Bayern und Franken sind bekannt für ihre reiche Bierkultur und malerischen Landschaften. Was gibt es Schöneres, als diese beiden Aspekte auf einer Radtour zu verbinden? Ob auf der Suche nach einer sportlichen Herausforderung oder einer gemütlichen Tour durch die Landschaft, hier findet sich die passende Route. Die gut ausgeschilderten Radwege führen durch idyllische Dörfer, vorbei an kristallklaren Seen und durch schattige Wälder.
Themen in diesem Artikel
- Hallertauer Hopfentour: Dem Hopfen auf der Spur
- Brauereien- und Bierkellertour: Im Herzen des Bierlandes Franken
- Klöster, Burgen, Biergenuss (Chiemgau): Tour mit Alpenpanorama
- Bierradtour „Bier & Kulinarik“ in der Hügelwelt des Mühlviertels (Österreich)
- Biertour an der Saale (Franken): Bierhistorie er-radeln
- 3-B-Tour: Burg - Bier - Bratwurst (Frankenwald)
- Bier-Rad-Route Kreis Höxter (Westfalen)
1. Hallertauer Hopfentour: Dem Hopfen auf der Spur
Das weltweit größte Anbaugebiet für Hopfen, eine wesentliche Zutat des Bieres, befindet sich in der Hallertau in Bayern. In der Region, die zentral zwischen München, Ingolstadt, Regensburg und Landshut liegt, wird Hopfen auf etwa 17.000 Hektar angebaut.
Die Radroute erstreckt sich über rund 170 Kilometer entlang der Flusstäler von Ilm und Abens und durch die hügelige Landschaft der Hallertau. Sie radeln praktisch durch die Hopfengärten mit bis zu sieben Meter hohen Hopfenranken und können besonders während der Ernte im Spätsommer den aromatischen Duft der Hopfendolden genießen.
Der ausgeschilderte Rundweg führt von Abensberg im Norden westlich in den Süden bis nach Aufham und östlich zurück zum Ausgangspunkt. Radfahrer können auch einen anderen Startpunkt wählen oder die Route über fünf Querverbindungen („Spangen“) ändern oder abkürzen. Alle Strecken bieten malerische Landschaften, traditionelle Orte mit typischen Bauernhäusern, weite Ausblicke und kulinarische Köstlichkeiten.
Brauerei-/Bierhighlights
Brauerei Müllerbräu Pfaffenhofen, Gasthaus Spitzer (Au), Gasthaus Paulus (Neustadt)
Sehenswert
Pfarrkirche St.
2. Brauereien- und Bierkellertour: Im Herzen des Bierlandes Franken
Oberfranken gilt als DIE Bierregion Deutschlands und zählt zu den größten weltweit. In Bamberg - bekannt für seine Rauchbierspezialitäten aus den Brauereien Spezial und Schlenkerla - und seiner Umgebung schlägt das Herz der uralten fränkischen Bierkultur.
Auf dieser Route können Radfahrer die fränkische Biertradition auf überwiegend asphaltierten Wegen und wenig befahrenen Straßen erleben. Mehr als 80 Privatbrauereien entlang der Strecke sowie typische fränkische Bierkeller laden zur Einkehr ein und bieten neben kulinarischen Genüssen auch Einblicke in die Bierherstellung und die Bedeutung des Bieres.
Die Route führt von Bamberg durch den östlichen Steigerwald, das Main- und Regnitztal sowie deren Nebentäler nach Süden bis nach Forchheim und über die Fränkische Schweiz und den Ort Buttenheim zurück. Sie ist als Mehrtagestour mit einer Hauptroute von rund 200 Kilometern konzipiert, kann jedoch durch Querverbindungen verkürzt und auch an verschiedenen Punkten gestartet werden.
Für Freunde bayerischer Bierkultur DIE Radtour schlechthin. Tagsüber radeln Sie auf ruhigen Wegen durch die hügeligen Landschaften von Steigerwald und der Fränkischen Schweiz. Sie radeln auf ruhigen Radwegen oder folgen verkehrsarmen Nebenstraßen. Das Streckenprofil ist teilweise sehr hügelig. Insgesamt sind rund 1.800 Höhenmeter zu überwinden.
