Brauchen Meerschweinchen ein Laufrad?

Sie haben Meerschweinchen und fragen sich, ob die kleinen Nager ihren täglichen Auslauf brauchen? Eine Antwort auf diese interessante Frage erhalten Sie hier. Jedes Tier braucht seinen Freiraum und nur weil ein Haustier etwas kleiner ist, muss es deswegen noch lange nicht lauffaul und träge sein. Besonders die Halter von Nagetieren machen in dieser Hinsicht häufig den Fehler und gönnen ihren Tieren keinen ausreichenden Auslauf. Doch wie ist überhaupt der Bedarf?

Sieht man sich einmal den natürlichen Lebensraum der "wilden" Meerschweinchen in Südamerika an, dann erkennt man recht schnell, dass sich die Tiere ziemlich viel bewegen. Das Hausmeerschweinchen - wie es eigentlich biologisch richtig heißt - wird allerdings meist im Käfig gehalten. Noch dazu sind die Käfige der meisten Meerschweinchen viel zu klein. Oftmals dient dann ein Laufrad als einzige und monotone Beschäftigungsmöglichkeit. Mal abgesehen davon, dass Laufräder für Meerschweinchen überhaupt nicht artgerecht und empfehlenswert sind, reicht die Bewegung nicht aus.

Für die Gesundheit der Meerschweinchen ist es unheimlich wichtig, dass diese ausreichend viel Auslauf bekommen. Experten empfehlen den Haltern von Meerschweinchen, den Tieren täglich mindestens 1 bis 2 Stunden Auslauf zu geben. Ein Grund, warum einige Halter meinen, dass Meerschweinchen faule Tiere wären, kommt wahrscheinlich daher, dass die kleinen Nager durchaus auch nachts aktiv sind und dementsprechend tagsüber hin und wieder schlafen. Dennoch brauchen sie genügend Auslauf, um ihrem natürlichen Trieb nachgehen zu können.

Bekommen Meerschweinchen zu wenig oder gar keinen Auslauf, kann der Bewegungsmangel zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen führen. Zum einen besteht die Gefahr, dass die Meerschweinchen überfetten und irgendwann an den entsprechenden Folgekrankheiten leiden. Langfristig wird ein Meerschweinchen, dass nicht genug Auslauf hat, früher sterben als gesunde und aktivere Tiere. Das Immunsystem ist schwächer und das Herz-Kreislauf-System ist nicht mehr so belastbar. Erkennbar ist die Langeweile am Nagen an den Gitterstäben sowie am permanenten Randalieren. Selbst Laufräder und Trinkflaschen werden dabei zerstört.

Damit sich die Tiere bereits im Käfig ausreichend viel bewegen können, sollte ein großer Käfig zur Grundausstattung gehören. Experten empfehlen mindestens 120 x 60 Zentimeter. Dazu könnte man - mit Glasplatten oder Gittern - davor einen natürlichen Auslauf bauen. Dies funktioniert sowohl in der Wohnung als auch im Garten. Wer die Möglichkeit hat, sollte seine Meerschweinchen im eigenen Garten (unter Aufsicht) laufen und rennen lassen, damit diese größere Strecken in der Natur zurücklegen können.

Eine weitere Option ist es, mit dem Meerschweinchen "in der Wohnung spazieren zu gehen" und dabei gleichzeitig seinen Spieltrieb zu unterstützen. Dies lässt sich realisieren, indem man überall kleine Futterportionen versteckt, die das Meerschweinchen dann natürlich behalten darf. Weiterhin bietet man seinem Meerschweinchen genügend Abwechslung, wenn es auch mal woanders mithin darf.

Auch für Meerschweinchen werden immer wieder Laufräder angeboten. Diese sind jedoch viel zu klein, so dass der Rücken sich durchbiegt. Meerschweinchen brauchen keine Laufräder, sondern Auslauf.

Fals du ein Meerli hast biete ich dir dieses "Spielzeug für sie / ihn an : staat einem Laufrad würden sich meeris viel mehr über anderes freuen Z. Bsp. Ein Ötti-Tunnel ist eine oft künstlich erschaffene Verbindung von Ort A zu Ort B. Oder zwischen der Nase eines Fell-Eumels und einem Stück Gurke. Oder von der Conny zum Andi. Oder vom Tunnel-Eingang zum Tunnel-Ausgang. Denn gäbe es keine Verbindung zwischen dem Tunnel-Ein-/ und Ausgang, gäbe es gar keinen Tunnel! Außer dem Nutzen der Verbindung zwischen zwei Orten gibt es für Meerschweinchen einen weiteren, noch wichtigeren Grund, Tunnel zu verwenden: Es rockt! Drunterdurchlaufen ist eine der absoluten Lieblingsbeschäftigungen von Meerschweinchen. Knapp hinter Heu-essen, andere Sachen essen, Nichtstun, Schlafen, Rumliegen und gar nichts machen.

