Mindeststärke von Motorrad Bremsbelägen und Bremsscheiben

Ein gründlicher Technikcheck des Motorrades steht an, bevor Biker zu den ersten Touren des Jahres aufbrechen. Dabei sollten sie auch die Mindestdicke der Bremsscheiben und Bremsbeläge beachten. Es ist wichtig, den Zustand der Bremsen regelmäßig zu überprüfen.

Bremsscheiben

Solange die Bremsscheibe über die angegebene Mindeststärke verfügt, ist sie nicht verschlissen. Dick genug müssen auch die Bremsscheiben sein. Entsprechende Markierungen finden Biker zumeist auf der Scheibe und können diese mit einem Messschieber kontrollieren. Zudem muss sie frei von tiefen Riefen oder gar Rissen sein.

Bremsbeläge

Bei den Belägen das Gleiche, wenn die nicht bis zur Verschleissgrenze runter sind sind sie noch ausreichend. In Motorradbremsbelägen sind in der Regel Schlitze vorhanden, die die Verschleißgrenze darstellen. Wenn die Beläge soweit abgefahren sind, sind sie verschlissen.

Wann wird es kritisch?

Eine Faustregel besagt: Sind es weniger als zwei Millimeter, wird es kritisch, so die Experten. Regelmäßig kontrollieren, ob der Belag noch ausreichend dick ist: Er muss noch deutlich stärker sein als ein Millimeter. Ein neuer Bremsbelag ist fünf bis acht Millimeter dick.

Die Kontrolle der Bremsbeläge

Der Punkt "Bremsbeläge prüfen" ist in den Wartungsvorschriften aller Hersteller für jede kleine und große Inspektion zu finden. Da aber die Wartungsintervalle mittlerweile viele tausend Kilometer betragen, sollte man den Bremsbelägen auch selbst etwas Aufmerksamkeit schenken.

Wie kontrolliert man die Bremsbeläge richtig?

Zur Bremsbelagskontrolle sollte man sich ausnahmsweise mal auf die Knie begeben. Eine Taschenlampe setzt die Bremsklötze ins rechte Licht. Um die Belagstärke kontrollieren zu können, braucht man etwas Licht: Leuchtet man zum Beispiel mit einer Taschenlampe oder einer anderen Lichtquelle an der Bremsscheibe entlang, ist der Bremsklotz zu sehen. Der Bremsbelag ist etwas kleiner als die zirka 3 mm dicke Trägerplatte aus Metall.

Augenmaß statt Ausbauen

So wird’s gemacht Ausbauen und messen ist viel zu umständlich und wird auch in keiner Werkstatt so gemacht. Man muss einfach das richtige "Augenmaß" haben - es ist nicht schwer, einen mm von 5 mm zu unterscheiden. Schauen Sie sich die Zeichnung links unten an: So sieht ein Bremsklotz im Querschnitt aus. Die Fotos der Bremsklötze machen die Sache noch deutlicher: Der Bremsbelag ist auf einer Trägerplatte befestigt, meistens geklebt und zusätzlich unter hohem Druck aufgepresst.

Verschleißmarkierungen

Die meisten Bremsbeläge sind mit Verschleißmarkierungen versehen. Sichtkontrolle deiner Bremsbeläge. Die meisten Bremsbeläge verfügen über eine Nut (manchmal auch mehrere), die dir anzeigt, ob die Verschleißgrenze erreicht ist. Ist diese Nut nicht mehr sichtbar, ist die Verschleißgrenze erreicht - also raus mit den Belägen.

Die Streichholzprüfung

Ein Tipp für alle, die kein gutes Gefühl für Maße haben und auch keine Verschleißmarkierungen an den Bremsbelägen ihrer Maschine erkennen können: Ein Streichholz ist 1,5 Millimeter dick. Zwischen dieser und der Bremsscheibe muss noch mehr als ein Millimeter Material sein - das ist der Bremsbelag. Streichholzprüfung für Motorrad-Bremsbeläge: Dieses muss zwischen die Bremsbelag-Trägerplatte und die Bremsscheibe geschoben werden können: Passt es und ist auch rechts und links noch genügend Freiraum, ist der Bremsbelag noch ausreichend dick. Passt es nicht, ist der Bremsbelag schon so dünn ("abgefahren"), dass die Bremsklötze schnellstmöglich gewechselt werden sollten.

