Shimano BR-M315 im Test: Alternativen und Erfahrungen

Viele Radfahrer kennen das Problem: Die Bremsbeläge sind schnell verschlissen und die Bremsleistung lässt zu wünschen übrig. Besonders betroffen sind Fahrer, die häufig bergauf und bergab fahren oder einen Anhänger ziehen. Ein möglicher Ausweg ist der Umstieg auf eine höherwertige Bremse, wie beispielsweise die Shimano XT.

Erfahrungen mit der Shimano BR-M315

Die Shimano BR-M315 ist nicht gerade für ihre überragende Bremsleistung bekannt. Einige Nutzer berichten von einem hohen Verschleiß der Bremsbeläge, teilweise bereits nach 400 Kilometern. Besonders im Hängerbetrieb bergab stößt die Bremse an ihre Grenzen.

Einige Radfahrer berichten von ähnlichen Erfahrungen mit anderen Bremsen, wie der Shimano M396. Auch hier waren die Bremsbeläge bereits nach 1000 Kilometern in der Ebene verschlissen.

Es gibt aber auch positive Erfahrungen mit anderen Bremsen in Kombination mit hochwertigen Scheiben und Belägen. Ein Nutzer berichtet von einem Umstieg von einer Tectro-Bremse mit geringer Laufleistung auf eine Saint M820 mit IceTech Scheiben. Nach 1500 Kilometern sei die Bremsleistung in allen Lagen brachial.

Alternativen zur BR-M315

Wer mit der Bremsleistung der BR-M315 nicht zufrieden ist, kann auf verschiedene Alternativen zurückgreifen. Dazu gehören:

  • Shimano XT
  • Shimano SLX
  • Shimano Zee
  • TRP
  • Saint M820

Die Shimano Zee ist eine 4-Kolben-Bremse und bietet eine deutlich höhere Bremsleistung als die BR-M315. In Kombination mit organischen Belägen arbeitet sie zudem sehr leise.

Bremsscheiben und Beläge

Neben der Bremse selbst spielen auch die Bremsscheiben und Beläge eine wichtige Rolle für die Bremsleistung. Es gibt verschiedene Arten von Bremsbelägen:

  • Metallisch
  • Organisch

Metallische Beläge bieten eine höhere Bremsleistung, verschleißen aber auch die Bremsscheibe stärker. Organische Beläge sind schonender zur Bremsscheibe, bieten aber eine geringere Bremsleistung.

Shimano setzt bei den XTR ICE-TECH-Bremsscheiben auf einen Kern aus Aluminium, der die Wärmeableitung und das Gewicht verbessern soll. Tests haben gezeigt, dass die Sandwich-Struktur der Bremsscheibe Sinn ergibt und die Shimano XTR-Bremsen am kühlsten bleiben. Besonders mit Sinter-Belägen wird der Effekt noch verstärkt.

Wichtige Aspekte beim Umstieg

Beim Umstieg auf eine andere Bremse sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Kompatibilität der Bremsscheibe: Falls von einer kleinen auf eine größere Scheibe umgestiegen wird, ist ein Adapter erforderlich.
  • Kompatibilität mit der Gabel: Nicht jede Gabel ist für größere Bremsscheiben geeignet.
  • Bremsflüssigkeit: Es gibt zwei Arten von Bremsflüssigkeit: Mineralöl und DOT. Die Wahl der Bremsflüssigkeit obliegt dem Hersteller.

Bremsentest: Hayes Dominion T4 und Shimano SLX überzeugen

Ein umfassender Bremsentest hat gezeigt, dass es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Bremsen gibt. Die Hayes Dominion T4 überzeugte mit einer enormen Performance und einem sehr guten Bremsgefühl. Die Shimano SLX bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test.

Testergebnisse im Überblick:

Bremse Vorteile Nachteile
Hayes Dominion T4 Enorme Performance, sehr gutes Bremsgefühl, geringes Gewicht -
Shimano SLX Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, starke Verzögerung, solide Dosierbarkeit Digitales Bremsgefühl erfordert Eingewöhnung

Letztendlich hängt die Wahl der richtigen Bremse von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzbereich ab. Wer viel Wert auf eine hohe Bremsleistung legt, sollte zu einer 4-Kolben-Bremse greifen. Wer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit der Shimano SLX gut beraten.

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