Bock auf Bike Test: E-MTBs, Gravel-Bikes und mehr im Vergleich

Die Crew unseres Schwestermagazins GRAN FONDO verkörpert die pure Gravel-Liebe wie niemand sonst. Nachdem ihr Chefredakteur Ben bereits auf dem Cover und in unserer „Brother from another Mother“-Story in dieser Ausgabe kennengelernt habt, wollen wir euch die redaktionellen Schotter-Highlights von GRAN FONDO natürlich nicht vorenthalten. OUT NOW!

Gravel-Bikes im Fokus

Gravel ist die perfekte Schnittmenge zwischen den Lycra-Jüngern des Road-Kosmos und der Offroad-Gemeinde. Ihr wollt eure altbekannten Home-Trails neu erleben? Gravel-Bikes sind dafür eine perfekte Wahl und absolute Spaßgaranten auf nahezu allen Untergründen!

Auf der Suche nach dem besten Gravel-Bike für 2021 haben die GRAN FONDO-Tester die 13 wichtigsten und spannendsten Modelle in einem ausführlichen Vergleichstest direkt aufeinandertreffen lassen. Doch es gibt ein Problem: Euch schwirrt bei der Hülle und Fülle an Gravel-Bikes der Kopf und ihr wollt endlich Klarheit schaffen?

Wichtige Fragen vor dem Kauf

  • Wie viel kostet ein gutes Gravel-Rad?
  • Was ist das beste Modell für euch und was der insgesamt beste Allrounder?
  • Welche Gravel-Bike-Kategorien gibt es überhaupt und wie unterscheiden sich Gravel-Räder von anderen Bikes?
  • Wie viel müsst ihr investieren, um ein gutes Gravel-Bike zu erhalten und welche Kosten können noch anfallen?
  • Ist 700C die perfekte Laufradgröße und Carbon das beste Material für ein Schotter-Rad?

Die Antworten auf diese Fragen und vieles mehr findet ihr in der aktuellen GRAN FONDO Ausgabe #016.

Bikepacking mit Gravel-Bikes

Eure Home-Trails reichen einfach nicht mehr aus? Sehr gut! Bikepacking und das aktive Erleben der Natur stehen so hoch im Kurs wie nie. Die GRAN FONDO-Crew hat das Bike gesucht, das Langstreckentauglichkeit, Vielseitigkeit und Gepäcktransport perfekt kombiniert.

Steht nach Hunderten Kilometern und zahlreichen Nächten ein Gravel-Bike oben auf dem Podium oder überrascht das vollgefederte Mountainbike? Ihr interessiert euch für Bikepacking und habt keinen Plan, wohin mit dem ganzen Gepäck? Oder ihr sucht eine leichte, schlanke Option, um eure Sachen für den Commute unterzubringen?

Ihr habt das perfekte Gravel-Bike gefunden und sucht nach Tuningmöglichkeiten? Das beste und effektivste Upgrade an deinem Bike? Ein Reifen, der zu dir, deinem Bike und dem Einsatzzweck passt. Gerade beim Graveln ist ein sicherer Kontakt zum Untergrund unabdingbar.

E-Mountainbikes im Test

Mehr Federweg bedeutet mehr Spaß - zumindest bergab. Doch bei klassischen Mountainbikes ohne Motor bringt das auch Nachteile: Hohe Gewichte und starkes Wippen erschweren den Anstieg. Anders beim E-MTB: Dank Motorunterstützung spielt das Gewicht hier eine geringere Rolle, und die Hinterradfederung ist einem gleichmäßigen Kettenzug ausgesetzt und kann daher sehr effizient ausgelegt werden.

8 E-MTBs im Test :Inhalt vonE-Enduros mit maximalem Federweg und starken Motoren: Sie sind die Champions, wenn es um das Zusammenspiel aus Abfahrtsvergnügen und Motorunterstützung bergauf geht. Doch welche Modelle dominieren in der Königsklasse der E-MTBs? Wir haben acht aktuelle E-Enduros getestet und verglichen - den gesamten Test gibt hier!

Aber wer braucht schon ein E-MTB mit bis zu 180 mm Federweg? Für Adrenalinjunkies und Bikepark-Fans gilt: "Lieber haben als brauchen." Mit großem Federweg und stabilen Komponenten meistern E-Enduros ruppige Trails, steile Alpenabfahrten und selbst Fehler in brenzligen Situationen. Auch Anfängerinnen und Anfänger profitieren von mehr Sicherheit und Komfort.