Wann sollte man die Bremsbeläge wechseln?

Spätestens, wenn du feststellst, dass die nötige Bremsleistung nicht mehr erbracht wird, besteht Handlungsbedarf. Erst, wenn die erste Rille beginnt auszuglätten, würde ich an einen Wechsel denken. Verschiedene Kunden reagieren dann "Ich war doch in der Werkstatt, weshalb haben die nicht . . Eine anständige Werkstatt ruft an und sagt: "Hör mal, Deine Beläge taugen vielleicht nocht für 5000 km.

Warnsignale

Wirken die Bremsbeläge augenscheinlich in Ordnung, sollten Sie beim Fahren dennoch auf weitere Warnsignale achten. Hierzu zählen beispielsweise das Quietschen der Bremse oder ungewöhnliche Vibrationen während des Bremsvorgangs. Auch bei stark verölten Bremsbelägen sollten Sie diese lieber genauer hinschauen. Zusätzlich kann ein Blick auf die Bremsklötze einen Hinweis zum Verschleiß geben.

Verschiedene Arten von Bremsbelägen

Bremsbelägen. und sog. Sintermetallbeläge. beanspruchen als organische Bremsbeläge dies tun. Bei einem Wechsel von einem organischen zu einem Sinterbelag ist besondere Vorsicht geboten, da die Bremsen durch das plötzliche Mehr an Biss auch nach mehr Gefühl verlangen. je nach Modell bei Nässe etwas schlechtere Bremswirkungmüssen erst „eingebremst“ werden, d. h., ca. Spätestens, wenn du feststellst, dass die nötige Bremsleistung nicht mehr erbracht wird, besteht Handlungsbedarf.

Was ist beim Wechsel zu beachten?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Austausch von einem Profi durchführen lassen. Die meisten Werkstätte bieten diesen Service für rund 150 Euro an. Von Billig-Angeboten aus dem Internet, z. B. bei ebay, rate ich dir unbedingt ab. solltest du neue Bremsbeläge zunächst vorsichtig einbremsen. Um die Oberflächen der neuen Bremsbeläge den Oberflächen der Bremsscheiben anzupassen, empfiehlt es sich, die Bremsen zunächst mehrfach hintereinander bei geringem Tempo zu betätigen.

Das Einbremsen neuer Bremsbeläge

Wie oft bzw. wie lange, hängt unter anderem von deinen Belägen und deinem Motorrad ab, aber so ca. Bremsvorgänge möglichst vermeiden. längere Zeit schleifend betätigen. zupacken und gleichmäßig bremsen.

Die Rolle der Werkstatt

Die Werkstatt geht tatsächlich davon aus, dass Du erst in 1 Jahr wiederkommst und dann . . .. Die Werkstatt macht das schon richtig, die Gründe wurden genannt.klar sollten die bis zur nächsten Inspektion halten, was BMW Ziel ist, aber die wenigsten fahren in einem Jahr 10 000 km. Die Werkstätten denken in Serviceintervallen. Bis zum nächsten Service reicht es vermutlich ja schon nicht mehr ...

Die Werkstatt muss das natürlich anders beurteilen. Eventuell sieht sie Dein Moped erst in einem Jahr oder nach weiteren 10.000km wieder. Je nach Fahr-/Bremsverhalten schaffen das deine Beläge aber nicht mehr. Die gehen hier eher auf Nummer sicher, da sie immer davon ausgehen, dass der Kunde sich um nichts kümmert und bis zur nächsten Inspektion einfach weiterfährt. Wenn dann was passiert, könnte der Kunde auf die Idee kommen, die Werkstatt dafür haftbar zu machen, darauf haben die natürlich gar keinen Bock.

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