidung. Der Boxermotor wartet nun mit halbhoch angeordneten, kettengetriebenen Nockenwellen, vier Ventilen pro Zylinder sowie Kraftstoffeinspritzung auf.
Noch heute bildet diese Motorenkonstruktion die Basis für sämtliche aktuellen BMW Boxer Modelle. Auch die neue Boxer Baureihe feiert große Erfolge, und erstmals in der Geschichte von BMW Motorrad werden 1995 mehr als 50.000 Motorräder produziert und verkauft. Doch die Innovationskraft und Zukunftsorientierung von BMW Motorrad erstreckt sich nicht nur auf die hauseigenen Produkte mit zwei Rädern.
Auch Arbeitsqualität und Umweltschutz sind unverzichtbare Bestandteile des Unternehmensleitbilds. So wird das BMW Werk Berlin 1997 als erstes Motorradwerk der Welt nach den internationalen Normen für Arbeits- und Umweltschutzmanagement überprüft und anerkannt. 1999 wird mit der F 650 GS neben Boxer und K Baureihe die dritte Modellbaureihe eingeführt.
Die Erfolgsstory von BMW Motorrad und des BMW Werks Berlin setzt sich weiter fort. So erfolgt im Mai 2001 die Grundsteinlegung für eine neue Produktionshalle, das Gebäude 7, welches bereits zwei Jahre später seiner Bestimmung übergeben wird. Insgesamt investiert BMW von 1999 bis 2003 280 Millionen Euro für eine neue Montagehalle, eine automatisierte Lackieranlage und neue Anlagen in der mechanischen Fertigung und liefert damit ein eindeutiges Bekenntnis zu seinem Motorrad Produktionsstandort Berlin-Spandau.
Noch im selben Jahr läuft mit einer R 1100 RT für das Rote Kreuz die 500.000. Auch in den Folgejahren bestimmen nicht nur Motorräder, sondern auch die damit verknüpften Produktionsbedingungen das Geschehen im Werk Berlin. 2006 überspringt das BMW Werk Berlin erstmals die Zahl von 100.000 gebauten BMW Motorrädern innerhalb eines Kalenderjahres. Mit einer BMW R 1200 GS läuft am 12. Mai 2009 die 500.000.
Weitere BMW Group Produktionsstandorte
Das BMW Group Werk Dingolfing ist das größte Fahrzeugwerk der BMW Group in Europa. Das Werksgelände misst 2,8 Millionen Quadratmeter. Rund 18.500 Mitarbeitende und über 900 Auszubildende sorgen für reibungslose Produktionsabläufe - und bereiten den Weg in die Mobilität von morgen.
Schon heute ist der Standort das Schaufenster für automobile Zukunftsthemen. Das liegt vor allem am BMW iX, der dort seit Juli 2021 vom Band läuft: Er ist voll elektrisch, voll vernetzt und fährt automatisiert. Im Juli 2022 begann in Dingolfing die Serienproduktion der sechsten BMW 7er-Generation. Ein Besuch des BMW Group Werks Dingolfing ist nach Absprache nur speziellen Stakeholdern des Standorts möglich.
Im BMW Group Werk Landshut fertigen rund 3.700 Mitarbeitende unter anderem Komponenten für die wegweisenden BMW i-Modelle, Fahrzeuge mit teil- oder vollelektrischem Antrieb. Durch die hauseigene Komponentenfertigung mit zukunftsorientierten Technologien ist das Werk Innovationstreiber. Die Mitarbeitenden sorgen Tag für Tag dafür, dass in nahezu jedem BMW, MINI und Rolls-Royce sowie in vielen BMW Motorrädern ein Stück Landshuter Innovationskraft steckt. Bei dem BMW Group Werk Landshut handelt es sich um einen Zielgruppen-Standort, der seine Tour-Formate für Fachbesucherinnen und Fachbesucher sowie geschlossene Gruppen anbietet.
Das BMW Group Werk München ist das Stammwerk der BMW Group. Es verbindet höchste Ingenieurskunst und Innovationskraft mit der Leidenschaft seiner rund 8.000 Mitarbeitenden aus über 50 Nationen. Bereits seit 1922 produziert die BMW Group im Werk München Fahrzeuge und Motoren. Heute findet die Transformation hin zur Elektromobilität statt. Bereits Ende 2027 soll das BMW Group Werk München ausschließlich vollelektrische Modelle fertigen. Das BMW Group Werk München liegt in unmittelbarer Nähe zur Konzernzentrale, zum BMW Museum und zur BMW Welt.