Testfeld der E-Enduros

Unserer Einladung sind letztlich acht von 14 angefragten Marken gefolgt. Mit dabei sind Modelle von Canyon, Centurion, Flyer, Merida, Pivot, Santa Cruz, Propain und YT. Dabei setzen die Bikes auf verschiedene Motor- und Ausstattungskonzepte:

Die Preise der E-Enduros reichen von 7999 bis 9324 Euro. Versenderbikes wie Propain und YT bieten für ihre Preise oft bessere Ausstattung als Fachhandelsmarken, wobei Ausnahmen wie das Centurion mit guter Ausstattung und Alurahmen auffallen.

Motoren im Vergleich

Bei den Antrieben zeigt sich, wie vielseitig der Markt mittlerweile ist. Bosch dominiert das Testfeld mit dem brandneuem Bosch-Motor der fünften Generation. Aber auch der Bosch-CX-Race-Motor werkelt in zwei Testbikes, und ist sowohl im Canyon Strive:On als auch im Pivot Shuttle LT verbaut ist. Dieser bietet eine besonders aggressive Unterstützungscharakteristik, die vor allem sportliche Fahrerinnen und Fahrer anspricht.

Shimano ist mit dem EP801 im Merida One-Sixty und YT Decoy vertreten, während das Santa Cruz Bullit auf den bewährten EP800 setzt.

Ein besonderes Highlight liefert Propain mit dem exklusiven Sram-Powertrain-Motorsystem, das eine vollautomatische Schaltung ermöglicht.

Testablauf

Mit den E-Enduros kann man All-in gehen! Der Test beginnt mit der Zusammenstellung eines homogenen Testfeldes. Es folgt eine Einladung an die jeweiligen Hersteller, die uns die Bikes für den Test zur Verfügung stellen. Diese werden in unserer Werkstatt aufgebaut und für den Test vorbereitet.

Wir ermitteln die Gewichte der Kompletträder und Laufradsätze und überprüfen die Geometriedaten sowie die Ausstattung. Dann geht die Crew erfahrener Tester los: Auf einer für den Einsatzbereich geeigneten Strecke werden alle Bikes miteinander verglichen.

CENTURION No Pogo R2000 im Test

Im aktuellen E-Enduro-Test des BIKE-Magazins (09/2025) durfte sich unser No Pogo R2000 beweisen und konnte auf ganzer Linie überzeugen. Als „echter Klassiker“ wurde das ursprüngliche No Pogo für seine MTB-Vorreiterrolle explizit gelobt. Es habe „maßgeblich zum Erfolg vollgefederter Mountainbikes in Deutschland beigetragen“.

Die „aktuelle Ausbaustufe“ rolle „als modernes E-Enduro mit 170 Millimetern Federweg und Mullet-Laufradmix zum Test“. Dabei wurde die eher ungewöhnliche Wahl eines DVO-Fahrwerks, die „man sonst an Serienrädern eher selten finde“, positiv bemerkt. Die verbauten Deore-Bremsen „fühlen sich fast wie XT-Bremsen an“.

Der Linkglide-Antrieb sei auf „weicheres Schalten unter Last und bessere Haltbarkeit optimiert“. Hinsichtlich der Ausstattung wurden zudem die serienmäßigen Lichter und die verstecke Anbringungsmöglichkeit für einen Seitenständer hervorgehoben.

Dank Bosch CX-Power mit „neuen Features wie dem Power-Update und dem super dynamischen Modus E-MTB+“ sowie einer sensibel arbeitenden Federung biete das No Pogo bergauf „eine gute Traktion“. Bergab überzeugte es Tester Adrian Kaether ebenfalls.

Dank gelungener Geometrie „mit kurzem Heck und kompaktem Radstand“ sei das Rad „angenehm handlich und wendig“. Dadurch lasse sich das Bike „willig von Kurve zu Kurve werfen“. Auch das schluckfreudige und „starke Fahrwerk“ liefere „selbst in anspruchsvollen Situationen viel Sicherheit“ und zeige überzeugende „Nehmerqualitäten“.

