Bulls Fahrradbekleidung Herren im Test: Ein umfassender Überblick

Seit 1995 bietet Bulls Fahrräder in höchster Qualität und unterschiedlichen Preisklassen für sportlich ambitionierte Biker an. Vom Einsteiger-Mountainbike bis zum leichten Carbon-Rennrad für den Profisport bietet Bulls ein beeindruckendes Bike-Portfolio. Durch die Jahrzehnte lange Entwicklung von Bikes für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis konnte sich Bulls auf dem globalen Fahrrad-Markt durchsetzen und mehrere, weltweit bekannte Bestseller produzieren.

Viele Fahrräder von Bulls aus unterschiedlichsten Kategorien wurden bereits in renommierten Fachmagazinen zum Testsieger gewählt. Die Bulls Fahrräder überzeugen jedes Jahr aufs Neue. Für jeden Einsatzbereich das passende Fahrrad. Egal ob E-Bike oder Muskel-Antrieb, Mountainbike, Rennrad, Trekking- oder Cityrad.

Bulls im Profisport

Im Jahr 2007 wurde das Team Bulls gegründet. Seither greift die interne Produktentwicklung auf das Wissen und die Erfahrung aus dem Profisport zurück. Das Bulls Team ist bei den großen Cross-Country- und Marathon-Rennen rund um die Welt am Start. Fahrer, wie Karl Platt der bereits zweimal deutscher Meister und fünffacher Cape-Epic-Sieger geworden ist, sind direkt in der Entwicklung neuer Bikes involviert.

Mit dem gebündelten Wissen der Profifahrer und radsportbegeisterten Ingenieuren entstehen bei Bulls erfolgreiche Race- und Serienbikes. Deren Erfahrungen sowie Tests unter härtesten Bedingungen fließen in die Entstehung neuer Bulls Bikes ein. Über hundert Mitarbeiter und tausend Fachhändler arbeiten am stetig wachsenden Erfolg von Bulls. Standorte in zwölf Ländern, wie zum Beispiel USA, Neuseeland, und Großbritannien, tragen dazu bei die Bulls Räder immer bekannter zu machen.

Innovationen und Testsiege

Unsere BULLS E-Bikes & Bikes fahren regelmäßig Testsiege und hervorragende Ergebnisse in den aktuellen Fahrrad und E-Bike Tests ein, wobei die Testberichte alle möglichen Fahrradtypen von E-MTBs, E-Trekkingbikes, Speed E-Bikes und Urban-E-Bikes, Mountainbikes, Rennrädern und Gravelbikes bis hin zu Citybikes und Trekkingfahrrädern umfassen. Dabei ist für jeden Typ Fahrradfahrer etwas dabei; ob für Arbeitspendler, Freizeit- oder Leistungssportler.

Das legendäre Bulls Copperhead radelt bereits um die Welt. Im Fahrrad-Fachhandel erhalten Sie intensive Beratung und die Möglichkeit einer unverbindlichen Probefahrt auf den Teststrecken. Die besten Bulls Angebote sowie Testsieger-Bikes stehen zur Auswahl. Aus dem Bulls-Zentrallager in Köln können alle gewünschten BULLS Originalteile nachbestellt werden.

Vor allem Bulls war damals einer der Pioniere in dieser Entwicklung. Welche Rahmengeometrie die beste Kontrolle bei schnellen Abfahrten liefert und gleichzeitig maximale Wendigkeit in technischen Trails bietet? Zu testen, prüfen und kontrollieren was funktioniert und was nicht, das ist das Anliegen und das Bestreben von Bulls. Die perfekte Komponenten-Zusammenstellung finden und aus jedem Bike das Beste herausholen.

Geometrie, Fahrwerk und die Ausstattung beeinflussen das Fahrverhalten eines Bikes. Das Bestreben von Bulls ist, das Optimum zu finden. Ob hochwertige Renner oder Einsteiger-Bikes - alle Bulls Fahrräder profitieren von der Erfahrung und dem Wissen echter Experten. Mit dem Rennsport als Impulsgeber wird die Weiterentwicklung der Bulls Räder stetig vorangetrieben.

