BMW Motorrad Vorkriegsmodelle: Eine Geschichte von Innovation und Erfolg

Seit neun Jahrzehnten stehen Motorräder der Marke BMW für fortschrittliche Lösungen auf dem Gebiet der individuellen Mobilität. Dabei entstanden in allen Phasen der Unternehmensgeschichte immer wieder Fahrzeugkonzepte, Design- und Technologie-Innovationen, die wegweisende Impulse für die Entwicklung des Motorradbaus gesetzt haben. Damals wie heute liefert der erfolgreiche Einsatz im Rennsport den aussagekräftigsten Beleg für die Dynamik und Zuverlässigkeit neuer Modelle und Technologien. Im Gegenzug war und ist der sportliche Wettstreit - vom Bergrennen auf der Mittenwalder Steig mit der BMW R 32 im Februar 1924 über zahllose Starts bei den Sixdays, der Tourist Trophy und der Rallye Paris-Dakar bis zu den jüngsten Titelkämpfen in der Superbike-Weltmeisterschaft mit der BMW S 1000 RR - stets auch Ansporn und Inspirationsquelle für weitere Innovationen.

Auf der Berliner Automobilausstellung im September 1923 fiel der Startschuss für den Bau von BMW Motorrädern: Die R 32 ist das erste Motorrad der Bayerischen Motoren Werke, entwickelt von Max Friz. Schon das erste Modell der Marke, die 1923 vorgestellte BMW R 32, verfügte über einen Boxer-Motor sowie über ein angeflanschtes Getriebe und einen Wellenantrieb. Die wichtigste Besonderheit lag in der Anordnung der beiden Zylinder quer zur Fahrtrichtung. BMW Chefkonstrukteur Max Friz hatte damit das Problem der gleichmäßigen Kühlung auf geniale Weise gelöst.

Die Innovationskraft der Antriebsentwicklung bei BMW garantiert auch für künftige Evolutionsstufen der Boxer-, Einzylinder- und Reihenmotoren eine weitere Steigerung von Fahrfreude, Komfort und Effizienz.

Die frühen Jahre: BMW R 32 und ihre Nachfolger

Die R 2 weiß mit einem neuen Einzylinder-Motor für die führerscheinfreie 200-ccm-Klasse in einer leichteren Version des Pressstahlrahmens zu überzeugen. BMW R 2 - Einzylinder-Viertakt, 198 ccm, 6 bzw. Ja, so ging es los! Acht der Original-Maschinen existieren noch in Deutschland und sind zum Beispiel in PS zu sehen.

Zwei Jahre später kam die BMW R 37 dank ihres im Motorradbau einzigartigen Aluminium- Zylinderkopfs mit hängenden Ventilen auf eine von 8 auf 16 PS verdoppelte Leistung. Kompressoraufladung ebnete 1929 den Weg zu den ersten Geschwindigkeitsweltrekorden, die auf BMW Motorrädern erzielt wurden. Auch der Motor des ersten Einzylinder-Modells BMW R 39 war bereits mit einem Aluminium-Zylinderkopf ausgestattet.

Eine komplette Neukonstruktion von Rudolf Schleicher ist die BMW R 5 von 1936-37. Mit 24 PS bei 500 ccm ist sie auch dank des günstigen Gewichts eines der sportlichsten Motorräder der damaligen Zeit. BMW R 5 - Baujahre 1936 bis 1937 - PS.

Innovationen in Rahmen und Federung

Der gelötete Rohrrahmen der ersten BMW Motorräder wurde bereits 1929 von einem Pressstahlrahmen abgelöst, der den Modellen BMW R 11 und BMW R 16 zu einer wuchtigen Erscheinung verhalf. Sie ließ den Begriff von der „Deutschen Schule des Motorradbaus“ aufkommen und war nicht nur stilbildend, sondern vor allem den gestiegenen Fahrleistungen geschuldet, die ein höheres Maß an Stabilität erforderlich machten.