Als Zuhause von MINI produziert das BMW Group Werk Oxford seit über 112 Jahren Automobile. Führungen durch diesen faszinierenden Standort bieten ein einzigartiges Erlebnis, bei dem Sie erfahren, wie ein MINI hier im Werk zusammengebaut wird.
Alle 56 Sekunden verlässt ein neuer BMW das Werk Regensburg - insgesamt sind es über 1.400 pro Werktag. Die Produktion startete 1986 mit 200 Autos täglich und steigerte sich kontinuierlich. Mittlerweile schreiben über 9.000 Mitarbeitende an dieser Erfolgsstory, die mit elektrifizierten Modellen ihre Fortsetzung findet.
Neben den erfolgreichen Modellen BMW X1 und X2, die sowohl als Verbrenner als auch als Elektrofahrzeug erhältlich sind, gibt es ein weiteres elektrifiziertes Mitglied der BMW Familie mit dem BMW X1 Plug-in-Hybrid. Dieser vereint die Vorteile von Verbrennungs- und Elektromotoren und ermöglicht emissionsarmes Fahren im Stadtverkehr. Bei dem BMW Group Werk Regensburg handelt es sich um einen Zielgruppen-Standort, der seine Tour-Formate für Fachbesucherinnen und Fachbesucher sowie geschlossene Gruppen anbietet.
Das südafrikanische Werk in Rosslyn war 1973 der erste internationale Standort der BMW Group. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das Werk zu einer flexiblen, effizienten und nachhaltigen Produktionsstätte. Aktuell bauen in Rosslyn 3.500 Mitarbeitende bis zu 350 Fahrzeuge pro Tag - vor allem die sechste Generation der BMW X3 Serie.
Die in Rosslyn gefertigten Modelle sind unter anderem für die Kundinnen und Kunden in den USA, in Taiwan, Japan, Singapur, Neuseeland und Australien bestimmt. Das Werk San Luis Potosí ist der erste BMW Group Standort in Mexiko und gilt als Vorreiter für Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Das liegt zum einen an der ersten vollständig prozessabwasserfreien Lackiererei der BMW Group. Zum anderen erfolgt die Stromversorgung komplett aus regenerativen Energien und wird künftig zu 100 Prozent CO₂-frei sein.
Industrie 4.0 ermöglicht gleichzeitig eine schnelle Reaktion auf neue Produktionsvarianten und -volumen. Rund 3.700 Mitarbeitende produzieren dort vor allem den BMW 3er G20 oder den für den Weltmarkt exklusiven M2. Künftig werden aber auch vollelektrische Modelle der NEUEN KLASSE und eine lokale Hochvoltbatterie-Montage gebaut.
Das BMW Group Werk Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina ist das Zuhause der BMW X-Modellfamilie. Täglich fertigen hier 11.000 Mitarbeitende mehr als 1.500 Fahrzeuge auf dem rund 750.000 Quadratmeter großen Werkgelände. Die Produktionsstätte trägt maßgeblich zum internationalen Erfolg der BMW Group bei: Rund 60 Prozent der in Spartanburg produzierten Fahrzeuge sind für den Export in 120 verschiedene Länder bestimmt.
Im weltweit größten Motorenwerk der BMW Group entwickeln und produzieren rund 4.700 Menschen täglich die Mobilität der Zukunft - von innovativen Diesel- über Benzinmotoren bis hin zu nachhaltigen E-Mobility-Komponenten und ab 2025 auch die E-Antriebe der nächsten Generation. Über 1 Million Motoren und mehr als 10 Millionen Kernkomponenten für Motoren verlassen jährlich das Werk in Steyr. Sie treiben rund die Hälfte aller BMW und MINI weltweit an.
„Ein Herz aus Steyr“ - ein Qualitätsversprechen für Antriebe aller Art. Bei dem BMW Group Werk Steyr handelt es sich um einen Zielgruppen-Standort, der seine Tour-Formate für Fachbesucherinnen und Fachbesucher sowie geschlossene Gruppen anbietet.
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