Bulls E-Bikes: Neu gedacht

Auch die Bulls Elektro-Mountainbikes wurde von Grund auf neu gedacht. Das Bulls E-Bike ist nicht nur ein Fahrrad mit Elektroantrieb. Das Ergebnis spiegelt die Sonic Serie wider. Das E-Power Chassis sorgt zusammen mit dem eigens entwickelten 1,8-Zoll-Gabelstandard für einen durchgehenden Energiefluss vom Steuerrohr bis zum Ausfallende. Durch gezieltes Oversizing ist es in der Lage entstehende Kräfte besser aufzunehmen. Auch hier fließt das tiefgehende Verständnis von Geometrie und Fahreigenschaften der Top-Athleten mit ein.

Test: Bulls Copperhead 3 29 Hardtail-MTB

Günstig, unkompliziert & vielseitig einsetzbar - mit diesen Attributen wollen Hardtail-MTBs Einsteigern das Mountainbiken schmackhaft machen. Um zu prüfen, ob das auch dem Bulls Copperhead 3 29 gelingt, haben wir es durch den BIKE-Test geschleust. Die Hardtail-MTBs für diesen Test haben wir ausgesucht, weil sie günstig und vielseitig einsetzbar sind. Einsteigern sollen sie das Mountainbiken damit schmackhaft machen, aber auch Fortgeschrittene mit ihrem unkomplizierten, robusten Charakter reizen. Um zu prüfen, für wen das Bulls Copperhead 3 29 eine Empfehlung wert ist, haben wir es mit sechs weiteren Hardtails durch den BIKE-Test geschleust.

Bulls Copperhead 3 29 - Fakencheck

  • Gewicht: 13,48 kg ohne Pedale
  • Federweg: 100 Millimeter
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Preis: 1399 Euro
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Federgabel: Rockshox Judy Gold RL
  • Schaltung: Shimano Deore 1x12
  • Übersetzung / Bandbreite: 32; 10-51 / 510 %
  • Bremsen: Shimano BR-MT 200 180/180 mm
  • Laufräder: DDM2-Felgen, Shimano-Naben
  • Reifen: Schwalbe Racing Ralph Addix Performance 29 x 2,25
  • Verfügbare Rahmengrößen: S, M, L, XL, XXL

Egal, ob auf Schotterwegen oder zahmen Trails - bei den ersten Mountainbike-Versuchen ist man mit dem Bulls Copperhead 3 29 bestens gerüstet. Wer aber vorhat, seriösen Geländeradsport zu betreiben, kommt mit dieser klassischen Art von Hardtail schnell an seine Grenzen und sollte von Anfang an in ein geländegängiges Trailhardtail investieren.

Monkey-Link-Halterungen für Lichter oder das Smartphone, Montagepunkte für den Ständer und Reflektoren - mit diesem Ausstattungspaket ist das Bulls Copperhead 3 das Volks-MTB im Test und kann auch im Alltag überzeugen. In diesem Punkt ist der Kandidat der übrigen Konkurrenz voraus. Auf dem Trail hat das Bike jedoch das Nachsehen: Die Sitzposition fällt arg komfortabel und etwas zu kompakt aus. Durch den nach oben gerichteten Vorbau und den Riser-Lenker baut die Front hoch. Aufrecht und komfortabel meistern so auch untrainierte Piloten längere Touren. Jedoch leidet das Handling unter der zurückverlagerten Fahrposition. Der Sattel passt mit seinem dicken Sitzpolster perfekt ins gemütliche Gesamtbild. Die Reifenkombi von Schwalbe rollt leicht. Von Spritzigkeit fehlt beim 13,5 Kilo schweren Bulls trotzdem jede Spur. In steilen Abfahrten vermittelt die hohe Steuerzentrale viel Sicherheit. Auf langen Abfahrten lässt sich der Sattel dank Schnellspanner leicht versenken. Mit steigender Geschwindigkeit wird das Copperhead mit der kurzen Geometrie aber schnell nervös.

Fazit zum Hardtail-MTB Bulls Copperhead 3 29 im Test

Im Alltag und auf Touren abseits ernsthafter Trails macht das Bulls eine gute Figur und punktet mit Komfort. Auf dem Trail limitiert die konservative Geometrie den Einsatzbereich.

Bulls Vuca Evo AM 2 im Dauertest

Mein neues Baby hört auf den wenig sexy klingenden Namen Vuca Evo AM 2. Es verdreht aber vom ersten Augenblick an nicht nur mir, sondern jedem meiner E-MTB-affinen Zeitgenossen die Augen. Erster Hingucker: harmonische (Carbon-)Rundungen an den richtigen Stellen und dunkler Teint in verheißungsvollem Dark Chrome Silver. Die fette 38er Fox-Federgabel setzt mit ihrem quietsch-orangen Äußeren einen krassen Kontrapunkt zur ansonsten dezent-edlen Optik.

