Ein Fahrradcomputer ist mittlerweile weit mehr als nur ein einfacher Tachometer. Fahrradfahren ist in! Immer mehr Deutsche lassen Ihrer Fitness und natürlich auch der Umwelt zu Liebe Ihr Auto im Keller stehen und setzen auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zur Oma lieber auf das mobile Zweirad. Das erspart Ihnen natürlich auch einiges an Stress, denn Sie müssen sich nicht tagtäglich durch den Berufsverkehr in Ihrer Stadt quälen.
Für alle Fitness-Freaks und solche, die es noch werden wollen, gibt es dafür seit einigen Jahren ein cooles Fahrradzubehör, welches Sie nutzen können, um über alle Ihre Schritte auf dem Drahtesel auf dem laufenden Stand zu bleiben. Denn Fahrradcomputer von heute haben viel mehr Funktionen als ein einfacher Tacho, der Ihnen nur die Geschwindigkeit und die zurück gelegte Strecke anzeigt. Vielmehr sind das hochwertige technische Geräte, die Sie über zurück gelegte Höhenmeter, verbrauchte Kalorien und noch vieles mehr informieren. Nicht nur für den Radprofi ist der Radcomputer ein gern gesehenes Tool - auch beim Wochenend-Hobbybiker finden die Geräte reißenden Absatz.
Die eigenen Leistungen sehen, sich mit der gestrigen Performance vergleichen und alle Entwicklungen nachlesen - diese Vorstellung hat für viele Radfahrer von heute einen großen Reiz. Denn alle Biker, die das Radfahren etwas professioneller als ein reines Wochenend-Hobby betreiben wollen, kommen bei der Analyse Ihrer Leistungen nicht an einem Fahrradcomputer vorbei. Dabei haben diese hochmodernen Computer das alte und verstaubte Image der „Uralt-Tachos“ längst abgelegt und erscheinen in neuem Glanz.
Arten von Fahrradcomputern
Natürlich gibt es nicht den einen perfekten Fahrradcomputer. Viele Hersteller haben viele verschiedene Modelle auf dem Markt, von denen sich entweder das oder doch das andere besser für Sie eignen könnte.
Fahrradcomputer mit Kabel
Der Klassiker unter allen Bike-Computern. Alle Tachometer, die über ein Kabel mit dem Sensor verbunden sind, arbeiten seit jeher sehr zuverlässig. Dieser Sensor ermittelt die Raddrehzahl in Relation zur Zeit und errechnet anhand des Abrollumfangs die Geschwindigkeit.
Wenn Sie jetzt denken, wegen dem Kabel ist der Tacho nicht abnehmbar, haben Sie falsch gedacht: Fahrradcomputer mit Kabel lassen sich stets zur Diebstahlprävention abnehmen. Dabei kommt es bei diesen Computern auch auf die Sendeeinheit an. Diese setzt sich aus der an der Gabel befestigten Senderspule und dem Magneten zusammen, der an der Speiche klemmt und den Spannungsimpuls gibt. Gerade für alle Biker, die nur hin und wieder mit dem Radcomputer auf Tour gehen, eignet sich dieser vergleichsweise billige Tachometer.
Fahrradcomputer mit Funk
Radcomputer mit Funk sind sehr schnell am Fahrrad installiert und benötigen kein aufwendiges Verlegen eines Kabels, sie eignen sich also sehr gut für alle Leute, die Ihren Fahrradcomputer kabellos anschließen wollen. Diese Bike-Computer gibt es sowohl mit analoger als auch mit digitaler Übertragungstechnik.
Dabei empfehlen wir von Profirad Ihnen die digitale Technik, wenn Sie die Wahl haben. Denn diese bietet große Vorteile hinsichtlich Reichweite und Zuverlässigkeit. Sie sollten also immer darauf achten, ob der Funk-Computer eine analoge oder digitale Übertragungstechnik nutzt.
Sie benötigen bei Funktachos zwei Batterien, eine für den Sender und die andere für den Empfänger. Gerade wenn Sie außerhalb von Städten in abgelegenen Wäldern oder ähnlichem unterwegs sind, eignet sich ein Funk-Tacho wegen der einfacheren Montage perfekt für Sie.
GPS-Computer
Der GPS-Computer ist wohl der komplexeste unter allen Radcomputern. Auch hier lässt sich der Fahrradcomputer kabellos anschließen. Dank diesem lassen sich auch Höhenmeter und ganze Radrouten auf dem Display anzeigen. Noch nicht ganz so komplex wie ein richtiges Fahrrad Navi kommt der GPS-Computer komplett ohne Geschwindigkeitssensoren aus. Stattdessen empfangen sie alle Streckeninformationen über das GPS-System.
