Shimano hat mit den Zee Bremsen eine interessante Option geschaffen, die eine kostengünstigere Alternative zu den teureren Saint Bremsen darstellt. Viele Fahrer finden es schwer, die zusätzlichen Ausgaben für eine Saint zu rechtfertigen, da die Zee Bremsen eine erstaunliche Ähnlichkeit aufweisen. Die einzigen wesentlichen Unterschiede sind der einstellbare Druckpunkt der Saint und die Tatsache, dass die Reichweiteneinstellung bei der Zee nur mit Werkzeug möglich ist.
Technische Details und Ausstattung
Die Bremsbeläge mit Kühlrippen sind auch bei der Zee Serie erhältlich. Da Bremsscheiben sowieso separat verkauft werden, kann man sich hier selbst für Stahl oder Ice-Tech entscheiden. Die Vierkolben-Bremse "Zee" wurde bei der Markteinführung als preiswerte Alternative zur "Saint" angepriesen.
Leistung und Dosierbarkeit
Bremsleistung und Dosierbarkeit sind schwer zu schlagen, und genauso verhält es sich auch mit der Zuverlässigkeit. Die organischen Beläge liefern geschmeidige und hohe Bremskraft, selbst auf den härtesten Abfahrten. Die vier Kolben (16/18 mm groß) mit den längeren Bremsbelägen sorgen auf dem Trail im Vergleich zur XT oder DEORE für bessere Dosierbarkeit, aber auch für mehr Power, wenn man sie braucht.
Die Shimano Zee ist die erste Wahl für preisbewusste Fahrer auf der Suche nach viel Bremspower und guter Dosierbarkeit. Der lange Hub der Kolben macht eine schleiffreie Einstellung einfach und dank Servo Wave-Technologie liegen die Beläge schnell an der Scheibe an und werden dann langsamer dagegen gedrückt, um eine gute Dosierbarkeit sicherzustellen.
Vergleich mit anderen Bremsen
Im Vergleichstest 2018 wurden 19 Scheibenbremsen getestet, wobei jeder Hersteller pro Modell drei komplette Bremsen, Entlüftungssets, Ersatzbeläge und drei Sätze 180/200er-Scheiben schickte. Die Zee hat keine Kühlrippen an den Belägen und bleibt im direkten Vergleich hinter der SAINT zurück. Dennoch begeistert die Bremse die enormer Power, die sehr konsistent zur Verfügung steht - selbst bei härtesten Abfahrten.
Ein Vergleich mit der Shimano Cues Bremse zeigt, dass die Zee für den Gravity Sport entwickelt wurde, während die Cues eher für den Urban- oder Trekking-Bereich gedacht ist.
Praxiserfahrungen und Testergebnisse
Die Shimano Zee ist die Bremse für alle Fahrer, die auf langen Abfahrten viel Power und eine zuverlässige Performance zu schätzen wissen, aber nicht auf der Suche nach einem Statussymbol sind. Überraschung: Selbst bei langen, steilen Abfahrten verzögerte sie ohne Murren, ohne Fading und der Druckpunkt saß. Die Vierkolben-Bremse beißt kräftig zu, lässt sich aber dennoch gut dosieren. Kein nerviges On/Off, sondern eine kalkulierbare Bremsmodulation - ideal für Manuals.
Montage und Handhabung
Auf eine werkzeuglose Einstellbarkeit des Hebels muss man zwar verzichten, aber mit einem Inbus lässt sich die Griffweite einfach anpassen und der genoppte Griff gibt auch in Panikmomenten guten Halt. Die Bremse lässt sich dank I-Spec-Schelle mit dem zugehörigen Schalthebel gemeinsam montieren. Das obligatorische Kürzen der Bremsleitungen hat sich dank Shimano´s One-Way Entlüftung als äußerst einfach erwiesen.
Vor- und Nachteile
- PLUS: Hebel-Ergonomie, Funktion, Preis/Leistung
- MINUS: Keine werkzeuglose Hebelverstellung
Gewicht und Preis
Das Gewicht beträgt ca. 521 Gramm (pro Bremse und 200er-Scheibe). Der Preis liegt bei ca. 380 € für die Zee Gruppe (Kurbel, Schaltgriff, Schaltwerk, Bremse).
Fazit
Die Shimano Zee Gruppe ist wahrscheinlich eines der unterschätztesten Produkte auf dem Markt. Auch wenn die Verarbeitung deutlich unter Saint Level ist, stimmt der Preis und die Performance ist auf höchstem Niveau. Die Shimano Zee Gruppe überzeugt auf ganzer Linie. Mit gewohnt knackiger Schaltperformance und einer Bremse die einem Wurfanker gleicht, steht sie der großen Schwester in nichts nach und wird nicht nur Einsteiger begeistern.
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