Die richtige Anwendung von Bremsenreiniger für Fahrrad-Scheibenbremsen

Gut funktionierende Bremsen sind enorm wichtig für deine Sicherheit. An fast allen Fahrrädern findet man inzwischen hydraulische Scheibenbremsen. Die modernen Systeme sind ausgereift und verhältnismäßig einfach zu warten.

Warum die Reinigung der Bremsscheiben wichtig ist

Wenn du an die Pflege und Wartung deines Mountainbikes denkst, ist die Reinigung der Bremsscheiben wahrscheinlich nicht das Erste, was dir in den Sinn kommt. Die Wartung der Bremsen, bzw. in diesem Fall der Bremsscheiben, spielt jedoch nicht nur in punkto Sicherheit eine wichtige Rolle. Sie trägt auch dazu bei, dass dein Mountainbike auf lange (und auf kurze) Sicht technisch einwandfrei funktioniert und andere Teile nicht beschädigt werden. Die mechanischen Einzelbestandteile deines MTBs greifen nämlich ineinander.

Regelmäßige Überprüfung der Bremsscheiben

Deswegen solltest du regelmäßig daran denken, den Zustand deiner Bremsscheiben (und aller anderen Teile, wenn du schon einmal dabei bist) zu überprüfen. Sollte eine Bremsscheibe gerissen oder gebrochen sein, muss sie umgehend ausgetauscht werden. Achte außerdem darauf, ob die Bremsscheiben verbogen sind. Hier wird es problematisch, wenn die Scheibe mehr als 1 mm verbogen ist. Das lässt sich mit dem richtigen Werkzeug jedoch gut reparieren. Überprüfe außerdem regelmäßig, ob deine Bremsscheiben sauber sind.

Die Reinigung mit Bremsenreiniger

Mit einem Bremsenreiniger (z.B. Dynamic Bremsenreiniger oder Finish Line Speed Clean) kann man seine Bremsen sehr gut säubern. Der Fahrrad-Bremsenreiniger von Finish Line befreit schnell und wirksam deine Scheibenbremse von Schmutz, Öl und Bremsrückständen. Er verdrängt Feuchtigkeit von Bremsscheiben und Belägen, optimiert die Bremsperformance und beugt lästigen Quietschgeräuschen vor. Der Bremsscheibenreiniger wurde so entwickelt, dass er nach dem Auftragen keine Rückstände hinterlässt.

Anwendung des Bremsenreinigers

Um das Quietschen deiner Scheibenbremse zu beseitigen, solltest du zuerst deine Bremsscheiben mit dem Bremsenreiniger säubern - am besten regelmäßig. Bei stärkerer Verschmutzung solltest du mit Bremsenreiniger (Spray) arbeiten, der speziell den typischen, aggressiven Bremsstaub lösen kann. Wir empfehlen, den Reiniger dosiert einzusetzen, oder ihn mit einem benetzten Tuch aufzutragen. Zum Beispiel zum Säubern der Scheiben. Das kann im Übrigen auch zur Bekämpfung von Quietschgeräuschen hilfreich sein.

Schritte zur richtigen Anwendung

  1. Sprühen Sie den Reiniger großzügig auf die zu reinigenden Teile und lassen Sie ihn ablaufen.
  2. Angelösten Schmutz durch erneutes Auftragen absprühen oder mit Tuch aufnehmen.
  3. Die Oberfläche anschließend ablüften lassen.

