Ein wesentlicher Bestandteil eines jeden E-Bikes ist der Bordcomputer mit Display, der dem Fahrer wichtige Informationen liefert und die Steuerung des Antriebssystems ermöglicht. Bosch bietet eine breite Palette an E-Bike Displays, die sich in Funktion, Design und Bedienkomfort unterscheiden. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Modelle und ihre Eigenschaften.
Überblick über die Bosch E-Bike Displays
Bosch e-Bike Antriebssysteme erfreuen sich großer Beliebtheit, und die Displays müssen diesem hohen Anspruch gerecht werden. Bosch bietet für unterschiedliche Bedürfnisse das passende Display: von kompakt und puristisch bis hin zu Farbdisplays mit Navigations- und Fitnessfunktion.
Seit der Einführung des ersten Bosch-HMI-Displays 2011 sind das Intuvia, Nyon 1 (2013), Purion, Kiox, Nyon 2 (2020) und das Smart System mit dem Intuvia 100, Purion 200, Kiox 300 und Kiox 500 dazugekommen. Jeder Bordcomputer eignet sich dabei für verschiedene Einsatzzwecke und besitzt daher auch einen unterschiedlichen Funktionsumfang.
Hier ist eine Übersicht über die aktuellen Displays der renommierten Hersteller von E-Bike Antriebssystemen wie Bosch mit ihren jeweiligen Funktionen und Vorzügen:
Bosch Purion
Klein und übersichtlich, im puristischen, modernen Design präsentiert sich der Bordcomputer PURION von Bosch. Hier erhält man alle wichtigen Informationen ganz einfach per Daumenklick. Die Anzeige ist aufgeräumt, übersichtlich und kompakt, aber dennoch erfährt man alles, was man wissen muss: Ladezustand, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Reichweite, Trip- sowie Gesamtdistanz. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display sehr gut abzulesen.
PURION von Bosch bietet die Option, sich über die Intervall-Anzeige an den nächsten Service-Termin erinnern zu lassen. Über die Micro-USB-Schnittstelle hat der Fachhändler die Möglichkeit, den Zustand des E-Bikes zu prüfen. Fünf Fahrmodi stehen zur Verfügung - Eco, Tour, Sport/eMTB, Turbo und Off - für jede Art von Rad-Tour gibt es die richtige Einstellung, um möglichst effizient unterwegs zu sein. Das intelligente Lichtsystem merkt sich, ob das Licht beim Ausschalten an war. Sobald man das Purion Display wieder startet, ist auch automatisch das Licht wieder aktiviert.
Last but not least gilt es die Schiebefunktion zu erwähnen. Sie wird nach zwei Gehschritten aktiviert und unterstützt fein dosiert bis zu 6 km/h und erhöht so auch zu Fuß den E-Bike-Komfort.
Das Bosch Purion ist dabei besonders platzsparend, da es als einziges Display Bedieneinheit und Display kombiniert. Aufgrund der flachen Bauform ist das Purion auch eine gute Wahl für E-Mountainbikes, da es weniger Angriffsfläche bietet - wenn doch mal ein kleiner Ausrutscher oder Sturz passiert. Das Purion lässt sich zudem mit den Displays des Smart System oder dem SmartphoneHub um eine zweite Anzeige erweitern.
Bosch Intuvia
Etwas größer, aber genauso schick und komfortabel ist das Bosch Intuvia Display. Die Schaltzentrale lässt sich bei allen Lichtverhältnissen perfekt ablesen, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Bedieneinheit direkt am Lenker ist sehr einfach zu handhaben. Alle Informationen können mit nur einem Daumenklick abgerufen werden. Ein großer Sicherheitsaspekt, denn die Hände bleiben zu jeder Zeit am Lenker. Auch vom eBike abgenommen lassen sich alle Informationen kinderleicht abrufen. Dies bewährt sich vor allem bei längeren Touren, da man während einer Pause sämtliche Informationen sortieren und eventuelle Planänderungen in einer entspannten Umgebung vornehmen kann.
Für noch mehr und längeres Fahrvergnügen sorgt die Schaltempfehlung des Intuvia Displays. Dies schont den Akku und ermöglicht höhere Reichweiten. Die integrierte USB-Schnittstelle des Bosch Intuvia lädt während der Fahrt das Smartphone oder einen Navigationshelfer. Als zuschaltbare Option kann man sich von dem Bordcomputer in Intervallen an den nächsten Servicetermin erinnern lassen. Auch Intuvia verfügt als weiteres Highlight über das intelligente Lichtsystem. Das Licht wird automatisch aktiviert, wenn es auch beim Ausschalten des Displays eingeschaltet war. Und wenn man doch mal Schieben muss, wird mittels der Schiebefunktion bis zu 6 km/h sanft und komfortabel unterstützt.
