Bulls E-Bike Testberichte: Ausgezeichnete Fahrräder für jeden Bedarf

Unsere BULLS E-Bikes & Bikes fahren regelmäßig Testsiege und hervorragende Ergebnisse in den aktuellen Fahrrad und E-Bike Tests ein, wobei die Testberichte alle möglichen Fahrradtypen von E-MTBs, E-Trekkingbikes, Speed E-Bikes und Urban-E-Bikes, Mountainbikes, Rennrädern und Gravelbikes bis hin zu Citybikes und Trekkingfahrrädern umfassen.

Dabei ist für jeden Typ Fahrradfahrer etwas dabei; ob für Arbeitspendler, Freizeit- oder Leistungssportler. Unsere Vuca und Sonic Modelle wurden bereits mehrfach als beste E-Mountainbikes ausgezeichnet.

Bulls Iconic Evo FS1: Ein komfortables SUV-E-Bike

Ein wirklich interessantes SUV-E-Bike kommt von Bulls: Das Iconic Evo FS1 besitzt so viele Komfortelemente wie sonst kein Rad im Testfeld. Die äußerst bequeme Sitzhaltung erinnert an die typischer Hollandräder. Sie mindert den Druck auf Hände, Handgelenke und Arme, die lediglich zum Steuern genutzt werden müssen.

Die gefederte Hinterbau-Schwinge ist starr, im Bulls Vokabular als Monolink Swingarm bezeichnet, und pendelt mit bis zu 120 mm Federweg max. aus. Das Federbein sitzt zwischen dem Sitzrohr und ist beim Durchsteigen nicht im Weg.

Clever auch die Lichtanlage: Eine Frontlampe befindet sich unter dem Vorbau. Im(!) Steuerrohr ist ein weiterer Scheinwerfer integriert, der dank Fixierung am Gabelschaft beim Lenken mitpendelt.

Ruppige Piste? Nicht nur beim Blick auf die Komponenten, auch in der Praxis zeigt sich das Bulls von seiner Schokoladenseite. Das Iconic mit seinen 120 mm Federweg ist ordentlich schluckfreudig und bügelt die teilweise holprige Piste entlang der Altmühl glatt. Schlaglöchern braucht man nicht mehr auszuweichen, man fährt einfach durch.

Obwohl das Fahrwerk durchaus Trailtalent besitzt, die gemäßigte Sitzposition entfaltet ihr Potential auf ruppigen Waldwegen oder glättet Kopfsteinpflaster zu feinstem Asphalt. Wer einen super bequemen Tourer für entspannte Ausfahrten sucht, ist beim Bulls Iconic Evo FS1 richtig.

Bulls Sonic EVO AM SL1: Das E-Tourenbike des Jahres 2022

Bei E-Mountainbikes mit klassischem Power-Motor zeigte die Entwicklung lange nur in eine Richtung: Dicker Akku mit massig Reichweite - aber auch ein dazugehöriges Übergewicht! Das Sonic EVO AM SL von Bulls bot 2022 eine außergewöhnliche Ausnahme. Mit großem 725er-Akku und klassischen Shimano-Motor brachte das Bike schlanke 21,5 Kilo auf die Wage. Und das für gut 5000 Euro!

Eigentlich waren solche Kombinationen der absoluten Highend-Liga vorbehalten. Das Bike drang damit direkt in die Herzen der EMTB Leser: Das Bulls Sonic EVO AM SL 1 belegte Platz 1 bei der Wahl zum E-Tourenbike des Jahres 2022!

Geblieben ist das edle und leichte Carbon-Chassis, in dessen Unterrohr die große, aber leichte Batterie eingelassen ist. Doch durch andere Federelemente wurde der Federweg von 140 auf 160 Millimeter aufgebohrt. Außerdem wurden die zahmen Nobby-Nic-Reifen gegen stark profilierte Magic Mary getauscht.

Die Eckdaten zeigen damit weniger auf sanfte Tour, sondern fast schon auf Enduro! Wie sich das Bike im Gelände schlägt, haben wir ausführlich getestet.