Zweiter Hingucker: Der MGU Motor von Pinion mit integriertem Getriebe (hier im Test) und der Riemenantrieb. Hatte ich noch nie. Ich bin mit 26 Zoll, Starrgabel und Hyperglide-Kette flügge geworden. Habe in 33 Jahren ungezählte Ketten abgerissen, genietet, getauscht. Jetzt will ich wissen, ob der Carbonriemen wirklich nur Vorteile bietet.

Infos & Preis: Dauertester Bulls Vuca EVO AM 2 im Überblick

  • Motor: Pinion E1.12 MGU (Motor-Getriebe-Einheit) mit Riemenantrieb
  • 12 Gänge, 85 Nm Drehmoment, SmartShift (Automatik; ausschaltbar)
  • Akku: 720 Wh, entnehmbar; Mehrpreis mit 960 Wh-Akku: 200 Euro
  • Carbonrahmen mit Alu-Hinterbau
  • Größen: S, M, L und XL
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg: 150 / 150 mm
  • Gewicht: 25,29/26,39 kg (EMTB-Messung, Größe L, 720er/960er Batterie)
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 150 kg
  • Preis: 7999 Euro

Riemenantrieb: Endlich wartungs- und pflegefrei?

Erste Verheißung: Wartungs- und Pflegefreiheit. Das wäre ja genau meins! Zudem gibt‘s kein Schaltwerk mehr, das sich verstellt oder bei rüdem Felskontakt abschert. Für alle Fälle drückt mir Bulls-Bändiger Friedemann Schmude einen Ersatzriemen in die Hand. Falls der Carbonriemen doch mal schnalzen sollte. Fördert mein Vertrauen nicht unbedingt. Ich bin jedenfalls gespannt, wie ich im Falle eines Falles einen Endlosriemen in den Hinterbau hineinkriegen werde … Aber: Sorge dich nicht, bike!

Die MGU E1.12 ist ein E-Motor mit integriertem Zwölfgang-Getriebe. Mit 85 Newtonmetern und 600 Watt in der Spitze auf Augenhöhe mit Bosch und Co., die integrierte Schaltung arbeitet absolut verschleißfrei. Ein Spanner sorgt dafür, dass der Riemen immer unter Zug steht. Ohne exponiertes Schaltwerk hinten dürfte das Gesamtsystem deutlich weniger defektanfällig sein.

Auf zum ersten Ausritt! Einen Tag nach dem feierlichen Unboxing. Erster Eindruck nach dem Optik-Check: ganz schön schwer, das Baby! Also ab auf die Waage. Fahrfertig fast 27 Kilo sind schon ‘ne Ansage. Aber ich bin auch kein Klappergestell. So läppert sich das Systemgewicht - den schweren 35-Liter-Evoc-Fotorucksack inbegriffen - und nähert sich der 140-Kilo-Marke. Nur gut, dass das Bulls für 150 Kilo taugt. Aufgesattelt, das System per Druck auf dem Knopf am Oberrohr initialisiert, mit dem Handy verbunden - und los geht die wilde Fahrt. Auch ohne stundenlanges Studium (online) der Bedienungsanleitung fährt sich das Bulls intuitiv. Mit dem Wippschalter links wählt man die E-Unterstützung - Off, Eco, Flow, Flex und Fly. Mit dem Schalthebel rechts wählt man einen von zwölf Gängen: Hochschalten mit kurzem, leichtem Druck auf den vorderen, Runterschalten per hinterem Hebel. Wem das nicht passt, der tauscht einfach die Schaltrichtung.

Zackig & zart: Kaum spürbare Gangwechsel mit der Pinion MGU

Was sofort auffällt: Der Gangwechsel ist zackig schnell und fast unspürbar. Nur zwischen dem vierten und fünften sowie dem achten und neunten Gang spürt man das Shiften, bei allen anderen Gängen so gut wie gar nicht. Hier spielt die Integration von Motor, Getriebe sowie Software (und die Automobil-Gene von Pinion) ihren Trumpf aus. Apropos Software: Fit E-Bike ist nicht gerade der originellste Name für eine App, ist aber vor allem eines: intuitiv. Blitzschnell kann das Bike abgesperrt, der Reifendruck gemessen, die MGU - das ist die angesprochene Motor-Getriebe-Einheit - auf persönliche Vorlieben konfiguriert und die Route von Komoot aufs Handy-Display gebeamt werden.