Neu ist seit einigen Jahren die sogenannte „ANT+ Signaltechnik“. Damit erreichen Sie hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und arbeiten besonders störungsfrei auf dem Bike. So funktioniert der Computer auch über große Reichweiten und ist obendrein noch energiesparend. Ein richtiges High-Tech-Gerät für die Bike-Begeisterten unter uns!
Dafür müssen Sie vergleichsweise zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, werden aber auch mit viel mehr Extras als bei den beiden anderen Computer-Typen belohnt.
Funktionen von Fahrradcomputern
In erster Linie ist jeder Tacho und somit auch ein etwas komplexerer Radcomputer dazu da, die Geschwindigkeit zu messen und diese auf dem Display wieder zu geben. Je nach Qualität und Preis kommen nun noch einige Funktionen dazu, die nur bei manchen Modellen enthalten sind. Als Beispiel dient hier zum Beispiel die Anzeige der verbrauchten Kalorien. Sie können sich im Allgemeinen merken: Je teurer das Modell, desto mehr Extras sind meist auch enthalten.
Höhenmesser
Wer oft in den Bergen unterwegs ist, sollte sich nach einem Fahrradcomputer mit Höhenmesser umsehen. Denn, wenn Sie häufiger mal bergauf und bergab fahren, wissen Sie, dass diese Art von Biken nicht mit dem ganz normalen Biken im Flachland vergleichbar ist. Deswegen ist in diesem Fall der Fahrradcomputer mit Höhenmesser praktisch. Dieser funktioniert mithilfe des Luftdrucks, der sich in den verschiedenen Höhenlagen verändert. So erkennt der Höhenmesser, wie viele Höhenmeter Sie in den letzten Stunden oder sogar Tagen zurück gelegt haben. Wichtig ist, dass diese Geräte keine Basisgeräte sind und somit nicht an jedem Bike-Computer verbaut sind.
Herzfrequenz- und Pulsmessung
Für fitness-orientierte Biker gibt es auch Tachometer, die die Herzfrequenz oder den Puls messen können. Letzteres wird dabei mithilfe eines Zusatzmoduls, ähnlich dem einer Pulsuhr mit eingebautem Sensor, erreicht. Somit sparen Sie sich die Anschaffung eines extra Pulsmessers, der Ihre Leistungsdaten beim Biken aufzeichnet. Denn das übernimmt dann Ihr Radcomputer.
Unser Fahrradcomputer Test zeigt: Der Brustgurt, der die Herzfrequenz dann misst, bietet Ihnen immer drei Werte an. Die aktuelle, durchschnittliche und maximale Herzfrequenz.
Trittfrequenzmessung
Auch eine sogenannte Trittfrequenzmessung ist nicht bei jedem Gerät automatisch mit dabei. Hier wird ein Sensor an der Kurbel angebracht, welcher dann die Anzahl der Umdrehungen an den Computerkopf weiter sendet. Viele Alttagsfahrer halten diese Funktion für ziemlich überflüssig, sie kann aber sehr nützlich sein, gerade für Radfahrer, die „richtig“ trainieren.
Info: Bei vielen, vor allem teureren, Radcomputern können Sie Messwerte Ihrer gerade absolvierten Tour im Nachhinein analysieren. Dazu schließen Sie das Gerät einfach an Ihren PC an und übertragen die Daten.
Welcher Fahrradcomputer passt zu Ihnen?
Um diese Frage beantworten zu können, müssen Sie zunächst einmal Ihr eigenes Nutzerprofil erstellen. Wenn Sie diesem Typ zugehören, stehen Sie auch einem Faltrad vermutlich nicht ganz so negativ gegenüber. Wenn Sie diesem Typ also angehören, wollen Sie die Investitionen in den Drahtesel möglichst gering halten.
Dementsprechend kommt, wenn überhaupt, dann ein günstiger Tacho für Sie in Frage. Sie geben sich mit einem Computer zufrieden, der auf oben erwähnte Grundfunktionen reduziert ist und darüber hinaus keine erwähnenswerten Extras besitzt. Schließlich wäre es ja doch mal ganz cool zu wissen, wie weit der Weg in die Arbeit ist oder wie schnell Sie diesen normalerweise zurück legen oder absolvieren könnten, wenn Sie voll aufs Gas drücken.