Die Fakten zum Bulls Sonic EVO AM SL1

  • Motor: Shimano EP6, 85 Nm max. Drehmoment
  • Akku: 725 Wh (entnehmbar)
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Federweg: 160 / 160 mm
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Rahmengrößen: S, M, L, XL
  • Preis: 5199 Euro
  • Gewicht: 23,1 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung, ohne Pedale)
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 130 kg (Herstellerangabe)

Das Bulls Sonic EVO AM SL 1, das wir Ende 2021 getestet haben, kam mit Shimanos EP8. Inzwischen haben die Japaner von Shimano ihren Motor umfangreich erneuert. Der EP801 ist kräftiger geworden, zudem hat er einen kleinen Bruder bekommen. Und genau dieser EP6 steckt in der Neuauflage des EVO AM SL 1. Dieser günstigere Motor ist optisch mit EP801 und EP8 identisch, hat aber kein Magnesiumgehäuse. Das macht ihn rund 300 Gramm schwerer als die 8er-Serie.

Ein Teil des Geheimnisses des geringen Gewichts des Bulls Sonic Evo AM SL ist die Batterie. 725 Wattstunden liefert der Akku, bei einem Gewicht von 3,55 Kilo. Das ist ein richtig starker Wert. Ein Bosch Powertube 750 wiegt zum Beispiel 4,3 Kilo!

Die Geometrie des Bulls Sonic EVO AM SL1

Trotz geändertem Federweg hat sich die Geometrie des Sonic Evo AM SL 1 kaum verändert. Heißt: Der Charakter bleibt eher tourenorientiert, ein echtes Enduro ist das Bike also trotz des 160er-Hubs nicht. Der Lenkwinkel fällt dafür zu steil, der Radstand zu kurz aus. So bleibt das Bike handlich und ausgewogen und macht auch bei gemäßigter Fahrweise eine gute Figur.

EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)

  • Sitzrohrlänge: 460 mm
  • Radstand: 1250 mm
  • Reach: 454 mm
  • Stack: 653 mm
  • Lenkwinkel: 65 Grad
  • Sitzwinkel: 76 Grad
  • Kettenstrebenlänge: 451 mm

Die Ausstattung des Bulls All Mountain E-Bike

Vergleicht man das neue 2024er-Modell des Evo AM SL1 mit dem Bike von 2022, ist die Ausstattung bei identischem Preis etwas schwächer geworden. Nicht nur das Downsizing beim Motor, auch bei den Bremsen und der Schaltung greift Bulls etwas weiter unten ins Shimano-Regal. Das günstige Rockshox-Fahrwerk weicht Federelementen von SR Suntour.

Zusätzliche Gimmicks wie die magnetische Monkey-Link-Halterung für ein optionales Front licht (bereits am Haupt-Akku angeschlossen), der Fidlock-Flaschenhalter und die Smartphone-Befestigung von SP-Connect bieten Mehrwert im Alltag und auf Tour.

  • Gabel / Dämpfer: SR Suntour 36 Zeron / Edge Plus
  • Schaltung: Shimano Deore, 12fach, 10 - 51 Zähne
  • Bremsen: Shimano MT 420, 203 / 203 mm
  • Laufräder: Shimano-Naben, Rodi Tryp 30 Felgen
  • Reifen: Schwalbe Magic Mary Performance, 29 x 2,4 Zoll
  • Besonderheiten: Monkey-Link-Halterung für Frontlicht, Fidlock Trinkflaschenhalter

Praxistest: So fährt sich das Bulls Sonic EVO AM SL1

Aufsitzen und wohlfühlen - das trifft auf das Bulls Sonic Evo AM SL 1 noch immer zu! Der Verzicht auf Extremwerte bei der Geometrie macht die Sitzposition und auch das Fahrverhalten ausgewogen und neutral. Die Lenkung kippt nicht ab, der Fahrer ist zentral zwischen den Achsen positioniert. Die Körperhaltung ist dabei leicht gestreckt und sportlich angehaucht.