Produktdetails des Finish Line Bremsenreinigers

  • Bremsenreiniger für Fahrrad-Scheibenbremsen
  • Reinigt, entfettet und verdrängt Feuchtigkeit
  • Optimiert die Bremsleistung, beugt Quietschen vor
  • Für Bremsscheiben und Beläge geeignet
  • Einfache Anwendung: besprühen und trocknen lassen
  • Ohne Aceton: unbedenklich für lackierte Teile, Carbon und Kunststoffe (an unauffälliger Stelle testen)

Technische Daten

Inhalt: 295 ml Spray

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Achtet bei der Verwendung von Bremsenreiniger darauf, das nicht allzuviel davon auf eure Hände gelangt. Aufpassen das kein Tropfen in den Kolben der Bremse gelangt; dieser kann ansonsten klemmen bzw. Niemals Öl oder ölhaltige Substanzen auf die Beläge bringen!! Die ganze Bremse incl. Scheibe und Belägen sollte nicht mit Bremsenreiniger eingesprüht werden.

Gefahren- und Sicherheitshinweise

  • Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.
  • Verursacht Hautreizungen.
  • Verursacht schwere Augenreizungen.
  • Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
  • Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellenarten fernhalten. Nicht rauchen.
  • Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • Inhalt / Behälter gemäß den örtlichen, regionalen Vorschriften der Entsorgung zuführen.

Bremsbeläge: Verschleiß prüfen und austauschen

Je nach Fahr-Intensität solltest du etwa alle zwei bis drei Wochen einen Blick auf die Beläge werfen. Nach Schlechtwetter-Einsätzen jedoch gezielt und öfter! Das kannst du bei relativ neuen Belägen mit Hilfe einer Taschenlampe von oben durch den Schlitz im Sattel erledigen. Wenn die Beläge dünner werden, empfehlen wir, sie zur Sichtprüfung auszubauen.

Wenn allerdings schon Öl auf die Bremsbeläge gekommen ist (z.b. beim Entlüften der Bremse), dann müssen (!) die Disc-Bremsbeläge getauscht werden. Diese funktionieren dann definitiv nicht mehr.

Austausch der Bremsbeläge

  1. Zunächst das Laufrad ausbauen.
  2. Als erstes sollten die Beläge in ihre maximale Ausgangsposition zurück gedrückt werden. Dazu mit einem flachen und stumpfen Hebel zwischen die Beläge fahren und diese mit sanfter Gewalt auseinander drücken. Es eignet sich zum Beispiel ein dünner Reifenheber (Ein scharfkantiger Schraubendreher kann die Beläge beschädigen!). Das Zurückdrücken der Kolben ist auch nötig, damit bei Bedarf neue Beläge im Sattel genügend Platz finden.
  3. Zur Entnahme musst du noch den Sicherungsbolzen oben auf dem Sattel entfernen (i. d. R. Innensechskant-Schraube). Der Bolzen ist mit einem kleinen Sprengring gegen selbstständiges Lösen gesichert, der sich mit Hilfe einer Spitzzange oder von Hand abziehen lässt.

Neue Bremsbeläge unbedingt einbremsen!

Erst nachdem neue Bremsbeläge nach folgendem Prozedere eingebremst wurden, können sie ihre volle Bremsleistung entfalten: Das Fahrrad etwa 20 bis 30 Mal hintereinander auf rund 30 km/h beschleunigen und anschließend kraftvoll bis zum Stillstand abbremsen.

Scheibenbremsen - Geräusche ermitteln und beseitigen

Nichts ist schlimmer, als eine quietschende Scheibenbremse. In einzelnen Fällen kann dieses Bremsgeräusch unerträgliche Lautstärken erreichen. Aber auch weniger laute Geräusche wie kratzen, schleifen oder rubbeln können nerven. Umso mehr, wenn der Krach mit einer verringerten Bremsleistung einher geht. Grund genug, die Probleme aufzuspüren und zu beseitigen.