Dieser Typ unterscheidet sich von Typ 1 insofern, dass er das Fahrrad nicht nur als bloßen Transport-Gegenstand sieht, sondern sich auch ganz gerne mal ins einer Freizeit aufs Mountainbike oder Crossrad schwingt. Diese Biker haben meist etwas gehobenere Ansprüche an Ihre gesamte Ausstattung. Angefangen beim richtigen Fahrrad über die Handschuhe, den Helm und das Schloss bis hin zum richtigen Fahrradcomputer.
Sie nennen als Mitglied dieser Gruppe nicht nur ein einziges Bike Ihr Eigen, sondern unterscheiden zwischen sportlichem und hochwertigem Erstrad und alltags-tauglichem Zweitrad. Dann brauchen Sie einen Fahrradcomputer, der gerne ein paar mehr Funktionen mit sich bringt. Er sollte am besten viele Daten erfassen können, wie etwa Herzfreuqenz oder Trittfrequenz und eine anschließende Analyse ist zwar kein Muss, wäre aber trotzdem ganz cool.
Dann gibt es auch für Sie einige gute Modelle in unseren obigen Produkten, die Sie genauer unter die Lupe nehmen sollten. Der Sattel ist Ihr zweites Wohnzimmer und Sie achten auf ausgewogene Ernährung sowie hochwertige Produkte. Ein Feierabendbier gibt es bei Ihnen nicht, da muss es schon ein isotonisches Sportgetränk sein. Eines Ihrer vier Fahrräder haben Sie immer in Bewegung´und sei es der Hometrainer, den Sie zu Ihrer abendlichen Lieblingssendung bewegen. Geld spielt eine untergeordnete Rolle, denn ohne das beste Material wollen Sie sich nicht zufrieden geben.
Alle Ihre Anbauteile und Extras am Bike sind aus hochwertigem Material, hoch funktional und obendrein federleicht. Somit muss für Sie in Sachen Fahrradcomputer ein echtes Multitool her, dass wirklich alles kann. Vo Geschwindigkeitsmessung über Analyse der Leistung bis hin zu einer reibungslosen Übertragung der zurück gelegten Höhenmeter.
Das Tachometer sollte sich zumindest auf eine weitere Radgröße einstellen lassen, um es nicht nur am Mountainbike, sondern auch am Rennrad und Crossbike nutzen zu können. Die Menuführung kann auch nicht komplex genug sein, da Sie mit Ihrer jahrelangen Erfahrung schon alles gesehen haben und über wirklich alles Bescheid wissen. Solche hochwertigen Geräte gibt es natürlich auch, hier dürfen Sie aber tief in die Tasche greifen.
Mountainbike vs. Rennrad
Für alle Mountainbiker unter Ihnen empfehlen wir von Profirad, einen Fahrradcomputer mit GPS-System zu verwenden. Mit diesem Gerät lassen sich nicht nur bereits Touren im Voraus planen, sie können die Route auch im Anschluss nachvollziehen und analysieren. Tracks eignen sich dagegen eher, wenn Sie Ihr Ziel etwas intuitiver und abenteuerlicher erreichen wollen.
Für die Rennradfahrer unter Ihnen empfehlen wir dagegen auf jeden Fall einen Bike-Computer mit Herzfrequenz- und Trittfrequenzmessung. Fährt man immer mit brennenden Muskeln gegen die Zeit, bieten Ihnen diese Geräte eine sehr gute Möglichkeit, Ihr eigenes Leistungsniveau zu überwachen.
Ein Wort schon mal vorab: Die meisten Radcomputer lassen sich ohne großes Aufheben am Bike anbringen, da die wichtigen Teile schon mitgeliefert werden. In einer extra Anleitung ist dann erklärt, wie Sie das Gerät anbringen.
Wie stelle ich den Fahrradcomputer richtig ein?
Fahrradcomputer mit Kabel
- Nun müssen Sie Ihre Reifengröße ermitteln.
- Die Maße stehen mit den Informationen zum richtigen Luftdruck immer an der Seite des Mantels. Tragen Sie diesen Wert also in den Tacho ein.
- Anschließend geben Sie auch noch den Radumfang ein. Wie Sie diesen ermitteln, sehen Sie entweder in unten stehendem Video oder finden ihn in der beigefügten Handtabelle selber heraus.
- Bei vielen Geräten fällt dieser Punkt weg. Doch manchmal müssen Sie jetzt noch weitere Werte wie Körpergröße und Gewicht eingeben, um bspw. den Kalorienverbrauch ermitteln zu können.