Im Uphill setzt sich der unkomplizierte Charakter fort, erst in sehr schwierigen Sektionen setzt der etwas schwächere Motor der Steigfähigkeit Grenzen. Das Bike muss erst an steilen Rampen aktiv gefahren werden und folgt Lenkbewegungen sehr direkt. Die Hinterbaufederung vermittelt viel Komfort und Traktion.

Auch in der Abfahrt braucht es keine lange Eingewöhnungszeit. Das Handling des Bulls ist intuitiv und ausgewogen, ein gelungener Kompromiss aus Laufruhe und Agilität. Hinter dem Lenker des Sonic Evo AM SL 1 braucht man sich weder vor verwinkelten Pfaden, noch ruppigen Passagen fürchten.

Im Vergleich zum zahmeren Vorgänger ist das neue Bulls trotzdem ein deutliches Update an Fahrsicherheit, fährt sich aber nicht mehr ganz so leichtfüßig und spritzig.

EMTB-Bewertung des Bulls Sonic EVO AM SL1

Stärken

  • Leicht bei großem Akku und fairem Preis
  • Ausgewogene Fahreigenschaften
  • Gute Reichweite

Schwächen

  • Günstige Reifen mit mäßigem Nassgrip
  • Bremsleistung
  • Fahrwerk

Die Stärken des Sonic EVO AM SL1 liegen im Tourenkomfort und bei Ausflügen in leichtes Gelände. Bei sportlicher Gangart setzt die Ausstattung klare Grenzen. Gute Reichweite mit leichtem Carbon-Akku.

Bulls Copperhead AM 5 2025: Ein vielseitiges E-MTB Fully

Auch E-MTB Fullys werden nicht selten im Alltag genutzt. Mit dem neuen Copperhead Evo AM 5 reagiert Bulls konsequent und verpasst dem Verkaufsschlager eine ganze Reihe praktischer Features: Integriertes Rück- und Kurvenlicht und eine neue Monkey-Link-Schnittstelle für Smartphone oder einen großen Scheinwerfer sind die Highlights.

Der Hauptrahmen ist jetzt aus Carbon, der Hinterbau setzt statt klassischem Viergelenker auf eine einteilige Schwinge mit tief liegender Anlenkung. Im Unterrohr steckt der neue Bosch CX samt dem Top-Akku Powertube 800. Die Ausstattung am Topmodell Copperhead Evo AM 5 lässt mit XT-Schaltung, einteiligem Carbon-Cockpit und Lyrik-Ultimate-Gabel kaum Wünsche offen.

Mit 600 Watt und 85 Newtonmetern hat der CX dieselben Leistungsdaten wie sein Vorgänger. Bei den Softskills konnte Bosch aber nochmal deutlich nachlegen: Feineres Ansprechverhalten, weniger Tretwiderstand und weniger Motorgeräusch. Die Kombination aus Mini-Remote und System-Controller am Bulls Copperhead Evo AM 5 ist minimalistisch.

Dank der neuen Monkey-Link-Schnittstelle kann man aber unkompliziert ein Handy vor den Lenker packen, induktiv laden und mit der Bosch-App als weiteren Screen nutzen.

Die Reichweite liegt mit dem großen Bosch-Akku klar über dem Durchschnitt. Nur echte Exoten können Boschs 800er Akku in unseren Reichweiten-Tests noch überbieten.

Die Geometrie

Zugunsten von Alltags- und Tourentauglichkeit hat Bulls das Copperhead Fully wenig extrem gezeichnet. Der Lenkwinkel ist eher steil, der Sitzwinkel flach. Kurze Kettenstreben sollen ein agiles Handling bringen. Auffällig: Trotz hohem Stack sitzt man wegen des flachen Sitzwinkels und niedrigen Lenkers etwas sportlich-gestreckt auf dem Bulls. Ein anderer Lenker mit mehr Rise würde ein spürbares Plus beim Komfort bringen.

EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)

  • Sitzrohrlänge: 463 mm
  • Radstand: 1240 mm
  • Reach: 472 mm
  • Stack: 651 mm
  • Lenkwinkel: 66 Grad
  • Sitzwinkel: 75,3 Grad
  • Kettenstrebenlänge: 442 mm

Die Ausstattung des Bulls Copperhead Evo AM 5

Rockshox’ Top-Gabel Lyrik Ultimate, Shimano XT-Schaltung, Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon: Auf den ersten Blick wirkt das Bulls wie ein echter High-End-Bolide. Der Blick ins Detail offenbart aber ein paar Sparmaßnahmen, vor allem beim Dämpfer, und den Laufrädern sowie der Tele-Stütze der Eigenmarke Rumble. Funktional sind die Teile aber top.

Das einzige was wirklich stört ist günstige Schwalbe-Magic-Mary-Reifen. Die teureren Modelle bieten gerade bei Nässe spürbar mehr Grip und Fahrsicherheit.

  • Gabel / Dämpfer: Rockshox Lyrik Ultimate / Deluxe Select
  • Schaltung: Shimano XT (12-fach)
  • Bremsen: TRP Slate Evo
  • Laufräder: Rumble Impeller Pro
  • Reifen: Schwalbe Magic Mary Performance 29 x 2,4
  • Besonderheiten: Integriertes Rück- und Kurvenlicht, Monkey-Link-Schnittstelle, Laufräder mit eigenem Bremsscheiben-Standard

Praxistest: So fährt sich das Bulls Copperhead Evo AM 5

Auf dem Bulls sitzt man eher so, wie man es von klassischen Sport-Tourern kennt. Der flache Sitzwinkel lässt das Rad lang wirken und soll prinzipiell im Flachen die Handgelenke entlasten. In Kombination mit der Lenker-Vorbau-Einheit ist leider das Gegenteil der Fall. Das zu tiefe und nicht anpassbare Cockpit ist an einem Bike dieser Kategorie völlig fehl am Platz. Wer es komfortabel mag, sollte auf einen klassischen Lenker umrüsten.

Immerhin: Wird’s bergauf anspruchsvoll, bringt das Carbon-Cockpit viel Druck auf die Front. Die günstigen Schwalbe-Reifen mit harter Gummimischung geizen aber auffällig mit Grip. Wer ernsthaft ins Gelände will, sollte ein Upgrade einplanen. Punkte bringen dagegen der feinfühlige und reichweitenstarke Bosch-Motor und der gute Hinterbau.

Für flache Trails und HausrundeBergab limitieren Reifen und Cockpit ebenfalls deutlich, ansonsten macht das Copperhead seine Sache aber gut. Der Hinterbau spricht sehr feinfühlig an und liefert trotzdem guten Gegendruck. So fährt sich das Bulls auch mit über 25 Kilogramm alles andere als schwerfällig und lässt sich leicht an kleinen Kanten in die Luft drücken. Der moderate Lenkwinkel beschert dem Bike dabei ein sehr neutrales Handling. So dürfte das Bulls gerade auf flacheren Trails und auf Hausrunden im Mittelgebirge in seinem Element sein.

Auf steilen Pfaden bringt das Bike mit der tiefen Front und der moderaten Geometrie den Fahrer aber in eine etwas unangenehme Position, außerdem lässt sich die Sattelstütze nicht ganz im Rahmen versenken. Die Gabel begeistert dafür mit viel Kontrolle und Sensibilität, die TRP-Bremse liefert eine gute Power und eine Ergonomie auf Top-Niveau. Bergab bleibt das Copperhead zudem extrem ruhig. Das ist für ein Full-Power-E-MTB richtig gelungen!

BIKE Bewertung des Bulls Copperhead AM 5 2025

Stärken

  • Gutes Fahrwerk
  • Motor und Reichweite
  • Viele praktische Alltagsfeatures
  • Bergauf und bergab recht leise

Schwächen

  • Fahrsicherheit in schwerem Gelände
  • Teils unpassend gewählte Ausstattung

Reichweite und Ausstattung des Copperhead Evo AM 5 überzeugen. Zudem bleibt das schwere Bike bergab recht verspielt. Im Downhill gibt es souveränere Kandidaten.