Einfach ausprobieren: Zwei, drei Tunnel hintereinander stellen und los gehts! Die bepelzten Birnen können gar nicht anders, als drunterdurch zu gehen. Irgendwie muss das ein innerer Zwang sein. Ist bei mir auch so. Ich muss zwar nicht überall drunterdurch gehen, aber offene Schranktüren kann ich nicht passieren, ohne sie wieder zu schließen. Oder ich kann nicht an einer Nordsee-Filiale vorbeigehen, ohne einen Wikinger zu essen. Oder ich muss immer noch einmal die Klinke betätigen um zu prüfen, ob ich wirklich die Tür abgeschlossen habe. Oder ich muss immer dreimal an den Türrahmen klopfen, bevor ich eine Wohnung betrete...

Des Weiteren haben Tunnel einen einfachen, praktischen Nutzen. Schwein hat es nicht SO weit bis zum nächsten "Versteck". Wenn man sich erschreckt, rennt man ja erst einmal irgendwohin in Sicherheit. Falls es aber bis zur nächsten Hütte zu weit ist, ist ein Tunnel eine gern genommene Zwischenstation, in der man verharren kann, bis Entwarnung gegeben wird. Kleines Beispiel: Eine Tür knallt zu. Alle Schweinis erschrecken sich, fürchten um ihr Leben und rennen wie die Irren zum nächsten schützenden Unterschlupf. Je länger der Weg dorthin, desto mehr Zeit haben die Ötti-Gehirne um ihren Panik-Pegel zu erhöhen. Befindet sich allerdings ein kleiner Tunnel auf dem Weg zur nächsten Schutzhütte, kann man dort viel früher schon Schutz suchen und der Panik-Pegel kann sich nicht so stark aufbauen und dementsprechend auch schneller wieder abbauen.

Auch wenn die Schweinis sich nicht erschrecken, ist das Wissen, dass sich eine Rückzugsmöglichkeit in der direkten Nähe befindet, sehr beruhigend und lässt einen den Tag viel lockerer und entspannter durchleben puck puck. Und weil Tunnel so schön beruhigend wirken, sollte man sich diesen Effekt unbedingt bei der Vergesellschaftung von Meerschweinchen zu nutze machen. Hoffe konnte helfen.....

In Zoohandlungen finden wir immer wieder Meerschweinchen-Zubehör, das alles andere als artgerecht und mitunter gar sehr gefährlich für die possierlichen Nager ist. Es sind oft ganz unscheinbare Dinge, die sich bei näherer Betrachtung dann als gefährlich für Meerschweinchen herausstellen. Daher ist es nicht immer einfach zu erkennen, welches Meerschweinchen-Zubehör ungeeignet ist.

Das Schlafhaus gehört zu den wichtigsten Einrichtungsgegenständen im Meerschweinchen-Käfig. Besteht dieses allerdings aus Plastik, kann es aus mehreren Gründen gefährlich für die Fellknäuel werden. So sollten Sie bedenken, dass Meerschweinchen Nagetiere sind und folglich viel herumknabbern. Wenn sie Plastiksplitter herausnagen und verschlucken, kann sich dies negativ auf die Gesundheit auswirken. Ein weiterer Risikofaktor ist die Hitze im Sommer. Da in Häusern aus Plastik wenig Luftzirkulation herrscht und sich die Hitze staut, wird es schnell zu warm im Inneren. Aus ähnlichen Gründen sind auch Röhren aus Plastik ganz und gar nicht empfehlenswert.

Mit den Röhren oder Röhrchen soll ein "naturgetreuer" Lebensraum simuliert werden - im Handel werden neben Einzelröhren auch Irrgärten oder Systeme aus Plastikröhren angeboten. Insbesondere in langen Röhren gibt es keine ausreichende Luftzirkulation und speziell im Sommer droht ein Hitzschlag. Außerdem sind sie schlecht zu reinigen, sodass Lungenbeschwerden aufgrund von Schimmel- und Bakterienentwicklung auftreten können. Darüber hinaus sind einige angebotene Rohre auch einfach zu klein, sodass die Tiere darin stecken bleiben können.

Kein Tier läuft gerne über Gitter. Der Handel bietet allerdings immer wieder Treppen, Fußböden und Brücken aus Gitter an. Fatal, da die Meerschweinchen schnell vom glatten Metall abrutschen oder zwischen den Stäben stecken bleiben können. Die Folge sind Quetschungen, Knochenbrüche und Stauchungen.

Ein Laufrad als Meerschweinchen-Zubehör ist generell keine schlechte Idee. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass das Laufrad tierfreundlich ist. So sind viele Räder zu klein, was schnell zu schweren Rückenproblemen führen kann, da das Tier beim Laufen gebogen wird. Ein weiterer Gefahrenpunkt beim Laufrad ist der Aufbau. Sprossen oder Löcher sind tabu, da die Meerschweinchen-Pfötchen schnell dazwischen geraten können. Die Lauffläche muss daher durchgehend geschlossen sein.