Für trainierte Tourenradler sind die Etappen allerdings problemlos zu bewältigen. Was wäre eine Radtour in Oberfranken ohne Berge? Doch auch irgendwie langweilig. Außerdem sind die Steigungen ein hervorragendes Konditionstraining was Ihrer Gesundheit sehr zugutekommt.
Brauerei- und Bierhighlights
Riesige Auswahl: u. a. Spezialkeller, Wilde Rose Bräu-Keller (beide Bamberg), Brauerei-Gasthof Kundmüller (Weiher), Schrauderkeller (Pettstadt), Brauerei Kaiser (Grassmannsdorf)
Sehenswert
UNESCO-Weltkulturerbe Bamberg mit Fränkischem Brauereimuseum, Forchheim mit Altstadt, Kellerwald und Kaiserpfalz, Fachwerkbrunnen in Schnaid, Levi-Strauss-Museum in Buttenheim, Bauernmuseum Bamberger Land in Frensdorf, Fränkische Straße der Skulpturen u. v. m.
Radservice
Möglichkeiten für Ausleihe und teilweise Reparatur findet man unter www.frankentourismus.de/vermietstationen, unter „Fränkische Schweiz“
Einen Überblick über Ladestationen gibt es unter www.frankentourismus.de/e-bike/ladestationen, unter „Fränkische Schweiz“
Unterkünfte
Eine Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten gibt es beim Tourismusbüro: www.frankentourismus.de/reisefuehrer/reiseplanung www.fraenkische-schweiz.com/buchen
Allgemeine Infos
Weitere Reiseinformationen unter www.fraenkische-schweiz.com, www.frankentourismus.de
Eine Info-Broschüre zum Weg ist downloadbar auf www.oberfranken.de/de unter „Projekte“, „Aktivregion“
3. Klöster, Burgen, Biergenuss (Chiemgau): Tour mit Alpenpanorama
Der Rundweg eignet sich für eine Halbtages- wie für eine gemütliche Tagestour, bei der man in Biergärten und Brauhäusern die Vielfalt des bayerischen Bieres genießen kann. Die Strecke führt durch den nördlichen Chiemgau mit seinem herrlichen Alpenpanorama.
Ausgangspunkt ist die Klosterbrauerei Baumburg in Altenmarkt an der Alz, wo die Stiftskirche St. Margareta („Rokokoperle des Chiemgaus“) auf dem Steilhang des Klosterbergs thront. In nördlicher Richtung verläuft die Route vorbei an Trostberg mit seinen zahlreichen Biergärten und weiter zum Weissbräu Schwendl. Danach radeln Sie durch Reit und Oberfeldkirchen und erreichen über Biburg, Emertsham und Oed schließlich Schnaitsee.
Vorbei am Weitsee geht es weiter nach Gallertsham. Von dort führt die Strecke weiter nach Obing mit dem Obinger See und setzt sich fort durch das Naturschutzgebiet Seeoner Seen, führt nach Seeon und am kleinen Eglsee vorbei zurück nach Altenmarkt.
Brauerei- und Bierhighlights
Klosterbrauerei und Bräustüberl Baumburg, Bräustüberl Baderbräu Schnaitsee, Brauereigasthof Pfaubräu (Trostberg), Brauerei Camba Bavaria (Seeon), Weissbräu Schwendl (Tacherting), Schlossbrauerei Stein (in Stein an der Traun 2 km südlich von Altenmarkt)
Sehenswert
Stiftskirche St.
4. Bierradtour „Bier & Kulinarik“ in der Hügelwelt des Mühlviertels (Österreich)
Das Mühlviertel ist mit rund 3.000 Quadratkilometern das zweitgrößte Viertel des im Nordosten gelegenen Bundeslandes Oberösterreich - und mit 173 Hektar Anbaufläche die größte Hopfenregion des Landes.
Rund 40 Brauereien, die eine Vielzahl von Biersorten von Zwickel über Pilsener bis hin zu Bockbier und Spezialbieren anbieten, machen die Region zu einem Paradies für Bierliebhaber. Besonders bekannt ist die 1770 erstmals urkundlich erwähnte „Braucommune“ in der mittelalterlichen Stadt Freistadt.