Bulls City E-Bikes

Mit unauffälliger Optik und günstigem Preis schickt Bulls eine neue Generation von E-Bikes ins Rennen. Dank Bafang-Heckmotor wirkt das knapp 23 Kilo leichte Streetliner wie ein „Bio-Bike“; im schlanken Rahmen steckt hingegen ein mit 550 Wattstunden ziemlich großer Akku, der anständige Reichweiten ermöglicht. Der Nabenmotor fährt sich flott und spritzig; an seine Grenzen stößt er, wenn es steil bergauf geht. Hier macht sich sein konstruktionsbedingt geringeres Drehmoment bemerkbar.

Bulls Sonic EVO AM 3 ABS

Performance ohne Kompromisse! Das verspricht BULLS mit ihrem SONIC EVO AM 3 ABS. Dafür bestückt der Hersteller das E-MTB mit Bosch Performance Line CX-Motor, ABS-Bremssystem und Mullet-Setup. Trotz dieser Features hat das BULLS SONIC EVO mit 6.299 € den niedrigsten Preis im Vergleichstest.

Die SONIC-Modellreihe gibt es in verschiedenen Ausstattungs-, Antriebs-, und Federwegs-Varianten. Wir konnten bereits das BULLS SONIC EVO AM SX-I in unserem großen E-Mountainbike-Vergleichstest testen und auch im letzten Vergleichstest bis 7.000 € hat BULLS mit ihrem SONIC EVO EN-SL 1 teilgenommen. Das Modell in diesem Test, das SONIC EVO AM 3 ABS, kommt aber nicht wie die vorherigen Test-Bikes mit Shimano EP801- oder Bosch Performance Line SX-Motor. Stattdessen ist es mit dem Bosch Performance Line CX-Motor ausgestattet, außerdem mit gemischten Laufradgrößen und 150/150 mm Federweg.

Preislich ist unser BULLS SONIC EVO eine echte Ansage, denn das SONIC EVO AM 3 ABS geht für 6.299 € über die Ladentheke und ist das günstigste E-MTB im Vergleichstest. Damit bleiben euch noch knapp 700 € für weitere Upgrades, wenn ihr unter der 7.000-€-Grenze bleiben wollt.

In Sachen Gewicht rutscht das BULLS SONIC EVO mit 26,1 kg in Größe L zusammen mit dem MERIDA eONE-SIXTY 875 schnell ans hintere Ende des Testfelds - die beiden sind die schwersten E-Mountainbikes im Vergleichstest. Bei dem zulässigen Gesamtgewicht von 150 kg bleiben euch noch ganze 124 kg für Zuladung übrig. Damit hat das SONIC EVO die höchste maximale Zuladung im Testfeld.

Optisch fällt die für die SONIC-Modellreihe typische klare Formensprache auf, bei der Sitzstreben und Oberrohr eine durchgängige Linie bilden. Im Gegensatz zur schlichten Lackierung der anderen Bikes im Test ist das BULLS SONIC EVO in eine etwas auffälligere, grüne Lackierung gehüllt. Schweißnähte findet man am SONIC nur am Hinterbau, denn der wurde aus Aluminium geschweißt. Der Hauptrahmen wurde wie das Propain Sresh oder das Canyon Strive:ON aus Carbon gefertigt.

Mit 85 Nm und 600 Watt Maximalleistung liefert der Motor ordentlich Power. Gespeist wird er vom Bosch PowerTube-Akku mit 750 Wh, der im Unterrohr seinen Platz findet. Kleine Fahrer, die Rahmengröße S benötigen, müssen sich leider mit dem kleineren 625 Wh Akku zufriedengeben. Sie sind jedoch in der Regel auch leichter, benötigen weniger Strom für vergleichbare Reichweiten und profitieren sogar von einer Gewichtsersparnis des kleineren Akkus und gleichzeitig 200 € Preisnachlass.

Egal welcher Akku, er lässt sich über alle Rahmengrößen hinweg bequem seitlich aus dem Unterrohr entnehmen und ist im verbauten Zustand im Bike durch ein Schloss gesichert. Dadurch hat das BULLS SONIC EVO die bequemste Akkuentnahme im Test. Der FIDLOCK-Flaschenhalter am Unterrohr dient gleichzeitig auch als Verriegelung für die Abdeckung des Akkufachs.