Funk-Tachometer
Grundsätzlich deckt sich die Konfiguration eines „Fahrradcomputer kabellos“ mit der eines Modelles mit Kabel. Es kann möglicherweise noch eine Kalibrierung der Sender vonnöten sein, wenn Sie bspw. Manchmal sind Fahrradcomputer Bluetooth tauglich, so dass Sie die Daten direkt am Handy oder Smartphone auslesen können.
Gerade bei GPS-Computern gibt es die Möglichkeit, sich mit zusätzlichen Smartphone Apps ein ganz anderes Erlebnis auf das Handy zu holen. Eine Fahrradcomputer App hat den Vorteil, dass sie Ihnen ganz ausgereifte Möglichkeiten zur Navigation bietet.
Die Vorteile eines Fahrradcomputers
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich ist ein Bike-Computer ein richtig cooles Fahrradzubehör! Doch er ist weit mehr als das: Gerade im Rennradbereich, aber auch, wenn Sie längere Touren unternehmen, ist ein solches Gerät fast unersetzlich geworden. Es bietet Ihnen Orientierung, fasst Ihre Leistung auf und gibt Ihnen wichtige Hinweise zu weiter führenden Routen.
Sollten Sie also bereits den passenden Fahrradcomputer für Ihre Bedürfnisse gefunden haben, dann Glückwunsch! Ob fürs Pendeln, das Feierabendtraining oder die große Wochenendrunde - Fahrradcomputer sind mehr als nur Tacho-Ersatz. Sie liefern wertvolle Trainingsdaten, helfen bei der Orientierung und motivieren zu neuen Bestleistungen. Viele Modelle verfügen über GPS oder nutzen die Standortdaten des Smartphones, um Routenführung zu ermöglichen.
Empfehlenswerte Modelle im Überblick
Sigma ROX 4.0
Der Sigma ROX 4.0 ist mehr als nur ein GPS-Fahrradcomputer. Er bietet eine Vielzahl an nützlichen Funktionen, etwa eine einfach gehaltene Navigation, einen barometrischen Höhenmesser sowie all die Standardfunktionen, die ein hochwertiger Radcomputer haben muss. Auch lassen sich externe Sensoren koppeln - und E-Bike-Ready ist er obendrein auch noch.
Somit ist der ROX 4.0 für nahezu alle Bike-Disziplinen geeignet, egal ob Rennrad oder E-Mountainbike. Der Preis ist in Anbetracht der vielen Funktionen und Möglichkeiten fair.
Cycplus M1
Der Cycplus M1 ist eine im Vergleich zu unserem Testsieger etwas günstigere GPS-Alternative. Er bietet ein großes Display und verfügt über nützliche Funktionen wie einen barometrischen Höhenmesser. Externe Sensoren lassen sich dank der ANT+-Schnittstelle koppeln und die gefahrene Tour auf der Xoss App einsehen, wenn auch etwas umständlich.
Ciclo Protos 213
Der Ciclo Protos 213 ist ein einfacher, günstiger und dennoch gut verarbeiteter, drahtloser Fahrradcomputer für den Gelegenheits- und Freizeitbiker, der gerne wissen möchte, wie lang er unterwegs war.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Ein vernünftiger Fahrradcomputer sollte neben den grundlegenden Funktionen wie Geschwindigkeit, Uhrzeit, Tages- und Gesamtstrecke auch die aktuelle Fahrzeit oder Gesamtfahrzeit anzeigen. Wünschenswert ist zudem, wenn auch noch Durchschnittswerte wie zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit angezeigt werden. Diese Werte helfen einem, den Trainingszustand zu verbessern. Mit diesen grundlegenden Funktionen kann man viel über die gefahrene Tour oder seinen Trainingszustand erfahren. Wer jedoch noch mehr wissen möchte, für den gibt es Geräte, die auch noch über eine Höhenmessung verfügen oder sogar mit Sensoren zur Messung der Herzfrequenz, Trittfrequenz oder Leistungsmessung gekoppelt werden können.
GPS vs. Sensoren
Generell kann zwischen zwei Arten von Fahrradcomputern unterschieden werden: Zum einen GPS-Fahrradcomputer, die ihre Daten von Satelliten bekommen, und zum anderen Radcomputer mit Sensoren.
GPS-Fahrradcomputer müssen nicht zwingend auch eine Navigation oder eine Richtungsanweisung beinhalten. Die hier getesteten Geräte liefern lediglich Informationen über die gefahrene Geschwindigkeit oder zurückgelegte Strecke. Die Geräte lassen sich leicht am Rad montieren, sind auch für mehrere Räder verwendbar und besitzen oft noch eine Höhenmessung.