Aber unter uns: Brauche ich alles nicht. Ich sitze einfach auf, kopple Bike und iPhone und fahre meine Hausrunde. Immer und immer wieder. Ich will zwar auch die verschiedenen Unterstützungsstufen, deren Performance-Unterschiede und ihren Einfluss auf den Stromverbrauch testen. Aber in Wahrheit will ich mein neumodisches Carbonriemen-Baby in minimaler Zeit einfach maximal quälen.

Quäl mich, du Sau! Höhenmetersammeln mit dem Bulls

Meine liebste Folterstrecke führt von der Skisprungschanze in Partenkirchen (nicht Garmisch!) rauf zur Osterfelder-Gipfelstation. Das sind 16 Kilometer und 1300 Höhenmeter Vollgas. Ohne Zeit für Mensch und Maschine, sich mal kurz auszuruhen. An alle das draußen: 57 Minuten 46 vom Eingang Olympiastützpunkt zur Terrasse Gipfelstation wollen unterboten werden! Ich bin gespannt.

Im Juli fahre ich die Strecke Olympiastützpunkt-Osterfelder sechs Mal. In allen Unterstützungs-Modi. Interessant: Für die 16 Kilometer und 1300 Höhenmeter brauche ich im Flow-Modus eine Stunde 13 und habe oben angekommen noch 23 Prozent Akku. Im Fly-Modus noch 18 Prozent. Ich hätte erwartet, im Flow-Modus noch bedeutend mehr Restsaft im Akku zu haben als im Fly-Modus. Aber eigentlich scheint mir die Sache klar: In den 16 Minuten, die ich im Flow-Modus länger unterwegs bin, saugt der Motor natürlich auch Saft. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich fahre seit diesem Modus-Test konsequent im Fly-Modus. Den Wippschalter links könnte ich getrost abmontieren. Fly hat spürbar mehr Bumms, macht am meisten Spaß, und ob der Akku nun nach 1500 oder 1700 Höhenmetern leer ist, ist dann auch egal.

Entscheidend für mich als Tourenbiker ist eh ein zweiter Akku. Und den - einen fetten 960er! - bekomme ich am 29. Juli. Fortan sollte ich nie wieder über vorzeitiges Entsaften nachdenken. Ein 960er Akku am Bike und der alte 720er im Rucksack - so schaffe ich 3500 Höhenmeter ohne Steckdose. Schöne neue E-Bikerwelt! Aber dann kommt alles ganz anders …

Von den Toten auferstanden - und mit Vollgas in den Goldenen Herbst

Friedemann von Bulls baut mir in den heiligen Radhallen der BIKE-Redaktion den neuen 960er-Akku unten ans Unterrohr, schaltet wieder an und es passiert: nichts. Das Bike ist tot. Todesursache: unbekannt. Auch der angestöpselte Diagnose-Rechner zuckt virtuell mit den Schultern. Das Vuca muss zur Wiederbelebung heim zu Bulls.

Eine Woche später ist es von den Toten wieder auferstanden. Täter: ein defektes Verbindungskabel im Rahmen. Aber jetzt ist wieder alles fresh, das große Höhenmeterfressen kann weitergehen. Mein Plan: Ich will bis Juni 2025 keine 50.000, sondern 100.000 Höhenmeter sammeln. Rund um Garmisch gibt’s genug Testpieces: Hohe Kiste, Heimgarten, Schachen. Und daheim im Allgäu wartet im Hochsommer DER Scharfrichter schlechthin: das Nebelhorn. Die steilste Rampe Deutschlands endet am höchsten anfahrbaren Punkt Deutschlands. Das Bulls wuchtet mich in unter einer Stunde zum Gipfelkreuz.

In einer Stunde aufs Nebelhorn, in den Alpen bis auf über 3000 Meter

Anfang September sammeln mein Baby und ich rund um Bormio eine Handvoll Dreitausender. Seither ist das Bulls mit ziemlicher Sicherheit das höchstgereiste E-MTB der Alpen: 3285 Meter. Ausfälle, Defekte, Zipperleins? Bis auf die oben beschriebene Fehlermeldung im Display und den Kabelschaden: nichts Dramatisches. Die hintere 203er-Bremsscheibe nimmt mir die ultralangen Abfahrten (und mein Gewicht) irgendwann krumm, die vordere - 220 mm im Durchmesser - achtert keinen Millimeter.

