Der Spreeradweg ist einer der schönsten Radwege in Deutschland und erstreckt sich über etwa 380 Kilometer. Er lädt sowohl Einzelpersonen als auch Familien zu einer unvergesslichen Entdeckungstour ein und ist überwiegend gut ausgeschildert. Die Route führt durch abwechslungsreiche Landschaften, von den Quellen der Spree bis nach Berlin.
Der Verlauf des Spreeradwegs
Der Spreeradweg beginnt in Ebersbach-Neugersdorf in der sächsischen Oberlausitz, wo der Fluss aus drei Quellen entspringt. Der Radweg verläuft auf der ersten Etappe vorwiegend über Nebenstraßen und asphaltierte Wege durch kleinere Dörfer und Städte wie Neusalza-Spremberg bis in das historische Bautzen. Danach führt die Strecke durch Wälder und an Wiesen vorbei, teilweise auch auf unbefestigten Wegen mit einigen Steigungen.
Der zweite Teilabschnitt führt von Bautzen nach Spremberg, wobei sich die Strecke entlang der Spree durch Flachland, Wälder und vorbei an zahlreichen Seen schlängelt. In dieser Gegend wurde früher Braunkohle abgebaut, was zu einem Ausbau der Infrastruktur für Fahrradfahrer geführt hat. Wer mehr Zeit hat, kann den etwa 270 Kilometer langen Froschradweg abfahren.
Die dritte Etappe führt über gut ausgebaute Radwege durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete, vorbei an der Talsperre Spremberg und weiter nach Cottbus, wo der Spreeradweg den 260 Kilometer langen Gurkenradweg kreuzt. Der vierte Streckenabschnitt zieht sich über Lübbenau und Lübben durch die Kulturlandschaft Spreewald, wobei abschnittsweise weniger gut ausgebaute Teilstrecken zu überwinden sind. Zwischen Lübben und Krausnick führt die Wegführung über eine Landstraße, anschließend über einen Radweg mit Feinsplitt bis Groß-Wasserburg, danach wieder über eine Landstraße. Das letzte Stück der Tagesetappe ist ein asphaltierter Radweg bis Alt-Schadow. Hier bietet sich die Möglichkeit, das Fahrrad gegen ein Paddelboot, Kanu oder den typischen Kahn im Spreewald zu tauschen.
Das vorletzte Teilstück lässt den Spreewald hinter sich und führt näher an Berlin heran, geprägt von Auenwäldern, dem Seenland Oder-Spree und vielen kleinen Orten und Städten. Die letzte Etappe führt fast ausschließlich über gut befahrbare Fahrradwege und kleine Straßen bis nach Berlin-Köpenick. Auf der ersten Hälfte der Strecke bis Erkner können Radwanderer noch einmal die Schönheit und Ruhe der Spree genießen. Der Spreeradweg endet offiziell vor dem Barockschloss in Köpenick, obwohl die Spree erst im westlichen Teil von Berlin in die Havel mündet. Alternativ kann die Radtour auf dem Europaradweg R1 oder der D-Route 3 fortgesetzt werden.
Besondere Orte entlang des Spreeradwegs
- Oberlausitzer Bergland: Hier befinden sich die drei Spreequellen, die auf dem Kottmarberg, in Neugersdorf und in Ebersbach liegen.
- Bautzen: Die historische Stadt mit ihren 15 Türmen bietet prächtige barocke Bürgerhäuser, kleine Gassen und eine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung.
- Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft: Dieses UNESCO-Biosphärenreservat ist bekannt für seine artenreiche Landschaft mit seltenen Tierarten.
- Lausitzer Seenland: Die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas bietet zahlreiche wassertouristische Angebote.
- Spreewald: Die einzigartige Kulturlandschaft mit ihren Fließen und Kanälen lädt zu Kahnfahrten und Erkundungstouren ein.
- Berlin-Köpenick: Das Barockschloss und die Altstadt sind lohnende Ziele am Ende des Spreeradwegs.
Empfehlungen für die Planung Ihrer Tour
- Routenplanung: Nutzen Sie einen kostenlosen Routenplaner oder klassische Fahrradkarten, um einzelne Teilstücke individuell zu gestalten.
- Etappen: Planen Sie die Tour über mehrere Tage und absolvieren Sie einzelne Streckenabschnitte als Tagestouren.
- Unterkünfte: Buchen Sie radlerfreundliche Unterkünfte entlang des Weges, wie z.B. Bett+Bike zertifizierte Betriebe.