Fahrradcomputer ohne GPS verwenden Sensoren zur Datenerhebung. Hierfür wird ein kleiner Magnet an eine Speiche des Vorderrads montiert. Ein an der Gabel montierter Sensor registriert den Magneten bei jeder Umdrehung, wenn sie auf gleicher Höhe und in einem bestimmten Abstand zueinander stehen. So kann der Radcomputer die Daten wie Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke ermitteln. Hier ist es jedoch wichtig, dass zuvor der Radumfang ermittelt und im Fahrradcomputer eingegeben wird. Ansonsten werden die Daten nicht korrekt angezeigt.
Bei GPS-Fahrradcomputern werden stets Akkus verbaut, die über USB aufgeladen werden können, aber über eine begrenzte Laufzeit von mehreren Stunden verfügen. Bei Radcomputern ohne GPS wird meist eine CR2032-Knopfzelle benötigt.
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Modelle
Sigma ROX 4.0
Der Sigma ROX 4.0 bietet viele nützliche Funktionen, unter anderem Navigation mittels Kopplung eines Smartphones. Auch lassen sich dank der ANT+-Schnittstelle externe Sensoren mit dem Gerät verbinden, wodurch der Radcomputer zu einem vollwertigen Trainingspartner wird.
Neben dem Fahrradcomputer selbst ist noch der notwendige Halter mit Kabelbindern, ein USB-C-Ladekabel und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang zu finden. Alle Teile wirken sehr hochwertig und sind gut verarbeitet. Die Montage an Lenker oder Vorbau geht unkompliziert und schnell. Einfach die mitgelieferten Kabelbinder durch den Halter führen und an der gewünschten Position festziehen.
Bevor man jedoch auf Tour gehen kann, muss der Fahrradcomputer noch eingerichtet werden. Hierbei ist es sinnvoll, die Sigma Ride App auf dem Smartphone zu installieren. Hat man den ROX 4.0 via Bluetooth mit dem Handy gekoppelt, kann der Computer eingestellt und bei Bedarf das Anzeigefeld konfiguriert werden.
Eine der Hauptfunktionen ist die Navigation. Dafür ist es notwendig, dass der Radcomputer mit dem Smartphone und der Sigma Ride sowie der Komoot App verbunden ist. Die Navigation kann direkt mit Komoot erfolgen, zuvor auf Komoot geplante Touren können jedoch auch mit der Sigma Ride App einfach und schnell auf den ROX 4.0 übertragen und abgespeichert werden.
Die Navigation erfolgt dann am ROX 4.0 über Entfernungs- sowie Abbiegehinweise. Wird die geplante Route verlassen, ist auf dem Display erkennbar, in welche Richtung der geplante Track verläuft, um wieder dorthin zurückzufinden. Insgesamt funktioniert die Navigation sehr gut, ist aber nicht auf den Meter genau. Bis auf gelegentliche, aber sehr kurze Abbrüche des GPS-Signals während des Tests gibt es an dieser Stelle nichts zu bemängeln.
Ein schönes Detail ist übrigens der barometrische Höhenmesser. Die Bedienung des Sigma ROX 4.0 durch insgesamt drei Tasten ist sehr einfach und problemlos, auch während der Fahrt. Die aufgezeichneten Touren können gespeichert und im Nachhinein auf der Sigma Ride App analysiert werden. Dabei werden die Touren als FIT-Datei gespeichert und können so exportiert werden.
Durch die ANT+-Schnittstelle können externe Sensoren wie zum Beispiel ein Pulsmesser mit dem Gerät verbunden werden. Auch die lange Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden ist im Vergleich sehr gut. Diverse andere Funktionen oder Details wie ein Umgebungslichtsensor, ein Kompass oder individuell einstellbare Sportprofile runden das Gesamtpaket ab. Am Ende ist der Sigma ROX 4.0 der verdiente Testsieger, da er kaum einen Wunsch offen lässt. Bis auf gelegentliche GPS-Signalabbrüche konnten wir nichts Negatives finden.