„Wer einen ausdauernden Allrounder sucht, liegt mit dem CENTURION […] goldrichtig.“

Was die BIKE-Redaktion besonders lobten:

  • Hoher Federungskomfort
  • Ausgewogenes Handling
  • Reichweitenstarkes Bosch-System

Fazit von Tester Adrian Kaether:
„Das CENTURION ist leicht zu fahren, das Fahrwerk gelungen und dabei ausgesprochen komfortabel. Durch die nicht zu extreme Geometrie bleibt da Rad handlich und bietet so eine breiten Einsatzbereich, auch jenseits reiner Abfahrtsmissionen.

Vollausgestattete E-Bikes für den Sommer

Wie sieht euer perfekter Sommer aus? Ein Bike-Ausflug, Schwimmen im See, BBQ mit Freunden und Family, ein kühles Bier oder ein tiefroter Vino? Egal, ob Abenteuer, Entdeckungstour oder entspannter Ride zum Baggersee mit Grill und Stand-Up-Paddle im Gepäck - im Folgenden zeigen wir euch neun vollausgestattete E-Bikes, die für (fast) alles bereit sind!

Wer keine Lust darauf hat, den ganzen Sommer im Betondschungel zu verbringen, braucht das richtige Gefährt, um das Umland der eigenen Heimatstadt zu erkunden. Dass es meist kein Auto braucht, um mit Grill- und Camping-Equipment aus der Großstadt zu entkommen, beweisen die neun heißen Bikes, die wir als Transportmittel und Spaßmobile dafür verwendet haben.

Die Flotte umfasst vom komfortablen Tiefeinsteiger über tourentaugliche E-Mountainbikes bis hin zum Offroad-fähigen Cargo-Bike einen guten Mix aus allem, was die E-Bike-Welt momentan zu bieten hat.

Eine Vollausstattung, sprich Equipment von Schutzblechen, Gepäckträger, Licht und Ständer, machen aus E-MTBs wahre Tausendsassa, indem sie die Fahrsicherheit und Optik eines Mountainbikes mit der Praktikabilität eines Lastenesels kombinieren!

Alle Bikes haben deutlich unterschiedliche Charaktere und Stärken wie Schwächen, aber sind generell nicht nur praktisch für den Pendel-Alltag, sondern machen auch abseits befestigter Wege eine gute Figur und einfach richtig Spaß. So lässt sich der Sommer am besten genießen!

Voll beladen mit allem, was es für einen guten Grillabend am Strand braucht, plus dem ein oder anderen etwas sperrigeren Camping-Equipment und einem großen Stand-Up-Paddle, sind wir losgezogen, um etwas Meerfeeling dort zu schnuppern, wo es eigentlich gar kein Meer gibt - dafür aber tolle Badeseen!

Die Anreise führte uns aus der Stadt hinaus auf Schotterstraßen, durch einen verlassenen Fliegerhorst und auf naturbelassenen Pfaden zum See mit weichem Sandstrand. Das Ganze dann wieder in der Dunkelheit einer warmen Sommernacht zurück. Dabei konnten wir von allen praktischen Features, der Vollausstattung und den Offroad-Qualitäten der E-Bikes Gebrauch machen.

Worauf kommt es beim E-Bike für den perfekten Grillausflug an?

Kohle, Grillgemüse, Steak, Bier… die Liste der Grundzutaten für ein perfektes BBQ beherrschen die meisten Grillfreunde im Schlaf. Und zur Not finden sich die meisten Essentials auch bei einem kurzen Zwischenstopp an der Tankstelle.

Die Liste der Zutaten für ein stimmiges Offroad-E-Bike findet man hingegen nicht so einfach. Bevor ihr euch für eine Marinade und Grillsauce entscheidet, müsst ihr wissen, welche Sorten an Fleisch und Grillgemüse auf dem Grill landen. Genauso ist es bei unseren E-Bikes. Alle neun E-Bikes haben eine Vollausstattung (Marinade), aber das heißt noch lange nicht, dass sie die Anforderungen von Touren auch gleich gut erfüllen.

Denn die Marken nähern sich diesen Anforderungen mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen. So ergeben sich je nach Konzept deutlich mehr Komfort, Geländetauglichkeit und Diebstahlsicherheit - oder eben weniger!