- Ausrüstung: Packen Sie Ihre Fahrradtasche oder Rucksack und denken Sie an wetterfeste Kleidung und ausreichend Proviant.
Die Spreequellen
Die Spree besitzt drei verschiedene Quellen in der sächsischen Oberlausitz. Auf dem Kottmarberg (583 m) befindet sich die höchstgelegene Quelle der Spree. Die wasserreichste Quelle ist in Neugersdorf zu finden und die schönste wird in Ebersbach vom Spreeborn umrahmt. Direkt unterhalb des Spreequellberges befindet sich der Faktorenhof Eibau, eines der wertvollsten Umgebindehäuser der Oberlausitz.
Der Spreeradweg in Bautzen
Der Spreeradweg durchquert das Oberlausitzer Bergland bis zu den Füßen der über eintausendjährigen Stadt Bautzen mit seinen 15 Türmen. Prächtige barocke Bürgerhäuser, kleine Gassen, Restaurants mit traditioneller sorbischer und oberlausitzer Küche und eine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung sind Zeugnis der Stadtgeschichte und Kulisse für viele Veranstaltungen. Vor allem lohnt sich ein Besuch in Bautzen zur Osterzeit, um die sorbischen Traditionen hautnah zu erleben.
Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Flussabwärts geht es durch das artenreiche Land der Tausend Teiche im UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Naturliebhaber werden diese einzigartige Landschaft lieben. Unter anderem ist die Göbelner Heide in der Blütezeit (August-September) ein echter Geheimtipp. Seltene Tierarten, wie beispielsweise der Widehopf, fühlen sich hier besonders wohl. Bautzen und die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gehören übrigens zum Siedlungsgebiet der Sorben - einem kleinen slawischen Volk. Die Sorben leben hier seit Jahrhunderten und pflegen seither ihre eigene Sprache, farbenfrohen Bräuche und Traditionen.
Das Lausitzer Seenland
Fließend ist der Übergang ins neu entstehende Lausitzer Seenland - die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas. Mehr als 20 Seen werden von einer Tagebau- in eine Erholungslandschaft umgewandelt und warten mit unterschiedlichsten wassertouristischen Angeboten.
Eine achttägige Radtour von Cottbus nach Berlin-Köpenick
Eine wunderschöne, insgesamt achttägige Radtour auf dem Spreeradweg führt die Radtouristen von Cottbus bis nach Berlin-Köpenick über 241 Kilometer durch zauberhafte und einzigartige Landschaften. Auch führt der Spree-Radweg durch Brandenburg, von Spremberg bis nach Erkner. Auf dem Weg liegen historische Städte und einzigartige Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise Fürstenwalde, Neubrück, Leibsch und Peitz. Jede einzelne hat ihre besonderen Highlights.
Etappen der Radtour:
- 1. Tag: Anreise Cottbus
- 2. Tag: Cottbus - Burg (42 km) Die erste Etappe führt von Cottbus nach Burg in den Spreewald, durch die Peitzer Teichlandschaft und die Festungsstadt Peitz.
- 3. Tag: Burg - Lübbenau (19 km) Auf dieser kurzen Etappe geht es entlang von Fließen und Kanälen durch den malerischen Hochwald nach Lübbenau.
- 4. Tag: Lübbenau - Schlepzig / Krausnick (30 / 46 km) Nachdem Lübbenau verlassen wurde, geht es entlang des Hauptarms der Spree zunächst nach Lübben und schließlich nach Schlepzig.
- 5. Tag: Schlepzig / Krausnick - Beeskow (56 / 40 km) Am heutigen Tag vereinen sich die verschieden Spreearme endgültig. Der Weg führt am Neuendorfer See und später am Schwielochsee entlang nach Beeskow.
- 6. Tag: Beeskow - Fürstenwalde (37 km) In gemütlicher Fahrt geht es durch eine wunderschöne Landschaft, die von herrlichen Wäldern geprägt ist. Auf den letzten Kilometern bis Fürstenwalde schlängelt sich die Spree durch das Berliner Urstromtal.
- 7. Tag: Fürstenwalde - Berlin-Köpenick (57 km) Auf der letzten Tagesetappe auf dem Spree-Radweg warten noch einmal einige Höhepunkte auf die Radtouristen. Bevor Berlin erreicht ist, lohnt in Erkner ein Besuch des Gerhart-Hauptmann-Museums.
- 8. Tag: Abreise Köpenick
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