Carbon-Laufräder sind begehrt und versprechen gute Umsätze. Sie peppen Dein Bike nicht nur optisch auf, sondern sorgen auch für ein ganz anderes, dynamischeres Fahrgefühl. Doch oft reicht die Begeisterung nur bis zum ersten Bremsmanöver.
Pauschale Aussagen zu Bremsbelägen sind schwierig, da für die Bremswirkung stets die Reibpaarung aus Belag und Felge verantwortlich ist. Im Bremsbelag Test schauen wir uns Fahrrad Bremsbeläge genauer an und stellen Unterschiede heraus, die auch 2025 wichtig sind.
Die richtige Pflege von Carbon-Laufrädern
Damit Du auch bei hohen Belastungen lange Freude an Deinen Laufrädern hast, ist die liebevolle Pflege unverzichtbar. Hier sind grundlegende Tipps zum richtigen Umgang mit Carbon Laufrädern:
- Bremsbeläge: Wenn Du Carbon Laufräder mit Carbon Bremsflanke besitzt, darfst Du auch nur spezielle Carbon Bremsbeläge verwenden. Die Gummimischungen der speziellen Beläge sind auf die unterschiedlichen Flanken ausgelegt und sorgen für eine entsprechend gute Bremsperformance. Beachte bezüglich der Bremsbeläge auch unbedingt die Vorgaben des Herstellers.
- Luftdruck: Die allermeisten Hersteller von Carbon Laufrädern für Drahtreifen geben einen zulässigen Luftdruck von 8 bar an. Diesen solltest Du auf keinen Fall übersteigen, sonst besteht die Gefahr, dass Du Dein Laufrad irreparabel beschädigst.
- Transport: Wenn du Deine Laufräder transportierst (oder lagerst) dann achte darauf das sie gut geschützt und keinen Druckbelastungen ausgesetzt sind. Idealerweise verwendest Du für den Transport gut gepolsterte Laufradtaschen.
Die richtige Reinigung
Die richtige Reinigung ist eigentlich relativ simpel und kein Hexenwerk. Du benötigst im ersten Schritt nicht mehr als einen weichen Schwamm, ein Mikrofasertuch, einen Behälter, sanftes Spülmittel und Wasser. Auch die Speichen, Nabenkörper und insbesondere die Bremsbeläge sollten regelmäßig vom Dreck der Straßen oder Ölrückständen befreit werden.
Die Bremsflanken gehören zu den kritischen Bereichen deiner Carbon Laufrädern. Sandkörner oder ähnliche Verschmutzungen sind der Feind der Bremsflanke. Um das zu verhindern, befreie am besten nach jeder Fahrt die Bremsbeläge und Flanken mit einem feuchten Tuch vom Schmutz.
Technische Komponente der Pflege
Zur Wartung gehört die regelmäßige Prüfung der Speichenspannung, sowie die Überprüfung auf Seiten- und Höhenschlag. Überprüfe im ersten Schritt das Laufrad auf Höhen- und Seitenschlag. Abschließend solltest Du Dich auch wenigstens einmal im Jahr der Pflege der Naben widmen: zerlegen, reinigen, neu fetten.
Während des Betriebs solltest Du Deine Laufräder regelmäßig (sinnvollerweise vor jeder Fahrt) auf Lagerspiel prüfen. Achte also darauf und korrigiere das Lagerspiel wenn nötig.
Bremsbeläge für Carbonfelgen im Test
Nach ausführlichen Testfahrten mit vier verschiedenen Carbon-Laufrädern (Mavic Cosmic Carbon C40, Bontrager Aeolus, Shimano Dura-Ace C75, Campagnolo Hyperon) lässt sich jedoch sagen, dass die neuen Black-Prince-Beläge des Spezialisten Swissstop für viele Carbonfelgen eine Empfehlung sind. Die schwarzen Gummis zeichnen sich bei Trockenheit durch exzellente Dosierbarkeit, hohe Bremskraft und moderaten Verschleiß aus.
Swissstop selbst argumentiert, dass die Bremswege der Black-Prince-Mischung signifikant kürzer sind als bei den hauseigenen gelben Belägen, die unter den Carbonbelägen bisher als Referenz galten.
Alternativen im Test
Als Alternative hatten wir den SwissStop Black Price Flash EVO Bremsbelag mit im Test. Dieser Bremsbelag ist 0.75mm pro Seite dünner als ein Standard Bremsgummi. Die SwissStop Black Prince haben eine stärkere Bremswirkung als die blau² DELTA Beläge. Zudem ist der Verschleiß der SwissStop Beläge sehr hoch. Die SwissStop Beläge sind für alle eine Empfehlung, denen eine hohe Bremseffizienz wichtig ist.