Die hier vorgeschlagene „Bierradtour“ führt jedoch nicht direkt nach Freistadt, sondern startet und endet in Pregarten. Es handelt sich um eine sehr anspruchsvolle Tour im südlichen Teil der Region, die zahlreiche Höhenmeter umfasst. Sie kann in vier bis sechs Tagen bewältigt oder in Etappen gefahren werden. So oder so: eine echte Herausforderung!
Die Strecke führt entlang der im Sommer emporragenden Hopfenfelder durch die sanfte Hügellandschaft mit ihren grünen Wiesen, dichten Wäldern, kleinen Bächen und Flüssen sowie spektakulären Felsformationen. Unterwegs durchquert man idyllische Orte wie Neumarkt im Mühlkreis, Ried in der Riedmark, Au an der Donau, Schönau im Mühlkreis, Gutau oder Kefermarkt.
Fast überall gibt es Möglichkeiten, die regionale Bierkultur zusammen mit typischen Speisen des Gebiets zu genießen, wie etwa im Bierbuschenschank Eder-Bräu in Kefermarkt oder beim Wirt auf da Fürling in Gutau. Ein Abstecher nach Freistadt vor oder nach der Tour ist unbedingt empfehlenswert.
Brauerei- und Bierhighlights
Ried in der Riedmark: Buchholzer Bräu Privatbrauerei, Schwertberg: Privatbrauerei Schwertberger Bräu, Au an der Donau: donAu Stand‘l - Vom Märzen bis zum Bock, Gutau: Wirt auf da Fürling mit selbstgebrautem Bier, Tragwein: The Beer Buddies, Kefermarkt: Schlossbrauerei Weinberg - 1. OÖ Gasthausbrauerei, Bierbuschenschank Eder Bräu
Sehenswert
U. a.
5. Biertour an der Saale (Franken): Bierhistorie er-radeln
Das oberfränkische Städtchen Hof an der Saale liegt auf 500 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald. Seit 1731 ist die Brauerei Meinel-Bräu dort ansässig. Sie bietet eine breite Palette an Biersorten an, von Pils über Helles bis hin zu Weizen, und betreibt auch ein Gasthaus.
Zwei weitere Brauereien befinden sich auf dieser Radroute, die von Hof nach Süden bis Fattigau und wieder zurück führt. Die Strecke verläuft in Hof durch den Stadtpark Theresienstein, wo das Fahrrad geschoben werden muss, und weiter hinter der Stadt auf den Saale-Radweg.
Alternativ zur Fahrt am Fluss kann man auch den Weg über den Untreusee nehmen, der ebenfalls über Großkotzau nach Fattigau führt. Dort lohnt sich ein Stopp bei der in Privatbesitz befindlichen Schlossbrauerei Stelzer, deren Geschichte bis ins Jahr 1353 zurückreicht. Auch diese Brauerei bietet eine Vielzahl von Biersorten an, darunter saisonale Biere wie das Fest-Bier (von März bis Mai) und den Schloss Bock (von Oktober bis März).
6. 3-B-Tour: Burg - Bier - Bratwurst (Frankenwald)
Der Frankenwald erstreckt sich im Nordosten Frankens über etwa 1.200 Quadratkilometer, vom Main bis zum Grünen Band an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zwischen den Städten Kronach, Kulmbach und Hof. Besonders in Kulmbach hat das Bierbrauen eine lange Tradition.
Dies spiegelt sich in der jährlich stattfindenden Bierwoche und dem Bayerischen Brauereimuseum wider. Die Mönchshof Brauerei, die Teil der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründeten Kulmbacher Brauerei ist, bietet über 30 Biersorten, darunter das Starkbier EKU 28. Die 1994 gegründete Genossenschaft Kulmbacher Kommunbräu e.G. präsentiert neben dem hellen „Bernstein“ jeden Monat eine neue Biersorte.
Die sportliche, aber auch familienfreundliche Radtour führt von der historischen Altstadt auf Radwegen und verkehrsarmen Straßen ins ländliche Umland. Dabei durchquert man Berg-, Tal- und Auenlandschaften mit idyllisch gelegenen Orten, die zahlreiche Einkehrmöglichkeiten bieten, um die Vielfalt der Biere und regionale Spezialitäten zu genießen. Die Strecke ist als KU 8 ausgeschildert.