Laufbälle- beziehungsweise Laufkugeln sind eine Unart und absolut tierschutzwidrig. Es handelt sich dabei um Laufkugeln aus Plastik, in die die Meerschweinchen eingesperrt werden, um dann damit durch die Wohnung zu rollen. Die Tiere leiden im Inneren unter enormem Stress und werden schnell panisch, da sie die Kugel nicht von alleine verlassen können. Außerdem besteht die Gefahr, hart gegen Möbelstücke oder Wände zu krachen. Die Nager können durch die Kugeln nicht viel sehen, auch wenn diese transparent sind.

Einstreu mit Duftzusätzen sowie Düfte für den Käfig (Käfig-Deo) riechen zwar für uns Menschen oft angenehm, sind für die Meeris aber massiv störend. Sie können ihre eigenen Duftmarken nicht wahrnehmen, da sie von dem chemischen Duft überlagert sind und die Atemwege werden mitunter durch die Duftstoffe gereizt.

"Schau mal, wie niedlich die Kleinen an der Leine laufen!" - leider ein brutaler Irrtum. Es sieht vielleicht süß aus, wenn ein Meerschweinchen an der Leine läuft, doch ist es eine Qual für die Tiere. Meerschweinchen sind Fluchttiere und mögen es ganz und gar nicht, wenn sie durch eine Leine zurückgehalten werden.

Haben Sie einen oder mehrere Nager bei sich zuhause, dann werden Sie das kennen: die putzigen Tiere können durchaus sehr flott durch den Käfig flitzen und Treppen oder Rampen hoch und runter sausen. Hamster, Meerschweinchen, Ratten und Co sind in der Natur sehr aktiv und können ganz schön schnell unterwegs sein. Natürlich hilft ihnen ihre Schnelligkeit auch, einem Beutegreifer zu entkommen. Bewegung ist also ein Thema bei diesen Tieren, dem wir uns in unserem Zoostore Tierratgeber widmen wollen.

Wir möchten Ihnen zeigen, welche Laufräder für Nager und Kleintiere es gibt - Sie suchen dann in unserem Online-Shop unter www.zoostore.de das passende Rad aus. Wichtig ist dabei, für welches Tier sie das Laufrad benötigen, denn Nager ist nicht gleich Nager.

"Ich fühle mich gerade wie im Hamsterrad" - was für uns Menschen ein Ausdruck für großen Stress und hohe Beanspruchung ist, meistens im Berufsleben, das sieht für unsere Nager schon ganz anders aus. Gerade der Hamster hat einen hohen Bewegungsdrang und braucht diese auch, um gesund zu sein. Während wir das sprichwörtliche Hamsterrad als Stress empfinden, baut der kleine Nager diesen im "echten" Rad sogar eher ab. Denn hier kann er sich austoben - und durch die Bewegung seine Ausdauer und Muskulatur stärken. Viele Hamster nutzen diese Räder gerne nachts, dann sind sie mit Vorliebe aktiv.

Für kleine Nager wie der Hamster einer ist, sollte immer auch ein entsprechendes Modell gewählt werden: Hier achten Sie bitte auf den Durchmesser und die Beschreibung der Produkte bzw. für welche Tiere es geeignet ist. Die Größe eines Laufrades ist insofern wichtig, weil die Nager ja sehr unterschiedlich groß sind. Was für einen Hamster passt, bereitet dem Meerschweinchen dann doch wahrscheinlich auf Dauer Rückenschmerzen. Für die größeren Nager oder Kleintiere gibt es zum Beispiel Modelle, die zudem an der Käfigwand angebracht werden können. Vielleicht achten Sie vor dem Kauf am besten darauf, ob diese mit einem Sicherheitsständer und einer geschlossenen Rückwand ausgestattet sind - schon das kann das Verletzungsrisiko weitgehend minimieren.

Laufräder können unter anderem aus Metall, Holz oder Kunststoff hergestellt sein. Wichtig ist es, dass das Verletzungsrisiko für die Tiere in den Blick genommen und die passende Ausführung ausgesucht wird. So gibt es unter anderem sehr leichtgängige Modelle aus Holz mit Metallkugellager für einen ruhigen Lauf und mit einer entsprechend ausgestatteten Lauffläche, um den Nagern beim Drehen der Runden mehr Sicherheit zu bieten.

Beim Thema Laufrad gibt es unter den Haltern von Nagetieren sogar ganz unterschiedliche Meinungen: die einen setzen es nicht gerne ein, die anderen schwören darauf. Auch hier kommt es darauf an, um welches Tier es geht. Hamster sind, wie oben beschrieben, sehr bewegungsfreudig und benötigen den Auslauf durch das Rad. Zudem kann man durch wechselnde Einrichtungselemente - und dazu gehört eben auch ein Laufrad - dafür Sorge tragen, dass die Tiere ein abwechslungsreiches Umfeld haben und genügend Anregungen bekommen.

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