Zum Beispiel bildet beim NICOLAI EBOXX GT1 Explorer Kit ein super potentes E-Mountainbike die Basis, die nachträglich um eine Vollausstattung ergänzt wurde. Das Canyon Pathlite:ON ist hingegen als klassisches E-Trekkingbike konzipiert und bekommt durch speziell gewählte Ausstattungsdetails, wie stärker profilierte Reifen, etwas mehr Geländegängigkeit, bleibt am Heck jedoch nach wie vor ungefedert.

Das vollgefederte Riese & Müller Load 60 Cargo-Bike, das in der GX-Version profilierte Reifen erhält, kann damit auch komfortabel und sicher über unbefestigte Wege navigiert werden - ziemlich einzigartig im Cargo-Bike-Segment!

Drei der vollausgestatteten E-Mountainbikes haben wir zudem noch im puristischen Sport-Trimm ohne komplette Vollausstattung zum BBQ geladen, um für einen Trailabstecher zwischen Grillstelle und Strand-Kiosk noch einen Tick mehr Fahrspaß auszukosten - und natürlich das Fahrverhalten und die Praktikabilität mit den vollausgestatteten Versionen zu vergleichen.

Das FOCUS Thron², das CENTURION Numinis R2700i und das SCOTT Patron eRide können sowohl als vollausgestattetes E-MTB als auch als „Naked-Bike“ erworben werden. Sie stehen stellvertretend für drei unterschiedliche Herangehensweisen, wenn es um vollausgestattete E-MTBs geht.

Beim CENTURION Numinis R2700i EQ macht man an der etwas sportlicheren Basis keine Abstriche, das E-MTB ist bereits für eine Vollausstattung vorbereitet, die Teil für Teil auch einzeln ergänzt werden kann. Beim FOCUS Thron² tauscht man hingegen z. B. ein sportliches FOX-Fahrwerk und voluminöse Stollenreifen gegen etwas einfachere Fahrwerkskomponenten, die eine Schutzblechaufnahme bieten, und kleinere sowie schwächer profilierte Reifen aus - auch, weil sonst das Schutzblech keinen Platz hätte.

Beim SCOTT Patron eRide hört die vollausgestattete Variante auf den Namen SCOTT Axis eRide Evo Tour FS, hier bleibt wirklich nur der Hauptrahmen bestehen. Der Hinterbau wurde angepasst, der Federweg gekürzt und fast alle sportorientierten Komponenten durch alltagstauglichere Teile ersetzt. Dadurch ändert sich der Fahrcharakter komplett.

Also was darf es sein, Fleisch, Fisch oder Paprika? Egal, ob ihr euer E-Bike zum Pendeln oder für Ausflüge verwendet: Ein Licht gehört immer dran und zwar am besten vorne und hinten. Oder könnt ihr garantieren, dass ihr mit eurem E-Bike nur tagsüber bei strahlendem Sonnenschein unterwegs seid? Wollt ihr etwa die Grillgesellschaft bereits verlassen, bevor die Sonne hinter dem Horizont versinkt und die Stimmung erst so richtig ansteigt? Nein? Dachten wir uns!

Alle neun E-Bikes besitzen eine Front- und Heckleuchte, die ihren Strom direkt aus dem Hauptakku beziehen, selbst noch lange nachdem die verbleibende Akkukapazität unter den Wert gefallen ist, bei dem die Motorunterstützung aussetzt. So habt ihr auch dann noch ein Licht, falls ihr die letzten Meter bis zur Haustüre aus eigener Kraft zurückstrampeln müsst. Durch die praktische Fernlichtfunktion, die manche unserer Lampen von Supernova, Litemove und Lupine mitbringen, sind selbst Nachtfahrten problemlos möglich.

Praktische Aspekte der Vollausstattung

Ständer und Schutzbleche sind nicht nur im Alltag und bei schlechtem Wetter praktisch. Uns hat der Fahrradständer davor bewahrt, das E-Bike in den Sand abzulegen, wodurch Kette, Antrieb und Lager vor dem schlimmsten Schmutzbefall bewahrt blieben. Außerdem erreicht man den Inhalt in den Gepäckträgertaschen viel einfacher, wenn man das E-Bike nicht mit einer Hand aufrecht halten muss.