Das Intuvia ist, wie der Name schon sagt, besonders leicht zu bedienen und aufgrund der separaten Bedieneinheit sehr ergonomisch.
Bosch Intuvia 100
Mit dem smarten Bordcomputer Intuvia 100 bilden Motor und Akku eine einzigartige, vernetzte Einheit. Das übersichtliche Multifunktions-Display mit großer, gut lesbarer Schrift ist handlich und auch während der Fahrt sehr bequem und einfach zu bedienen. Durch die separate Bedieneinheit bleiben beide Hände sicher am Lenker. Nach einer Tour nehmen Sie das Intuvia 100 Display einfach aus der Halterung. Über die Taste auf der Rückseite können Sie Informationen wie die zurückgelegte Distanz oder die Tourdauer anzeigen. Mit jedem Druck auf die Taste wechseln Sie zwischen den Anzeigemodi. Das Intuvia 100 schaltet sich nach 60 Sekunden automatisch aus, um die Batterie zu schonen. Wenn Ihr trenoli während der Fahrt mit der eBike Flow App verbunden war, können Sie Ihre Aktivitätsdaten auch direkt in der App einsehen.
Infos zum Ladestand des Akkus zeigt Intuvia 100 prozentgenau an. Das Intuvia 100 verfügt außerdem über eine Schaltempfehlung und zeigt an, wann Sie einen Gang hoch- oder runterschalten sollten. Ein weiteres, smartes Feature ist eBike Lock, das neben einem mechanischen Schloss als zusätzlicher Diebstahlschutz für Ihr trenoli fungiert. Ihr Smartphone dient hier als digitaler Schlüssel, der die Motorunterstützung aktiviert.
Bosch Kiox
Dank des Kiox 300 Displays haben Sie alle wichtigen Informationen für Ihr E-Bike immer vor Augen. Dieser kompakte Bordcomputer mit Farbanzeige verleiht Ihrem E-Bike-Lenker eine aufgeräumte Optik und ist unter allen Bedingungen leicht ablesbar. Im Rahmen des neuen smarten Systems bietet das Kiox 300 von Bosch auch die Möglichkeit, die Fahrmodi zu individualisieren, alle relevanten Fitnessdaten wie Ihre aktuelle Trittfrequenz und den Kalorienverbrauch während der Fahrt anzuzeigen. Am Ziel angekommen können Sie alle gesammelten Statistiken über die eBike Flow App mit komoot, Strava oder Apple Health teilen. Mit der eBike Flow App steuern sie nicht nur alle Funktionen, Sie laden damit auch einfach neue Services herunter oder installieren Updates bequem via Bluetooth. Dadurch bleibt Ihr trenoli immer auf dem neuesten Stand und wird mit neuen Funktionen kontinuierlich erweitert.
Das Bosch Kiox wurde 2019 eingeführt und ist mit seinem gut lesbaren Display sowie einem besonders schlanken Design für den Einsatz an sportlichen E-MTBs oder E-Trekkingbikes optimiert.
Bosch Nyon
2015 legte Bosch mit dem ersten Nyon den Grundstein für die neue Generation der E-Bike-Bordcomputer. Der hochauflösende Farbbildschirm beeindruckte mit einer völlig neuen Bedienoberfläche, die mit einem Joystick bedient wurde. Zudem wurde mit der Einführung der eBike Connect App unter anderem die Navigation ermöglicht. 2020 ersetzte das neue Nyon 2 die ersten Generationen. Das Nyon 2 ist nun auch über einen Touchscreen bedienbar und bietet unter anderem eine verbesserte Benutzeroberfläche und Routenplanung.
Das Intuvia E-Bike-Display von Bosch ist bei allen Licht-Verhältnissen gut ablesbar. Mit der separaten Bedieneinheit (nicht im Lieferumfang enthalten) kann der Bord-Computer einfach und intuitiv bedient werden. Dafür ist es nicht notwendig, die Hände von den Griffen zu nehmen. Eine sehr nützliche Funktion ist die Schaltempfehlung. Sie zeigt an, wann es sinnvoll ist, den Gang zu wechseln. Dadurch ist man stets mit einer idealen Übersetzung unterwegs, wodurch der Akku geschont und die Reichweite erhöht wird. Ein weiteres Feature ist die Service-Meldung, die den Fahrer darauf hinweist, wann der nächste Service fällig ist. Sämtliche Fahrdaten, wie zum Beispiel die zurückgelegte Distanz, hat man dank des Displays stets im Blick. Zudem können Sie Ihr Smartphone und andere Geräte über ein USB-Kabel anschließen und aufladen.