Mit einer starren Hinterradführung, wenigen Zentimetern Federweg am Vorderrad und ohne jegliche Dämpfung fuhr die BMW R 32 im Jahr 1923 vor. Rein fahrwerkstechnisch war dies ein buchstäblich holpriger Start in die Motorradgeschichte von BMW. Sowohl der Zustand der öffentlichen Straßen als auch die Anforderungen im Rennsport lieferten den BMW Ingenieuren daher Anreiz genug für Innovationen im Bereich der Radführung.

Bei der R 12 und der R 17 hat BMW als weltweit erster Motorrad-Hersteller in der Serienfertigung die bisherige Blattfedergabel durch eine hydraulisch-gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel ersetzt. Die R 4 ist die hubraumstärkere Einzylinderversion im verstärkten R 2-Fahrgestell, gedacht als Behörden- und Geländesportmodell. Mit der R 12 erscheint die erste hydraulisch gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel im Motorrad. Diese bringt gegenüber der bisherigen Blattfeder-Schwinge eine erhebliche Verbesserung im Komfort und in den Fahreigenschaften. Im unveränderten Pressstahlrahmen sitzt ein Seitenventil-Motor, der wahlweise mit einem SUM- oder zwei Amal-Vergasern geliefert wird.

Der neue Rohrrahmen erfährt durch den Anbau einer Geradweg-Hinterradfederung eine entscheidende Verbesserung. Das Sportmodell: die R 17 mit dem leistungsstarken OHV-Motor (oben hängende Ventile).

Die BMW R 17 war das schnellste deutsche Motorrad der Vorkriegszeit. Mit seinem ungefedertem Hinterrad war dieses Straßensportmodell wirklich schnell, aber nur von versierten Fahrern zu beherrschen.

Erfolge im Rennsport und Weltrekorde

Ernst Henne versucht mit den 108 PS aus der neusten 500-ccm- Kompressormaschine auf der Autobahn Frankfurt-Darmstadt einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord. Das Motorrad ist komplett verkleidet, aerodynamische Erkenntnisse sollen die entscheidenden Verbesserungen bringen. Das Ergebnis ist atemberaubend: Mit 279,5 km/h wird Ernst Henne zum schnellsten Mann auf zwei Rädern. Der Weltrekord vom 28.

Er sorgt mit der 65 PS starken BMW Kompressormaschine auf den Rennstrecken Europas für Furore. Die Bilanz spricht für sich: 1938, in seiner ersten Saison, gewinnt der BMW Werksfahrer Georg Meier die Europameisterschaft.

Höhepunkt dieser Entwicklung war der Sieg von Schorsch Meier bei der berühmten Senior Tourist Trophy - kurz TT genannt - auf der Isle of Man im Jahre 1939.

Die Nachkriegszeit und weitere Entwicklungen

Nach den Kriegswirren gelingt BMW 1948 ein Neubeginn mit der Motorrad-Herstellung. In Berlin-Spandau, wo bis 1945 Flugmotoren entstanden und danach eine Werkzeugmaschinen-Fertigung aufgebaut wurde, bekommen die BMW Motorräder ihr neues Zuhause - und Berliner Luft in die Reifen.

Der Motor der BMW R 5 diente als solide Basis für den Neuanfang in den Nachkriegsjahren, er wurde für die neue BMW R 51/2 um detaillierte Modifizierungen ergänzt und beispielsweise mit einem gemeinsamen Ölkreislauf für beide Zylinder, schräg montierten Vergasern und verrippten Ventildeckeln versehen. Die BMW R 51 war der Nachfolger der bis 1937 hergestellten BMW R 5. Vorgestellt im Februar 1938 auf der 28. Die BMW R 51 RS war ein Rennmotorrad für Privatfahrer auf Basis der R 51, das käuflich zu erwerben war.

BMW RS 500 Kompressor Typ 255 - Zweizylinder-Boxer, 492 ccm, 60 PS, ca. Folgen Sie dazu bitte den Links. ca. 256 Seiten, ca.

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