Ein Display sucht man am BULLS SONIC EVO vergebens, nur ein Bosch System Controller im Oberrohr bietet in verschiedenen Farben Übersicht über Akkustand und Unterstützungsstufe.

Ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleichstest hat das BULLS SONIC EVO durch das verbaute Bosch ABS-Bremssystem. Das soll durch einen Öldrucksensor und Raddrehzahlsensoren an beiden Rädern erkennen, wenn die Bremsen blockieren, und die Bremskraft mit einer speziellen Software automatisch anpassen. Dadurch wird laut Hersteller ein vollständiges Blockieren des Vorderrads vermieden.

Bulls Sonic EVO AM 3 - Technische Details

Ausstattung Details
Motor Bosch Performance Line CX 85 Nm
Akku Bosch PowerTube 750 Wh
Display Bosch System Controller
Federgabel SR Suntour 36 AION 150 mm
Dämpfer SR Suntour EDGE Comp 2CR 150 mm
Sattelstütze LIMOTEC Alpha 1 150 mm
Bremsen TRP Trail Evo ABS 2.3 203/203 mm
Schaltung Shimano XT/DEORE 1x12
Vorbau BULLS MTB SLS 50 mm
Lenker BULLS riserbar 780 mm
Reifen Schwalbe Magic Mary Performance / Schwalbe Big Betty Perfomance 2,6/2,4

Schwingt man sich auf das BULLS SONIC EVO, nimmt man eine etwas gestreckte Sitzposition ein. Dadurch ist die Position auf dem Bike nicht ganz so bequem wie zum Beispiel beim MERIDA eONE-SIXTY 875 und man muss hier Abstriche im Komfort machen. In puncto Motorleistung unterstützt der Bosch Performance Line CX aber kräftiger als der Shimano EP801-Motor im MERIDA, trotz gleichem Drehmoment. Das BULLS SONIC EVO meistert den Uphill solide, sowohl auf flachen Forstwegen als auch in steilen Abschnitten, kommt aber nicht an die Kletterfähigkeiten der anderen E-MTBs im Vergleichstest ran.

Dreht man dem Aufstieg den Rücken zu und startet in den Trail, steht man nicht integriert, sondern eher etwas stelzig oben auf dem Bike. Auf den ersten Trail-Metern macht sich das fordernde und wenig intuitive Handling bemerkbar. Das Bike setzt Lenkimpulse wenig berechenbar um und agiert in Kurven bei hohen Geschwindigkeiten giftig. Vor allem auch Anfänger haben dadurch Schwierigkeiten, das E-MTB kontrolliert über den Trail zu bewegen, und es bedarf einer erfahrenen Hand, um das BULLS SONIC EVO im Zaum zu halten.

Will man bei hoher Geschwindigkeit verzögern, muss man sich erst einmal an das neue Bremsgefühl des ABS-Systems und somit den verlängerten Bremsweg auf losem Untergrund gewöhnen. Abrupte Vollbremsungen sind zwar kontrolliert möglich, doch verlängern unter Umständen den Bremsweg. Das erfordert ein Umdenken im Kopf und die Umstellung der eigenen Fahrgewohnheiten.

Man kann das ABS für den Trail-Einsatz auch einfach per Remote abschalten und für die Heimfahrt wieder reaktivieren. So sollte auf dem Trail ein Überschlag über das Vorderrad ausgeschlossen sein.

Kommt das Fahrwerk auf moderaten und gemäßigten Trails mit Schlägen noch gut zurecht, sieht es auf Highspeed-Trails ganz anders aus: Hier konnte uns das Fahrwerk des BULLS SONIC EVO nicht überzeugen, denn das spricht bei Unebenheiten wenig feinfühlig und eher straff an.

Das BULLS SONIC EVO ist eher für gemütliche Touren- oder Trekking-Fahrer, die gerne steile Anstiege erklimmen, als für Piloten, die mit hoher Geschwindigkeit über den Trail jagen. Durch die verbaute Lichtanlage eignet es sich auch für Pendler, die gerne mit dem E-MTB zur Arbeit und auf dem Heimweg auch mal gemütliche Trails mitnehmen wollen.

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