Das smarte System von Bosch
Beim neuen Smart System sagt der Name schon (fast) alles. Konkret steht „Smart“ hierbei für Funktionen, die im Zusammenspiel mit dem eigenen Smartphone ermöglicht werden. Über die Bluetooth-Verbindung kannst du dir in der Flow-App Informationen wie gefahrene Kilometer oder den Akkustand anzeigen lassen, die Unterstützungsmodi anpassen oder Software-Updates aufspielen. Absehbar ist, dass in den nächsten Jahren weitere neue Features und Verbesserungen hinzukommen werden. Auch bei der Sicherheit hat das Smart System technologisch die Nase vorn. Die Funktion „eBike Lock“, mit der das eigene Smartphone zum Schlüssel für die Motorunterstützung wird, ist nun Standard. Zudem kann ab Werk das neue Bosch eBike ABS angeschlossen und über das optionale ConnectModule ein Alarm sowie GPS-Tracking nachgerüstet werden.
Für die Fülle an Features hat Bosch allerdings alle Anschlüsse überarbeiten müssen. Somit ist kein Bauteil mit dem Vorgänger-System kompatibel - leider auch das Ladegerät nicht. Darüber hinaus folgt das System einer neuen Logik. Alleinstellungsmerkmal des Smart Systems sind zudem die neuen, größeren Akkus mit 725 oder 750 Wattstunden. Die dazugehörigen Motoren wurden - abgesehen von etwas mehr Drehmoment beim Performance Line - nur im Hinblick auf die Anschlüsse verändert.
Kompatibilität und Umrüstung
Insbesondere vor dem Kauf eines neuen E-Bikes mit Bosch-Antrieb sollte man überprüfen, ob das verbaute E-Bike-Display zur geplanten Nutzung passt. Allerdings gibt es auch im Nachhinein die Möglichkeit einer Umrüstung oder eines Upgrades.
Grundsätzlich ist der Umbau jedes Displays innerhalb der zwei Systeme möglich. Bei dem eBike System 2 ist hierfür häufig Spezialwerkzeug notwendig, da man die Verkabelung zwischen Display und Motor tauschen muss. Bei dem System 2 ist die Umrüstung zu anderen Bordcomputern jedoch etwas aufwendiger, da hierfür meist auch das Display-Kabel, das durchgängig bis zum Motor führt, ausgetauscht werden muss. Derartige Umbauten sollten nur von einem Fachhändler durchgeführt werden.
Vergleich der Bosch E-Bike Displays
Im Bezug auf die Fahreigenschaften gibt es bei den verschiedenen Bordcomputern wenig Unterschiede. Je nach Motor (wie etwa Active oder Performance Line) stehen verschiedene Fahrmodi (Eco, Tour(+), Sport/E-MTB, Turbo) und die Schiebehilfe zur Verfügung.
Die Smart System-Displays Intuvia 100 und das Purion 200 haben zwar die jeweiligen Namen und die grobe Form der beiden Vorgänger, sind allerdings grundlegend überarbeitet worden und mit allen smarten Features - wie der Verbindung mit dem Smartphone über die eBike Flow-App - kompatibel.
In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Bosch E-Bike Displays zusammengefasst:
| Display | Funktionen | Bedienung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Purion | Geschwindigkeit, Ladezustand, Fahrmodus, Reichweite, Trip- und Gesamtdistanz | Daumenklick | Kompakt, puristisch, Bedieneinheit und Display kombiniert |
| Intuvia | Geschwindigkeit, Ladezustand, Fahrmodus, Reichweite, Trip- und Gesamtdistanz, Schaltempfehlung, USB-Schnittstelle | Separate Bedieneinheit | Komfortabel, gut ablesbar, separate Bedieneinheit |
| Intuvia 100 | Geschwindigkeit, Ladezustand in Prozent, Fahrmodus, Reichweite, Trip- und Gesamtdistanz, Schaltempfehlung, eBike Lock | Separate Bedieneinheit, App-Verbindung | Smart, vernetzt, App-Integration |
| Kiox 300 | Geschwindigkeit, Ladezustand, Fahrmodus, Reichweite, Trip- und Gesamtdistanz, Fitnessdaten, individualisierbare Fahrmodi | Separate Bedieneinheit, App-Verbindung | Kompakt, Farbanzeige, Fitnessfunktionen, App-Integration |
| Nyon | Geschwindigkeit, Ladezustand, Fahrmodus, Reichweite, Trip- und Gesamtdistanz, Navigation, Fitnessdaten, Smartphone-Verbindung | Touchscreen, Bedieneinheit | All-in-one, umfangreiche Funktionen, Navigation, App-Integration |
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