An der Bocca di Profa auf 2663 Metern Höhe muss ich übrigens meinen ersten Platten an einem Carbonriemen-Bike flicken. Funktioniert etwas anders als mit einem Ketten-Bike, aber funktioniert. Ich bin gespannt wie ein Carbonriemen, ob der irgendwann mal reißen sollte …

Projekt 100.000 Höhenmeter läuft! Nach vier Monaten hat das Bulls Vuca EVO AM 2 knapp 30.000 Höhenmeter abgespult. Und bewährt sich bis auf den einen Kabel-Glitch hervorragend. Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden, wie sich das Carbonriemen-E-MTB beim alpinen Höhenmetersammeln schlägt.

Bulls Cross Street: Sportlich und Alltagstauglich

Sportliches Radfahren ist nicht nur eine Frage der Form - es kommt auch aufs Material an. Flotte, geübte Radler wissen das und setzen auch für die Allround-Nutzung auf leichte, gut ausgestattete Bikes wie das Bulls Cross Street, die funktionell ihren Sporträdern ähneln. Wer nicht gerade Radsport in der einen oder anderen Form betreibt, aber seine täglichen Wege dennoch dazu nutzen will, fit zu bleiben, kann von diesem Ansatz profitieren. Längst hat die Bike-Industrie nämlich die klare Trennung zwischen Sport und Alltag aufgehoben.

Das Beste aus zwei Welten: Teil eins, besteht erst einmal aus einem Dreifach-Antrieb, der zusammen mit dem Neunfach-Ritzelsatz für eine riesengroße Übersetzungsbandbreite am Bulls Cross Street sorgt. Mit den griffigen Rapidfire-Hebeln lassen sich Ritzel wie Kettenblätter schnell durchschalten, wie vom Mountainbike gewohnt. Ebenfalls vom MTB auf andere Fahrradgattung übergeschwappt ist die Federgabel, die am Bulls Cross Street rund 60 mm Weg bietet. Das klingt angesichts dessen, was man im Gelände fährt, nicht sehr üppig, geht jedoch für viele Zwecke absolut in Ordnung - Asphaltstraßen und Waldwege sowieso. Die Suntour Gabel bietet 63 mm Federweg.

Scheibenbremsen haben inzwischen die komplette Fahrradwelt überrollt und sind für viele Radler nicht mehr wegzudenken - für uns übrigens auch nicht, sodass wir ihre Anwesenheit am Bulls Cross Street für selbstverständlich erachten. Gerade dort, wo’s nass und schmutzig wird, sind sie unverzichtbar, und damit machen sie beim Geländeeinsatz ebenso Sinn wie im Alltag. So viel zur MTB-Technik am Bulls, doch interessant wird das Rad gerade durch deren Kombination mit Teilen, die für Alltagstauglichkeit sorgen - und durch die Art und Weise, wie sie integriert sind.

Bei der Beleuchtung setzt man am Bulls Cross Street natürlich auf einen Nabendynamo, der angesichts der großen Bremsscheibe vorne optisch fast nicht auffällt. Der ordentlich helle 30-Lux-Strahler ist schön kompakt und wird direkt an die Gabelbrücke montiert, steht also kaum ab; die Rückleuchte wiederum sitzt eng an der Hinterbaustrebe. Dass Bulls von der klassischen Technik Abstand genommen hat, die Rückleuchte ans Schutzblech zu montieren, hat noch einen weiteren Grund: Die auf wiederum angeschraubte Metallwinkel gesteckten SKS-Radschützer lassen sich mit sehr geringem Aufwand abbauen - etwa, wenn das Rad einen trockenen Sommer über etwas sportlicher genutzt werden soll.

Wie ein Sportwagen bequeme Sitze haben darf, kann auch ein flottes Crossbike mit angenehmer Ergonomie aufwarten. Mit eher kurzem Rahmenvorderbau und vergleichsweise hohem Lenker sitzen sowohl Fahrer als auch Fahrerin aufrecht und sicher auf diesem Rad. Eine gute Wahl ist der Lenker mit leicht abgewinkelten Enden, die mit Ergogriffen bestückt sind. Wünschenswert wäre eine Sattelstütze mit Versatz nach hinten; das würde Arme und Hände entlasten und die Sitzhaltung noch angenehmer machen. Eine gute Wahl ist jedenfalls der Sattel mit breiter Längsrinne zur Druckentlastung. Alternativ ist das Bulls Cross Street übrigens auch in einer dezenter gefärbten Herren-Variante mit klassischem Diamant-Rahmen erhältlich.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0