Jedoch muss der Ständer dazu stabil konstruiert und sinnvoll am E-Bike positioniert sein, was nicht bei allen Bikes der Fall ist, sodass es selbst mit voll beladenen Gepäckträgertaschen noch stabil steht.

Die Schutzbleche erfüllen am E-Bike gleich mehrere Funktionen: Sie halten nicht nur Spritzwasser vom E-Bike und Fahrer ab, vorausgesetzt sie reichen weit genug herunter, sondern sind oft auch noch ein tragendes Bauteil für die Lampen und die dazugehörenden Stromleitungen. Dazu sollten sie stabil konstruiert und befestigt sein sowie ausreichend Abstand zu den Reifen bieten. Sonst begleiten einen nicht nur die Freunde beim Strandausflug, sondern auch eine permanente Geräuschkulisse aus klapperndem Schutzblech und Schleifgeräuschen von Sand und Kieseln zwischen den Reifen und dem Schutzblech.

Im besten Fall sind die Schutzbleche so groß dimensioniert, dass die Hersteller auch zu breiten und stark profilierten Reifen greifen können. Das sorgt nicht nur für mehr Fahrkomfort, sondern auch für gute Traktion bei allen Fahrbahnbedingungen. Das gelingt allerdings nicht immer: SCOTT und FOCUS setzen auf schmale Reifen, die das Sicherheitsempfinden und die Traktion reduzieren, aber dafür genügend Freiraum unter dem Schutzblech bieten. CENTURION bleibt hingegen bei voluminöseren Reifen, dafür müssen die Schutzbleche sehr genau justiert sein, damit nichts schleift.

Transportmöglichkeiten

Ein guter Gepäckträger macht aus jedem sportlichen E-MTB eine praktische Transportmaschine. Ein Kindersitz darf aber nur montiert werden, wenn der Gepäckträger dafür auch explizit zugelassen ist. Für Erledigungen im Alltag und den Grilltrip zum See eignen sich seitliche Heckgepäckträgertaschen, die den Schwerpunkt des Bikes nicht unnötig anheben und damit das Fahrverhalten zu sehr negativ beeinflussen.

Ein zusätzliches Plus an Fahrstabilität bietet der Heckgepäckträger am Riese & Müller Load, der am Hauptrahmen statt am Hinterbau befestigt ist, wodurch das Gepäck Teil der gefederten Masse wird.

Für die schnelle und sichere Montage der Taschen gibt es mehrere Methoden. Weit verbreitet sind Quick-Lock-Systeme von ORTLIEB (QL) oder der MIK-Standard. Für beide Systeme wird eine Vielzahl von Taschen angeboten, die mit nur wenigen Handgriffen montiert und demontiert werden können.

Gewicht und Zuladung

Mini-Gaskocher oder 4-flammiger Weber-Grill - Wie viel kann ich auf dem E-Bike transportieren? Bevor ihr euch mit den größten Gepäckträgertaschen auf dem Markt eindeckt, müsst ihr euch klar werden, wie viel ihr vorhabt, zu transportieren.

Für euer Gepäck gilt nicht nur die zulässige Zuladung auf dem Gepäckträger, sondern auch das maximal zulässige Gesamtgewicht eures E-Bikes. Das setzt sich zusammen aus dem E-Bike-Gewicht, dem Fahrergewicht samt Ausstattung und dem Gepäck.

Das zulässige Gesamtgewicht (zGG) schwankt bei unseren „Strand-Bikes“ von restriktiven 128 kg bis zu großzügigen 200 kg. Praktisch bedeutet das, während man mit dem Riese & Müller Load 60 den Grill und eine große Kühlbox problemlos an den Strand transportieren kann, ist man als schwerer Fahrer mit einem Salz- und Pfefferstreuer in der Jackentasche schon über der 100 kg Zuladung auf dem SCOTT Axis eRide.

Navigation und Diebstahlschutz

Wer mit dem E-Bike den Vorstoß in unbekannte Gefilde wagt, kann enorm von einem E-Bike-Navi profitieren. Wäre es nicht schön, wenn man vom E-Bike direkt bis zum Strandbarbecue gelotst wird, anstelle dreimal den besten Freund anzurufen, um zu erfragen, hinter welcher Düne er sich gerade befindet?