»Die Verarbeitung ist auf dem Punkt und macht einen hochwertigen Eindruck. Das Display lässt sich gut ablesen und individuell einstellen. Die Ergänzung mit verschiedenen Sensoren macht den Sigma Sport ROX 4.0 zu einem umfangreichen Trainingscomputer. Was für uns wichtig ist, das Training kann durchgeführt werden, ohne, dass das Smartphone mitgeführt werden muss. Insgesamt gefällt uns das Gerät gut bis sehr gut. In unserem Sigma ROX 4.0 Test haben wir einen potenten GPS Fahrradcomputer für unsere Trainings & Touren erlebt.
»Das Sigma ROX 4.0 ist insbesondere allen Fahrradfahrer*innen zu empfehlen, die auf der Suche nach einem preiswerten GPS-Bikecomputer zum Anzeigen, Aufzeichnen und späteren Analysieren von Daten sind. Zumal das ROX über wichtige Funktionen wie eine Smartphone-Anbindung, das Koppeln mit Sensoren und einen barometrischen Höhenmesser verfügt, aber auch ein klasse Display und eine lange Akkulaufzeit bietet.
Cycplus M1
Der Cycplus M1 ist gut verarbeitet und sieht wertig aus. Das 2,9 Zoll große Display ist unter allen Bedingungen gut ablesbar und es verfügt über eine automatische Hintergrundbeleuchtung, welche zwischen 18 Uhr am Abend und 9 Uhr in der Früh aktiv ist. Mit der linken Taste kann das Aufzeichnen der Route gestartet und gestoppt werden. Mit der mittleren Taste kann die Aufzeichnung gespeichert werden.
Der Computer besitzt neben den üblichen Standardfunktionen auch noch eine Temperaturanzeige und eine Angabe über die Höhe dank eines barometrischen Höhenmessers. Auch verfügt der M1 über den größten Akku, laut Hersteller beträgt die Laufzeit bis zu 35 Stunden. Dies jedoch wahrscheinlich ohne Hintergrundbeleuchtung. Schön ist, dass der Computer über eine ANT+-Schnittstelle verfügt, wodurch externe Sensoren wie Pulsmesser oder Trittfrequenz verwendet werden können.
Die gefahrene Tour und dessen Daten können später an einem Handy angesehen werden. Hierfür muss die XOSS App installiert werden. Jedoch dauert das Übertragen bzw. Synchronisieren der Daten sehr lange und ist ein wenig umständlich, funktioniert aber dann recht gut. Auch kann die Tour in Portalen wie Strava geladen werden.
Insgesamt ein toller GPS-Fahrradcomputer mit tollen Funktionen, guter Verarbeitung und großem Display.
Ciclo Protos 213
Der Ciclo Protos 213 ist ein einfacher, günstiger und gut verarbeiteter kabelloser Fahrradcomputer. Die Montage des Ciclo ist sehr einfach, und der Sensor sowie der Halter des Computers werden mit Kabelbindern fixiert, wodurch alles bombenfest sitzt. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, und es fällt nichts Negatives auf.
Nach der Montage und der Einstellung des Radumfanges stehen einem insgesamt 13 Funktionen zur Verfügung, welche in dem großen Vier-Zeilen-Display angezeigt werden und welche man mit der MODE-Taste und der SET-Taste durchschalten kann. Neben den Standardfunktionen wie Fahrdistanz, Durchschnittsgeschwindigkeit oder der Uhrzeit werden auch noch die verbrannten Kalorien angezeigt. Schön ist auch die sogenannte Pendlerfunktion. Hier ist gemeint, dass die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft angeschaltet werden kann, falls es dunkel werden sollte.
Der Lieferumfang beinhaltet alles, was zum Betrieb und Befestigen am Lenker notwendig ist.
Die getesteten Geräte im Vergleich
In einem Vergleichstest wurden verschiedene Fahrradcomputer auf ihre Tauglichkeit getestet. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse:
| Bezeichnung | Tourentyp | Touchdisplay | Kopplung PC | iPhone / Strava |
|---|---|---|---|---|
| TEASI ONE3 | neugieriger Entdecker | ja | nein | ja |
| Wahoo ELEMNT | sportiver Planer | nein | ja | ja |
| Garmin 820 | spontaner Rouleur | ja | ja | ja |
Zusätzlich wurden folgende Kriterien bewertet:
| Bezeichnung | guter Display Kontrast | aussagefähige Streckenführung | gute Akkulaufzeit | Planung eigener Routen | akustische Signale |
|---|---|---|---|---|---|
| iPhone / Strava | ja | jein | jein | ja | nein |
| Teasi One3 | ja | ja | jein | nein | ja |
| Wahoo ELEMNT | ja | ja | ja | ja | ja |
| Garmin 820 | ja | ja | ja | ja | ja |
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