Brauerei- und Bierhighlights
Brauereigaststätte Zum Mönchshof-Bräuhaus, Brauerei Kulmbacher Kommunbräu
Sehenswert
Kulmbach: Plassenburg mit mehreren Museen, Bayerisches Brauereimuseum in der Mönchshofbräu; Wernstein: Schlossanlage derer von Künßberg; Naherholungsgebiet Mainaue
Radservice
Verleih-, Service- und Ladestationen findet man auf der offiziellen Webseite www.frankenwald-tourismus.de/draussen/radfahren/verleih-service-ladestationen
Unterkünfte
Einen Überblick über Radfahrer-freundliche, Bett+Bike-zertifizierte Übernachtungsmöglichkeiten liefert die Webseite www.frankenwald-tourismus.de/uebernachten/unsere-gastgeber/bett-bike-gastgeber
Infos
Allgemeine Reiseinformationen liefert die offizielle Webseite des Tourismusbüros www.frankenwald-tourismus.de
7. Bier-Rad-Route Kreis Höxter (Westfalen)
Der Kreis Höxter im Osten Nordrhein-Westfalens und des Teutoburger Waldes ist geprägt von Flusslandschaften, Laubwäldern, sanften Hügeln.
Brauerei und Bierkellertour
Rund um Bamberg gibt es weltweit die höchste Brauereidichte. Diese erlebnisreiche Radrunde nennt sich nicht umsonst Brauerei und Bierkellertour. Es erwarten Sie aber nicht nur nur eine einmalige Fülle von schattigen und heimeligen Bierkellern sondern auch das UNESCO Weltkulturerbe Bamberg und die Kaiserpfalz in Forchheim.
Tourenverlauf
- Start- und Endpunkt dieser außergewöhnlichen Radrundtour ist Bamberg mit seinen zahlreichen Brauereien und Bierkellern. Dass die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist unübersehbar. Die Silhouette des Kaiserdoms prägt das Stadtbild und malerisch liegt „Klein Venedig“ am Ufer der Regnitz. Unzählige weitere mittelalterliche Bauten prägen dieses einmalige Stadtbild.
- Bamberg - Burgebrach: Bevor Sie starten, sollten Sie unbedingt noch den Wochenmarkt in der Fußgängerzone besuchen. Danach nimmt Ihre Radtour langsam Fahrt auf. Nicht zu viel am ersten Tag, denn die Eindrücke müssen erst noch verarbeitet werden. Nach flachem Beginn radeln Sie in die weite Hügellandschaft des Steigerwaldes.
- Burgebrach - Forchheim: Die gestrige, kurze Etappe war ideal zum einrollen. Heute müssen Sie einige Steigungen überwinden. Auf ruhigen Wegen entdecken Sie den Naturpark Steigerwald mit seinen vielen kleinen Fachwerkdörfern. Nach flotter Abfahrt zur Regnitz und dem Main-Donau-Kanal müssen die ersten Ausläufer der Fränkischen Schweiz erklommen werden.
- Forchheim - Region Litzendorf: Die über 1.200 Jahre alte Stadt Forchheim hatte im Mittelalter große Bedeutung als Pfalz fränkischer Könige. Das Bischofschloss, die sogenannte „Kaiserpfalz“ erinnert daran, dass Forcheim bis 1805 Zweitresidenz der Bamberger Fürstbischöfe war. Nach so viel Historie warten die Berge der Fränkischen Schweiz auf Sie. Idyllisch sind die Dörfer und weit reicht die Sicht von den einzelnen Höhenzügen. Vom Tal der Wiesent radeln Sie hinauf in die bergige Fränkische Schweiz.
- Region Litzendorf - Bamberg: Von Litzendorf radeln sie durch leicht wellige Landschaften und an zahlreichen Bierkellern vorbei zurück nach Bamberg.
Weitere Informationen
Ein robustes Touren- oder Trekkingrad mit solidem Gepäckträger für zwei Packtaschen und Lenkertasche ist ideal für diese Radtour. Die Reifen sollten nicht zu schmal (min. 38 mm) sein. Schutzbleche an den Rädern sind sehr empfehlenswert.
| Option | Details |
|---|---|
| Lunchpaket / Radlbrotzeit | Auf Anfrage möglich |
| Saison | Mai bis Oktober |
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