Motorrad Bremse Einstellen: Eine Anleitung

Die Bremsleistung der vorderen Duplex-Bremse kann manchmal enttäuschend sein. Es ist wichtig, die Bremsbeläge und die Einstellung zu überprüfen, um die Bremsleistung zu optimieren.

Grundlagen der Bremseneinstellung

Zuerst einmal sollte man die Bremsflächen in der Trommel wieder glätten, da sie im Neuzustand geschliffen und somit ziemlich glatt sind. Wenn die Beläge neu sind, können sie vertauscht werden.

Es ist wichtig, sicherzustellen, dass alles richtig montiert ist.

Eine Voreinstellung ohne Verbindungsstange kann vorgenommen werden. Dabei werden die Hebel an der Bremsankerplatte einzeln auf volle Anlage gebracht und die Stellung am Gehäuse markiert. Danach wird erst die Verbindungsstange montiert und die Feineinstellung vorgenommen, bis ein harter Druckpunkt erreicht ist.

Tipps und Tricks zur Verbesserung der Bremsleistung

Was bei Trommelbremsen ebenfalls jede Menge Sinn stiftet, ist, Beläge dicker kleben zu lassen als erforderlich, und dann auf einer Vorrichtung auf der Drehbank runterdrehen. Dann bremst es ab Hof ordentlich. Die wesentlichen Teile der Einstellung sind mit dem ersten Beitrag erklärt.

Wenn man die Bremse außerdem so einstellt, dass beide Backen gleichzeitig an die Trommel anlegen und man dann mal eine Spontanbremsung hinlegen muss, fliegt man mit einiger Sicherheit auf die Fresse. Ich habe die Bremse deshalb rasch nach Art eines Registers eingestellt.

Was ich hier nochmals bekräftigen kann, ist die Erfahrung, dass eine penibel eingestellte Duplexbremse gewaltige Bremskräfte auf den Asphalt bringen kann. Wenn man den Bremshebel erst sanft und dann stärker zieht, sich also der Eigenart der Bremse beim Bremsvorgang bewusst ist, gibt es auch keine Probleme.

Bremshebel Einstellung

Wenn die Hände nach dem Motorradfahren wehtun, kann es an einem falsch eingestellten Bremshebel liegen. Ein defekter Bremshebel kann zudem gefährlich werden und sollte schnellstmöglich repariert werden.

Funktion des Bremshebels

Wenn der Bremshebel einwandfrei funktioniert, sorgt er dafür, dass er das Motorrad nach Betätigung abbremst oder ganz zum Stehen kommt. Dazu wird er einfach mit den Fingern nach unten gedrückt, während du die Kupplung anziehst. Die Kraftübertragung beim Bremsen erfolgt entweder hydraulisch oder mechanisch.

Position des Bremshebels

Der Bremshebel befindet sich rechts am Lenker. An der linken Seite findest du den Kupplungshebel, den du zum Bremsen ebenfalls anziehst. Somit können beide schnell und komfortabel mit der Hand betätigt werden. Am besten kontrollierst du vor jeder Fahrt, ob er auch wirklich einwandfrei funktioniert.

Korrekte Einstellung des Bremshebels

Um stets unfallfrei unterwegs zu sein, solltest du sichergehen, dass dein Bremshebel richtig eingestellt ist. Dazu achtest du beim Fahren einfach darauf, ob dein Unterarm zusammen mit deinen Fingern eine Gerade bildet. Auf diese Weise liegt die Hand ideal auf dem Bremshebel auf. So kannst du schnell reagieren, wenn einmal eine gefährliche Situation eintritt. Es reicht nicht aus, wenn du den Hebel nur mit den Fingerspitzen berühren kannst.

Griffwinkel einstellen

Wenn du zusätzlich auf Nummer sicher gehen willst, kannst du den Winkel zwischen Unterarm und Hand überprüfen. Dieser sollte flach sein und auf keinen Fall zu steil, damit du in Gefahrensituationen bestmöglich reagieren kannst.

Selbstständige Einstellung

Um den Bremshebel einzustellen, musst du nur die Klemmschrauben an den Armaturen lösen. Danach kannst du den Handhebel einfach an die für dich ideale Position bringen. Anschließend ziehst du alle Schrauben wieder fest.