Für unseren Ausflug waren alle Biker mit Bosch Nyon-Display oder dem Bosch SmartphoneHub dank integrierter Navi-Funktion stets auf der richtigen Spur. Dafür fehlte es jedoch den Bikes mit SmartphoneHub an einem effektiven Diebstahlschutz. Diese E-Bikes muss man mit einem mulmigen Gefühl ungeschützt am Wegesrand abstellen, wenn man sich für einen kurzen Boxenstopp hinter die Büsche verzogen hat.

Damit keine Gelegenheitsdiebe die Situation ausnutzen, besitzen die E-Bikes mit Bosch Smart System-Motor die eBike-Lock-Funktion, bei der alle Motorfunktionen per Smartphone deaktiviert werden können und das E-Bike so weniger attraktiv für Langfinger wird. Ein Navi besitzen die Bikes mit Bosch Smart System-Motor bisher noch nicht. Durch die Bosch SmartphoneGrip-Halterung lässt sich aber das eigene Smartphone als Display und Navi nutzen.

Riese & Müller schafft es, beide Funktionen ohne Smartphone zu vereinen und integriert sowohl ein Bosch Nyon-Display mit Navifunktion als auch einen eigens entwickelten RX-Connect-Chip zur Ortung und Wiederbeschaffung im Load 60-Cargo-Bike. Dazu gibt es ein umfangreiches Service- Versicherungspaket als Option im Online-Konfigurator.

Die getesteten E-Bike-Modelle im Überblick

Der Markt für Offroad-E-Bikes bietet ein breit gefächertes Angebot, über das man schnell den Überblick verliert. Unsere neun voll ausgestatteten E-Bikes bilden einen guten Querschnitt darüber, welchen unterschiedlichen Biketypen man momentan auf und abseits der Straße begegnet. Hier stellen wir euch die Bikes im Schnelldurchlauf einmal vor.

  • Canyon Pathlite:ON 8 SUV ST: Der gemütlichste Typ am Strand.
  • CENTURION Numinis R2700i EQ: Ein stimmiges Gesamtpaket für Alltagshelden.
  • FOCUS Thron² 6.8 EQP: Ein Touren-Fully ohne große Offroad-Ambitionen.
  • Moustache Samedi Weekend 27 FS Dual EQ: Der Abenteurer unter den E-Bikes.
  • NICOLAI EBOXX GT1 Explorer Kit: Verbindet Abenteuer mit Extremsport.
  • Riese & Müller Load 60: Ein Transportwunder für City und Strand.
  • SCOTT Axis eRide Evo Tour FS: Ein zahnloser Tiger für den Strand.

Kinderfahrräder von Centurion

Centurion hat neben jeder Menge E-Bikes auch spannende Kinderfahrräder ohne Motor im Programm. Für Kinder hat Centurion das Oberrohr extra tief angeschweißt. Das R´Bock 16.3 Team steckt den sportlichen Einsatz locker weg und macht auch gelegentliche Ausflüge ins leichte Gelände möglich. Bei den Anbauteilen setzt Centurion auf das, was sich in diesem Preissegment bewährt hat.

Reifen

Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. Die 2,125 Zoll Kenda Reifen fallen, gemessen an dem was bei 16 Zoll Bikes üblich ist, breit aus. Durch ihr hohes Volumen können sie kleinere Schläge abschwächen und erhöhen so die Geländetauglichkeit unabhängig von der Gabel.

Bremsen

Bremsen für Kinderfahrräder müssen vor allem zwei Kriterien erfüllen: Sie müssen mit wenig Handkraft bedienbar sein. Und der Bremshebel muss sich für die kleinen Hände anpassen lassen. Für die allermeisten Einsatzwecke sind die verbauten V-Brakes (Felgenbremsen) ausreichend. Allerdings muss man sagen, dass sich hydraulische Scheibenbremsen leichter ziehen und besser dosieren lassen. Im sportlichen Einsatz ist das ein Vorteil.

Größeneinschätzung & Ergonomie

Für Kinder sind kurze Kurbeln extrem wichtig, weil sich nur mit kurzen Kurbeln ergonomisch in die Pedale treten lässt. Die 89 mm kurzen Kurbeln zeigen, dass sich die Centurion Produktmanager mit diesem Thema auskennen. Centurion empfiehlt die 16 Zoll Version für Kinder ab einer Körpergröße von 95 cm.

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