Verschiedene Materialien bei Fahrrad Bremsbelägen (Scheibenbremse)
Bei den Scheibenbremsen kommen, wie auch bei einem Auto, die Bremsscheibe selbst und dazugehörige Bremsbeläge zum Einsatz. Hierbei gibt es Unterschiede beim Material und damit auch bei der Bremswirkung und der Eigenschaft.
- Organische Bremsbeläge: Organische Bremsbeläge zum Beispiel aus Carbon, Glas oder anderen Fasern haben die positive Eigenschaft, dass die Wärme, die beim Bremsen entsteht, nicht so stark abgegeben wird und der Kolben nicht so warm wird. Die Bremsleistung kann oftmals besser dosiert werden. Der Nachteil ist hingegen, dass diese Bremsbeläge schneller verschleißen.
- Sintermetall Bremsbeläge: Sintermetall Bremsbeläge bestehen aus einem Granulat, dass aus verschiedenen Materialen bestehen kann. Die Vorteile sind eine höhere Hitzeresistent und ein geringerer Verschleiß als bei organischen Bremsbelägen. Der Nachteil ist gleichzeitig jedoch auch eine höhere Hitzeentwicklung und die metallischen Beläge neigen zum Bremsen-Quietschen.
- Semimetall Bremsbeläge: Eine Mischung aus beiden Varianten ist der Semimetall Bremsbelag. Hier werden Metallelemente mit organischen Anteilen gemischt. Es wird ein geringerer Verschleiß bei einer höherer Hitzebeständigkeit erwartet.
Trägerplatten für Scheibenbremsen
Bei den Trägerplatten können Materialien wie Stahl, Aluminium und Titan zum Einsatz kommen. Teilweise können die Bremsbeläge Kühlrippen aufweisen. Die Trägerplatte ist der Halter für den Bremsbelag selbst. Gebremst wird jedoch nur mit dem Belag. Hier wird auch der Verschleiß der Bremse abgelesen.
Bremsschuhe für die Felgenbremse
Auch Das Material für die Bremsschuhe für die Felgenbremse, V-Brake oder U-Brake kann unterschiedlich hart sein. Auch hier kommt auf die eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen an, dazu spielt jedoch das Material der Felge ebenfalls eine Rolle.
Abnutzung der Bremsschuhe
Der Verschleiß ist bei Felgenbremsen oft besser zu sehen als bei Scheibenbremsen. Da das Prinzip von Bremsen denkbar einfach ist, bleibt es nicht aus, dass die Bremsbeläge abnutzen. Der Bremsbelag sollte daher auch immer weicher als das Material der Felge sein, dies ist wiederum der Grund, wieso nicht alle Bremsschuhe gleichermaßen für jede Felge geeignet ist.
Fahrrad Bremsbeläge 2025
Hier eine Übersicht von Fahrrad Bremsbelägen aus dem Jahr 2025:
| Anzeige | Bild | Produkt | Typ | Material | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Shimano B01S | Scheibenbremse | Resin | 14,50 € - 16,20 € | Amazon | ||
| Magura 7.P | Scheibenbremse | Sintermetall | 22,46 € - 25,00 € | Amazon | ||
| Tr!ckstuff Power 830 | Scheibenbremse | organisch | 26,89 € | Amazon | ||
| Decareta | Felgenbremse | Gummi | 17,86 € | Amazon | ||
| XLC BS-C04 | Felgenbremse | Gummi | 4,49 € - 6,50 € | Amazon | ||
| XLC BS-C02 | Felgenbremse | Gummi | 7,99 € | Amazon | ||
| Shimano M70T4 | Felgenbremse | Gummi | 13,58 € | Amazon |
Stand: 30. August 2025 4:06
Neue Bremsen einbremsen
Wer seine Bremsbeläge gewechselt hat, egal ob für Scheibenbremsen oder die Bremsschuhe für die V-Brake bzw. Felgenbremse, der sollte die neuen Bremsen einbremsen. So wird sichergestellt, dass die Bremse um Ernstfall ihre volle Bremsleistung entfalten kann.
Im Idealfall sucht man sich dazu eine leicht abschüssige Stelle, an der man gezielt und kontrolliert langsam auf dem Rad rollt und die Bremse betätigt.
Fahrradbremsen für E-Bikes
Grundsätzlich gibt es für E-Bikes keine besonderen oder speziellen Bremsbeläge. Da mit einem E-Bike oftmals schneller und weiter gefahren wird, kann der Verschleiß etwas höher sein im Vergleich zum normalen Fahrrad in Abhängigkeit der Zeit. Auch bei E-Bikes gelten alle Hinweise und Tipps gleichermaßen.
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