Defekter Bremshebel

Wenn der Bremshebel nicht mehr wie gewünscht funktioniert, lässt du dein Motorrad vorerst lieber stehen und suchst schnellstmöglich die nächste Werkstatt auf. Denn die Bremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil und eines solches muss immer einwandfrei funktionieren. Wer nicht über das nötige Fachwissen verfügt, sollte auch nicht versuchen, den Bremshebel in Eigenregie zu reparieren.

Austausch des Bremshebels

Wenn der Bremshebel defekt ist oder nicht mehr vernünftig arbeitet, sollte direkt gehandelt werden. Zunächst werden alle Schrauben gelöst. Gibt es dabei Probleme, wird Sprühöl aufgetragen. Danach säuberst du alle zugänglichen Stellen und fettest den Bolzen (nicht das Gewinde!). So kann läuft der neue Hebel problemlos. Danach setzt du den neuen Hebel einfach ein und schraubst ihn wieder fest.

Austausch sinnvoll?

In bestimmten Fällen ist es definitiv sinnvoll, die vom Hersteller verbauten Brems- bzw. Kupplungshebel auszutauschen. Viele originale Handhebel sind nämlich nicht verstellbar, was besonders den Menschen zu Last fällt, die sehr lange oder kurze Finger haben.

Farbe des Bremshebels

Bei der Farbwahl der Bremshebel sind dir keine Grenzen gesetzt. Du kannst sie passend zu deinem restlichen Motorrad wählen oder farbliche Akzente setzen. Mittlerweile gibt es besonders von V-Trec die unterschiedlichsten Designs, sodass du deiner Fantasie freien Lauf lassen kannst.

Duplexbremsen

Man sagt den Duplexbremsen von Honda nach, dass sie durchaus mit alten Scheibenbremsen mithalten können. Bei mir war das bislang leider nicht der Fall. Oft hatte ich den Eindruck, dass die 160mm-Simplextrommel an meinem Gespann besser bremst als die 180mm-Duplex am Racer. Der erste Blick galt den Bremsbelägen. Diese sind noch nicht sehr alt und auch noch nicht ausgehärtet. Das kann also kein Grund für die schlechte Bremsleistung sein.

Im nächsten Schritt wollte ich die Bremse besser einstellen bzw. synchronisieren. Soll heißen, dass die beiden Beläge beim Bremsen exakt gleichzeitig und mit dem gleichen Anpressdruck anliegen.

Einstellmethoden für Duplexbremsen

  1. Die einfachste Anleitung besagt, dass die Mittelpunkte der beiden Bremsnocken den gleichen Abstand haben sollen wie die beiden Befestigungspunkte der Verbindungsstange.
  2. Andere Anleitungen besagen, dass man für jeden Belag den Punkt ermitteln soll, an dem er gerade so anliegt.
  3. Die letzte Variante, die ich gefunden habe, sieht so aus: Man stellt die Bremse so ein, dass nur ein Belag anliegt.

Am Ende hat die Bremse immerhin so stark gebremst, dass das Motorrad beim Bremsen richtig heftig in die Knie gegangen ist.

Weitere Aspekte

Es ist normal, dass neue Bremsbeläge nicht gleich voll "zupacken". Sie müssen ihre Oberfläche erst einmal wieder der Bremsscheibe anpassen (Riefen, Rillen und Furchen). D.h. Wie Thomas schon schreibt...............kann es ein paar Kilometer dauern, bis sich das alte Bremsgefühl wieder einstellt.

Die Höhe des Bremshebels lässt sich einstellen, wenn Du den Bremshebel höher stellst, musst Du auch nicht so weit runter treten, bis die Bremse zupackt....evtl.

Erfahrungen mit Duplexbremsen

Hallo,meine Erfahrungen mit zwei verschiedenen Honda Duplexbremsen waren eigentlich gut. Bei der CB 450 waren nur vom Werk zu stumpfe Beläge drin, nach Umrüstung auf Ferodo, Abdrehen der Beläge auf vorgespannten Bremsbacken und absolut leichgängigen Bremsnocken hat der Vorderreifen (damals Metzeler Bloch C) beim starken Bremsen richtig gepfiffen, Blockadeneigung hatte die Bremse nicht.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0