Mögliche Ursachen und Lösungen

  • Quietschen bei Nässe: Leider ist es ein recht häufiges Phänomen, dass Scheibenbremsen während einer Regenfahrt plötzlich zu quietschen anfangen. Die Geräusche verschwinden, sobald alles wieder trocken ist. Manchmal verschwindet das „Nassquietschen“ auch auf längeren Abfahrten wieder, wenn die Bremsscheiben heiß werden.
  • Welche Beläge sind montiert?: Wer sich häufig über Bremsgeräusche ärgert, sollte unbedingt organische Beläge verwenden. Diese verschleißen zwar etwas schneller als Sinterbeläge, neigen aber weniger zu Geräuschentwicklungen. Außerdem lassen sich Bremsen mit organischen Belägen besser dosieren.
  • Sind die Beläge verschlissen?: Auch abgefahrene Beläge können Geräusche verursachen. So oder so müssen derart abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich ausgetauscht werden!
  • Ist die Oberfläche der Beläge verglast?: Bei rechtzeitiger Behandlung kannst du die Beläge retten und weiter verwenden. Dazu die Beläge ausbauen und so oft über einen ausgelegten Bogen Schleifpapier ziehen, bis die Bremsfläche wieder matt aussieht. Achte darauf, dass du den Belag nicht schräg anschleifst. Die Oberfläche muss parallel zur Trägerplatte stehen.

Weitere Tipps zur Fehlerbehebung

  • Alle Schraubverbindungen fest?: Du kannst jedoch prüfen, ob alle Schraubverbindungen an den Bauteilen der Bremsanlage fest geschlossen sind.
  • Sitzt der Bremssattel mittig über der Scheibe?: Schleift die Bremse einseitig, kann dies Geräusche verursachen.
  • Fahren alle Kolben gleichmäßig und leichtgängig aus?: In diesem Fall müssen die Kolben wieder gängig gemacht werden. Dazu das Rad ausbauen, die Beläge (und Kolben) zurück drücken und anschließend entnehmen.

Zusätzliche Werkzeuge für die Wartung

Werkzeug - Diese Tools benötigst du:

  • Satz Innensechskantschlüssel (Inbus)
  • Torx Schlüssel (je nach Bremsentyp)
  • Drehmomentschlüssel (empfehlenswert!)
  • Schleifpapier ca. Korn 100 bis 150
  • Bremsenreiniger Spray
  • Zur Bremse passende Ersatzbeläge

Reinigung der Bremsscheiben im Detail

Im Zuge eines solchen Waschgangs kannst du die Scheibenbremsen im Prinzip ohne besondere Behandlung einbeziehen. Die Bauteile vertragen Wasser und Fahrradreiniger problemlos.

Prüfung der Bremsscheiben

Laufräder ausbauen und Bremsscheiben prüfen: Um an der Bremsanlage arbeiten zu können, müssen natürlich die Laufräder vom Rad abmontiert werden. Vorher aber kannst Du noch prüfen, ob die Bremsscheiben gerade oder eventuell verzogen sind. Eine verzogene Scheibe erkennst Du daran, dass sie bei Rotation im Bremssattel seitlich “taumelt“.

Verschleißgrenze der Bremsscheiben

Nimmst Du Dir die Scheibe vor, kannst Du mit dem Fingernagel am Übergang zwischen Reibfläche und Trägerarmen oft eine „Stufe“ spüren. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Reibfläche bereits dünner geworden ist. Mit dem Messschieber kannst Du die genaue Dicke messen. Ist sie nahe der Verschleißgrenze oder gar darunter, muss sie getauscht werden. Diese Verschleißgrenze ist auf der Scheibe aufgedruckt.

Reinigung nach Verölung oder Verschmutzung

Sind die Bremsscheiben verölt oder stark verdreckt, müssen sie gereinigt werden. Hierzu nimmst Du einen herkömmlichen Bremsenreiniger, der auf einen Öl- und fettfreien Lappen gesprüht wird. Damit werden beide Seiten der Bremsfläche gründlich abgewischt. Anschließend empfehlen wir, noch einmal mit einem in Wasser getränkten Lappen nachzuwischen, denn Bremsenreiniger hinterlässt Rückstände auf der Scheibe, die den Reibwert verringern und somit temporär die Bremsleistung verschlechtern.

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